Click-Th­rough-Rate (CTR): De­fi­ni­ti­on & Be­rech­nung

Aktualisiert: 22. Mai 2026 · ca. 3 Min. Lesezeit · farbentour.de bevorzugen

Die Click-Th­rough-Rate, CTR, gibt das Ver­hält­nis von Klicks auf ein Wer­be­mit­tel zu den Im­pres­sio­nen für das­sel­be Wer­be­mit­tel wie­der.

Click-Through-Rate

Die Click-Th­rough-Rate, ab­ge­kürzt CTR, gibt das Ver­hält­nis von Klicks auf ein Wer­be­mit­tel zu den Im­pres­sio­nen (Im­pres­si­ons) für das­sel­be Wer­be­mit­tel wie­der. Im Deut­schen wird sie als Klick­ra­te be­zeich­net.

Im On­line­mar­ke­ting ist die Click-Th­rough-Rate eine wich­ti­ge Kenn­zahl, um den Er­folg von Kam­pa­gnen zu mes­sen. Auch für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO) spielt die CTR eine we­sent­li­che Rol­le. Für ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Er­geb­nis ist es al­ler­dings oft ent­schei­dend, sie in Re­la­ti­on zur Con­ver­si­on-Rate zu set­zen.

Be­rech­nung der Click-Th­rough-Rate

Die Click-Th­rough-Rate wird in Pro­zent an­ge­ge­ben. Sie lässt sich durch die fol­gen­de Rech­nung er­mit­teln:

(An­zahl der Klicks / An­zahl der Im­pres­sio­nen) × 100 = Click-Th­rough-Rate

Wird eine An­zei­ge in­ner­halb ei­nes aus­ge­wähl­ten Zeit­raums 300-mal an­ge­zeigt und sechs­mal an­ge­klickt, be­trägt die Click-Th­rough-Rate zwei Pro­zent.

Wie hoch sind gute Klick­ra­ten?

Wie hoch eine gute Click-Th­rough-Rate ist, lässt sich nicht pau­schal sa­gen. Denn durch­schnitt­li­che Wer­te hän­gen vom Me­di­um eben­so wie vom Wer­be­mit­tel ab. Klas­si­sche Wer­be­ban­ner er­zie­len meist nur eine sehr ge­rin­ge Klick­ra­te, teil­wei­se un­ter 0,1 Pro­zent.

Für Meta- bzw. Face­book-An­zei­gen weist Word­Stream für 2024 eine durch­schnitt­li­che Click-Th­rough-Rate von rund 1,5 Pro­zent (Traf­fic-Kam­pa­gnen) aus, mit deut­li­chen Un­ter­schie­den je nach Bran­che. Im Goog­le-Such­netz­werk liegt die durch­schnitt­li­che CTR laut Word­Stream-Bench­marks 2026 bei rund 6,6 Pro­zent über alle Bran­chen, wäh­rend die Wer­te im Dis­play­netz­werk wei­ter­hin deut­lich nied­ri­ger aus­fal­len.

Dar­aus lässt sich ab­lei­ten: Un­ter­neh­men, die eine Click-Th­rough-Rate er­mit­teln und be­wer­ten wol­len, soll­ten sich zu­erst mit durch­schnitt­li­chen Wer­ten über das be­tref­fen­de Me­di­um und das be­tref­fen­de Wer­be­mit­tel in­for­mie­ren.

Für die or­ga­ni­sche Su­che hängt die CTR stark von der Po­si­ti­on in den Such­ergeb­nis­sen ab: Po­si­ti­on 1 er­zielt grob 30 bis 40 Pro­zent der Klicks, Po­si­ti­on 2 etwa 15 bis 20 Pro­zent; da­nach fällt die CTR mit je­der wei­te­ren Po­si­ti­on deut­lich ab. Be­last­ba­re Zah­len je Po­si­ti­on lie­fern lau­fend ak­tua­li­sier­te Da­ten­quel­len wie Ad­van­ced Web Ran­king oder Back­lin­ko, je­weils mit Stand.

Wo kommt die CTR über­all vor?

Wie be­reits an­ge­deu­tet, spielt die Click-Th­rough-Rate in ver­schie­de­nen Be­rei­chen eine zen­tra­le Rol­le:

  • Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO): Die Klick­ra­te in den SERPs gibt Hin­wei­se dar­auf, wie ein Snip­pet auf Su­chen­de wirkt. Be­ein­flus­sen lässt sich die CTR hier vor al­lem durch die Be­ar­bei­tung von Meta Title und Meta De­scrip­ti­on.
  • So­cial Me­dia: Egal ob Pos­tings oder Wer­be­an­zei­gen, die Click-Th­rough-Rate ist eine wich­ti­ge Mess­grö­ße bei der Ana­ly­se von Kam­pa­gnen, be­son­ders wenn durch Cost-per-Click ab­ge­rech­net wird. Sie gibt vor al­lem Auf­schluss dar­über, wel­che Wir­kung die Bei­trä­ge bzw. An­zei­gen auf die ei­ge­ne Ziel­grup­pe ha­ben.
  • Ban­ner­wer­bung: Das­sel­be gilt bei tra­di­tio­nel­ler Ban­ner­wer­bung.
  • Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting: Wer zum Bei­spiel mit Goog­le Ads die ei­ge­ne Reich­wei­te ver­grö­ßern und mehr Kun­den ge­win­nen will, ach­tet eben­falls auf die Klick­ra­te, die eine An­zei­ge er­zielt.
  • Af­fi­lia­te Mar­ke­ting: Vie­le Klicks auf eine An­zei­ge stei­gern die Chan­ce auf vie­le Con­ver­si­ons und da­mit auf eine hö­he­re Pro­vi­si­on im Af­fi­lia­te Mar­ke­ting.
  • E-Mail-Mar­ke­ting: Auch hier ist die CTR eine zen­tra­le Kenn­zahl. Sie setzt die Klicks ins Ver­hält­nis zu den zu­ge­stell­ten bzw. ge­öff­ne­ten Mails und be­wer­tet so die Wir­kung von Be­treff, In­halt und Call-to-Ac­tion.

Wich­tig: Eine hohe Klick­ra­te al­lein ist kein Be­leg für eine er­folg­rei­che Mar­ke­ting-Kam­pa­gne. Denn ein Klick ist nicht gleich eine Con­ver­si­on. Schließ­lich kann es sein, dass bei 2000 Ein­blen­dun­gen 70 Per­so­nen auf eine An­zei­ge kli­cken, aber nur zwei da­von et­was kau­fen. Des­halb wird die Click-Th­rough-Rate in al­ler Re­gel im Ver­hält­nis zu den Con­ver­si­ons be­trach­tet.

Bei Goog­le Ads be­ein­flusst die CTR di­rekt den Qua­li­täts­fak­tor: Eine hohe CTR ver­bes­sert den Qua­li­täts­fak­tor, senkt da­durch den Klick­preis (CPC) und hebt zu­gleich die An­zei­gen­po­si­ti­on. Im SEA wirkt die CTR da­mit un­mit­tel­bar als Kos­ten­he­bel.

Be­deu­tung für SEO

Eine hohe Klick­ra­te in den SERPs sorgt für viel Traf­fic auf die ei­ge­ne Sei­te.

Da­bei spie­len zwei Fak­to­ren eine wich­ti­ge Rol­le:

  1. Die Po­si­ti­on: Grund­sätz­lich gilt: Je hö­her das Ran­king, des­to bes­ser sind die Chan­cen auf vie­le Klicks.
  2. Das Snip­pet: We­sent­lich ist au­ßer­dem, ob ein Snip­pet User zum Kli­cken ver­lei­tet.

Um die Klick­ra­te in den SERPs von Goog­le zu be­ein­flus­sen, kön­nen Web­sei­ten­be­sit­zer zum ei­nen ihre Web­sei­te so op­ti­mie­ren, dass sie mög­lichst weit oben in den Er­geb­nis­sen steht, und zu­sätz­lich ggf. An­zei­gen schal­ten. Zum an­de­ren lohnt es sich, Meta Title und Meta De­scrip­ti­on so zu be­ar­bei­ten, dass bei­des Auf­merk­sam­keit weckt und die Er­war­tun­gen des Su­chen­den er­füllt. Auch eine spre­chen­de URL hat sich in Hin­sicht auf die CTR als vor­teil­haft er­wie­sen.

Über Meta Title, Meta De­scrip­ti­on und eine spre­chen­de URL hin­aus lässt sich die CTR mit wei­te­ren Maß­nah­men stei­gern: Rich Snip­pets bzw. Fea­tured Snip­pets, struk­tu­rier­te Da­ten wie FAQ-Mark­up oder Ster­ne-Be­wer­tun­gen, aus­sa­ge­kräf­ti­ge Pow­er-Wör­ter und Zah­len in den Ti­teln so­wie sys­te­ma­ti­sche A/B-Tests ver­schie­de­ner Snip­pet-Va­ri­an­ten.

CTR und Con­ver­si­on-Rate: der Un­ter­schied

Die Con­ver­si­on-Rate grenzt sich klar von der CTR ab: Wäh­rend die CTR misst, wie vie­le Be­trach­ter kli­cken, er­fasst die Con­ver­si­on-Rate, wie vie­le der Kli­cken­den an­schlie­ßend die ge­wünsch­te Ak­ti­on (Kauf, An­fra­ge, An­mel­dung) aus­füh­ren.

Quellen

SEO- & GEO-Check

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