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Blog­ger out­reach: Wie du Blog­ger für dich ge­winnst [ohne ih­nen da­bei auf die Ner­ven zu ge­hen]

Blogger Outreach

Kurz nach 8 Uhr.

Ich öff­ne mei­nen Lap­top und fan­ge an, mei­ne E-Mails zu le­sen.

Fol­gen­de E-Mail be­grüßt mich:

„Hal­lo lie­bes Team von Far­ben­tour.de,

bei mei­ner Re­cher­che zum The­ma XYZ bin ich auf eu­ren Blog ge­sto­ßen.

Ich fin­de eu­ren Blog voll toll und konn­te be­reits ei­ni­ges ler­nen.

Wir ha­ben ge­ra­de ein neu­es SEO-Tool XY ge­star­tet. Das Tool bie­tet die­se und jene Vor­tei­le für sei­ne Be­nut­zer. Ak­tu­ell kos­tet das Tool Sum­me XXX pro Mo­nat.

Und viel­leicht möch­te ei­ner von euch dar­über ei­nen Bei­trag für uns schrei­ben?“

Wow, hab ich ein Glück so eine tol­le E-Mail er­hal­ten zu ha­ben… da will ich doch gleich über die­ses tol­le Tool be­rich­ten…

Spaß bei­sei­te! Ich habe jetzt ein­mal die Ge­dan­ken dazu ge­schrie­ben, was der Sen­der wohl wirk­lich beim Schrei­ben die­ser E-Mail ge­dacht hat…

„Hal­lo lie­bes Team von Far­ben­tour.de (ich habe kei­ne Zeit um im Im­pres­sum nach dem Na­men zu su­chen, da­her spre­che ich alle Web­mas­ter nur mit Team an…*smi­lie*),

bei mei­ner Re­cher­che zum The­ma XYZ bin ich auf eu­ren Blog ge­sto­ßen (…naja, Goog­le hat dich aus­ge­spuckt und ich habe aus Ver­se­hen auf dei­nen Blog ge­klickt!).

Ich fin­de eu­ren Blog voll toll (ob­wohl ich bis­her noch kei­nen ein­zi­gen Bei­trag ge­le­sen habe, ätschi bät­schi!) und konn­te be­reits ei­ni­ges ler­nen (die The­men in­ter­es­sie­ren mich ei­gent­lich gar nicht, aber mein Chef hat mir ge­sagt ich soll das so schrei­ben).

Wir ha­ben ge­ra­de ein neu­es SEO-Tool XY ge­star­tet (wel­ches mei­nen Chef su­per reich ma­chen soll, yeah!). Das Tool bie­tet die­se und jene Vor­tei­le für sei­ne Be­nut­zer (gähn…). Ak­tu­ell kos­tet das Tool Sum­me XXX pro Mo­nat ($$$).

Und viel­leicht, möch­te ei­ner von euch dar­über ei­nen Bei­trag für uns schrei­ben? (Denn: 1. Wir ha­ben kein Geld für Wer­bung, weil sich Chef­fe mal wie­der über­schul­det hat, 2. Wir ha­ben kei­ne Zeit ei­nen Gast­ar­ti­kel zu schrei­ben und 3. Wir sonst nicht wis­sen, wie wir an Back­links kom­men sol­len…)

Ich schlie­ße mei­nen Lap­top und lege mich wie­der ins Bett.

5 Mi­nu­ten spä­ter ste­he ich wie­der auf und be­gin­ne fol­gen­den Bei­trag zu schrei­ben:

Blogger Outreach

Wie du Blog­ger für dich ge­winnst …

In­halt

Ich möch­te dir heu­te zei­gen, wie du Blog­ger kon­tak­tie­ren kannst, ohne ih­nen da­bei völ­lig über die Füße zu fah­ren! Denn für die meis­ten Blog­ger ist nichts schlim­mer, als eine un­per­sön­li­che Mas­sen-E-Mail zu er­hal­ten. Die­se wer­den zu 99 % ein­fach ge­löscht. Der Blog­ger ist ver­är­gert und der Ab­sen­der wun­dert sich, war­um er auf die­se groß­ar­ti­ge Mas­sen-E-Mail kei­ne Ant­wort er­hält.

Im Fach­jar­gon wird die­se Art der Ak­qui­se auch Blog­ger out­reach ge­nannt.

Doch wozu soll das gut sein?

Um wirk­lich tol­le Ran­kings bei Goog­le zu er­rei­chen, be­nö­tigst du (ein­fach aus­ge­drückt):

  • gute In­hal­te(!)
  • Auf­merk­sam­keit und
  • Po­pu­la­ri­tät.

Über­zeugst du dei­ne Ziel­grup­pe mit tol­lem Con­tent, wird sich dies meis­tens frü­her oder spä­ter po­si­tiv auf das Ran­king dei­ner Sei­te aus­wir­ken.

Wenn du es schaffst, sehr viel Auf­merk­sam­keit bei dei­ner Ziel­grup­pe zu er­rei­chen und du gleich­zei­tig auch noch gu­ten und vor al­lem viel Con­tent zu bie­ten hast, wer­den dich dei­ne Le­ser und Goog­le da­für lie­ben!

Gu­ter Con­tent in Form von In­ter­views, In­fo­gra­fi­ken, Pod­cast usw. ist oft­mals schnel­ler er­stellt, als man denkt. Doch soll­test du die­se In­hal­te auch be­kannt ma­chen, denn von al­lei­ne wird dei­ne Sei­te nie­mand fin­den. Und das wäre doch scha­de. ;-)

Vie­le set­zen da­her auf Ko­ope­ra­tio­nen mit an­de­ren Blog­gern aus der glei­chen oder ei­ner ähn­li­chen Ni­sche. Sol­che Blog­ger kön­nen – eine ge­wis­se Be­su­cher­zahl vor­aus­ge­setzt – da­für sor­gen, dass die ei­ge­nen In­hal­te ex­trem ra­sant be­kannt wer­den und die ei­ge­ne Sei­te durch ei­nen Back­link in den Ran­kings bei Goog­le ver­bes­sert. Da­her sind sol­che Ko­ope­ra­tio­nen sehr be­liebt! Doch was ist ei­gent­lich ein Blog­ger ge­nau?

Was ist ein Blog­ger?

Laut Wi­ki­pe­dia ist ein Blog­ger:

„[…] Her­aus­ge­ber oder Ver­fas­ser von Blog-Bei­trä­gen. Dazu kann eine ei­ge­ne Web­sei­te oder ein Por­tal wie Blog­ger.com ver­wen­det wer­den.“

Und was ist Blog­ger out­reach ge­nau?

Blog­ger out­reach be­deu­tet, die Reich­wei­ten­stär­ke von Blog­gern für sein Vor­ha­ben zu nut­zen. Be­kann­te Blog­ger aus ei­ner Ni­sche er­rei­chen mit ih­ren Blogs oft eine gro­ße Mas­se an Men­schen, wäh­rend eine Un­ter­neh­mens­web­site, Ni­schen­web­site (www.kauf-jetzt-die­ses-pro­dukt-über-mei­nen-ama­zon.de-af­fi­lia­te-link.de), klei­ne On­line-Por­ta­le und -Shops be­son­ders zu Be­ginn kei­ne gro­ße Reich­wei­te ha­ben und dem­entspre­chend we­ni­ge Be­su­cher auf­wei­sen kön­nen.

„Blog­ger out­reach be­deu­tet, sei­ne In­hal­te über Blog­ger be­kannt zu ma­chen und so mög­lichst vie­le neue Be­su­cher, Leads/Sa­les, Auf­merk­sam­keit usw. zu ge­ne­rie­ren.“

Wie fin­det man pas­sen­de Blog­ger?

Na­tür­lich über die Goog­le-Su­che. Gib z. B. „Blog + dein Key­word“ oder „in­u­rl:blog + dein Key­word“ bei Goog­le ein und du er­hältst (je nach Ni­sche) ein gro­ße Aus­wahl an Blogs. Hier soll­test du na­tür­lich dar­auf ach­ten, kei­ne Blogs von Un­ter­neh­men zu kon­tak­tie­ren, da die­se meist nicht sehr ko­ope­ra­tiv sind. Blogs die von ein­zel­nen Per­so­nen be­trie­ben wer­den, sind eher be­reit mit an­de­ren zu ko­ope­rie­ren.

Goog­le ist aber (zum Glück) nicht al­les. Denn über X (ehe­mals Ti­wit­ter) las­sen sich eben­falls schnell Blogs zu ver­schie­de­nen The­men fin­den. Je nach The­ma kann es zwar et­was schwie­rig sein ei­nen ak­ti­ven Blog­ger zu fin­den, aber mög­lich ist es auf je­den Fall!

Mel­de dich bei X an und su­che mit­tels Hash­tag („Hash + deinKey­word“) nach Tweets von pas­sen­den Blog­gern. Wenn du z. B. für dei­ne Web­site, die das The­ma Fi­nan­zen be­han­delt, nach Blog­gern suchst, gib ein­fach mal „#Fi­nanz­blog“, „#Fi­nan­zen“, „#Geld­an­la­ge“ usw. in das Such­feld ein. Bei X wer­den dir dann alle pas­sen­de Tweets zu die­sem Hash­tag an­ge­zeigt. Jetzt be­ginnt die Su­che: Bei den Per­so­nen, die die­se Hash­tags ge­setzt ha­ben, musst du jetzt her­aus­fin­den, ob es sich da­bei um Blog­ger oder ein­fach nur Pri­vat­per­so­nen han­delt. Die meis­ten Blog­ger set­zen in ih­rem Pro­fil ei­nen Link zu ih­rem Blog. Ei­nen bes­se­ren Hin­weis dar­auf, dass die­se Per­son ein Blog­ger ist, gibt es wohl nicht…

finanazblog twitter
Twitter

Was X kann, kann Face­book eben­falls.

Gib bei Face­book ein­fach dei­nen Wunsch-Hash­tag, z. B. #Fi­nanz­blog in die Su­che ein, um dir pas­sen­de Blogs an­zei­gen zu las­sen

finanazblog facebook
Facebook

Ne­ben Goog­le und so­zia­len Netz­wer­ken gibt es spe­zia­li­sier­te Tools, die die Blog­ger-Su­che deut­lich ver­ein­fa­chen. Mit Buz­zSu­mo fin­dest du her­aus, wel­che Blog­ger in dei­ner Ni­sche ak­tiv tei­len – du gibst ein Key­word ein und siehst so­fort, wer die meis­te Reich­wei­te hat und wes­sen In­hal­te vi­ral ge­hen. Hun­ter.io hilft dir an­schlie­ßend da­bei, die E-Mail-Adres­se des Blog­gers zu fin­den, ohne stun­den­lang im Im­pres­sum zu su­chen. Wer vie­le Blog­ger gleich­zei­tig an­schrei­ben möch­te, greift oft auf Buz­zStream zu­rück – ein Tool, das Kon­takt­ver­wal­tung und E-Mail-Ver­sand in ei­nem kom­bi­niert.

Wie er­reicht man an­de­re Blog­ger und bringt sie zur Ko­ope­ra­ti­on?

Es gibt sehr vie­le ver­schie­de­ne Wege mit Blog­ger in Kon­takt zu tre­ten, um sie für das ei­ge­ne Vor­ha­ben zu ge­win­nen.

1. Der kur­ze Weg – hohe Ge­fahr ab­ge­wie­sen zu wer­den!

Neh­men wir an, dass du kei­ne Zeit hast, aber den­noch mit so vie­len Blog­gern aus dei­ner Ni­sche in Kon­takt tre­ten willst, wie nur mög­lich. Wenn du kei­nen Te­le­fon­hö­rer in die Hand neh­men und wie ein Ver­käu­fer frem­de Blog­ger be­läs­ti­gen willst, kannst du ver­su­chen die Blog­ger mit­tels ei­ner sehr an­spre­chen­den E-Mail zu er­rei­chen. Da­bei gibt es ei­ni­ge Ge­fah­ren, die du be­ach­ten soll­test:

Be­den­ke, dass Blog­ger Men­schen sind und sich mit sehr ho­her Wahr­schein­lich­keit von ei­ner Stan­dard Mas­sen-E-Mail ab­wer­ten­den be­han­delt füh­len. Ver­mei­de es da­her, dass dei­ne E-Mail nach Mas­sen-E-Mail bzw. Spam aus­sieht. Nichts ist schreck­li­cher als eine un­per­sön­li­che E-Mail, wie die, die ich in der Ein­lei­tung vor­ge­stellt habe.

Neh­men wir an, dass du ge­ra­de eine sehr gro­ße, auf­wen­di­ge In­fo­gra­fik auf dei­ner noch klei­nen Web­site ver­öf­fent­licht hast. Du willst die­se jetzt mög­lichst vie­len Blog­gern vor­stel­len, in der Hoff­nung, dass sie dei­ne In­fo­gra­fik auf ih­rer Sei­te ein­bau­en oder zu­min­dest via Face­book und Twit­ter tei­len.

Va­ri­an­te 1: „Bit­te tei­le mei­ne In­fo­gra­fik mit dei­nen Le­sern“ – Teil 1

„Hal­lo [Name des Blog­gers],

ich lese re­gel­mä­ßig dei­ne Bei­trä­ge zum The­ma XYZ auf dei­nem Blog [Na­men des Blogs] und muss dir ein Kom­pli­ment da­für aus­spre­chen. Dei­ne Bei­trä­ge sind im­mer eine sehr gro­ße Hil­fe für mich und ha­ben mich dazu in­spi­riert, eben­falls dar­über zu schrei­ben. Dan­ke dir da­für!

Un­ter „www.die-URL-zur-dei­ner-In­fo­gra­fik.de“ hab ich zum glei­chen/ähn­li­chen The­ma XYZ eine aus­führ­li­che In­fo­gra­fik er­stellt.

Wenn du die­se Gra­fik evtl. mit dei­nen Le­sern tei­len möch­test, wür­de ich mich sehr freu­en.

Ich wün­sche dir noch ei­nen er­folg­rei­chen Tag.

Vie­le Grü­ße nach [Wohn­ort des Blog­gers],
[Dein Name & Die URL zu dei­ner Sei­te]“

Wich­tig ist, dass die E-Mail sich nicht wie eine Mas­sen-E-Mail an­hört. Ver­wen­de da­her im­mer eine per­sön­li­che An­spra­che und baue per­so­nen­be­zo­ge­ne In­for­ma­tio­nen in die E-Mail ein, um die E-Mail so au­then­tisch wie nur mög­lich zu ge­stal­ten.

Vie­le schrei­ben in ih­rem An­schrei­ben „Ich fin­de dei­nen Blog gut“ – das reicht nicht aus! Gib ehr­li­ches Feed­back, wie z. B. „seit Be­ginn mei­ner Selbst­stän­dig­keit hat mich dein Blog im­mer wie­der im­mens in­spi­riert. Du schaffst es, wirk­lich gei­len Mehr­wert zu er­zeu­gen“. (Wich­tig: Du musst hier au­then­tisch blei­ben, sonst wirkt das Lob nicht echt!)

Va­ri­an­te 1 lässt sich na­tür­lich stark ver­än­dern. Be­den­ke, dass es nie die per­fek­te An­spra­che gibt, da je­der Mensch an­ders tickt.

Ver­su­che in der E-Mail von Va­ri­an­te 1 ein­mal den vor­letz­ten Satz „Wenn du die­se Gra­fik mit dei­nen Le­sern tei­len möch­test, wür­de ich mich sehr freu­en“ weg­zu­las­sen.

Die meis­ten grö­ße­ren Blog­ger er­hal­ten hau­fen­wei­se sol­cher E-Mails und er­ken­nen dei­ne Ab­sich­ten so­fort. Ver­langst du un­auf­ge­for­dert et­was von ih­nen, kön­nen sich man­che un­ter Druck ge­setzt füh­len und igno­rie­ren aus Trotz dei­ne Mail.

Bei grö­ße­ren, be­kann­te­ren Blogs mit ei­ner gro­ßen Le­ser­schaft wür­de ich da­her die Bit­te weg­las­sen. Wenn dein Con­tent „wür­dig“ ist, wird die­ser auch un­auf­ge­for­dert ge­teilt wer­den.

Bei klei­ne­ren Blog­gern, die noch nicht so lan­ge im Busi­ness un­ter­wegs sind, hilft eine freund­li­che Bit­te oft­mals das ei­gent­lich Ziel (die Ver­brei­tung dei­nes Cont­ents) zu er­rei­chen.

Hier ist also tes­ten und viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl ge­fragt.

Va­ri­an­te 2: „Bit­te tei­le mei­ne In­fo­gra­fik mit dei­nen Le­sern“ – Teil 2

„Hal­lo [Name des Blog­gers],

ich schrei­be dir heu­te, weil ich eine aus­führ­li­che In­fo­gra­fik zum The­ma XYZ ver­öf­fent­licht habe. Die Gra­fik ist be­stimmt sehr in­ter­es­sant für dei­ne Le­ser.

Wenn du In­ter­es­se hast, kann ich dir den Link sehr ger­ne schi­cken.

Ich freue mich auf dei­ne Rück­mel­dung.

Vie­le Grü­ße,
[Dein Name & Die URL zu dei­ner Sei­te]“

Die Wahr­schein­lich­keit hier eine Ant­wort zu er­hal­ten ist hö­her, da der Mensch von Na­tur aus sehr neu­gie­rig ist. Hast du eine Ant­wort be­kom­men und ist dei­ne In­fo­gra­fik wirk­lich gut, hast du gute Chan­cen, dass dei­ne Gra­fik vom Blog­ger an­ge­nom­men wird.

Va­ri­an­te 3: In­ter­es­san­te Ar­ti­kel an­de­ren Blog­gern mit­tei­len

Neh­men wir jetzt ein­mal an, du hast ei­nen tol­len List-Post (zu Deutsch: Lis­ten-Ar­ti­kel, die Auf­zäh­lun­gen von vie­len ver­schie­de­nen Punk­ten in Form ei­ner Lis­te – sie­he dazu mei­nen List-Post: 250 kos­ten­lo­se Tools für dein On­line Busi­ness) ver­öf­fent­licht und willst die­sen mit­tels Blog­ger out­reach be­kann­ter ma­chen. Dann soll­test du ein­mal die­se Va­ri­an­te von Bri­an Klan­ten aus­pro­bie­ren:

„Hal­lo [Name des Blog­gers],

ich habe auf mei­nem Blog ei­nen gro­ßen List-Post zum The­ma XYZ er­stellt. Bei der Er­stel­lung die­ses Ar­ti­kels bin ich auf dei­ne tol­le Sei­te ge­sto­ßen.

Dei­nen Ar­ti­kel [hier nur den Na­men und nicht die URL nen­nen, da es sonst nach ei­ner Mas­sen-Email aus­se­hen könn­te] habe ich eben­falls in mei­ne Lis­te auf­ge­nom­men und ver­linkt.

Viel­leicht hast du ja Lust, die Lis­te mit dei­nen Le­sern zu tei­len: [URL zum Ar­ti­kel]

Vie­le Grü­ße,
[Dein Name & Die URL zu dei­ner Sei­te]“

Die­se E-Mail An­spra­che ist sehr ge­ni­al (und ein klein we­nig ge­mein ;-)). Sie sug­ge­riert, dass der Blog­ger in ei­ner Art „Schuld“ zu dir steht. Du hast ohne eine Ge­gen­leis­tung zu ihm ver­linkt und bit­test ihn jetzt um ei­nen ganz klei­nen Ge­fal­len, näm­lich dei­nen groß­ar­ti­gen List-Post mit sei­nen Le­sern zu tei­len.

Über so eine E-Mail lässt sich strei­ten.

Dem ei­nen oder an­de­ren wird so eine E-Mail nicht ge­fal­len. Ich fin­de das An­schrei­ben aber wirk­lich raf­fi­niert! ;-)

Va­ri­an­te 4: Die Fra­ge nach dem Gast­ar­ti­kel

Back­links sind nach wie vor im­mens wich­tig, um im Ran­king bei Goog­le nach vor­ne zu kom­men. Aus die­sem Grund sind Gast­ar­ti­kel bei gut be­such­ten Blogs sehr be­liebt. Sie brin­gen Traf­fic, stei­gern bes­ten­falls dei­ne Po­pu­la­ri­tät und ver­bes­sern das Ran­king bei Goog­le.

Da­her wer­den aber auch vie­le gro­ße Blogs na­he­zu täg­lich mit Gast­ar­ti­kel-An­fra­gen, meist von der ein oder an­de­ren SEO Agen­tur, be­läs­tigt. Um mit ei­ner ein­zi­gen E-Mail eine Chan­ce auf ei­nen Gast­ar­ti­kel beim Wunsch-Blog­ger zu be­kom­men, muss die­se kurz und aus­sa­ge­kräf­tig sein.

Die Vor­tei­le für den Blog­ger, wenn du bei ihm ei­nen Gast­ar­ti­kel ver­öf­fent­li­chen darfst, müs­sen klar her­aus­ge­stellt wer­den. Über­zeu­ge da­her im An­schrei­ben, dass du gu­ten Con­tent in dei­nen Gast­bei­trä­gen lie­ferst. Am bes­ten schaffst du dies, in­dem du im An­schrei­ben auf vor­he­ri­ge (gute) Gast­bei­trä­ge von dir hin­weist.

„Hal­lo [Name des Blog­gers],

ich lese re­gel­mä­ßig dei­ne Bei­trä­ge zum The­ma XYZ auf dei­nem Blog [Na­men des Blogs] und muss dir ein Kom­pli­ment da­für aus­spre­chen. Dei­ne Bei­trä­ge sind im­mer eine echt gro­ße Hil­fe für mich und ha­ben mich eben­falls dazu in­spi­riert, dar­über zu schrei­ben. Dan­ke dir da­für!

Ich woll­te dich fra­gen, ob es mög­lich ist auf dei­nem Blog ei­nen Gast­bei­trag zu ver­öf­fent­li­chen?

Ich habe mir fol­gen­de The­men für ei­nen Bei­trag aus­ge­dacht:

The­ma 1

The­ma 2

The­ma 3 [je­des The­ma ganz kurz er­läu­tern]

[Wenn du be­reits auf an­de­ren Blogs Gast­bei­trä­ge ge­schrie­ben hast, soll­test du die­se auch er­wäh­nen] Ich habe be­reits ei­ni­ge Gast­bei­trä­ge auf an­de­ren Blogs ver­öf­fent­licht und die Re­so­nanz war sehr po­si­tiv.

Dein Gast­bei­trag 1 [URL 1]

Dein Gast­bei­trag 2 [URL 2]

Über Feed­back von dir wür­de ich mich sehr freu­en.

Vie­len Dank und vie­le Grü­ße,
[Dein Name & Die URL zu dei­ner Sei­te]“

2. Der lang­wie­ri­ge, aber si­che­re Weg

Der bes­se­re Weg, um wirk­lich er­folg­reich in Kon­takt mit an­de­ren Blog­gern zu tre­ten, ist es erst ein­mal vor­sich­tig an­zu­fan­gen! Wenn du dei­ne Wunsch­blog­ger ge­fun­den hast, soll­test du ih­nen erst ein­mal auf al­len So­cial Me­dia Ka­nä­len fol­gen.

So­bald du an­ge­zeigt be­kommst, dass ei­ner der Blog­ger ei­nen neu­en Ar­ti­kel ver­öf­fent­licht hat, soll­test du die­sen di­rekt sinn­voll kom­men­tie­ren. Ein „Dan­ke­schön für den Ar­ti­kel“ reicht hier nicht aus. Du willst dem Blog­ger schließ­lich in Er­in­ne­rung blei­ben. Ver­su­che da­her eine Art Dis­kus­si­on zu star­ten, stell Fra­gen oder gib An­re­gun­gen zum Ar­ti­kel.

So schaffst du es, ei­nen ers­ten Ein­druck beim Blog­ger zu hin­ter­las­sen.

Nun geht es wei­ter: Die per­sön­li­che E-Mail. Schrei­be dem Blog­ger dei­ner Wahl eine E-Mail. Fra­ge ihn et­was zu ei­nem be­stimm­ten The­ma oder gib dein Feed­back zu ei­nem sei­ner Ar­ti­kel. Hier ist et­was Krea­ti­vi­tät ge­fragt, aber du musst dir da­bei kein Bein aus­rei­ßen. Die meis­ten Blog­ger hel­fen bzw. ant­wor­ten ih­ren Le­sern ger­ne.

Be­vor du den ers­ten Blog­ger an­schreibst, lohnt es sich, eine ein­fa­che Über­sicht an­zu­le­gen. Trag dort für je­den Kan­di­da­ten ein: Name, URL, Fol­lower auf dem für dei­ne Ni­sche re­le­van­tes­ten Ka­nal, eine gro­be Do­main-Au­to­ri­tät (Sem­rush oder Moz) und die durch­schnitt­li­che Kom­men­tar­an­zahl pro Ar­ti­kel. Letz­te­res ist oft aus­sa­ge­kräf­ti­ger als die rei­ne Fol­lo­wer­zahl: Ein Blog mit 5.000 sehr en­ga­gier­ten Le­sern, die kom­men­tie­ren und tei­len, bringt dir mehr als ein Blog mit 50.000 Kar­tei­lei­chen. Auf Ba­sis die­ser Da­ten kannst du dei­ne Blog­ger in Prio­ri­täts­stu­fen ein­tei­len und ent­schei­den, wo du dich erst auf­wär­men musst und wen du di­rekt an­schrei­ben kannst.

Die Bit­te. Der Blog­ger kennt dich und ihr habt euch be­reits den ers­ten Kon­takt. Dann ist es jetzt be­son­ders ein­fach für dich, den Blog­ger um Feed­back zu dei­ner Sei­te zu bit­ten ihn zu fra­gen, was er von dei­nem Ar­ti­kel XY hält und ob er ihn mit sei­nen Le­sern tei­len will. Oder du fragst ihn di­rekt nach der Mög­lich­keit, ei­nen Gast­bei­trag bei ihm zu ver­öf­fent­li­chen. Die Mög­lich­kei­ten sind hier un­glaub­lich viel­fäl­tig…

Im­mer schön „Dan­ke” sa­gen. Nach der ers­ten er­folg­rei­chen Ko­ope­ra­ti­on ist die Ar­beit noch nicht ge­tan. Be­dan­ke dich im­mer ex­pli­zit, wenn ein Blog­ger dei­nen Con­tent ge­teilt oder ver­linkt hat – ein kur­zes, per­sön­li­ches Dan­ke­schön bleibt im Ge­dächt­nis. Tei­le im Ge­gen­zug re­gel­mä­ßig auch den Con­tent des Blog­gers, ohne da­bei eine di­rek­te Ge­gen­leis­tung zu er­war­ten. Die stärks­ten Ko­ope­ra­tio­nen ent­ste­hen, wenn aus dem ein­ma­li­gen Kon­takt eine ech­te Be­zie­hung wird: Ge­mein­sa­me Pro­jek­te, ge­gen­sei­ti­ge In­ter­views oder so­gar Auf­trit­te bei Blog­ger­tref­fen und Kon­fe­ren­zen sind der nächs­te Schritt auf die­sem Weg.

Der lang­wie­ri­ge Weg ist nach mei­ner Mei­nung de­fi­ni­tiv bes­ser, um mit Blog­ger out­reach er­folg­reich zu sein. Denn der Blog­ger lernt dich (auch wenn es nur ober­fläch­lich ist) et­was bes­ser ken­nen und er fühlt sich nicht von ei­ner un­per­sön­li­chen An­fra­ge be­läs­tigt.

Fa­zit: 7 wich­ti­ge Punk­te beim Blog­ger out­reach!

Für ein er­folg­rei­ches Blog­ger out­reach soll­test du die fol­gen­den 7 Punk­te un­be­dingt be­ach­ten:

  • Ver­brei­te nur hoch­wer­ti­gen Con­tent
  • Die E-Mail an den Blog­ger muss per­sön­lich sein (von Mensch zu Mensch)
  • Ver­mei­de es, die E-Mail nach Mas­sen­ab­fer­ti­gung aus­se­hen zu las­sen
  • Ver­su­che das In­ter­es­se des Blog­gers zu we­cken
  • Set­ze höchs­tens ei­nen oder auch gar kei­nen Link in dei­ner E-Mail und war­te erst die Re­ak­ti­on ab
  • Sei freund­lich!
  • Hal­te dich kurz und kom­me auf den Punkt (Zeit ist kost­bar)

Blog­ger out­reach ist eine wah­re Wis­sen­schaft für sich. Es gibt sehr vie­le ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten mit Blog­gern in Kon­takt zu tre­ten. Wenn dir E-Mails zu blöd sind, emp­feh­le ich den per­sön­li­chen Kon­takt über Kon­fe­ren­zen, Blog­ger­tref­fen, Net­wor­king-Events o. Ä. her­zu­stel­len. Steht man je­man­dem per­sön­lich ge­gen­über, sind die Chan­cen meis­tens grö­ßer ei­nen gu­ten Draht zu­ein­an­der zu fin­den.

Be­treibst du Blog­ger out­reach? Was sind dei­ne Leh­ren dar­aus? Wo sind für dich die Ge­fah­ren und Hür­den?

Oder wirst du re­gel­mä­ßig von an­de­ren an­ge­schrie­ben, weil Sie auf dei­nen Blog „ge­sto­ßen“ sind (sie­he E-Mail aus der Ein­lei­tung)? Wenn ja, was ant­wor­test du dar­auf?

-Fa­bi­an

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