SEO Grundlagen & Strategie

Krea­ti­vi­tät und SEO – wie du mit Krea­ti­vi­tät dein SEO ver­bes­serst

SEO und Kreativität - wie es zusammen passt

In die­sem Bei­trag zei­ge ich dir, war­um Krea­ti­vi­tät be­son­ders im SEO so wert­voll ist und des­halb nicht un­ter­schätzt wer­den darf.

Vie­le set­zen SEO-Maß­nah­men ein­fach nur nach Sche­ma F um. Sie ma­chen ihre Haus­auf­ga­ben, ohne eine Ex­tra-Mei­le zu ge­hen. Ir­gend­ein On­Page-Tool leuch­tet grün, die Search Con­so­le hat nichts zu me­ckern, die Web­site ist mit Con­tent voll­ge­stopft und ein paar Back­links wer­den nach und nach auf­ge­baut – was ist also das Pro­blem?

In ei­nem mit­tel bis hart um­kämpf­ten Wett­be­werb hast du eben­falls stark en­ga­gier­te SEOs (meis­tens gan­ze SEO-Teams), die ihre Sei­ten nach vor­ne pu­shen wol­len. Du musst dich von die­sen ab­set­zen kön­nen! Und, nein, das geht nach Stan­dard – Sche­ma-F-SEO – ein­fach nicht. Ge­nau hier kommt Krea­ti­vi­tät ins Spiel. Wie du krea­ti­ve In­hal­te, die dein SEO pu­shen, er­stel­len kannst und was da­bei zu be­ach­ten ist, zei­ge ich dir in die­sem Ar­ti­kel.

War­um Krea­ti­vi­tät dei­nem SEO ei­nen ex­tra Boost ge­ben kann + For­mel

Mit Sche­ma-F-SEO bleibst du mit dei­ner Web­site in der grau­en Mas­se an Mit­be­wer­bern für dei­ne Ziel­grup­pe un­sicht­bar und das sieht auch Goog­le und be­wer­tet dei­ne Web­site als schnö­de und lang­wei­lig. Schließ­lich op­ti­miert die Kon­kur­renz bei vie­len Märk­ten und Bran­chen eben­falls flei­ßig für die Such­ma­schi­nen. War­um soll­test du dann bei Stan­dard-SEO-Maß­nah­men ei­nen Ran­king-Boost be­kom­men?

Mer­ke dir fol­gen­de For­mel:

Auf­merk­sam­keit = stei­gert Be­kannt­heit der Mar­ke/Web­site/Un­ter­neh­men = führt häu­fig zu po­si­ti­ven SEO Ef­fek­ten wie z. B. neu­en Back­links, bes­se­re Click-Ra­ten in den SERPS (CTR Boost), Er­wäh­nun­gen im Web, mehr Traf­fic u. v. m.

Um aus der Mas­se her­vor­zu­ste­chen, brauchst du die wich­tigs­te Wäh­rung in der di­gi­ta­len Zeit– und die heißt AUF­MERK­SAM­KEIT!!!

Wo­mit kön­nen wir mehr Auf­merk­sam­keit er­rei­chen?

Mit krea­ti­vem Mar­ke­ting und Con­tent – ein­fach ge­sagt: krea­ti­ven Ideen. Das kön­nen für SEO z. B. sein …

1.) Con­tent Mar­ke­ting

Mit In­hal­ten, die aus der Mas­se her­aus­ste­chen und die für die Such­ma­schi­nen op­ti­miert sind.

Im Con­tent Mar­ke­ting wird oft vom Hero-Hub-Hy­gie­ne-Mo­dell ge­spro­chen:

  • Es gibt die Stan­dard-Bei­trä­ge wie z. B. An­lei­tun­gen oder Wiki-Ar­ti­kel (Hy­gie­ne).
  • Die re­gel­mä­ßig wie­der­keh­ren­den Ar­ti­kel-Se­ri­en wie z. B. der White­board Fri­day von Moz (Hub)
  • Ab­so­lu­ten TOP-Con­tent, der au­ßer­ge­wöhn­lich ist und seee­ehr viel Auf­merk­sam­keit be­kommt bzw. so­gar vi­ral geht (in dei­ner Bran­che) – bei­spiels­wei­se der Sprung von Fe­lix Baum­gart­ner (Idee/Um­set­zung von Red­Bull)

Beim HERO-Con­tent sind kei­ne Gren­zen ge­setzt. So gut wie je­des Con­tent-For­mat kann zu ei­nem Auf­merk­sam­keits­ma­gne­ten wer­den. Es kommt eben auf die In­hal­te an. Wei­te­re Bei­spie­le aus der SEO-Sze­ne, für die du kein Mil­lio­nen-Bud­get ha­ben musst wie beim Sprung von Fe­lix Baum­gart­ner, fol­gen noch.

2.) Link­baits

Link­auf­bau durch krea­ti­ve Link­baits, um Ver­lin­kun­gen von an­de­ren Web­sites zu er­hal­ten, kann dei­nem SEO eben­falls ei­nen or­dent­li­chen Push ge­ben. Hier geht es eben­falls um Con­tent und um In­hal­te, die In­ter­es­se und Auf­merk­sam­keit zie­hen. Der Un­ter­schied zum vor­her­ge­nann­ten HERO Con­tent ist nicht son­der­lich groß.

Beim Link­bait geht es vor al­lem um die ge­ziel­te Auf­merk­sam­keit von an­de­ren Web­mas­tern/Jour­na­lis­ten, da die­se ent­spre­chend ver­lin­ken sol­len.

Stu­di­en, In­ter­views, In­fo­gra­fi­ken und vie­le wei­te­re Con­tent-For­ma­te kön­nen als Link­bait funk­tio­nie­ren.

3.) Krea­ti­ve Pro­blem­lö­sun­gen

Statt nach Sche­ma F die SEO-Maß­nah­men run­ter­zu­lei­ern, kön­nen krea­ti­ve Lö­sun­gen hel­fen, das best­mög­li­che Er­geb­nis für SEO zu lie­fern. Du willst bspw. für dich/dei­nen Kun­den un­be­dingt den ei­nen Link von der ei­nen star­ken Web­site ha­ben? Aber der Web­mas­ter re­agiert nicht auf dei­ne An­fra­gen.

Über­le­ge dir, wie du die­sen doch er­rei­chen kannst bzw. eine Re­ak­ti­on her­vor­rufst.

Gibt es ihn auf Face­book? Hat er dort Hob­bys an­ge­ge­ben?

Evtl. kann ein klei­nes Ge­schenk an sei­ne Adres­se ihn dazu be­we­gen, dir ei­nen Ge­fal­len zu tun. Oder fra­ge ihn nach ei­nem In­ter­view. Men­schen lie­ben es, wenn sie nach ih­rer Mei­nung ge­fragt wer­den, und fra­ge dann erst nach dem Link. Sei krea­tiv – be­son­ders im SEO gibt es im­mer wie­der Pro­ble­me, die ge­löst wer­den wol­len.

Ab wann er­kennt man eine gute Idee?

Eine ge­wis­se Un­si­cher­heit bleibt im­mer – wird die Idee gut an­kom­men oder nicht? Ganz klar:
Wenn dir die ei­ge­ne Idee nicht ge­fällt, ist das schon ein kla­res Aus­schluss­kri­te­ri­um. Lass Ideen auch ein paar Tage ru­hen. Kön­nen die­se auch nach ei­ner ge­wis­sen Zeit im­mer noch über­zeu­gen, dann setz­te sie um, wenn nicht, sind auch die­se in den Pa­pier­korb zu wer­fen.

Wie fin­den Freun­de, Kol­le­gen und Part­ner dei­ne Idee? Doch Vor­sicht: Vie­le Men­schen sind ge­gen­über Ideen out­side the box nicht im­mer auf­ge­schlos­sen. Über­le­ge dir gut, von wem du eine ehr­li­che Mei­nung hö­ren willst und wel­chen Mie­se­pe­ter du bes­ser nicht mit krea­ti­ven Ideen ner­ven soll­test. Nur weil 1–2 Per­so­nen die Idee nicht ge­fällt, heißt das noch lan­ge nichts.

Letz­ten En­des wird die Ver­öf­fent­li­chung vor ei­nem gro­ßen Pu­bli­kum zei­gen, wie der Shit an­kam. Hier be­kommst du mit der Zeit nach ein ge­wis­ses Ge­fühl, was dei­nen Ziel­pu­bli­kum ge­fällt und was nicht. Das Wich­tigs­te ist und bleibt, dass dir die Idee zu 110 % ge­fal­len muss und du sie ver­tre­ten kannst.

Krea­ti­ve Bei­spie­le aus der SEO-Sze­ne

Die SEO Sze­ne ist zum Glück nicht ganz ein­ge­schla­fen und so gab es in der Ver­gan­gen­heit im­mer wie­der ei­ni­ge krea­ti­ve Ideen, die wir hier an­hand ei­ni­ger Bei­spie­le vor­stel­len möch­ten:

Eg­o­baits

In­hal­te, die sich um das Ego an­de­rer küm­mern, be­kom­men häu­fig be­son­ders viel Auf­merk­sam­keit:

Mar­tin Miss­feldt hat 2011 die Idee ge­habt, mög­lichst vie­le be­kann­te SEOs auf ei­nem Pos­ter zu ver­ewi­gen. Es gibt heu­te noch im­mer ei­ni­ge SEOs, die die Zeich­nung von Mar­tin als Pro­fil­bild bei Face­book und Co. ver­wen­den. Auch das neue SEO-Pos­ter, er­stellt von Su­ma­go, kam sehr gut an und kann hier eben­falls als krea­ti­ve Leis­tung be­zeich­net wer­den, die ent­spre­chen­de Auf­merk­sam­keit und Back­links be­kom­men hat.

Das aktuelle SEO Poster 2019 (www.campixx.de/seo-poster-2019/)
Das erste SEO Poster 2011 – (tagseoblog.de/auch-nur-menschen-seo-poster-2011)

Das SEO-Por­tal er­stell­te bis 2018 re­gel­mä­ßig eine Lis­te mit den – ih­rer Mei­nung nach – be­kann­tes­ten In­fluen­cern aus der Bran­che und ver­ewig­te die­se in ei­ner Lis­te. Die In­fluen­cer be­ka­men zu­sätz­li­che Posts und wur­den auf den ver­schie­de­nen So­cial-Me­dia-Ka­nä­len zu­sätz­lich er­wähnt. Alle woll­ten nach den Ver­öf­fent­li­chun­gen so­fort wis­sen, wer es denn auf die Lis­te ge­schafft hat und wer nicht. So konn­te sich das SEO-Por­tal Be­liebt­heit und Auf­merk­sam­keit er­freu­en.

Kon­tro­ver­ses

Et­was krass, aber ein­fach mal das Ge­gen­teil ge­macht vom ei­gent­lich Eg­o­bait. Nor­ma­ler­wei­se ehrt man mit dem Eg­o­bait die Ziel­per­so­nen. So je­doch nicht Ja­cob King – er er­stell­te eine SEO-Ass­ho­les-Lis­te und lies die Com­mu­ni­ty ab­stim­men, wer al­les auf die Lis­te ge­hört. Sol­che kras­sen Ak­tio­nen soll­test du dir sehr gut über­le­gen, auch wenn er es als „it´s just fun“ be­zeich­net hat.

Stu­di­en

Auch wenn ich kein gro­ßer Fan da­von bin: So wa­ren Ran­king­stu­di­en di­ver­ser Tool An­bie­ter im­mer sehr be­liebt und be­ka­men sehr gro­ße Auf­merk­sam­keit.

Eine Um­fra­ge star­ten oder falls Da­ten schon vor­lie­gen, die­se aus­wer­ten und die Er­geb­nis­se ver­öf­fent­li­chen … ZU SPAN­NEN­DEN THE­MEN (sehr wich­tig!). Hier ein Bei­spiel: Ah­refs hat ei­nen Ver­gleich der Sicht­bar­keit von WIX- ge­gen Word­Press-Web­sites er­stellt. Sehr span­nend an­zu­se­hen wie Word­Press hier per­formt:

Ein ei­ge­nes Bei­spiel: Wir ha­ben vor ei­ner ge­wis­sen Zeit eine Um­fra­ge zum The­ma Back­links kau­fen ge­star­tet und aus­ge­wer­tet

Wett­be­wer­be

SEO-Wett­be­wer­be ani­mie­ren im­mer wie­der die Web­mas­ter dazu, bei div. Ak­tio­nen mit­zu­ma­chen. Der Ver­an­stal­ter be­kommt hier vor al­lem ei­nes: Auf­merk­sam­keit. Ein ak­tu­el­les Bei­spiel ist der XOVI Wett­be­werb. Be­son­ders krea­tiv ist die Auf­ma­chung im Su­per-Ma­rio-Stil. Der Ge­schäfts­füh­rer ist sich auch nicht zu scha­de, stän­dig neue Chal­lenges an­zu­neh­men. Hut ab, Xovi da­für!

In­hal­te frisch auf­zu­be­rei­ten

Wit­zig kann auch krea­tiv sein.

Ein wei­te­res Bei­spiel ist un­ser Gro­schen­ro­man zum The­ma Wie die Su­che im Jahr 2025 funk­tio­niert. Wir hat­ten hier bei ei­nem Krea­tiv­wett­be­werb von Seo­kra­tie da­mals mit­ge­macht und da­mit den ers­ten Platz er­reicht.

So kön­nen krea­ti­ve Ideen und de­ren Um­set­zung eben­falls aus­se­hen ;-)

So funktioniert die Suche im Jahr 2025
Unser doller Groschenroman: /downloads/Die-Suche-im-Jahr-2025-von-Fabian-Auler.pdf.

Wich­ti­ger Tipp:

Krea­ti­vi­tät be­deu­tet nicht, im­mer nur bun­te Bil­der zu er­stel­len, son­dern auch krea­ti­ve Ideen in Con­tent um­zu­wan­deln. Der Be­su­cher muss dei­ne In­hal­te ver­ste­hen kön­nen. Wenn du gar kei­ne Idee hast -> Do the op­po­si­te / Ma­che das Ge­gen­teil. Wie wür­de das Ge­gen­teil von dem aus­se­hen, was sonst üb­lich wäre? Hier kommt manch ei­ner schnell auf gute Ideen bei die­sem An­satz.

Krea­tiv blei­ben

Doch wie bleibst du krea­tiv? Krea­ti­vi­tät ist kei­ne wirk­li­che Gabe oder Fä­hig­keit – je­der kann krea­tiv wer­den. Die­se Punk­te hel­fen dir da­bei, ste­tig wei­te­re Ideen zu pro­du­zie­ren:

  • Hal­te die Au­gen of­fen: Schau dich um. Was gibt es für neue Trends in dei­ner Bran­che? Gibt es et­was, was be­son­ders her­vor­sticht?
  • Selbst­zwei­fel nein – selbst­kri­tisch ja: Sei nicht zu hart zu dir selbst – ich ken­ne vie­le, die sich ein­fach nicht trau­en, ob­wohl sie stän­dig neue Ideen ha­ben. Selbst­kri­tisch kann bzw. musst du sein, da­mit eine Idee trag­fä­hig bleibt, aber Selbst­zwei­fel an den ei­ge­nen Fä­hig­kei­ten sind völ­lig fehl am Platz.
  • Die Idee muss rei­fen: Kei­ne Idee ist so­fort per­fekt. Schrei­be eine Idee auf, wenn sie dir ge­fällt, und schaue dir in den Fol­ge­ta­gen die Idee im­mer wie­der an – ist die­se auch da­nach im­mer noch gut? Dann ab da­mit zur Um­set­zung.
  • Zu kom­pli­ziert ist nicht rich­tig: Die Men­schen/Be­su­cher müs­sen dich und dei­nen Con­tent ver­ste­hen kön­nen. Halt es so ein­fach wie mög­lich, da­mit auch je­der es ver­ste­hen kann.
  • Auch mal et­was ris­kie­ren – sonst bleibst du Stan­dard (Do the op­po­si­te!)
  • Lass dich nicht von an­de­ren be­ir­ren: Wenn du von dei­ner Idee ab­so­lut über­zeugt bist, lass dich nicht von 1–2 ne­ga­ti­ven Stim­men zu sehr be­ein­flus­sen, son­dern hole dir Mei­nun­gen von vie­len ein, set­ze die­se um und schau, was pas­siert. Das ist der per­fek­te Weg, her­aus­zu­fin­den, ob die Idee gut war oder nicht.
  • Gib nicht auf: Vie­le Ideen schei­tern, aber wenn du den gro­ßen Wurf lan­dest, hat sich die Mühe ge­lohnt und die vor­he­ri­gen Fails in­ter­es­sie­ren ein­fach nie­man­den mehr.

Fa­zit

Je­der kann im stil­len Käm­mer­lein sit­zen und sei­ne Web­site nach Sche­ma F op­ti­mie­ren, aber die ei­gent­li­che Kunst, wo­für es kei­ne An­lei­tun­gen oder gar Ga­ran­tien ge­ben kann, be­steht dar­in, Auf­merk­sam­keit zu er­zeu­gen.

Die Auf­merk­sam­keit dei­ner Ziel­grup­pe mit ei­nem gro­ßen BANG zu er­hal­ten, kann dich nicht nur im klas­si­schen Mar­ke­ting, nein, auch im SEO enorm pu­shen. Die Leu­te be­su­chen dei­ne Web­site häu­fi­ger, blei­ben län­ger, mer­ken sich dein Un­ter­neh­men, ver­lin­ken da­hin und so viel Po­si­ti­ves kann pas­sie­ren, wenn du es schaffst, Auf­merk­sam­keit im gro­ßen Stil zu ge­ne­rie­ren.

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