Linkaudit: Diese 10 Punkte musst du überprüfen (Backlink-Audit)

0
(0)

Linkaudit Anleitung und Tutorial

Backlinks sind nach wie vor ein entscheidender Rankingfaktor bei Google. Und dieser Rankingfaktor kann schnell einen Nachteil für die eigenen Rankings darstellen, wenn es mit den Linkaufbau-Maßnahmen übertrieben wird.

Dann kann nur noch ein Linkaudit und die anschließende Linkentfernung helfen, um fallende Rankings und Trafficeinbrüche zu verhindern.

Was genau ein Linkaudit ist und wie man bei der Bewertung von Links vorgeht, erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist ein Linkaudit und warum ist dieser wichtig?

Bei einem Linkaudit, auch Backlink-Audit genannt, werden alle Backlinks, die auf eine Domain verweisen, überprüft. Dabei werden nicht nur alle Links erfasst, sondern auch auf verschiedene Kriterien überprüft, wie z. B. Linkherkunft, Ankertext-Verteilung, Deeplink Ratio und vieles mehr.

Der Linkaudit ist deshalb so wichtig, da ein unnatürlicher Linkaufbau von Google durch den sogenannten Google Pengiun 4.0 abgestraft werden kann – dann verliert die Domain oder die entsprechende Unterseite einer Domain schnell an Rankings und Sichtbarkeit. Beim Backlink-Audit können aber auch Optimierungspotenziale gefunden werden – z. B. indem das Linkprofil der Konkurrenz überprüft wird, um dort neue Linkquellen zu identifizieren.

Hinweis
Google hat mehrfach bestätigt, dass sie Spam-Links immer besser selbst erkennen können und Webmaster hier nicht mehr eingreifen müssen. Zur Sicherheit solltest du trotzdem einen Linkaudit durchführen und wirklich alle toxischen Links auf dem „Radar“ haben.

Wann sollte ein Linkaudit durchgeführt werden?

Das Linkprofil einer Website sollte regelmäßig überprüft werden: Wo kommen neue Links her? Wurden wichtige Links evtl. wieder gelöscht? Usw. Bei der Linkprofil-Analyse können eine Menge wichtiger Informationen für das eigene Linkbuilding gesammelt werden.

Eine komplette Analyse des Linkprofils empfehlen wir mindestens einmal im Jahr durchzuführen. Sozusagen der jährliche Linkanalyse-Frühjahrsputz. Gerne auch häufiger, da hier die Devise „besser Vorsicht als Nachsicht“ gilt. Wenn Google dich einmal aufgrund eines unnatürlichen Linkprofils abgestraft hat, kann es dauern, bis die Suchmaschine dir wieder vertraut.

Linkaudit – 10 wichtige Punkte, die du überprüfen musst

Es gibt einige wichtige Punkte, die bei einem Linkaudit zu beachten sind. Zunächst benötigt es genügend Daten für den Audit. Um die größtmögliche Datenmenge zu einem Linkprofil zu erhalten, sollte man nicht nur auf ein Linkanaylse-Tool setzen, sondern direkt auf mehrere. Wir empfehlen hier u. a.:

Bei einem Linkaudit muss jeder einzelne Link überprüft und hinterfragt werden. Dient dieser zur Manipulation oder wurde er natürlich gesetzt? Google ist hier aktuell weniger streng und verzeiht ein paar Ausrutscher. Wer es allerdings übertreibt, wird auch heute noch für Linkspam, Links kaufen und vieles mehr abgestraft.

Hinweis für Anfänger:
In diesem Artikel werden sehr viele Abkürzungen und Fachbegriffe verwendet. Wenn du im Bereich Linkaufbau noch am Anfang stehst, solltest du vorher unsere Artikel zu Backlinks und Linkbuilding lesen :-)

Daher sind die folgenden 10 Punkte beim Backlink-Audit immer zu überprüfen:

  • Anzahl der Backlinks von verweisenden Domains: Wie viele Backlinks hat die Website und von wie vielen Domains kommen sie? Das ist die Datengrundlage. Ohne diese kann kein Audit durchgeführt werden. Wir empfehlen bei einem Linkaudit direkt das LRT Detox Modul zu verwenden – auch wenn es teuer ist –, denn es hat die größtmögliche Datenquelle aller Backlink-Tools.
  • Sitewide Links: Wurden exzessiv viele Links aus Footern oder Sidebars gesetzt? In großer Menge können besonders solche Links früher oder später gefährlich werden.
  • Das Verhältnis von Ankertexten (auch Anchor Text oder Linktext genannt): Werden natürlich Linktexte gesetzt oder findet sich eine übermäßige Verwendung von Money-Ankertexten (Linktexte mit Keywords, zu denen die Website besser gefunden werden soll)? Wenn zu viele solcher Money-Ankertexte verwendet werden, besteht die Gefahr einer Überoptimierung, die abgestraft werden könnte.
  • Deeplink Ratio (das Verhältnis von Backlinks, die auf die Startseite und auf Deep-Links verweisen): Werden bestimmte Unterseiten besonders häufig verlinkt? Wenn ja, was können die Gründe dafür sein? Viele Shops wurden schon abgestraft, wenn z. B. immer nur eine bestimmte Shop-Kategorie verlinkt wurde – so ein unnatürliches Linkmuster sieht Google schnell als Manipulation an.
  • Linkattribute: Wie ist das Verhältnis von „Do-follow-“ zu „No-follow-Links“? Wie häufig werden die weiteren Linkattribute „sponsored“ und „ugc“ gesetzt? Besonders Blogkommentar-Spam kann hierüber schnell erkannt werden.
  • Linkqualität: Wie ist die Qualität der Backlinks? Verweisen besonders starke Websites, wie Zeitungen oder bekannte Domains aus deiner Nische? Wie ist das Verhältnis von hochwertigen zu qualitativ minderwertigen Links? Die Backlink-Qualität ist entscheidend und nicht die Quantität.
  • Link Velocity (Verhältnis des Linkwachstums): Gibt es hier unnatürliche Muster und entstehen sehr viele Links in kürzester Zeit? Dann kann darüber ebenfalls schnell eine Manipulation entdeckt werden.
  • Linkquellen: Werden Links exzessiv nur aus bestimmten Quellen generiert (z. B. Forenlinks oder Footerlinks)? Dann ist das ebenfalls ein schlechtes Signal.
  • Themenrelevanz: Gibt es eine große Anzahl an themenfremden Domains, die verlinken? Oder besteht das Linkprofil hauptsächlich aus Links von themenrelevanten Quellen, die zu deiner Website passen?
  • Sprache: Besonders schlechter Linkspam setzt Backlinks von themenfremden Linkquellen und von solchen, die in einer anderen Sprache sind.
Wichtig:
Beobachte immer die Konkurrenz und vergleiche deren Linkprofil mit deinem. So kannst du besser herausfinden, was in deiner Nische z. B. ein natürliches Verhältnis an Do-follow- und No-follow-Links ist.

Am Ende des Linkaudits solltest du eine Liste haben mit allen toxischen Links aus deinem Linkprofil. Diese Liste ist wichtig für das weitere Vorgehen: die Links-Entwertung.

Links entfernen oder entwerten (Google Disavow Tool)

Sobald du bei der Linkanalyse alle schlechten, toxischen Links herausgefiltert hast, solltest du dir überlegen, wie du diese Links wieder loswerden kannst.

Google selbst empfiehlt, die entsprechenden Webmaster zu kontaktieren und um eine Entfernung des Links oder das Setzen des „No-follow-Attributs“ (z. B. bei gekauften Links) zu bitten.

Nur wenn die Webmaster nicht auf die mehrmaligen Kontaktversuche reagieren, sollte das Google Dsiavow Tool zum Einsatz kommen. Über dieses Tool (Link zum Tool) kannst du Google mitteilen, welche Links für die Ranking-Berechnungen nicht einfließen sollen.

Links entwertet
Abb.: Google Disavow Tool in Aktion. Hier kannst du eine txt.-Datei hochladen mit allen Links, die von Google ignoriert werden sollen.

Ins Disavow File nimmst du alle schädlichen Links auf, die entwertet werden sollen. Dieses File gilt es immer sauber zu halten und es sollten z. B. keine Links rein, die bereits gelöscht wurden.

Wichtig: Immer die ganzen Domains über den Befehl „domain:“ entwerten lassen und nicht einzelne Links über den „URL“-Befehl. So gehst du sicher, dass wirklich kein Backlink mehr von der schädlichen Domain gewertet wird.

Beispiel: So kann ein Google Disavow File aussehen:

# Negative SEO Spam
domain:das-ist-eine-domain.info
domain:das-ist-eine-domain1.com
domain:das-ist-eine-domain2.com
# Webmaster kontaktiert, keine Antwort erhalten
domain:das-ist-eine-domain.de
domain:das-ist-eine-domain2.de

Profi-Tipp:
Größte Vorsicht bei der Entwertung von Backlinks! Entfernst du aus Versehen starke Backlinks, können deine Rankings einbrechen. Besonders wenn du eine große Anzahl an Links über das Disavow Tool von Google entwerten willst, ist Vorsicht geboten. Besser ist es, die Links vorsichtig in kleiner Anzahl zu entwerten und nicht alle auf einmal.

Fazit

Google selbst hat mehrfach bestätigt, dass sie mittlerweile toxische Links durch negative SEO-Attacken gut erkennen können und Webmaster selten selbst noch solche Links entfernen oder entwerten müssen.

Trotzdem ist es ratsam, auf Nummer sicher zu gehen und bei einer großen Anzahl an toxischen Links diese selbst zu entwerten.

FAQ

Was kostet ein Backlink-Audit über eine Agentur oder einen Freelancer?

Das häufigste Abrechnungsmodell ist die Berechnung pro Link. Jeder Link muss überprüft werden. Je mehr Backlinks das Linkprofil hat, desto teurer wird es also auch. Audits für kleinere Linkprofile mit bis zu 500 Backlinks fangen meist bei 2.000 € an. Die Preise können hier stark steigen, je größer das Linkprofil ist.

Welche Tools brauche ich für einen Linkaudit?

Wir empfehlen hier das LRT Detox Modul – kein Tool hat eine größere Datenmenge. Und darauf kommt es beim Linkaudit an. Wenn die Datenquelle zu klein ist, können auch nicht alle schlechten Links gefunden werden. Allerdings ist das LRT Tool nicht gerade günstig. Wer auf kostengünstige Tools zurückgreifen möchte, dem empfehlen wir Tools wie Maejstic, Ahrefs oder Semrush zu nutzen.

Durchschnittliche Bewertung: 0 / 5. | Anzahl der Bewertungen: 0

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.