E-Commerce & Onlineshops

15 Open Source Shop­sys­te­me im Ver­gleich – Fin­de die rich­ti­ge E-Com­mer­ce-Lö­sung für dein Busi­ness

Open Source Shopsysteme im Vergleich

Wenn du dir ein er­folg­rei­ches E-Com­mer­ce-Busi­ness auf­bau­en willst, um dei­ne Wa­ren on­line zu ver­kau­fen, wirst du un­wei­ger­lich mit der rie­si­gen Aus­wahl von Shop­sys­te­men kon­fron­tiert. Shop­soft­ware zur Mie­te, zum Kauf oder Open-Source? Wie viel Ka­pi­tal habe ich zur Ver­fü­gung? Kann mein Shop mit mir ge­mein­sam wach­sen? Wel­che Vor- und Nach­tei­le ha­ben die ein­zel­nen Web­shops?

Die Ent­schei­dung für „das rich­ti­ge“ Shop­sys­tem ist nicht leicht. Im E-Com­mer­ce set­zen sich Open-Source-Shop­sys­te­me im­mer stär­ker durch. Des­halb möch­ten wir dir mit die­sem Bei­trag ei­nen Über­blick zu den gän­gigs­ten Open-Source-Shop­sys­te­men ge­ben. Die Vor­tei­le von Open-Source-An­wen­dun­gen lie­gen dar­in, dass sie hohe Fle­xi­bi­li­tät bei ver­gleichs­wei­se ge­rin­gem Ein­satz bie­ten. Mit in­ten­si­ver Ein­ar­bei­tung so­wie gu­tem tech­ni­schen Ver­ständ­nis oder der Hil­fe durch ei­nen Pro­gram­mie­rer hast du hier eine gro­ße Ge­stal­tungs­frei­heit und ma­xi­ma­le Funk­tio­na­li­tät.

Die Ba­sis-Shop­sys­te­me sind kos­ten­frei und kön­nen durch An­pas­sun­gen an die je­wei­li­gen An­for­de­run­gen er­wei­tert wer­den. Ein wei­te­rer Vor­teil ist die gro­ße Com­mu­ni­ty aus aus­ge­zeich­ne­ten Ent­wick­lern, die Open-Source-Sys­te­me stän­dig wei­ter­ent­wi­ckeln und ver­bes­sern.

Wel­che Open Source Shop­sys­te­me sind emp­feh­lens­wert?

Es gibt nicht das EINE per­fek­te Open-Source-Shop­sys­tem. Je­des Sys­tem er­füllt an­de­re Be­dürf­nis­se. Aus un­se­ren Er­fah­run­gen her­aus kön­nen wir die fol­gen­den Sys­te­me emp­feh­len:

  • Shop­ware (von deut­schen Ent­wick­lern, leicht an­zu­pas­sen, eine Viel­zahl an Er­wei­te­run­gen / Ad­dons vor­han­den)
  • OXID (eben­falls aus Deutsch­land, kos­ten­lo­se Stan­dard-Ver­si­on ent­hält be­reits vie­le Funk­tio­nen)
  • Woo­Com­mer­ce (kin­der­leich­te Be­din­gung, vie­le kos­ten­freie Er­wei­te­run­gen/Plug­ins und The­mes vor­han­den)

Eine Ge­samt­lis­te mit al­len emp­feh­lens­wer­ten Shop­sys­te­men ha­ben wir in die­sem Ar­ti­kel auf­ge­führt.

Was be­deu­tet „Open Source“?

Open Source be­deu­tet so viel wie „of­fe­ne Quel­le“ und be­zeich­net eine Soft­ware, de­ren Quell­code öf­fent­lich ist. Die­ser Quell­code kann von Drit­ten ein­ge­se­hen, ge­nutzt und ver­än­dert wer­den. Der Quell­code ist nicht nur kos­ten­frei, er kann auch frei für die Ent­wick­lung neu­er Funk­tio­na­li­tä­ten und Mo­du­le ge­nutzt und mo­di­fi­ziert wer­den.

Mit ei­nem Open Source Shop er­hält man also in­di­vi­du­ell an­pass­ba­re Codes für den ei­ge­nen Web­shop.

Open-Source-Shop­sys­te­me – Wer kann was?

E-Com­mer­ce, also der elek­tro­ni­sche Han­del, ver­zeich­net sei Jah­ren ein ho­hes Wachs­tum mit zum Teil zwei­stel­li­gen Wachs­tums­ra­ten jähr­lich. Da der On­line­han­del boomt – da ist es kein Wun­der, dass Shop­sys­te­me wie Pil­ze aus dem Bo­den schie­ßen.

Da­mit du den Über­blick be­hältst und das für dich per­fek­te Shop­sys­tem fin­dest, kannst du von un­se­ren Er­fah­run­gen mit die­sen 15 Open-Source-Shop­sys­te­men pro­fi­tie­ren.

Ma­gen­to

Ma­gen­to ist ne­ben Shop­ware das wohl be­kann­tes­te Shop­sys­tem. Es exis­tiert in zwei Ver­sio­nen: Der kos­ten­lo­sen Com­mu­ni­ty-Ver­si­on und der kos­ten­pflich­ti­gen En­ter­pri­se-Edi­ti­on. Im Kern sind bei­de Ver­sio­nen, bis auf ei­ni­ge Out of the Box-Funk­tio­nen gleich, je­doch gibt es auch Un­ter­schie­de.

Ex­ten­si­ons: Für bei­de Ver­sio­nen exis­tie­ren zahl­rei­che Ex­ten­si­ons, also Er­wei­te­run­gen. Mit­hil­fe von Ex­ten­si­ons kann der On­line­shop um zahl­rei­che Funk­tio­nen er­wei­tert wer­den. Für die En­ter­pri­se-Edi­ti­on er­hält man aus­schließ­lich zer­ti­fi­zier­te und ge­prüf­te Ex­ten­si­ons, wäh­rend die der Com­mu­ni­ty auch Feh­ler be­inhal­ten kön­nen. Grund­sätz­lich soll­te man sich vor In­stal­la­ti­on der Com­mu­ni­ty-Ex­ten­si­ons gut in­for­mie­ren und Re­zen­sio­nen an­de­re Nut­zer le­sen, um das Aus­fall­po­ten­zi­al zu mi­ni­mie­ren.

Ge­währ­leis­tung/Ga­ran­tie: Ent­ste­hen durch den Aus­fall oder Feh­ler in der Soft­ware Um­satz­ein­bu­ßen oder Schä­den, haf­tet Ma­gen­to nur in der En­ter­pri­se-Edi­ti­on. Das Nut­zen der Com­mu­ni­ty-Ver­si­on ge­schieht auf ei­ge­nes Ri­si­ko.

Sup­port: Nut­zer der Com­mu­ni­ty-Ver­si­on kön­nen bei Fra­gen oder Pro­ble­men die Hil­fe der Ma­gen­to-Com­mu­ni­ty bzw. der Agen­tur, die sie be­auf­tragt ha­ben, in An­spruch neh­men. Nut­zer der En­ter­pri­se-Edi­ti­on er­hal­ten di­rek­ten Sup­port von Ma­gen­to selbst.

Die Usa­bi­li­ty von Ma­gen­to nimmt bei neue­ren Ver­sio­nen zu. Vie­le Din­ge wie Kun­den­da­ten, Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen oder Trans­ak­ti­ons­da­ten las­sen sich nach zum Teil sehr müh­se­li­ger Ein­ar­bei­tung pro­blem­los selbst pfle­gen. Für kom­ple­xe­re An­pas­sun­gen und In­di­vi­dua­li­sie­run­gen grei­fen die meis­ten Be­trei­ber je­doch auf ei­nen Pro­gram­mie­rer zu­rück, da das Sys­tem zum Teil un­durch­schau­bar ist und vie­le An­wen­der über­for­dert – das lässt die Ge­samt­kos­ten häu­fig in die Höhe schnel­len.

Pro:

  • Gro­ße Com­mu­ni­ty
  • Zahl­rei­che Ex­ten­si­ons ver­füg­bar
  • Gut in­te­grier­bar

Con­tra:

  • Pro­gram­mier­kennt­nis­se er­for­der­lich
  • Ex­ten­si­ons z. T. kos­ten­pflich­tig

Shop­ware

Shop­ware stammt aus Nord­rhein-West­fa­len in Deutsch­land und ist ak­tu­ell in vier Ver­sio­nen er­hält­lich: Der kos­ten­lo­sen Com­mu­ni­ty Edi­ti­on, der Pro­fes­sio­nal so­wie der Pro­fes­sio­nal Plus Ver­si­on und der En­ter­pri­se Edi­ti­on für sehr gro­ße Pro­jek­te. Die Ober­flä­che im Ba­ckend weist eine gute Usa­bi­li­ty auf – das Sys­tem ist ein­fach und in­tui­tiv. Da­bei muss auf tech­ni­sche Spie­le­rei­en und aus­ge­klü­gel­te Funk­tio­nen kei­nes­falls ver­zich­tet wer­den: Mit­hil­fe zahl­rei­cher Ex­ten­si­ons und re­spon­si­ver Tem­pla­tes kann der ei­ge­ne On­line­shop pro­blem­los in­di­vi­dua­li­siert wer­den. Für die Com­mu­ni­ty Edi­ti­on sind so­wohl kos­ten­lo­se, als auch kos­ten­pflich­ti­ge Ex­ten­si­ons und Tem­pla­tes ver­füg­bar – je nach ei­ge­nem Ge­schmack und An­spruch kön­nen hier klei­ne bis mit­tel­stän­di­sche Shops mit ge­rin­gem Bud­get rea­li­siert wer­den. Es gibt je­doch auch Pre­mi­um-Plug­ins, die – je nach Ver­si­on –nur mit den kos­ten­pflich­ti­gen Shop­ware-Edi­tio­nen kom­pa­ti­bel sind.

Ein wei­te­rer gro­ßer Plus­punkt von Shop­ware ist die rie­si­ge Re­ger Aus­tausch, Pro­blem­lö­sun­gen und In­for­ma­tio­nen zu neu­en Ent­wick­lun­gen sind nun kein Pro­blem mehr.

Seit Ver­si­on 5.2 ist Shop­ware zu­dem kos­ten­los mul­ti­shop­fä­hig. Das be­deu­tet, es kön­nen meh­re­re Sub­shops gleich­zei­tig be­trie­ben wer­den. Sub­shops ei­ge­nen sich

  • Wenn für un­ter­schied­li­che Pro­dukt­fa­mi­li­en ei­ge­ne On­line­shops be­nö­tigt wer­den.
  • Wenn der Shop in ver­schie­de­nen Spra­chen oder Wäh­run­gen be­trie­ben wer­den soll.
  • Wenn der Shop für eine be­stimm­te Ziel­grup­pe an­ders auf­ge­macht wer­den soll.

Ein Sub­shop kann über eine ei­ge­ne Do­main und ein ei­ge­nes Lay­out ver­fü­gen, auch die Pro­dukt­da­ten kön­nen se­pa­rat ge­pflegt wer­den.

Im of­fi­zi­el­len Shop­ware Demo-Shop kön­nen sich in­ter­es­sier­te User das Front­end an­se­hen. Ein kos­ten­lo­ses Ba­ckend kann hier eben­falls an­ge­fragt wer­den.

Pro:

  • Gute Usa­bi­li­ty
  • Leicht an deut­sches Recht an­zu­pas­sen
  • Deut­sche Com­mu­ni­ty
  • Zahl­rei­che Ex­ten­si­ons

Con­tra:

  • Wich­ti­ge Funk­tio­nen z. T. nur als Pre­mi­um-Plug­ins er­hält­lich
  • Ex­ten­si­ons teil­wei­se kos­ten­pflich­tig

OXID eShop

Bei OXID eShop han­delt es sich eben­falls um eine deut­sche Platt­form. Ne­ben der Open Source Com­mu­ni­ty Ver­si­on gibt es für klei­ne bis mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men die Pro­fes­sio­nal-Edi­ti­on und die En­ter­pri­se-Edi­ti­on so­wie für den B2B-Be­reich eine En­ter­pri­se-B2B-Edi­ti­on. Die kos­ten­lo­se Com­mu­ni­ty-Ver­si­on kommt mit na­he­zu den­sel­ben Funk­tio­nen wie die Pro­fes­sio­nal-Edi­ti­on da­her. Ei­ni­ge Funk­tio­nen, wie die Man­dan­ten­fä­hig­keit oder die Rech­te­ver­wal­tung ste­hen in der kos­ten­lo­sen Com­mu­ni­ty-Ver­si­on nicht zur Ver­fü­gung. Auch den Her­stel­ler-Sup­port gibt es nur bei den kos­ten­pflich­ti­gen Ver­sio­nen. Über den ei­ge­nen Markt­platz OXID eX­ch­an­ge kön­nen zahl­rei­che Ex­ten­si­ons und Plug­ins zum Teil kos­ten­los er­wor­ben wer­den. OXID ist sehr fle­xi­bel, gut ska­lier­bar und in­di­vi­dua­li­sier­bar. Vie­le Schnitt­stel­len ma­chen eine Im­ple­men­tie­rung in die gän­gigs­ten ERP-, CMS-, PIM-, CRM- so­wie Kas­sen­sys­te­me mög­lich.

Ein paar Punk­te Ab­zug gibt es beim Ba­ckend: Auf den ers­ten Blick wirkt es we­nig in­tui­tiv und et­was un­über­sicht­lich. Um den Shop spä­ter selbst­stän­dig pfle­gen zu kön­nen, ist gute Ein­ar­bei­tung nö­tig. Für et­was ver­sier­te­re An­wen­der soll­te dies je­doch kein Pro­blem dar­stel­len.

Pro:

  • Kos­ten­lo­se Ver­si­on sehr um­fang­reich
  • Leicht an deut­sches Recht an­zu­pas­sen
  • Deut­sche Com­mu­ni­ty
  • Ei­ge­ner Markt­platz für Er­wei­te­run­gen

Con­tra:

  • Ba­ckend un­über­sicht­lich
  • Ex­ten­si­ons teil­wei­se nicht mit Com­mu­ni­ty-Edi­ti­on nutz­bar

Woo­Com­mer­ce

Woo­Com­mer­ce lässt sich in be­stehen­de Word­Press-Web­sites in­te­grie­ren und ge­hört zu den be­kann­tes­ten Open-Source-Shop­sys­te­men. Es gibt nur eine kos­ten­lo­se Ver­si­on, eine Mul­ti-Chan­nel-Stra­te­gie, wie sie die meis­ten an­de­ren An­bie­ter ver­fol­gen, gibt es hier nicht. Je­doch soll­te man zu­nächst sei­ne An­for­de­run­gen mit den Leis­tun­gen von Woo­Com­mer­ce ver­glei­chen, denn vie­le Plug­ins und Funk­tio­nen sind kos­ten­pflich­tig.

Je nach ge­wähl­tem Word­Press Tem­p­la­te ist Woo­Com­mer­ce gut in­te­grier­bar, op­tisch an­spre­chend und re­spon­si­ve. Für klei­ne On­line­shops oder den Ver­kauf von Down­loads (zum Bei­spiel E-Books) stellt Woo­Com­mer­ce eine ab­so­lut güns­ti­ge und be­nut­zer­freund­li­che Al­ter­na­ti­ve dar. Emp­feh­lens­wert ist das Plug­in „Woo­Com­mer­ce Ger­man Mar­ket“, das Rechts­si­cher­heit in Deutsch­land und Ös­ter­reich er­mög­licht. Die gro­ße, zum Teil deutsch­spra­chi­ge Com­mu­ni­ty, ist sehr ak­tiv und in je­dem Fall eine gute An­lauf­stel­le.

Al­ler­dings ist Woo­Com­mer­ce nicht oder mul­ti­shop­fä­hig und weist bei kom­ple­xe­ren Vor­gän­gen eine nicht so gute Be­dien­bar­keit auf.

Der Un­ter­schied zwi­schen Mul­ti­shop- und Man­dan­ten­fä­hig­keit liegt üb­ri­gens dar­in, dass zum Bei­spiel bei der Man­dan­ten­fä­hig­keit die Mul­ti­shops im Ba­ckend stan­dard­mä­ßig von­ein­an­der ab­ge­trennt wer­den kön­nen.

Wer un­si­cher ist, ob Woo­Com­mer­ce die rich­ti­ge Lö­sung ist, kann sich im kos­ten­lo­sen Demo-Shop durch das Front­end kli­cken.

Pro:

  • Lässt sich in ein­fach in Word­Press Sei­ten in­te­grie­ren
  • Sehr be­nut­zer­freund­lich
  • Plug­in für An­pas­sung an deut­sches Recht ver­füg­bar
  • Na­he­zu alle wich­ti­gen Plug­ins kos­ten­los er­hält­lich.

Con­tra:

  • Funk­ti­ons­um­fang ein­ge­schränkt
  • Nicht mul­ti­shop­fä­hig

xt:Com­mer­ce

xt:Com­mer­ce ist seit Ver­si­on 4 kein Open-Source-Shop­sys­tem mehr, äl­te­re Ver­sio­nen sind aber den­noch wei­ter­hin im Um­lauf. Es han­delt sich hier­bei um eine Wei­ter­ent­wick­lung von OsCom­mer­ce; da­bei bie­tet xt:Com­mer­ce je­doch weit­aus mehr Mög­lich­kei­ten beim Lay­out. Auf­grund sei­ner ho­hen Ver­brei­tung ha­ben sich zahl­rei­che Dienst­leis­ter im deutsch­spra­chi­gen Raum auf den Sup­port von xt:Com­mer­ce spe­zia­li­siert – wer also ei­nen Pro­gram­mie­rer oder Agen­tur sucht, dürf­te kei­ne Pro­ble­me be­kom­men. Ein On­line­shop, ba­sie­rend auf xt:Com­mer­ce hat zahl­rei­che Vor­tei­le: So kann das Lay­out kom­plett in­di­vi­dua­li­siert wer­den, es ste­hen zahl­rei­che Schnitt­stel­len zu Shop­ping­por­ta­len und ver­schie­de­ne Zah­lungs­mo­du­le zur Ver­fü­gung und der ei­ge­ne On­line­shop ist gut ska­lier­bar.

Da die neu­en Ver­sio­nen nur ver­schlüs­selt oder teil­wei­se ver­schlüs­selt er­schei­nen, ist auch die Com­mu­ni­ty ab­ge­wan­dert. Wer Wert auf gu­ten Sup­port legt, soll­te also lie­ber die An­schaf­fung ei­ner kos­ten­pflich­ti­gen Ver­si­on über­den­ken, oder ei­nen Ex­per­ten an sei­ner Sei­te ha­ben.

Die ak­tu­el­le (kos­ten­pflich­ti­ge) Ver­si­on von xt:Com­mer­ce kann in ei­nem Demo-Shop ge­tes­tet wer­den.

Pro:

  • Wei­te Ver­brei­tung und flä­chen­de­ckend spe­zia­li­sier­te Agen­tu­ren
  • Lay­out kom­plett in­di­vi­dua­li­sier­bar
  • Gute Ska­lier­bar­keit

Con­tra:

  • Com­mu­ni­ty-Ak­ti­vi­tät der Open-Source-Ver­si­on sinkt ste­tig
  • Neue Ver­sio­nen nicht mehr Open Source

Gam­bio

Gam­bio ist aus der drit­ten Ver­si­on von xt:Com­mer­ce her­vor­ge­gan­gen und wird in­zwi­schen in Bre­men als ei­gen­stän­di­ges Open-Source-Pro­jekt wei­ter­ge­führt. Zwar steht Gam­bio un­ter GPL/GNU-Li­zenz, trotz­dem ist der kos­ten­lo­se Down­load nur über Dritt­an­bie­ter ver­füg­bar. Beim Her­stel­ler selbst er­hält man ein kos­ten­pflich­ti­ges Pa­ket, das un­ter an­de­rem ein Hand­buch und ein­jäh­ri­gen Her­stel­ler-Sup­port ent­hält.

Gam­bio GX3 ver­fügt über zahl­rei­che Funk­tio­nen und Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten. Ein wei­te­res Plus ist, dass es kei­ne kos­ten­pflich­ti­gen Plug­ins und Fea­tures gibt – bei Gam­bio ist al­les in­klu­si­ve. Auch ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se lässt sich das re­spon­si­ve Stan­dard­tem­p­la­te in­di­vi­dua­li­sie­ren und be­darfs­ge­recht an­pas­sen. Wei­te­re Vor­tei­le sind zahl­rei­che Schnitt­stel­len zu wich­ti­gen Preis­ver­gleichs­por­ta­len, Be­zahl­an­bie­tern und Wa­ren­wirt­schafts­sys­te­men so­wie eine in­te­grier­te La­ger­ver­wal­tung.

Wer un­si­cher ist, ob Gam­bio für sei­ne Be­dürf­nis­se ge­eig­net ist, kann sich im Gam­bio Demo-Shop ei­nen gu­ten Ein­druck in­klu­si­ve Ba­ckend-Zu­griff ver­schaf­fen.

Pro:

  • Alle Plug­ins und Fea­tures in­klu­si­ve
  • Deut­sche Be­trei­ber
  • Stan­dard­tem­p­la­te ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se in­di­vi­dua­li­sier­bar

Con­tra:

  • Um­ständ­li­cher Down­load über Dritt­an­bie­ter
  • Nicht Mul­ti­shop­fä­hig

PrestaShop

PrestaShop Website

PrestaShop rich­tet sich vor al­lem an Ein­stei­ger, die auf der Su­che nach ei­ner güns­ti­gen E-Com­mer­ce Lö­sung sind. Die in Frank­reich ent­wi­ckel­te Platt­form gibt an, dass Pres­ta von mehr als 270.000 Händ­lern in knapp 200 Län­dern ver­wen­det wird. Klei­ne bis mit­tel­stän­di­sche Shops soll­ten mit dem Funk­ti­ons­um­fang gut ver­sorgt sein – mit gro­ßen, kom­ple­xen Shops ist das Sys­tem je­doch schnell über­for­dert. Neu­ein­stei­ger mit Shop­er­fah­rung soll­ten das Back­of­fice recht gut be­die­nen kön­nen, da es sehr über­sicht­lich auf­ge­baut ist. Ist man be­reit, sich gründ­lich ein­zu­ar­bei­ten und be­sitzt ein gu­tes tech­ni­sches Ver­ständ­nis, lässt sich der ei­ge­ne On­line­shop ohne die Hil­fe von Ent­wick­lern oder Agen­tu­ren rea­li­sie­ren. An­sons­ten ist man mit der Hil­fe von Pro­fis bes­ser be­dient.

Rund 300 stan­dard­mä­ßig ent­hal­te­ne Ex­ten­si­ons und Plug­ins er­mög­li­chen es, den ei­ge­nen On­line­shop an die ei­ge­nen An­for­de­run­gen an­zu­pas­sen. Das Lay­out ist voll­stän­dig re­spon­si­ve, es gibt zahl­rei­che Schnitt­stel­len zu Be­zahl­an­bie­tern und auch eine Funk­ti­on zum Ver­kauf di­gi­ta­ler Pro­duk­te. Wei­te­re Fea­tures sind die Mul­ti­shop­fä­hig­keit, ein in­te­grier­tes Wa­ren­wirt­schafts­sys­tem mit La­ger­ver­wal­tung und ein durch­dach­tes Re­tou­ren-Sys­tem. Über den „PrestaShop Ad­dons Mar­ket­place“ kön­nen zu­dem rund 3.000 wei­te­re Ex­ten­si­ons so­wie sty­lishe Tem­pla­tes be­zo­gen wer­den – die­se sind je­doch mit zu­sätz­li­chen Kos­ten ver­bun­den. Auch bei PrestaShop ist es dem­nach sinn­voll, die ei­ge­nen An­sprü­che im Vor­feld mit dem An­ge­bot zu ver­glei­chen und die Ge­samt­kos­ten de­nen an­de­rer An­bie­ter ge­gen­über­zu­stel­len.

Im PrestaShop Demo-Shop kön­nen Front­end, Ba­ckend und so­gar die An­sicht auf den ver­schie­de­nen De­vices ge­tes­tet wer­den.

Pro:

  • Vie­le Plug­ins und Fea­tures in­klu­si­ve
  • Mul­ti­shop­fä­hig
  • Über­sicht­li­ches Ba­ckend

Con­tra:

  • Tem­pla­tes und Ex­ten­si­ons z. T. kos­ten­in­ten­siv
  • Nicht für gro­ße und kom­ple­xe On­line­shops emp­feh­lens­wert

Oro­Com­mer­ce

Oro­Com­mer­ce, das Open-Source-Pro­jekt der Ma­gen­to-Grün­der rich­tet sich spe­zi­ell an den B2B-Be­reich. Das Un­ter­neh­men kommt ur­sprüng­lich aus den USA, hat je­doch ein Büro in Ber­lin, das sich mit deut­schem Recht aus­ein­an­der­setzt und um ent­spre­chen­de An­pas­sun­gen und Lö­sun­gen be­müht ist. Oro­Com­mer­ce ver­steht sich als Kom­plett­lö­sung für mit­tel­stän­di­sche bis gro­ße Un­ter­neh­men. Es ist so­wohl als kos­ten­lo­se Com­mu­ni­ty Edi­ti­on als auch als En­ter­pri­se Edi­ti­on er­hält­lich.

Un­ter an­de­rem kön­nen mit Oro­Com­mer­ce ver­schie­de­ne Fir­men­kon­ten ver­wal­tet, Wa­ren­ka­ta­lo­ge an­ge­passt und kun­den­spe­zi­fi­sche Preis­lis­ten ge­ne­riert wer­den. Au­ßer­dem ver­fügt es über eine op­ti­mier­te Käu­fer-Ver­käu­fer-In­ter­ak­ti­on. Wie so oft, müs­sen auch hier bei der kos­ten­lo­sen Ver­si­on ein paar Ab­stri­che ge­macht wer­den.

Der Oro­Com­mer­ce Demo-Shop gibt ei­nen gu­ten Ein­blick in das Front­end ei­nes Bei­spiel­shops.

Pro:

  • Spe­zi­ell für B2B ent­wi­ckelt
  • Deut­sches Büro

Con­tra:

  • Nicht un­be­dingt für B2C nutz­bar

Com­mer­ce:Seo V3

Website Commerce:SEO V3

Com­mer­ce:Seo wur­de eben­falls auf Ba­sis von xt:Com­mer­ce ent­wi­ckelt. Da die Soft­ware in Deutsch­land ent­wi­ckelt wur­de, sind die Ent­wick­ler um Rechts­si­cher­heit in Deutsch­land, Ös­ter­reich und der Schweiz be­müht.

Für klei­ne On­line­shops oder Start­ups ist die kos­ten­lo­se Ver­si­on je­doch ab­so­lut aus­rei­chend. Zwar ist sie ge­gen­über den kos­ten­pflich­ti­gen Ver­sio­nen ein we­nig ab­ge­speckt, im Ba­sis­um­fang ist sie je­doch un­ein­ge­schränkt nutz­bar. Re­spon­si­ve Tem­pla­tes sind eben­so im Funk­ti­ons­um­fang ent­hal­ten, wie Mo­du­le zur An­bin­dung an Mar­ket­places wie Ebay und Ama­zon. Blog-Ad­dons, PDF-Lie­fer­schei­ne und -Rech­nun­gen so­wie Her­stel­ler-Sup­port er­hält man al­ler­dings nur mit den kos­ten­pflich­ti­gen Ver­sio­nen.

Im Demo-Shop der ak­tu­el­len kos­ten­pflich­ti­gen Ver­si­on ge­winnt man ei­nen gu­ten Über­blick über den Funk­ti­ons­um­fang.

Pro:

  • Leicht an deut­sches Recht an­zu­pas­sen
  • Aus­rei­chen­der Funk­ti­ons­um­fang bei Ba­sis­ver­si­on

Con­tra:

  • Kein Open-Source-Pro­jekt mehr
  • Vie­le Funk­tio­nen nur in kos­ten­pflich­ti­ger Ver­si­on ver­füg­bar

osCom­mer­ce

Website osCOmmerce

osCom­mer­ce ist seit rund 16 Jah­ren auf dem Markt und da­mit ein ech­tes E-Com­mer­ce-Ur­ge­stein. osCom­mer­ce steht un­ter GNU (Ge­ne­ral Pu­blic Li­cen­se) und ist so­mit ein rei­nes Open-Source-Pro­jekt. Um An­pas­sun­gen selbst­stän­dig vor­zu­neh­men, sind PHP- und MyS­QL-Kennt­nis­se zwin­gend er­for­der­lich.

Trotz recht ho­her in­di­vi­du­el­ler An­pas­sun­gen muss zur Ge­währ­leis­tung der Rechts­si­cher­heit in Deutsch­land, ei­ni­ges an Ar­beit in das Sys­tem ge­steckt wer­den – das ist un­ter Um­stän­den mit ho­hen Kos­ten ver­bun­den. Nut­zer mit sehr gu­ten Pro­gram­mier­kennt­nis­sen, die al­les in Ei­gen­ar­beit er­le­di­gen kön­nen, fin­den hier je­doch eine.

Pro:

  • Kos­ten­güns­tig
  • Rei­nes Open-Source-Pro­jekt

Con­tra:

  • Pro­gram­mier­kennt­nis­se zwin­gend er­for­der­lich
  • Zum Teil nicht mehr ak­tu­ell
  • Kei­ne Rechts­si­cher­heit in Deutsch­land

smart­s­to­re

smart­s­to­re aus Dort­mund ge­hört seit ih­rer Grün­dung im Jahr 1999 ne­ben In­ter­shop und Hy­bris zu den Pio­nie­ren im Be­reich E-Com­mer­ce Soft­ware.

Das Shop­sys­tem Smart­s­to­re.NET wird in un­ter­schied­li­chen Edi­tio­nen an­ge­bo­ten. Als kos­ten­lo­se Com­mu­ni­ty Edi­ti­on, so­wie als kos­ten­pflich­ti­ge Pro­fes­sio­nal, Pre­mi­um und En­ter­pri­se Edi­ti­on.
Tech­nisch ge­se­hen er­weist sich Smart­s­to­re.NET als ein sehr mo­der­nes und aus­ge­reif­tes Shop­sys­tem. Für alle Edi­tio­nen exis­tie­ren zahl­rei­che Plug­ins, mit de­nen auf vom Markt ge­wünsch­te Funk­tio­nen kei­nes­falls ver­zich­tet wer­den muss.

Ab der Ver­si­on 3.2 ist ein CMS Page Buil­der für das Ge­stal­ten von Ein­kaufs­wel­ten ohne HTML- oder CSS-Kennt­nis­se mög­lich. Smart­s­to­re stellt zwei un­ter­schied­li­che Demo-On­line­shops zur Ver­fü­gung: Hier kön­nen so­wohl Ba­ckend als auch Front­end aus­gie­big ge­tes­tet wer­den.

Pro:

  • Trus­ted Shops zer­ti­fi­ziert (deut­scher Her­stel­ler)
  • Ak­ti­ve Com­mu­ni­ty
  • Alle wich­ti­gen Funk­tio­nen in Com­mu­ni­ty-Edi­ti­on vor­han­den
  • Ei­ge­ner Markt­platz für Er­wei­te­run­gen (Plug­ins)
  • Lo­ka­li­sie­rung; 15 Spra­chen (Fron­dend/Ba­ckend) kos­ten­los

Con­tra:

  • Je nach An­for­de­run­gen hohe Kos­ten mög­lich
  • Ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se ist eine Agen­tur oder ein Free­lan­cer zur Ein­rich­tung er­for­der­lich

Open­Cart

Open­Cart ist ein Open-Source-Shop­sys­tem, das ent­we­der kos­ten­los be­trie­ben, oder wahl­wei­se durch ver­schie­de­ne kos­ten­pflich­ti­ge Sup­port-Lö­sun­gen er­gänzt wer­den kann. So­wohl die Funk­tio­nen, als auch das De­sign des Shops las­sen sich frei ge­stal­ten – tech­ni­sches Ver­ständ­nis na­tür­lich vor­aus­ge­setzt.

Durch 13.000 (zum Teil kos­ten­pflich­ti­ge) Mo­du­le lässt sich die Soft­ware be­lie­big an­pas­sen und er­wei­tern – so­mit las­sen sich zum Bei­spiel Zah­lungs­ar­ten wie Pay­Pal in den Trans­ak­ti­ons­pro­zess ein­bin­den. Auch mo­der­ne­re Zah­lungs­ar­ten wie zum Bei­spiel Ama­zon Pay­ments wer­den un­ter­stützt. Ab Werk kommt Open­Cart auf Eng­lisch, es sind aber rund 30 wei­te­re Sprach­pa­ke­te vor­han­den, die sich ein­fach in­stal­lie­ren las­sen – das kom­plet­te Sys­tem (Li­zenz, In­stal­la­ti­on und u. a. Ba­ckend) wur­de mitt­ler­wei­le ins Deut­sche über­setzt.

Bei Fra­gen oder Pro­ble­men kann man sich an die deut­sche Com­mu­ni­ty wen­den.

Pro:

  • Vie­le Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten
  • Zahl­rei­che Ex­ten­si­ons
  • Ak­ti­ve Com­mu­ni­ty

Con­tra:

  • Pro­gram­mier­kennt­nis­se er­for­der­lich
  • Vie­le Plug­ins kos­ten­pflich­tig

Zen Cart

Zen Cart ist eben­falls ur­sprüng­lich für den US-Markt ent­wi­ckelt und ba­siert auf osCom­mer­ce V3. Es gibt je­doch eine Ver­si­on, die spe­zi­ell an die Be­dürf­nis­se deut­scher On­line­shop-Be­trei­ber an­ge­passt wur­de. Die­se „Über­set­zung“ be­inhal­tet nicht nur ein deut­sches Sprach­pa­ket, son­dern wur­de auch an die recht­li­chen Be­din­gun­gen an­ge­passt und ent­hält be­reits die gän­gigs­ten Ex­ten­si­ons. Die­se Ver­si­on, in­klu­si­ve Zu­satz­mo­du­le ist kos­ten­los und fi­nan­ziert sich durch Spen­den. Die ak­ti­ve Com­mu­ni­ty ent­wi­ckelt das Sys­tem ste­tig wei­ter und ist auch bei Fra­gen oder Pro­ble­men gern be­hilf­lich.

Zen Cart glänzt vor al­lem durch ein ho­hes In­te­gra­ti­ons­ni­veau: Ob Lex­wa­re oder Tri­Da­ta – die Lis­te der ERP-Schnitt­stel­len kann sich se­hen las­sen. Die An­zahl der ge­lis­te­ten Ar­ti­kel im Shop ist un­be­grenzt, das Sys­tem bringt eine gute Per­for­mance mit – idea­le Vor­aus­set­zun­gen für ei­nen ska­lier­ba­ren On­line­shop!

Um An­pas­sun­gen im Lay­out oder der Kon­fi­gu­ra­ti­on vor­zu­neh­men, sind je­doch Pro­gram­mier­kennt­nis­se er­for­der­lich. Sind die­se nicht vor­han­den, muss ein Dienst­leis­ter oder eine Agen­tur in An­spruch ge­nom­men wer­den. Die The­mes sind mo­dern, die Prei­se für Plug­ins und Ex­ten­si­ons be­we­gen sich in ei­nem mo­de­ra­ten Rah­men – mit ei­nem fä­hi­gen Pro­gram­mie­rer kann man hier durch­aus ei­nen gu­ten und ska­lier­ba­ren On­line­shop rea­li­sie­ren.

Im Demo-Shop von Zen Cart kön­nen das Front­end, das Ba­ckend so­wie ver­schie­de­ne Lay­outs und The­mes ge­tes­tet wer­den.

Pro:

  • An deut­sches Recht an­pass­ba­re Ver­si­on er­hält­lich
  • Ho­hes In­te­gra­ti­ons­ni­veau
  • Ak­ti­ve Com­mu­ni­ty

Con­tra:

  • Pro­gram­mier­kennt­nis­se er­for­der­lich

Sy­li­us

Website Sylius

Sy­li­us, das aus Po­len stam­men­de Sym­fo­ny-ba­sie­ren­de E-Com­mer­ce-Frame­work, ge­rät in den letz­ten Jah­ren im­mer mehr in den Fo­kus von Shop-Be­trei­bern und Pro­gram­mie­rern. Das noch recht fri­sche Sys­tem ar­bei­tet wei­ter­hin am Auf­bau ei­ner deut­schen Com­mu­ni­ty, wächst je­doch ra­sant: Über 400 Mit­wir­ken­de und mehr als 1.200 Forks auf Git­Hub sor­gen für reich­lich Be­we­gung im Sys­tem. In­zwi­schen sind auch deut­sche Sprach­pa­ke­te er­hält­lich – trotz­dem soll­ten Shop-Be­trei­ber ein be­son­de­res Au­gen­merk auf die Rechts­si­cher­heit le­gen und hier ge­ge­be­nen­falls ent­spre­chen­de An­pas­sun­gen vor­neh­men.

Auf den ers­ten Blick wirkt Sy­li­us er­fri­schend und über­sicht­lich, das Front­end ist mo­dern und re­spon­si­ve, das Ba­ckend über­sicht­lich und auf­ge­räumt. Sy­li­us ist in­ter­na­tio­nal auf­ge­stellt und strebt auch eine sol­che Ent­wick­lung an. Da das Pro­jekt noch sehr jung ist und es dem­entspre­chend we­nig Tu­to­ri­als und Lö­sun­gen gibt, kön­nen wir Sy­li­us zu­nächst nur für Shop-Be­trei­ber mit gu­ten Pro­gram­mier­kennt­nis­sen emp­feh­len – der Grund­stein für eine sehr gute Ent­wick­lung ist al­ler­dings be­reits ge­legt.

Auch Sy­li­us kommt mit ei­nem um­fang­rei­chen Demo-Shop da­her: Ge­tes­tet wer­den kön­nen das Front­end und das Ba­ckend.

Pro:

  • Fri­sches De­sign
  • Auf­ge­räum­tes Ba­ckend
  • Wach­sen­de Com­mu­ni­ty

Con­tra:

  • Bis­her we­nig In­fos und Tu­to­ri­als im deutsch­spra­chi­gen Raum

Nop­Com­mer­ce

Nop­Com­mer­ce spricht so­wohl klei­ne­re als auch gro­ße Un­ter­neh­men an und ist aus­schließ­lich in ei­ner kos­ten­lo­sen Ver­si­on er­hält­lich. Die E-Com­mer­ce-Platt­form ist leicht ska­lier- und er­wei­ter­bar und zeich­net sich durch Funk­tio­nen wie Mul­ti­shop-Fä­hig­keit, mehr­spra­chi­ge Um­ge­bun­gen und die In­te­gra­ti­on zahl­rei­cher Zah­lungs­diens­te aus. Be­son­ders her­vor­zu­he­ben sind die Funk­tio­nen der La­ger­hal­tung, die man sonst nur in Wa­ren­wirt­schafts­sys­te­men fin­det. In den ei­ge­nen Com­mu­ni­ty-Fo­ren fin­det man Hil­fe und wert­vol­le Tipps – al­ler­dings haupt­säch­lich auf Eng­lisch. Her­stel­ler­sup­port er­hält man nur mit kos­ten­pflich­ti­gen Sup­port-Pa­ke­ten; die Prei­se hier­für sind je­doch ver­hält­nis­mä­ßig mo­de­rat.

Wer sich aus­kennt oder eine fä­hi­ge Agen­tur/ei­nen gu­ten Pro­gram­mie­rer an der Hand hat, er­hält bei Nop­Com­mer­ce ei­nen gu­ten, aus­bau­fä­hi­gen Shop für klei­nes Geld.

Nop­Com­mer­ce stellt zwei ver­schie­de­ne Demo-Shop Va­ri­an­ten zu Ver­fü­gung: Das Front­end und das Ba­ckend.

Pro:

  • Kos­ten­los
  • Ska­lier- und er­wei­ter­bar
  • Zahl­rei­che Fea­tures in­klu­si­ve

Con­tra:

  • Com­mu­ni­ty haupt­säch­lich eng­lisch­spra­chig
  • Pro­gram­mier­kennt­nis­se er­for­der­lich

Fa­zit: Das bes­te Shop­sys­tem für dei­nen Shop

Die ul­ti­ma­tiv bes­te Lö­sung gibt es nicht. Ab­hän­gig von dei­nen ei­ge­nen Kennt­nis­sen, dei­nem Bud­get und den An­for­de­run­gen an dei­nen Shop gibt es aber si­cher für dich die in­di­vi­du­ell bes­te Lö­sung.

Bei der Wahl des Shop­sys­tems soll­test du dar­auf ach­ten, dass es dei­nen An­for­de­run­gen heu­te, aber auch de­nen in ein, zwei Jah­ren ge­recht wird und ent­spre­chend mit­wach­sen kann. Der nächs­te Punkt ist dein Bud­get. Über­le­ge dir gut, wel­che Funk­tio­nen du be­nö­tigst und ver­glei­che sie mit dem An­ge­bot der Sys­te­me. Wenn du ein kos­ten­lo­ses Sys­tem wählst, aber hin­ter­her meh­re­re tau­send Euro in Tem­pla­tes und Ex­ten­si­ons in­ves­tie­ren musst, hast du am Ende auch nichts ge­won­nen. An­ders­rum kann es na­tür­lich sein, dass du auf ein teu­res Sys­tem ver­zich­ten kannst, da es auch eine kos­ten­lo­se E-Com­mer­ce-Lö­sung gibt, die dei­nen An­sprü­chen ge­recht wird.

Im letz­ten Punkt musst du ehr­lich mit dir selbst sein: Wie viel Know-How be­sitzt du? Was kannst du selbst um­set­zen? Wenn du für jede klei­ne An­pas­sung im Sys­tem eine Agen­tur be­auf­tra­gen musst, kommst du näm­lich schnell auf den Preis, den du auch für Lö­sun­gen mit ei­ner leich­te­ren Um­setz­bar­keit zah­len müss­test – oder so­gar noch dar­über.

Am bes­ten machst du dir eine Check­lis­te mit den Funk­tio­nen, die du heu­te brauchst und de­nen, die du viel­leicht in ei­ni­gen Mo­na­ten oder Jah­ren be­nö­tigst. Die gleichst du mit den Funk­tio­nen und Fea­tures der Shops ab und er­hältst so die für dich per­fek­te Lö­sung.

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