SEO Grundlagen & Strategie

SEO-Re­launch: So klappt der Web­site-Re­launch ohne Sicht­bar­keits­ver­lus­te

SEO Relaunch

Ein Re­launch kann nur er­folg­reich sein, wenn die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung von An­fang an mit ein­be­zo­gen wird. Es kön­nen zahl­rei­che Feh­ler ge­macht wer­den, die zu Sicht­bar­keits- und Ran­king­ver­lus­ten füh­ren kön­nen. Und das kann ne­ga­ti­ve Kon­se­quen­zen ha­ben, wenn man sein Busi­ness im World Wide Web be­treibt.

Die­ser Rat­ge­ber ver­rät dir, wel­che Punk­te wich­tig sind, da­mit dein SEO-Re­launch zum Er­folg wird. Check­lis­ten in­klu­si­ve!

Ein Re­launch ist ein kom­ple­xer Pro­zess und er­for­dert eine pro­fes­sio­nel­le Pla­nung al­ler re­le­van­ten SEO-Aspek­te.

Denn: Je­der Re­launch birgt ein ve­ri­ta­bles Ri­si­ko für die Sicht­bar­keit der Web­site in den Such­ergeb­nis­sen und da­mit auch für den Traf­fic und die Con­ver­si­ons. Ein miss­lun­ge­ner SEO-Re­launch kann also ernst­haf­te fi­nan­zi­el­le Fol­gen ha­ben.

De­fi­ni­ti­on SEO-Re­launch

Ein SEO-Re­launch be­zeich­net die grund­le­gen­de Über­ar­bei­tung ei­ner be­stehen­den Web­site, bei der nicht nur De­sign und Funk­tio­na­li­tät ver­bes­sert wer­den, son­dern auch ge­ziel­te Maß­nah­men zur Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO) in­te­griert wer­den.

Ziel ist es, die Sicht­bar­keit in Such­ma­schi­nen zu er­hö­hen, tech­ni­sche und in­halt­li­che Schwä­chen zu be­he­ben und die Web­site so­wohl für Nut­zer als auch für Such­ma­schi­nen nach­hal­tig zu op­ti­mie­ren.

Was ist ein Web­site-Re­launch?

Als Re­launch be­zeich­net man die Wie­der­ein­füh­rung oder den Neu­start von et­was. Das be­schränkt sich nicht nur auf Web­sites. So kön­nen zum Bei­spiel auch (phy­si­sche und di­gi­ta­le) Pro­duk­te ei­nem Re­launch un­ter­zo­gen wer­den.

Prin­zi­pi­ell wird bei ei­nem Re­launch et­was Vor­han­de­nes neu auf­ge­legt, wäh­rend bei ei­nem Launch et­was Neu­es in den Markt ein­ge­führt wird. Der Web­site-Re­launch be­schränkt sich nicht nur auf op­ti­sche Aspek­te, son­dern kann zum Bei­spiel

  • zur in­halt­li­chen Neu­aus­rich­tung,
  • zur Ver­bes­se­rung der Na­vi­ga­ti­on und Usa­bi­li­ty,
  • zur Ein­füh­rung neu­er Funk­tio­nen,
  • zum Wech­sel des Con­tent Ma­nage­ment Sys­tems (CMS),
  • zur Auf­rüs­tung der Tech­nik,
  • zur Be­schleu­ni­gung der La­de­ge­schwin­dig­keit

und der­glei­chen mehr ge­nutzt wer­den. All das hat di­rekt oder in­di­rekt mit Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung zu tun.

Grün­de für ei­nen Re­launch

Der Re­launch-Be­griff ist weit ge­fasst. Auch wenn wir nur die Web­site be­trach­ten, er­öff­nen sich vie­le ver­schie­de­ne Grün­de für eine Er­neue­rung.

Gründe für einen Relaunch

Grün­de auf stra­te­gi­scher Ebe­ne:

  • Ver­än­de­rung der Ziel­grup­pe
  • Über­ar­bei­tung des Sor­ti­ments/Leis­tungs­port­fo­li­os
  • Mar­ken­um­be­nen­nung oder Mar­ken­stär­kung
  • Ein­füh­rung ei­nes oder meh­re­rer neu­er Points of Sale
  • Über­ar­bei­tung des Cor­po­ra­te De­signs

Web­site- bzw. SEO-be­zo­ge­ne Grün­de für ei­nen Re­launch:

  • ver­al­te­te In­hal­te
  • ver­al­te­tes De­sign
  • über­hol­te Tech­nik
  • feh­len­der Traf­fic
  • schlech­te Con­ver­si­on Rate
  • man­gel­haf­te Page Ex­pe­ri­ence (kein re­spon­si­ves Ver­hal­ten etc.)
  • un­zu­rei­chen­de Si­cher­heit (z. B. HTTP statt HTTPS)
  • Ein­füh­rung neu­er Funk­tio­nen (z. B. Mehr­spra­chig­keit)
  • Um­stel­lung des Con­tent Ma­nage­ment Sys­tems (CMS)
  • Än­de­rung der Do­main, URL-Struk­tur oder Na­vi­ga­ti­on

Wird der Re­launch vom Web­site-Be­trei­ber in­iti­iert, wird das häu­fig mit dem in die Jah­re ge­kom­me­nen Er­schei­nungs­bild der Web­site oder stra­te­gi­schen Über­le­gun­gen be­grün­det. SEOs ra­ten zu ei­nem Re­launch, wenn die vor­han­de­ne In­fra­struk­tur so ver­al­tet ist, dass die Web­site gar nicht mehr oder nur mit sehr viel Auf­wand für Such­ma­schi­nen op­ti­miert wer­den kann. Maß­geb­lich da­für sind nicht zu­letzt Al­go­rith­mus-Up­dates, die die An­for­de­run­gen an such­ma­schi­nen­freund­li­che Web­sites kon­ti­nu­ier­lich er­hö­hen.

Letzt­lich soll­te, wie bei al­len Maß­nah­men der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, auch beim Re­launch stets der Nut­zer im Mit­tel­punkt ste­hen. Wenn eine Web­site durch ei­nen Re­launch so­wohl nut­zer­freund­li­cher wird als auch zu­sätz­li­chen Mehr­wert bie­tet, ist er in je­dem Fall an­ge­bracht. Wenn zum Bei­spiel auf­grund von Al­go­rith­mus-Än­de­run­gen die Per­for­mance stark lei­det, ist ein SEO-Re­launch viel­leicht so­gar un­um­gäng­lich.

Ar­ten von Re­laun­ches

Ab­ge­lei­tet aus den Grün­den, er­ge­ben sich ver­schie­de­ne Ar­ten von Re­laun­ches:

  • Mar­ken-Re­launch
  • De­sign-Re­launch (Re­de­sign)
  • Do­main-Re­launch
  • URL-Re­launch
  • CMS-/Shop­sys­tem-Re­launch
  • SEO-Re­launch

In der Re­gel bie­tet es sich an, ei­nen auf­wen­di­gen Re­launch gleich für die Op­ti­mie­rung ver­schie­de­ner Aspek­te zu nut­zen. Des­halb sind es meist meh­re­re Grün­de, die dazu füh­ren, dass eine Web­site so­weit er­neu­ert wird, dass von ei­nem Re­launch ge­spro­chen wer­den kann.

Schlech­te Grün­de für ei­nen Re­launch

Ne­ben vie­len gu­ten Grün­den gibt es durch­aus un­ge­eig­ne­te Grün­de für ei­nen Re­launch. Ein Re­launch soll­te stets dazu bei­tra­gen, die Un­ter­neh­mens­zie­le zu er­rei­chen. Das ist nicht der Fall, wenn die ge­plan­ten Ver­än­de­run­gen der Un­ter­neh­mens­iden­ti­tät oder dem Mar­ken­kern wi­der­spre­chen.

Auch tur­nus­mä­ßi­ge Re­laun­ches, die nur des­halb ge­macht wer­den, weil die Web­site schon wie­der zwei Jah­re alt ist, sind sinn­los. Statt rei­ner Ei­tel­keit soll­ten im­mer nach­voll­zieh­ba­re Da­ten, Fak­ten und Zah­len zu der Ent­schei­dung für ei­nen SEO-Re­launch füh­ren. Auch die Ein­füh­rung von In­no­va­tio­nen kann ge­fähr­lich sein, wenn da­durch ge­lern­te Stan­dards igno­riert wer­den und Nut­zer sich auf der neu­en Web­site nicht mehr zu­recht­fin­den oder wohl­füh­len.

Die Web­site ist und bleibt ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, das auch nach dem Re­launch ei­nen ge­wis­sen Wie­der­erken­nungs­wert ha­ben soll­te.

Chan­cen und Ri­si­ken ei­nes Web­site-Re­laun­ches

Wir ha­ben dir vie­le gute Grün­de für ei­nen Re­launch ge­nannt. Meist ist nicht nur ein ein­zel­ner Grund, son­dern eine An­samm­lung von Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al aus­schlag­ge­bend für die Ent­schei­dung, ei­nen Re­launch durch­zu­füh­ren.

Gleich­zei­tig er­höht jede Stell­schrau­be, an der ge­dreht wird, das Ri­si­ko, dass et­was schief­geht. Eine der klas­si­schen und zu­gleich ge­fürch­tets­ten Fol­gen ist der Ver­lust von Sicht­bar­keit in den Such­ergeb­nis­sen von Goog­le und Co. Denn we­ni­ger Sicht­bar­keit führt zu we­ni­ger Traf­fic, we­ni­ger Con­ver­si­ons und letzt­lich we­ni­ger Um­satz.

Hin­weis: Tem­po­rä­re Ran­king-Ein­brü­che sind nicht un­be­dingt ein Grund zur Sor­ge

Je um­fas­sen­der die Än­de­run­gen im Re­launch, des­to wahr­schein­li­cher ist es, dass du zu­nächst mit ei­nem klei­nen Ein­bruch von Ran­kings und Sicht­bar­keit rech­nen musst – auch wenn du prin­zi­pi­ell al­les rich­tig ge­macht hast. Goog­le braucht ei­ni­ge Wo­chen bis Mo­na­te, um weit­rei­chen­de Än­de­run­gen zu ver­ar­bei­ten. Das gilt be­son­ders dann, wenn sich die Do­mains oder die URLs ge­än­dert ha­ben.

Je um­fang­rei­cher eine Web­site, des­to län­ger brau­chen die Such­ma­schi­nen. Goog­le selbst gibt in die­sem Fall bis zu drei Mo­na­te an. Aber kei­ne Sor­ge: Hat dein Re­launch un­ter dem Strich dazu ge­führt, dass dei­ne Web­site bes­ser ge­wor­den ist, wird Goog­le dich für die­sen mu­ti­gen Schritt mit ei­nem bes­se­ren Ran­king als zu­vor be­loh­nen!

So­wohl Er­fol­ge als auch Miss­erfol­ge las­sen sich aus SEO-Sicht umso schwie­ri­ger auf eine Ein­zel­maß­nah­me zu­rück­füh­ren, je mehr im Rah­men des Re­laun­ches an ei­ner Web­site ge­än­dert und er­neu­ert wird. Das ist bei ei­ner po­si­ti­ven Ent­wick­lung si­cher­lich ver­kraft­ba­rer als bei ne­ga­ti­ven Fol­gen.

Chan­cen ei­nes Re­laun­ches

  • Stei­ge­rung der At­trak­ti­vi­tät
  • Stär­kung der Mar­ke
  • Ver­bes­se­rung der Usa­bi­li­ty und Page Ex­pe­ri­ence
  • bes­se­re Be­dürf­nis­be­frie­di­gung
  • Stei­ge­rung der Sicht­bar­keit
  • Stei­ge­rung der Con­ver­si­ons
  • Stei­ge­rung des Um­sat­zes
  • Ver­bes­se­rung der In­ter­ak­ti­on

Ri­si­ken ei­nes Re­laun­ches

  • An­stieg von Feh­ler­mel­dun­gen (z. B. Sta­tus­code 404)
  • Ab­nah­me der Sicht­bar­keit
  • Ent­wer­tung von In­hal­ten
  • Ver­lust von Back­links
  • Ein­bruch des Traf­fics
  • Rück­gang von Con­ver­si­ons
  • Rück­gang von Um­satz
  • Ver­lust von Stamm­be­su­chern

War­um ist ein Re­launch loh­nens­wert?

Nichts ist schnell­le­bi­ger als der Wan­del. Was ges­tern nach up to date war, ist heu­te längst ver­al­tet. Nir­gend­wo gilt das mehr als im In­ter­net. Der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt führt dazu, dass sich die Kun­den­er­war­tun­gen stän­dig än­dern. War man frü­her froh, dass über­haupt bis nach Hau­se ge­lie­fert wur­de, ist der Kun­de heu­te un­zu­frie­den, wenn sein Päck­chen nicht am nächs­ten Tag an­kommt.

Relaunch Vorteile

Den ver­än­der­ten Be­dürf­nis­sen von Web­site-Nut­zern trägt Goog­le mit re­gel­mä­ßi­gen Al­go­rith­mus-Up­dates Rech­nung. Obers­tes Ziel: Die Web­sites mög­lichst weit vor­ne zu ran­ken, die die bes­te Page Ex­pe­ri­ence bie­ten. Da­für ist ne­ben erst­klas­si­gem Con­tent auch ma­xi­ma­le Be­nut­zer­freund­lich­keit nö­tig.

Noch vor zehn Jah­ren nutz­ten wir das In­ter­net vor­zugs­wei­se vom Desk­top-Rech­ner. Dank der ra­sen­den Ver­brei­tung des Smart­phones be­sit­zen heu­te vie­le Pri­vat­haus­hal­te gar kei­nen Com­pu­ter mehr. Web­sites muss­ten sich – nicht zu­letzt auf­grund des Drucks von Goog­le – den neu­en Be­dürf­nis­sen von Mo­bil­nut­zern an­pas­sen. Goog­le führ­te erst den Mo­bi­le First In­dex und spä­ter den Mo­bi­le Only In­dex ein. Web­sites, die nicht für mo­bi­le End­ge­rä­te op­ti­miert sind, ha­ben kaum noch Chan­cen, gut zu ran­ken.

Wenn du mit dei­ner Web­site also wei­ter­hin Be­ach­tung fin­den und Geld ver­die­nen willst, dann musst du sie re­gel­mä­ßig op­ti­mie­ren und hin und wie­der auch mal groß­flä­chig er­neu­ern, um sie fit für die Zu­kunft zu ma­chen.

Con­ti­nuous Re­launch

An­ge­sichts der ra­san­ten Ent­wick­lun­gen im World Wide Web wird der gro­ße Re­launch zu­neh­mend in Fra­ge ge­stellt. Mitt­ler­wei­le führt Goog­le fast mo­nat­lich Al­go­rith­mus-Up­dates aus. Die Aus­wir­kun­gen be­kom­men Web­site-Be­trei­ber oft di­rekt zu spü­ren. Statt „alle paar Jah­re“ eine Rund­um­er­neue­rung – mit den ent­spre­chen­den Ri­si­ken – durch­zu­füh­ren, soll­te die kon­ti­nu­ier­li­che Op­ti­mie­rung in den Fo­kus rü­cken.

Ein kon­ti­nu­ier­li­cher Re­launch zeich­net sich durch sei­ne Agi­li­tät aus. Nicht die In­no­va­ti­ons­lü­cken, son­dern die In­no­va­ti­ons­sprün­ge wer­den im­mer grö­ßer! War­um Po­ten­zi­al bis zum nächs­ten Re­launch lie­gen las­sen, wenn Er­trä­ge da­durch so­fort ge­stei­gert wer­den kön­nen? Ganz ne­ben­bei wer­den die Nut­zer nicht mit gro­ßen Brü­chen kon­fron­tiert, son­dern mit ite­ra­ti­ven Ver­bes­se­run­gen an dei­ne Mar­ke ge­bun­den.

Auch der re­gel­mä­ßi­ge Re­launch wird nicht je­den gro­ßen Re­launch er­set­zen, aber vie­le. Bei der Ein­füh­rung ei­ner neu­en Mar­ke oder ei­nes neu­en De­signs bleibt es beim klas­si­schen Re­launch. Ins­ge­samt kann durch ei­nen Con­ti­nuous Re­launch aber In­no­va­ti­ons­stau und In­no­va­ti­ons­druck ab­ge­baut wer­den. Da­von pro­fi­tie­ren letzt­lich alle: Du, dei­ne Nut­zer und die Such­ma­schi­nen.

Die ver­schie­de­nen Pha­sen beim Web­site-Re­launch

Ein klas­si­scher Re­launch ist ein Pro­jekt. Pro­jek­te zeich­nen sich da­durch aus, dass sie sich in ver­schie­de­ne Pro­jekt­pha­sen ein­tei­len las­sen und ir­gend­wann ab­ge­schlos­sen sind. Die Un­ter­tei­lung in Pha­sen hilft dir, den bis­wei­len sehr klein­tei­li­gen Re­launch-Pro­zess bes­ser zu struk­tu­rie­ren und zu or­ga­ni­sie­ren.

Je­der Re­launch ist an­ders und bringt an­de­re Her­aus­for­de­run­gen mit sich. Es gibt kein Sche­ma F, kei­ne Blau­pau­se. Das sys­te­ma­ti­sche Durch­lau­fen der ver­schie­de­nen Pha­sen und das Ab­ar­bei­ten der ein­zel­nen Schrit­te stellt si­cher, dass kein Ar­beits­schritt ver­ges­sen wird. Oft sind es die klei­nen und un­schein­ba­ren Punk­te, die spä­ter für den Sicht­bar­keits­ver­lust ver­ant­wort­lich sind. Weil sie über­sprun­gen oder ver­ges­sen wur­den.

Um das zu ver­mei­den, en­det jede der gleich vor­ge­stell­ten Pha­sen mit ei­ner de­tail­lier­ten Check­lis­te, die du Punkt für Punkt ab­ar­bei­ten soll­test. Nicht je­der dort ent­hal­te­ne Punkt wird für dei­nen in­di­vi­du­el­len Re­launch re­le­vant sein. Aber in ih­rer Ge­samt­heit stel­len die Check­lis­ten si­cher, dass du dein Re­launch-Pro­jekt er­folg­reich ab­schlie­ßen wirst.

1. Pla­nung und Vor­be­rei­tung

Der Grund, war­um vie­le Re­laun­ches schief­ge­hen, ist man­geln­de Pla­nung und Vor­be­rei­tung. Oft wird ein Re­launch in ei­ner Hau­ruck­ak­ti­on über die Büh­ne ge­bracht. Nicht sel­ten des­halb, weil sich der ge­sam­te Pro­zess schon ewig zieht und die neue Web­site zu ei­nem be­stimm­ten Stich­tag (z. B. Fir­men­ju­bi­lä­um) end­lich on­line sein soll.

Planung SEO Relaunch

Ein Re­launch ist nichts, was so ne­ben­bei lau­fen soll­te. Und schon gar nichts, für das man die Ver­ant­wor­tung an den Werk­stu­die­ren­den über­trägt. Schließ­lich gibt es im­mer ei­nen Grund und ein Ziel für die In­iti­ie­rung ei­nes Re­laun­ches. Die­ses Ziel soll­te al­len Be­tei­lig­ten trans­pa­rent kom­mu­ni­ziert wer­den und bei der Pla­nung im­mer im Hin­ter­kopf sein.

Obers­te Re­gel: Kein Re­launch ohne Test­sys­tem!

Egal was an der Web­site ver­än­dert wer­den soll, es wird nie­mals am Live-Sys­tem ge­macht! Als Ers­tes setzt du ein voll­kom­men un­ab­hän­gi­ges Test­sys­tem auf, das zum Bei­spiel über eine Sub­do­main er­reich­bar ist. Hier kön­nen sich alle Be­tei­lig­ten „aus­to­ben“, ohne dass Feh­ler schwer­wie­gen­de Fol­gen für die Per­for­mance dei­ner ak­tu­el­len Web­site ha­ben.

Mit ei­nem Back­up der ak­tu­el­len Web­site kannst du schnell ei­nen Klon er­stel­len. Schüt­ze das Test­sys­tem mit ei­nem Pass­wort vor un­be­fug­ten Zu­grif­fen und stel­le si­cher, dass es von der In­de­xie­rung aus­ge­schlos­sen ist (z. B. über die Ro­bots-Da­tei). An­sons­ten ris­kierst du, dass es in den Such­ergeb­nis­sen auf­taucht und zum Bei­spiel un­ge­wollt Du­pli­ca­te Con­tent pro­du­ziert wird.

Tool-Tipp



Wenn du Word­Press für dei­ne alte und neue Web­site ver­wen­dest, hilft dir das Plug­in Up­draft Plus bei der un­kom­pli­zier­ten und schnel­len Du­pli­zie­rung dei­ner Be­stands-Web­site.
Updraft Plus Website WordPress klonen und umziehen einfach gemacht
Mit dem Plugin Updraft Plus können auf einfache Weise Backups, Klone und Umzüge von WordPress-Websites durchgeführt werden – ein Muss für jeden (SEO-)Relaunch.

Jetzt hast du die Chan­ce, al­les zu hin­ter­fra­gen, was bei der al­ten Web­site prak­ti­ziert wur­de. De­sign, Auf­bau, Key­words und vie­les mehr. Die­se Chan­ce soll­test du wahr­neh­men! Zwar steigt mit je­der Än­de­rung, die du durch­führst, das Ri­si­ko für Ran­king­ver­lus­te. An­de­rer­seits gibt es kei­nen bes­se­ren Zeit­raum als jetzt, um gra­vie­ren­de Ein­schnit­te vor­zu­neh­men und Maß­nah­men um­zu­set­zen.

2. Map­ping sämt­li­cher URLs

Un­ab­hän­gig da­von, ob du eine Über­ar­bei­tung der URL-Struk­tur durch­füh­ren willst oder nicht, soll­test du alle URLs der ak­tu­el­len Web­site-Ver­si­on craw­len und map­pen. Da­für bie­ten sich Tools wie Screa­ming Frog (bis zu 500 URLs kos­ten­frei) an. Im­por­tie­re die Lis­te ge­crawl­ter URLs in ein Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­ons­pro­gramm dei­ner Wahl. Er­gän­zen­de In­for­ma­tio­nen wie der Sta­tus­code ge­ben dir be­reits ers­te An­halts­punk­te, was du beim Re­launch auf je­den Fall noch be­ach­ten soll­test.

URL Mapping

Durch das Map­ping der URLs be­kommst du ei­nen kom­pak­ten Über­blick über dei­ne jet­zi­ge Struk­tur und kannst in Ruhe ent­schei­den, ob sie bei­be­hal­ten wer­den kann oder du die Ge­le­gen­heit für An­pas­sun­gen nutzt.

Zu­gleich bie­tet sich die URL-Über­sicht an, um ein Con­tent Au­dit durch­zu­füh­ren. Gehe für die Ana­ly­se Sei­te für Sei­te durch und fra­ge dich:

  • ob der vor­han­de­ne Con­tent noch ak­tu­ell ist und ei­nen Bei­trag zum Er­folg leis­tet.
  • ob du dich auf das rich­ti­ge Key­word fo­kus­sierst. Ob er über­haupt noch ge­braucht wird.
  • ob du ihn ak­tua­li­sie­ren musst oder mit an­de­ren Sei­ten zu­sam­men­le­gen kannst.

Kon­trol­lie­re da­bei auch die Meta-Da­ten der ein­zel­nen Sei­ten, die in den Such­ergeb­nis­sen an­ge­zeigt wer­den. Mit Screa­ming Frog kannst du die­se ne­ben den URLs eben­falls ex­por­tie­ren.

Wur­den De­sign, Con­tent und Co. von dir und dei­nem Team so weit um­ge­setzt, soll­test du über­prü­fen, ob die ggf. vor­han­de­nen Ca­no­ni­cal- und hre­flang-Tags noch ak­tu­ell sind, an­ge­passt oder er­gänzt wer­den müs­sen. Statt mit wei­ter­ge­lei­te­ten URLs, soll­ten die Tags mit den ak­tu­el­len URLs aus­ge­stat­tet sein.

Be­vor du ei­nen Ter­min für die Durch­füh­rung des Re­laun­ches fest­legst, soll­test du dir aus­rei­chend Zeit neh­men, um die neue Web­site hin­sicht­lich der User Ex­pe­ri­ence zu che­cken. Am bes­ten bin­dest du da­bei Au­ßen­ste­hen­de ein, die du bei der Nut­zung der Web­site be­ob­ach­test. Gib ih­nen Auf­ga­ben, wie das Na­vi­gie­ren zu ei­nem be­stimm­ten Ziel oder das Aus­lö­sen ei­ner Be­stel­lung. So er­kennst du schnell, an wel­chen Stel­len die Nut­zer Pro­ble­me ha­ben und noch nach­ge­bes­sert wer­den muss. Wenn dei­ne Oma ver­steht, wor­um es auf dei­ner Web­site geht und sie die­se pro­blem­los be­die­nen kann, dann ist die Zeit reif, um live zu ge­hen.

Vor­her soll­test du noch eine Über­sicht al­ler Back­links an­le­gen und si­chern. Sie hilft dir spä­ter mög­lichst vie­le da­von zu be­hal­ten. Bei der Iden­ti­fi­zie­rung von Back­links hilft dir je­des gän­gi­ge SEO-Tool.

Check­lis­te zur Pla­nung und Vor­be­rei­tung des Re­laun­ches

StageTestumgebung aufsetzen
Testumgebung mit Passwort vor unbefugten Zugriffen schützen
Indexierung der Testumgebung unterbinden
BackupBackup der Bestandsversion anfertigen
Backup in Testumgebung einspielen
Informations-architekturMapping und Priorisierung der kompletten URL-Struktur (inkl. Statuscode, Meta-Daten, Keyword-Fokus)
Aufbau der neuen Informations-architektur (inkl. interner Verlinkung)
Planung der Navigationsstruktur
Welche URLs sollen indexiert werden und welche nicht?
ContentWelche Inhalte werden behalten?
Welche Inhalte werden angepasst (aktualisiert, ergänzt)?
Welche Inhalte werden zusammengeführt?
Welche Inhalte werden eliminiert (Old Content, Thin Content etc.)?
Besitzt jede Unterseite ein eigenes Hauptkeyword?
Werden Inhalte manuell oder automatisiert migriert?
SnippetsMeta-Title und Meta-Description nach Content-Optimierung überprüfen und ggf. anpassen bzw. optimieren
CanonicalStimmen die Canonical-Tags bzw. wurden diese angepasst?
hreflangStimmen die hreflang-Tags bzw. wurden diese angepasst?
UXTest der User Experience auf Desktop und Mobil
QuellcodeW3C Markup Validation testen
BacklinksMapping und Priorisierung sämtlicher Backlinks

3. Durch­füh­rung

Für den Switch von der al­ten zur neu­en Web­site soll­test du recht­zei­tig ei­nen Ter­min fest­le­gen. Nimm dir idea­ler­wei­se ei­nen gan­zen Tag lang Zeit, um ge­nü­gend Puf­fer für even­tu­ell auf­tre­ten­de Pro­ble­me zu ha­ben. Ide­al ist ein Zeit­punkt, an dem ty­pi­scher­wei­se mög­lichst we­nig Traf­fic auf dei­ner Web­site ist. Mi­ni­ma­le Aus­fall­zei­ten las­sen sich ins­ge­samt aber kaum ver­mei­den.

SEO Relaunch durchführen

Ach­te gleich­zei­tig dar­auf, dass der Re­launch zu den Sup­port-Zei­ten dei­nes Hos­ters er­folgt, da­mit du bei tech­ni­schen Pro­ble­men so­fort ei­nen An­sprech­part­ner hast und dei­ne Web­site oder dein On­line­shop im Worst Case nicht über das ge­sam­te Wo­chen­en­de off­line ist. Das gilt ins­be­son­de­re dann, wenn du den Re­launch für ei­nen Um­zug auf ei­nen neu­en Ser­ver nutzt.

Kon­trol­lie­re, ob dein neu­er oder ge­än­der­ter Con­tent auf der Start­sei­te und den Un­ter­sei­ten kor­rekt ein­ge­pflegt wur­de. Neue In­hal­te soll­ten in­tern mit­ein­an­der ver­linkt wer­den, was nicht zu­letzt dem Craw­ler die Ar­beit er­leich­tert.

Wenn Sei­ten weg­ge­fal­len sind, soll­test du sie un­be­dingt per­ma­nent wei­ter­lei­ten (301). Wäh­le die Start­sei­te nur dann als Ziel­sei­te für die Wei­ter­lei­tung, wenn es kei­ne the­ma­tisch bes­ser pas­sen­de Al­ter­na­ti­ve gibt. Fällt z. B. in ei­nem On­line­shop ein Pro­dukt weg, ist es sinn­vol­ler, die­se Sei­te auf die Ka­te­go­rie­sei­te als auf die Home­page wei­ter­zu­lei­ten. So se­hen po­ten­zi­el­le Kun­den so­fort al­ter­na­ti­ve Pro­duk­te, die für sie in Fra­ge kom­men.

Nut­ze dei­ne in der Pla­nungs­pha­se an­ge­leg­te URL-Über­sicht, um dar­aus ei­nen Plan für Wei­ter­lei­tun­gen zu ent­wi­ckeln. So mi­ni­mierst du das Ri­si­ko, Un­ter­sei­ten zu über­se­hen, die ei­gent­lich auf eine an­de­re URL hät­ten wei­ter­ge­lei­tet wer­den müs­sen.

Wei­ter­lei­tun­gen kos­ten kei­nen Pa­ge­Rank

Ent­ge­gen frü­he­rer Ge­rüch­te ha­ben Goog­le-Mit­ar­bei­ter wie Gary Il­lyes und John Mül­ler mitt­ler­wei­le mehr­fach be­stä­tigt, dass URL-Wei­ter­lei­tun­gen kei­nen Pa­ge­Rank (mehr) kos­ten. Lan­ge Zeit gin­gen vie­le SEOs da­von aus, dass mit je­der Wei­ter­lei­tung ein paar Pro­zent­punk­te ver­lo­ren ge­hen wür­den. Das stimmt so nicht.

Den­noch soll­ten Wei­ter­lei­tungs­ket­ten ver­mie­den wer­den, da sie un­nö­tig Craw­ling-Bud­get ver­schwen­den. Ist das Bud­get des Craw­lers für dei­ne Web­site auf­ge­braucht, wird Goog­le der Ket­te nicht wei­ter fol­gen und die Ziel­sei­te wo­mög­lich nicht er­rei­chen. Au­ßer­dem er­höht jede Wei­ter­lei­tung die La­de­zeit.

Be­vor aus dei­nem Test­sys­tem end­gül­tig dei­ne neue Web­site wird, soll­test du prü­fen, ob alle Track­ing-Codes kor­rekt im­ple­men­tiert wur­den. Nur dann kannst du nach dem Go-Live lü­cken­los kon­trol­lie­ren, ob du alle wich­ti­gen Punk­te be­ach­tet und um­ge­setzt hast.

Check­lis­te zur Durch­füh­rung des Re­laun­ches

Information (ggf.)Kunden, Mitarbeiter und andere Stakeholder über anstehenden Relaunch und damit verbundene Ausfallzeiten informieren
BackupBackup der Testumgebung anfertigen
Informations-architekturBei Domain-/URL-Änderungen: Interne Verlinkungen anpassen (inkl. Buttons, verlinkte Bilder etc.)
Bei Content-Erweiterung: neue interne Links setzen
Bei Seitenwegfall: Weiterleitungsziele definieren, URLs umleiten, Verlinkungen entfernen
Bei Domain-Änderung: CMS-bezogene Plugins, Widgets etc. umstellen
IndexierungCrawling der Testumgebung und Abgleich mit URL-Mapping
Wurden gewünschte Dateien und Verzeichnisse in der robots.txt ausgeschlossen?
Wurden gewünschte Seiten über das Robots-Meta-Tag ausgeschlossen (noindex)?
Wurde ein XML-Sitemap erstellt und in der Google Search Console hinterlegt?
RedirectsÜbersichtsplan für Weiterleitungen aus URL-Mapping erstellen
Weiterleitungen in .htaccess-Datei oder Plugin konfigurieren
TrackingAlle Tracking-Codes korrekt eingebunden? Google Tag Manager, Google Search Console, Google Analytics, Google AdSense, Facebook Pixel, LinkedIn Insight Tag, Affiliate, VG Wort, etc.
Gibt es neuere Versionen von Tracking-Codes, die im Zuge des Relaunches ausgetauscht werden sollten?

4. Ab­schluss und Prü­fung

Auch wenn du das meis­te schon vor­her ge­prüft hast – so­bald dei­ne neue Web­site für alle zu­gäng­lich ist, soll­test du un­mit­tel­bar im An­schluss noch ein­mal alle Dar­stel­lun­gen und Funk­tio­nen auf Herz und Nie­ren prü­fen! Nichts ist schlim­mer als eine Na­vi­ga­ti­on, die plötz­lich auf dem Smart­phone nicht be­nutzt wer­den kann, oder ein For­mu­lar, das die An­fra­gen po­ten­zi­el­ler Kun­den nicht über­mit­telt. Nimm dir die Zeit!

Eine gro­ße Hil­fe beim Re­launch ist die Goog­le Search Con­so­le. In der Schalt­zen­tra­le für Web­mas­ter kannst du über­prü­fen, ob dei­ne (wich­tigs­ten) Sei­ten von Goog­le ge­crawlt wer­den kön­nen. Au­ßer­dem kannst du das Craw­ling für Sei­ten, die sich maß­geb­lich ver­än­dert ha­ben, durch Be­an­tra­gung be­schleu­ni­gen. In der Search Con­so­le wer­den dir Feh­ler an­ge­zeigt, de­nen du un­mit­tel­bar auf den Grund ge­hen soll­test.

Vor al­lem, wenn sich dei­ne Do­main ge­än­dert hat, soll­test du ver­su­chen Back­links auf die neue URL um­zu­lei­ten. Hier­für bist du auf die Ko­ope­ra­ti­on der Link­quel­le an­ge­wie­sen. Es lohnt sich zu­min­dest die Ge­ber der wert­volls­ten Links zu kon­tak­tie­ren und freund­lich um die Än­de­rung der URL zu bit­ten. Es ist viel müh­sa­mer neue Back­links auf­zu­bau­en, als alte zu re­ak­ti­vie­ren. Zu­mal es prin­zi­pi­ell auch im In­ter­es­se der Link­quel­le ist, dass die ge­setz­ten Links funk­tio­nie­ren.

Check­lis­te Ab­schluss und Prü­fung

CacheCache leeren
RedirectsWeiterleitungen auf Funktion prüfen (u. a. mit alter Sitemap)
Weiterleitungsschleifen identifizieren und eliminieren
DarstellungÜberprüfung auf Darstellungsfehler auf verschiedenen Geräten und in unterschiedlichen Browsern • Desktop • Tablet • Smartphone • Chrome • Firefox • Safari • Edge • Opera
NavigationFunktioniert die Navigation?
LogoWird das Logo auf jeder Seite angezeigt und ist es korrekt zur Startseite verlinkt?
PaginierungFunktioniert das Blättern zwischen den Seiten?
FormulareFunktionieren die Formulare (Kontakt, Newsletter, Lead Magnets etc.)?
BestellungenFunktionieren der Warenkorb und der Bestellprozess reibungslos?
DownloadsKann etwaig bereitgestelltes Download-Material (Anleitungen, Formulare, Broschüren etc.) heruntergeladen werden?
SchnittstellenFunktioniert der Datenaustausch zwischen etwaigen Schnittstellen (ActiveCampaign, Stripe, Zapier etc.)?
HTTPSFunktioniert das SSL-Zertifikat?
TrackingFunktionieren alle Tracking-Codes?
DatenschutzFunktioniert der Cookie Consent Banner?
404-SeiteFunktioniert die individuelle 404-Fehlerseite?
Google Search ConsoleBei Domain-Änderung: Meldung in Google Search Console
Authentifizierung überprüfen (insb. bei Umstellung von HTTP zu HTTPS)
Sind alle gewünschten Seiten der neuen Website crawlbar?
URL-Prüfung der wichtigsten Seiten (Gibt es Fehlermeldungen?)
Indexierung wichtiger Seiten beantragen
Sitemap überprüfen
Liste ungültiger Links prüfen (Disavow Links)
Domain/E-Mail ändern (ggf.)Kontaktformulare
Automatisch verschickte E-Mails (Bestätigungen, Meldungen, Newsletter etc.)
RSS-Feeds
E-Mail-Signaturen
Social-Media-Profile
Google-Business-Profile
Google News
Verzeichnisse
Visitenkarten, Briefpapier, Flyer, Broschüren, Mediadaten etc.
Stempel
BacklinksBetreiber der Quellen um Korrektur des Links bitten
MarketingErfolgreichen Relaunch promoten
Kunden/Fans/Follower um Feedback/Fehlerhinweise bitten
Kunden/Fans/Follower um Backlinks bitten

5. Mo­ni­to­ring und Nach­jus­tie­rung

Mit dem Go-Live ist ein Re­launch noch lan­ge nicht ab­ge­schlos­sen! Erst in den nächs­ten Ta­gen wird sich zei­gen, wie er­folg­reich die Ein­füh­rung der neu­en Web­site tat­säch­lich war. Das Mo­ni­to­ring ist des­halb un­ver­zicht­ba­rer Be­stand­teil des Re­launch-Pro­zes­ses. Hal­te dir hier­für Res­sour­cen frei.

Mit­hil­fe der Goog­le Search Con­so­le, Goog­le Ana­ly­tics und an­de­ren SEO-Tools be­hältst du Ran­kings und Sicht­bar­keit im Auge. Über­prü­fe re­gel­mä­ßig mit­hil­fe der XML-Site­map, ob die In­de­xie­rung neu­er Sei­ten vor­an­schrei­tet und wie sich die Zu­grif­fe ent­wi­ckeln.

Fol­gen­de Fra­gen hel­fen dir da­bei, den Er­folg dei­nes Web­site-Re­laun­ches zu be­wer­ten:

  • Lau­fen Con­ver­si­ons und da­zu­ge­hö­ri­ge Track­ing-Da­ten kor­rekt ein?
  • Wie ent­wi­ckelt sich der Ge­samt-Traf­fic nach dem Go-Live? Bricht er ein, bleibt er kon­stant oder steigt er?
  • Wie ent­wi­ckeln sich die Traf­fic-Quel­len im Ver­gleich zur al­ten Web­site? Ist die not­wen­di­ge Di­ver­si­tät ge­ge­ben oder be­stehen gro­ße Ab­hän­gig­kei­ten von ein­zel­nen Quel­len?
  • Wird der Traf­fic auf die ge­wünsch­ten Un­ter­sei­ten wei­ter­ge­lei­tet?
  • Wie ent­wi­ckelt sich das Ran­king der wich­tigs­ten Sei­ten zu den wich­tigs­ten Key­words?
  • Er­höht sich die Sicht­bar­keit in den Such­ergeb­nis­sen, in­dem die Web­site zu mehr Key­words rankt, oder nimmt sie ab? Gibt es An­zei­chen für Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung?
  • Gibt es star­ke Schwan­kun­gen bei Ran­kings und Sicht­bar­keit?
  • Nimmt die Ab­sprungra­te zu oder re­du­ziert sie sich?
  • Blei­ben die Be­su­cher län­ger oder kür­zer auf der Web­site?
  • Gibt es eine auf­fäl­li­ge Häu­fung der Aus­stie­ge auf ei­ner Sei­te?
  • Gibt es Feh­ler bei der In­dex­ab­de­ckung?
  • Neh­men die 404- bzw. Soft-404-Feh­ler zu?
  • Gibt es Pro­ble­me bei der Nut­zer­er­fah­rung auf Desk­top- oder Mo­bil­ge­rä­ten (Web Core Vi­tals)?

Am bes­ten legst du gleich zu Be­ginn Kenn­zah­len fest, mit de­nen du den Er­folg des Re­laun­ches über die kom­men­den Mo­na­te be­ur­tei­len kannst. Die­se Kenn­zah­len soll­ten sich an dei­nen Re­launch-Zie­len ori­en­tie­ren. Stellst du beim Mo­ni­to­ring – das du an­fangs täg­lich durch­füh­ren soll­test – star­ke Ver­än­de­run­gen fest, musst du dich un­be­dingt auf die Feh­ler­su­che be­ge­ben. Je frü­her du die Sym­pto­me be­han­delst, des­to bes­ser und schnel­ler kann dein SEO-Sta­tus ge­ne­sen.

Die häu­figs­ten SEO-Feh­ler beim Re­launch – und wie du sie ver­mei­dest

  1. An der Ziel­grup­pe vor­bei­ge­plant

Der Kö­der muss dem Fisch schme­cken. Ent­spre­chend die­sem Mot­to soll­test du ei­nen Re­launch nicht aus der Bin­nen­per­spek­ti­ve pla­nen, son­dern im­mer mit dem Blick durch die Kun­den­bril­le. Die wich­tigs­te Fra­ge lau­tet: Wel­che Be­dürf­nis­se hat die Ziel­grup­pe?

Die­se Fra­ge kannst du nur be­ant­wor­ten, wenn du dich in­ten­siv mit dei­ner Ziel­grup­pe be­schäf­tigst. Weil die aber auch in der Ni­sche eine ziem­lich he­te­ro­ge­ne Ein­heit ist, hilft es kon­kre­te Buy­er Per­so­nas zu de­fi­nie­ren. Mit ih­nen vor Au­gen fal­len Stra­te­gie, Pla­nung und Um­set­zung des Re­laun­ches nicht nur deut­lich leich­ter – du wirst bei kon­se­quen­ter An­wen­dung auch kei­ne Fehl­ent­schei­dun­gen mehr tref­fen. Fra­ge dich stets, ob die Än­de­rung, An­pas­sung oder Neue­rung im Sin­ne dei­ner Per­so­nas sind. Wenn nicht, soll­test du die Idee schleu­nigst ver­ges­sen.

  1. Desk­top vor Mo­bil

Mehr als die Hälf­te des welt­wei­ten Web-Traf­fics wird über Mo­bil­te­le­fo­ne ge­ne­riert. Im­mer mehr Smart­phone-Be­sit­zer ver­zich­ten auf ei­nen zu­sätz­li­chen Com­pu­ter oder Lap­top. Goog­le hat auf die­se Ent­wick­lung re­agiert und im März 2021 den Mo­bi­le Only In­dex ein­ge­führt. Für die Such­ma­schi­ne zählt seit­dem nur noch die Mo­bil­ver­si­on dei­ner Web­site.

Für vie­le Web­de­si­gner hat die Desk­top-Ver­si­on den­noch Prio­ri­tät. Oft wird sie im Rah­men ei­nes Re­laun­ches als ers­tes ge­plant und um­ge­setzt, be­vor die­se Ver­si­on „ir­gend­wie“ fürs Smart­phone fit ge­macht wird. Re­spon­si­vi­tät und Mo­bi­le Usa­bi­li­ty sind für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung je­doch so ent­schei­dend, dass du von Mo­bi­le zu Desk­top den­ken soll­test, wenn du eine hohe Sicht­bar­keit in den Such­ergeb­nis­sen zum Ziel hast. Die­se Stra­te­gie soll­te von An­fang an kom­mu­ni­ziert wer­den. Su­che dir Part­ner, die das nicht nur wi­der­wil­lig tun, son­dern die­se Phi­lo­so­phie le­ben. Al­les an­de­re ist aus Sicht von SEO nicht mehr zeit­ge­mäß.

  1. Schön­heit vor Usa­bi­li­ty

Oft steht bei ei­nem Re­launch die Op­tik der Web­site im Vor­der­grund. Op­tik ist wich­tig, aber noch wich­ti­ger ist es, dass Be­nut­zer die Web­site in­tui­tiv be­die­nen kön­nen. Da­für muss sie klar struk­tu­riert sein, über eine leicht ver­ständ­li­che, nicht zu ver­schach­tel­te Na­vi­ga­ti­on ver­fü­gen und schnell la­den. Ma­che nicht den Feh­ler, er­lern­te Prak­ti­ken aus falsch ver­stan­de­nem In­no­va­ti­ons­ei­fer über den Hau­fen zu wer­fen. Wenn der Nut­zer den Wa­ren­korb oben rechts er­war­tet, soll­te er ihn dort auch fin­den.

  1. Feh­len­de oder feh­ler­haf­te Wei­ter­lei­tun­gen

Wenn der Re­launch mit der Än­de­rung von Do­mains oder URLs ver­bun­den ist, müs­sen alte Do­mains zwin­gend kor­rekt um­ge­lei­tet wer­den, da­mit du nicht an Sicht­bar­keit ver­lierst. Er­stel­le ei­nen Wei­ter­lei­tungs­plan, in dem du je­der weg­fal­len­den URL ein Um­lei­tungs­ziel ge­gen­über­stellst. Rich­te dann sys­te­ma­tisch 301-Wei­ter­lei­tun­gen über die .ht­ac­cess-Da­tei ein, da­mit Goog­le das bis­he­ri­ge Ran­king über­neh­men kann.

  1. Tes­ten, tes­ten, tes­ten

Ob die Usa­bi­li­ty ei­ner neu­en Web­site über­zeugt, fin­dest du nur an­hand von Tests her­aus. Aber nicht du oder dei­ne Kol­le­gen, die am Re­launch mit­ge­ar­bei­tet ha­ben, sind der Re­fe­renz­wert. Die Tests soll­ten mög­lichst von neu­tra­len­Nut­zern durch­ge­führt wer­den bis die Usa­bi­li­ty wirk­lich op­ti­mal ist. So lan­ge heißt es: nach­bes­sern! Pla­ne für die Tes­tun­gen aus­rei­chend zeit­li­che Res­sour­cen ein.

Tipp:Web­site-Re­launch – Der ul­ti­ma­ti­ve Leit­fa­den für ei­nen er­folg­rei­chen Neu­start“ vom Web­de­sign Jour­nal

Kei­ne Angst vor dem Re­launch – aber Re­spekt

Zu­ge­ge­ben, für ei­nen er­folg­rei­chen Re­launch gibt es vie­les zu be­ach­ten. Trotz ernst­zu­neh­men­der Ri­si­ken gibt es aber kei­nen Grund zur Pa­nik, wenn du dich im Vor­feld um­fas­send in­for­mierst, ge­wis­sen­haft planst und bei Zwei­feln pro­fes­sio­nel­le Un­ter­stüt­zung suchst.

Da­mit dei­ne In­ves­ti­ti­on in eine neue Web­site nicht zum (fi­nan­zi­el­len) Fi­as­ko wird, soll­test du dich an den drei „Z“ ori­en­tie­ren: Zie­le, Zeit und Zu­sam­men­ar­beit. Kein Re­launch ohne kon­kre­tes Ziel­vor­ha­ben. Kein Re­launch un­ter Zeit­druck. Und alle in­ter­nen und ex­ter­nen Be­tei­lig­ten müs­sen eng zu­sam­men­ar­bei­ten und an ei­nem Strang zie­hen.

Wir meis­tern dei­nen SEO-Re­launch!

Du willst dei­ne Ran­kings trotz Re­launch be­hal­ten? Ob beim SEO-Au­dit vor dem Re­launch, der Er­stel­lung ei­ner Stra­te­gie oder bei der ope­ra­ti­ven Um­set­zung – wir un­ter­stüt­zen dich mit Know-how und lang­jäh­ri­ger Er­fah­rung in der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Wir freu­en uns auf dei­ne An­fra­ge!

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