Backlinks kaufen!? Nein – doch – ohhhh!

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Backlinks kaufen - Vor- und Nachteile

Wie sich in unserer vergangenen Umfrage herausgestellt hat, gibt es immer noch viele, die Backlinks kaufen. Somit ist das Thema immer noch von Bedeutung.

Jetzt stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, Backlinks zu kaufen, oder nicht. Backlinks zu kaufen, ist ein einfacher Weg, an hochwertige Backlinks zukommen. Jedoch ist Google strikt dagegen und straft regelmäßig Seiten ab, die diese verbotene Technik einsetzen. Höchste Vorsicht ist also geboten oder du setzt besser auf Techniken, die weniger gefährlich sind beim Linkaufbau, wie z. B. der gezielte Einsatz von Content Marketing zur Linkgewinnung

In diesem Beitrag erfährst du weitere Details über die Vor- und Nachteile des Linkkaufs, welche Fehler du dabei vermeiden solltest, welche Preise für (hochwertige) Backlinks auf dich zukommen und welche Alternativen dazu existieren.

Backlinks kaufen? Ja oder Nein?

Nein – doch – ohhhh

Genau wie bei Louis de Funès dürfte wohl der ein oder andere Kunde aus allen Wolken fallen, wenn er erfährt, dass seine Agentur Links für seine Website kauft, aber die Agentur dieses Vorhaben unter dem Denkmantel der “Kooperationen” versteckt. Kooperationen sind in den meisten Fällen nichts anderes als Backlinks gegen Geld oder andere Dienstleitungen einzukaufen und somit von Google verboten. PUNKT.

Es ist natürlich großartig, wenn man sich Links ehrlich verdient. Für meinen Blog habe ich noch nie Links gekauft und konnte trotzdem zahlreiche Verlinkungen von großen Websites ohne Geldleistungen aufbauen –  bspw. durch Gastbeiträge.

Jedoch ist dies für Kunden-Projekte nicht immer so einfach – so hatte ich bei meinem Blog keinen Zeitdruck und das Wachstum war zwar langsam, dafür aber stetig. Ein Kunde, der mehrere Tausend €€€ pro Monat für Linkbuilding und SEO bezahlt, will Ergebnisse sehen, sonst ist dieser schnell wieder weg.

Wir selbst setzen daher auf eine Kombination von hochwertigen Inhalten mittels Content-Marketing-Strategie, Seeding und Content-Promotion, um einen organischen Linkaufbau zu generieren. Jedoch kommt es immer wieder vor, dass Webmaster eine Gebühr für die Verlinkung verlangen. Bei hart umkämpften Branchen lässt es sich bisweilen nicht vermeiden, nach Absprache mit dem Kunden, auch den ein oder anderen Link zu kaufen.

Jedoch sehen wir einen klaren Trend weg vom Thema Backlinks kaufen hin zum hochwertigen Linkbait. Wie das geht, zeige ich dir später.

Vorteile und Nachteile

+ Die Vorteile beim Linkkauf sind die Skalierbarkeit und die schnellen Ergebnisse. Wenn du bereits Linkquellen kennst, von denen du gegen Geld einen Link haben kannst, kannst du entsprechend schnell diese aufbauen und damit Ergebnisse liefern.

– Die Nachteile liegen hier bei den Kosten und der Gefahr der Abstrafung durch einen Google-Penalty.  Die Kosten für Links sind zudem in den letzten Jahren stark gestiegen.

Es gibt kaum noch Webmaster, die nicht über den Wert eines Links von ihrem Blog Bescheid wissen und dementsprechend viel für einen Link verlangen. Hier gewinnt der, der das größte Portemonnaie besitzt. Und das alles ist hinüber, sobald der Kauf von Backlinks, sollte dieser unnatürlich erfolgen, auffliegt. Daher überlege dir zweimal, ob du die Kosten für die Ausgaben nicht sinnvoll in deine eigene Website – für hochwertigen Content o. ä. – investierst.

Der Kauf von Backlinks ist seitens Google nicht erlaubt und verstößt gegen die Webmaster Richtlinien. Dazu gab der Internetriese bekannt, dass gekaufte Links immer häufiger entdeckt und nicht mehr berücksichtigt werden würden. Hier geht´s zum entsprechenden Artikel: www.seroundtable.com/google-buying-links-throwing-money-away-24003.html

Und wie sind die Preise für Backlinks?

Die Preise variieren stark je nach Sichtbarkeit und Linkprofil der linkgebenden Website. In der Regel fangen die Preise für sogenannte Content-Links (Links aus einem Artikel / Fließtext heraus) ab 500 € an und steigen ziemlich schnell – je stärker eine Website im Bereich Sichtbarkeit und Linkprofil ist.

Sei dir bewusst, dass Backlinks eine Menge Geld kosten können. Je günstiger diese sind, desto schlechter sind diese in der Regel auch und bringen dementsprechend wenig, um deine Rankings zu verbessern.

In der Internetlandschaft hat sich ein gewisser Linkgeiz entwickelt. Abertausende SEO-Agenturen haben das Internet mit ihren Anfragen genervt und es vergeht kaum eine Woche, in der selbst mein kleiner Blog keine nervige Linkkauf-Anfrage bekommt, die ich abblocke. Größere Websites bekommen täglich mehrere Anfragen und blocken diese häufig ebenfalls ab.

Backlinkkauf hat kaum noch eine Zukunft! Daher möchte ich dir Alternativen vorstellen, die häufig günstiger, aber etwas zeitintensiver sind:

 

Content, Linkbait und worauf verlinken alle?

Du hast kein Bock, Backlinks zu kaufen?

Finde ich gut! Als Alternative kann ich dir folgende Ideen mit an die Hand geben:

  1. Suche dir mindestens 10 Websites heraus, von denen du gerne einen Backlink haben möchtest.
  2. Versuche einen ersten Kontakt zum Webmaster oder zur Redaktion dieser Seite herzustellen.
  3. Du musst die Macher der Seite kennenlernen und das geht meistens gut über das Telefon (steht meistens im Impressum).
  4. Sobald der Kontakt steht, frage, wie du diesen mit ihrer Website oder ihrem Business helfen kannst.
  5. Niemand mag Bittsteller, jedoch wird dich jeder lieben, wenn du zuerst an sie denkst und nicht an dich.
  6. Mit der Broken-Linkbuilding-Taktik kannst du schnell herausfinden, ob zu Seiten verlinkt wird, die nicht mehr existieren. Evtl. hast du Content auf deiner Website, der als Alternative dienen kann (oder du erstellst diesen vorher).

Sei kreativ und überlege dir, wie du dem Gegenüber helfen kannst, und frag erst dann nach einem (kostenlosen) Backlink. Untersuche genau, auf welche Ziele diese verlinken, und überprüfe die Inhalte auf deiner Website, ob die bezüglich Qualität und Inhalt mithalten können. Bei großen Website wie Spiegel.de wird diese Strategie natürlich sehr schwierig. Konzentriere dich bei dieser Taktik eher auf kleinere Websites, hier erreichst du die Entscheider deutlich schneller. Zur Not holst du dir Hilfe von einer Linkbuilding Agentur ;-).

Google kauft selbst Backlinks … aus Versehen?

Interessanterweise ist Google vor Kurzem selbst im Linkkauf verwickelt gewesen – auf www.seroundtable.com/google-chrome-bought-a-paid-link-for-350-000-21690.html wird berichtet, dass Google Chrome als Sponsor ($$$) einen Link der starken Domain “letsencrypt.org” erhalten hat. Innerhalb von 24 Stunden wurde diesem der nofollow-tag hinzugefügt.  Es war trotzdem witzig, zu sehen, wie Google selbst gegen die eigenen Richtlinien verstoßen hat… fast wäre bestimmt jemand auf die Idee gekommen, dies zu reporten ;-).

Update: Hier noch ein neuer Fall – Google Caught Buying Links Again!

Tipps zum Linkkauf

Nehmen wir an, du stehst unter Erfolgsdruck. Du musst Frau und Kinder ernähren. Die Hypothek des Hauses ist immer noch nicht abbezahlt und dein größter Kunde springt dir an die Kehle, sollten nicht demnächst endlich erste Ergebnisse in der Sichtbarkeit bei Google zu verzeichnen sein … Nach Rücksprache mit dem Kunden entscheidest du, Backlinks zu kaufen, weißt aber nicht, wie du dabei richtig vorgehen sollst?

Dann könnten dir die folgenden Tipps nützlich sein:

  1. Baue keine 20–30 Links innerhalb einer Woche auf. Erfolgreicher Linkaufbau muss organisch wirken und daher über Monate stetig betrieben werden. Große Peaks, also viele Links auf einmal, werden von Google herausgerechnet. Nur Seiten, die langfristig neue Links bekommen, erhalten Trust und damit stetig bessere Rankings.
  2. Lass nicht nur auf deine Moneyseiten (die Seiten, zu denen du gut ranken möchtest wie Kategorieseiten) Backlinks setzen, sondern auch zu Ratgeberseiten von deiner Website. Solltest du so etwas nicht haben, dann fange an, einen zu erstellen und mit wirklich hochwertigen Inhalten zu bespielen. Die Moneyseiten sollten ebenfalls hochwertige Inhalte haben, kein Mensch verlinkt auf 08/15-Kategorietexte.
  3. Vorsicht vor exakten Linktexten: Verwende nicht zu häufig oder besser gar nicht exakte Ankertexte, da hier eine große Gefahr der Entdeckung entstehen kann. Mehr zu dieser Optimierung findest im Beitrag über die OffPage-Optimierung (intern kannst du natürlich mit exakten Ankertexten arbeiten).
  4. Achte darauf, dass der Content, von dem du einen Link bekommst, wirklich hochwertig ist und kein Standard-500-Wörter-Artikel von einem 3-Sterne-Texter von Textbroker stammt. So eine Verlinkung wirkt ebenfalls absolut unnatürlich.
  5. Achte auf die Qualität der Backlinks – von einer Linkschleuder willst du bestimmt keinen Link haben. Die Website sollte Traffic haben und mit stetig neuem Content gefüttert werden.
  6. Befinden sich schädliche Links im Linkprofil, können diese dich in den Rankings nach unten ziehen. Da helfen neue hochwertige Verlinkungen dir auch nicht weiter. Analysiere und entwerte/entferne schädlichen Links aus dem Profil der Website.
  7. Vorsicht vor Linklisten und Portalen, auf denen man Links kaufen kann! Hier schaut Google gern vorbei. In deren Schussbahn möchtest du dich oder die Seite deines Kunden nicht haben!
  8. Überlege dir, ob du nicht noch einmal mit dem Kunden reden solltest und das ganze Geld nicht dafür verwenden kannst, wirklich großartige Inhalte , wie Infografiken, Videos zu erstellen und so virale Hammer rauszuhauen und diese bei der Zielgruppe zu promoten. Auf lange Sicht gesehen wird dies das erfolgreichere Linkbuilding sein.

Backlinks kaufen: Sei verdammt vorsichtig!

Backlinks kaufen ist gefährlich und du wirfst unter Umständen eine Menge Geld aus dem Fenster, wenn du die Qualität und die Regeln eines organischen Linkaufbaus nicht beachtest. Wenn du wirklich Backlinks kaufen willst, solltest du vorsichtig sein. Schreib dir alle gekauften Backlinks in eine Excel-Liste auf – sollte der Backlinkkauf auffliegen und du bekommst einen Google-Penalty, solltest du alle gekauften Links auf nofollow setzen lassen.

Was ist deine Meinung zum Thema Backlinks kaufen?

-Fabian

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4 Kommentare zu „Backlinks kaufen!? Nein – doch – ohhhh!“

  1. Hallo, guter Artikel nur leider nicht generell geltend. Schaut man sich einmal in einschlägigen Foren um, dann wird man beim Thema Direktkontakt zu Webmastern relativ schnell damit konfrontiert, dass man zwar gegenseitig verlinken könne, aber eben nur “NoFollow”. Das Gleich gilt dann als Aussage oft auch bei Gastartikeln – gemäß:” Danke für den Content, aber ein NoFollow Link muss reichen.”. Gerade in bestimmten Bereichen wie Finanzen etc. ist dieses Verhalten sehr häufig zu erkennen. Wenn DoFollow verlinkt werden soll, dann muss richtig Geld fließen und das ist nunmal Fakt. Insbesondere seitedem immer mehr Webseiten-Betreibern klar wird, welche Summen ein DoFollow Backlink von ihre Seite in die eigenen Taschen spült. Deine Tipps mögen in bestimmten Themenbereichen funktionieren, aber aus meiner Erfahrung in vielen Bereichen eben auch nicht….Was ich schade finde, denn im Grunde ist das Internet gross genug für alle und diese Linkgeiz-Mentalität hängt mir irgendwie zum Hals raus. Gruss Markus

    1. Hi Markus,
      danke für deinen Kommentar. Auch ohne Linkkauf können Backlinks aufgebaut werden. Es geht halt viel um den Content, dieser muss absolut spitze sein und eine Verlinkung wert sein. Das ist alles nicht von heute auf morgen umsetzbar und benötigt einiges an Zeit. Bei hart umkämpften Branchen werden stellenweise Links für horrende Preise verkauft – für das Geld können echt geile Inhalte produziert werden. Fleiß und Geduld zahlt sich auch in solchen Bereich nach meinen Erfahrungen aus – leider hat nicht jeder Kunde diese Geduld dafür. Ich gebe dir Recht: Viele Webmaster haben einen regelrechten Linkgeiz entwickelt, dies macht das Linkbuilding noch schwerer, aber zum Glück nicht unmöglich ;-)

  2. Hallo Fabian,

    ein klasse Artikel hast Du hier geschrieben, für mich als Neuling ist das Thema Linkbuilding irgendwie der schwerste Punkt von daher sind die Tipps aus dem Artikel ein wichtiger Puzzlestein für mich dieses Thema zu verstehen. Vielen Dank! Gruss Matthias

  3. Das schlimmste ist, dass ich 1000 Ideen habe wie man Links für andere Themenbereiche organisch generieren kann, aber für meinen Bereich leider nicht.

    Im B2B Bereich der auch noch recht hart unkämpft ist, gibt es wenige die verlinken.

    Schaue ich mir die Profile der Wettbewerber an, sind 80% directories und 20% gekauft und Google ignoriert es seit Jahren…

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