Backlinks kaufen!? Nein – doch – ohhhh!

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Backlinks kaufen - Vor- und Nachteile

Wie sich in unserer vergangenen Umfrage herausgestellt hat, gibt es immer noch viele, die Backlinks kaufen. Somit ist das Thema immer noch von Bedeutung.

Jetzt stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, Backlinks zu kaufen, oder nicht.

Backlinks zu kaufen, ist ein einfacher Weg, an hochwertige Links zu kommen. Jedoch ist Google strikt dagegen und straft regelmäßig Seiten ab, die diese verbotene Technik einsetzen. Höchste Vorsicht ist also geboten oder du setzt besser gleich auf Techniken, die weniger gefährlich sind beim Linkbuilding, wie z. B. der gezielte Einsatz von Content Marketing zur Linkgewinnung.

In diesem Beitrag erfährst du weitere Details über die Vor- und Nachteile des Linkkaufs, welche Fehler du dabei vermeiden solltest, woran du gute Links erkennen kannst, welche Preise für (hochwertige) Backlinks auf dich zukommen und welche weiteren guten Alternativen zum Linkkauf existieren.

Wie wichtig sind Backlinks für SEO?

Backlinks (auch Rückverweise oder Hyperlinks genannt) sind nach wie vor immens wichtig, um zu zeigen, dass die Website eine vertrauenswürdige Quelle mit einer hohen Relevanz darstellt, und um damit gute Google-Rankings zu erreichen.

Google hat mehrfach selbst bestätigt, wie wichtig für sie Backlinks sind:

„Links are really important for us to find content … So it’s like if nobody links to your website ever then we’re going to have a hard time recognizing that it even exists.“

Quelle: John Müller – https://www.youtube.com/watch?v=25jm-c3NqA8&feature=youtu.be&t=1035

Auch auf Twitter bestätigt Gary Illyes (Webmaster Trends Analyst bei Google), dass sie immer noch den berühmten PageRank nutzen.

Google und Links
Quelle: https://twitter.com/methode/status/829755916895535104

Suchmaschinen wie Google arbeiten nach dem Information Retrieval System und setzen hier verschiedene Systeme ein, um Dokumente entsprechend in ihren Suchergebnissen zu listen. Ein bekanntes Modell ist das „Linktopologische Modell“.

Hier wird die Verlinkung von Dokumenten untereinander bewertet und bei Google kommt der PageRank zum Einsatz. Wer mehr über die „Wissenschaft hinter den Suchmaschinen“ erfahren möchte, dem empfehlen wir das Buch „Suchmaschinen verstehen“ von Prof. Dr. Lewandowski.

Kaufen Webmaster und SEOs überhaupt noch Backlinks? (Umfrage)

Wir haben eine Umfrage zum Thema „Backlinks kaufen“ gestartet. Dabei wollten wir von den Teilnehmern erfahren, wie sie beim Linkbuilding vorgehen und ob sie Links kaufen oder nicht. Wir haben zudem gefragt, welche Vorteile sie beim Linkkauf sehen und wie sie dabei vorgehen.

In der Umfrage von 131 Teilnehmern haben 49 Personen angegeben, Backlinks zu kaufen.

Es gibt also einige, die noch Links kaufen. In der Umfrage haben wir weitere Fragen gestellt, wie z. B. auf welche Qualitätskriterien geachtet und wie viel Geld pro Link ausgegeben wird.

Backlinks kaufen Umfrage
Bild: Umfrageergebnis zu unserer Studie „Kaufst du Backlinks?“

Wer die komplette Umfrage sehen möchte, findet diese auf unserem Blog.

Warum viele immer noch Backlinks einkaufen

Backlinks kaufen? Nein – doch – ohhhh

Genau wie bei Louis de Funès dürfte wohl der ein oder andere Kunde aus allen Wolken fallen, wenn er erfährt, dass seine SEO-Agentur Links für seine Website kauft, dieses Vorgehen aber unter dem Deckmantel der „Kooperationen“ versteckt. Diese Kooperationen sind in den meisten Fällen nichts anderes, als Backlinks gegen Geld oder andere Dienstleistungen einzukaufen, und somit von Google verboten. PUNKT.

Es ist natürlich großartig, wenn man sich Links einfach so verdient. Für unseren Blog haben wir noch nie Links gekauft und konnte trotzdem zahlreiche Verlinkungen von großen Websites ohne Geldleistungen aufbauen – bspw. durch Gastbeiträge.

Jedoch ist dies für Kunden-Projekte nicht immer so einfach – so hatte ich bei meinem Blog keinen Zeitdruck und das Wachstum war zwar langsam, dafür aber stetig. Ein Kunde, der mehrere Tausend Euro pro Monat für Linkbuilding und SEO (Suchmaschinenoptimierung) bezahlt, will Ergebnisse sehen, sonst ist dieser schnell wieder weg.

Wir selbst setzen daher auf eine Kombination aus hochwertigen Inhalten mittels Content-Marketing-Strategie, Outreach und Content-Promotion, um einen organischen Linkaufbau zu generieren. Jedoch kommt es immer wieder vor, dass Webmaster eine Gebühr für die Verlinkung verlangen. Bei hart umkämpften Branchen lässt es sich bisweilen nicht vermeiden, nach Absprache mit dem Kunden, auch den ein oder anderen Link zu kaufen.

Jedoch sehen wir einen klaren Trend weg vom Thema „Backlinks kaufen“ hin zum hochwertigen Linkearning mit Content Marketing. Wie das geht, zeige ich dir später.

Vorteile und Nachteile

  • Skalierbarkeit:

Die Vorteile beim Linkkauf sind die Skalierbarkeit und die schnellen Ergebnisse. Wenn du bereits Linkquellen kennst, von denen du gegen Geld einen Link haben kannst, kannst du diese entsprechend schnell aufbauen und damit Ergebnisse liefern.

  • Hohe Kosten

Die Kosten für Links sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Es gibt kaum noch Webmaster, die nicht über den Wert eines Links von ihrem Blog Bescheid wissen und dementsprechend viel dafür verlangen. Hier gewinnt der, der das größte Portemonnaie besitzt. Und das alles ist hinüber, sobald der Kauf von Backlinks, sollte dieser unnatürlich erfolgen, auffliegt. Daher überlege dir zweimal, ob du die Ausgaben nicht sinnvoller in deine eigene Website – für hochwertigen Content o. Ä. – investierst.

  • Verstoß gegen die Google-Richtlinien

Die Nachteile liegen hier bei den Kosten und der Gefahr der Abstrafung durch einen Google-Penalty. Der Kauf von Backlinks ist seitens Google nicht erlaubt und verstößt gegen die Webmaster-Richtlinien. Dazu gab der Internetriese bekannt, dass gekaufte Links immer häufiger entdeckt und nicht mehr berücksichtigt werden würden. Hier geht´s zum Artikel: www.seroundtable.com/google-buying-links-throwing-money-away-24003.html. Eine entsprechende Abstrafung aufgrund gekaufter Backlinks setzt Google scheinbar immer seltener um – sie versuchen stattdessen, die gekauften/manipulierten Links einfach zu ignorieren.

  • +/- Google ist nicht das Gesetz!

Google ist zudem nicht der Gesetzgeber. Nur weil du jetzt Backlinks kaufst, kann Google dich nicht verhaften. Google droht allerdings damit, deine Website aus ihrem Index zu entfernen bzw. mit einem Penalty zu belegen.

  • Schleichwerbung?

Ein gekaufter Artikel mit einem Link kann allerdings als eine Art Schleichwerbung ausgelegt werden, wenn dieser keine Kennzeichnung (Werbung, Anzeige usw.) erhält. Und DAS ist laut Gesetzgeber nicht in Ordnung.

  • Es funktioniert …

Viele SEO-Agenturen und Webmaster da draußen kaufen bzw. verkaufen Backlinks und sind erfolgreich damit. Das ist leider so, trotz der Risiken! Selbst SEO-Agenturen, die das BVDW-Siegel haben, verstoßen mit dem Kauf von Backlinks klar gegen die Google-Richtlinien, bekommen aber trotzdem eine so wertvolle Auszeichnung: https://www.bvdw.org/fileadmin/bvdw/upload/dokumente/zertifikate/seo/Code_of_Conduct_SEO.pdf

  • Linkgeiz – auch guter Content bekommt nur noch wenige Links

In der Internetlandschaft hat sich ein gewisser Linkgeiz entwickelt. Abertausende SEO-Agenturen haben das Internet mit ihren Anfragen genervt und es vergeht kaum eine Woche, in der selbst mein kleiner Blog keine Linkkauf-Anfrage bekommt, die ich abblocke.

Größere Websites bekommen täglich mehrere Anfragen und lehnen diese häufig ebenfalls ab.

Google kauft selbst Backlinks?!

Interessanterweise war Google vor Kurzem selbst in einen Linkkauf verwickelt – auf www.seroundtable.com/google-chrome-bought-a-paid-link-for-350-000-21690.html wird berichtet, dass Google Chrome als Sponsor ($$$) einen Link der starken Domain „letsencrypt.org“ erhalten hat.

Innerhalb von 24 Stunden wurde diesem der nofollow-tag hinzugefügt. Es war trotzdem witzig, zu sehen, wie Google selbst gegen die eigenen Richtlinien verstoßen hat … bestimmt wäre fast jemand auf die Idee gekommen, dies zu reporten ;-).

Update: Hier noch ein weiterer Fall – Google Caught Buying Links Again!

Hochwertige Backlinks kaufen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Du bist bereit, das Risiko einzugehen und hast auch den Kunden über alle Risiken aufgeklärt? Dann haben wir hier für dich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt, wie du erfolgreich Backlinks kaufen kannst.

Sei dir aber bewusst, dass du trotz dieser Anleitung beim Linkaufbau über gekaufte Links auf die berühmte Nase fliegen kannst.

Schritt 1: Die richtige Website finden

Die Zielseite zu recherchieren, von der du einen Link haben willst, ist der erste wichtige Schritt. Eine einfache Recherche fängt über die Google-Suche an. Gib hier deine Hauptkeywords ein und erfasse alle Websites, von denen du einen Link haben willst. Wenn du keine Zeit für so eine lange Recherche hast, kannst du auch die Hilfe einer SEO-Agentur in Anspruch nehmen. Solche speziellen Linkbuilding-Agenturen haben meist ein großes Linkportfolio und ersparen dir damit eine lange Suche.

Wichtig bei der Zielseiten-Recherche ist das Thema der Seite. Du solltest ausschließlich themenrelevante Backlinks aufbauen. Ein Onlineshop über Mode sollte keine Links von Websites oder Blogs über Aktienanalysen aufbauen. Auch die Sprache des Linkgebers ist wichtig: baue für eine deutsche Website auch nur deutsche Backlinks auf.

Bleibe auch realistisch – große Websites oder Brands, wie Welt.de oder AboutYou.de, werden nicht auf eine kleine Nischenseite verlinken, da man von solchen Seiten auch einfach keine Links erwerben kann. Viele Webmaster, egal ob groß oder klein, werden deine Anfrage so oder so ablehnen. Gefühlt bekommt jeder Blogger in der Woche 2-3 Anfragen von SEOs, die einen Backlink von deren Website kaufen wollen. Hier muss man einfach eine gewisse Ausdauer mitbringen. Die Mühe kannst du dir sparen, wenn du dir eine Linkaufbau-Agentur für das Linkbuilding ins Boot holst.

Schritt 2: Linkgebende Website analysieren

Egal ob du selbst Seiten recherchierst oder eine Agentur hast: Checke vorab die linkgebenden Websites selbst ab, ob du hier auch wirklich gute Backlinks bekommst.

  1. Echtheit der Website: Ist die Website aktiv? Wann wurde das letzte Mal etwas gepostet? Gibt es eine Autoren- oder Über-uns-Seite?
  2. Spam Score von Semrush oder LRT: Checke mit den Tools, ob diese hier bereits eine Warnung aussprechen.
  3. Manuelle Überprüfung des Linkprofils: Wie sieht das Linkprofil der Website aus? Von woher kommen die Links? Ist hier Spam direkt erkennbar?
  4. Keine Linkfarmen und keine PBNs: Solche Websites haben 2008 noch funktioniert, werden aber von Google in der Regel erkannt und von dort sollten keine Links aufgebaut werden.
  5. Traffic prüfen: Mit Ahrefs oder Semrush kannst du den Traffic einer Website überprüfen.
  6. Sichtbarkeit laut Sistrix oder Metrics.tools: Kann genutzt werden, um zu sehen, ob die Website durch ein Google Update abgestraft wurde.
  7. Die SEO-Metriken Trust Flow (TF), Citation Flow (CF), Domain Rating (DR), Domain Authority (DA) usw. checken: Die SEO-Metriken versuchen zu ermitteln, ob der Link von einer Website stark ist und sind bei jeder Analyse Pflicht. Man sollte sich allerdings nicht nur darauf verlassen.
  8. Der wichtigste Tipp, den dir alle verschweigen: Die SEO-Metriken, wie DR oder TF, können noch so hoch sein, aber wenn der Link von einer schwachen Unterseite kommt, die tief in der Website versteckt ist, ist der Link wertlos. Viele „starke“ Websites arbeiten mit diesem Trick und bieten nur Links von einem Subverzeichnis an, das nicht mal ansatzweise so viel Linkkraft hat wie die Hauptdomain.

Noch ein Hinweis zum Traffic: Wenn auf der linkgebenden Website kaum Traffic vorhanden ist, die Seite aber laut Webmaster „optimiert“ wurde für Google, ist dies ein Anzeichen, dass Google dieser Seite keinen High Trust schenkt. So einen Link sollte man nochmal genauer analysieren. Städte- und Gemeindewebsites hingegen, die nicht für Google optimiert sind, haben z. B. meist trotzdem extrem viel Linkkraft. Daher verlasse dich nicht nur auf den Traffic-Wert bei der Bewertung.

Schritt 3: Linkposition und -art beachten

Beim Thema „Backlinks kaufen“ solltest du dich vor allem auf den Kauf von Artikel-Links (Links aus einem Fließtext heraus) konzentrieren. Auch ein Link aus der Autorenbox eines Fachartikels kann aufgrund von E-A-T, dem Vertrauensfilter von Google für sensible Bereiche (YMYL, Your Money Your Life), ein sehr starkes Signal sein.

Von Footer oder Sidebar Links ist eher abzuraten. In kleiner Anzahl sind diese nicht schlimm, nur können zu viele davon von Google als Spam angesehen werden und zu einer entsprechenden Abstrafung führen.

Wie du den richtigen Ankertext wählst, hängt von deinem Linkprofil und dem der Konkurrenz ab. Vorsicht vor zu vielen Moneykeywords – eine detaillierte Erklärung zur OffPage-Optimierung und der richtigen Wahl der Ankertext-Variationen findest du hier.

Schritt 4: Hochwertiger Content für den Artikel liefern & Überprüfung

Wenn du für Backlinks bezahlst, solltest du immer zusätzlich auch ein paar Euro mehr für wirklich hochwertigen Content ausgeben oder den Artikel gleich selber schreiben. Besser keine Texte vom Publisher schreiben lassen – diese sind meist nicht gut, da viele Publisher einfach nur eine 500-Wörter-Grütze veröffentlichen. Bedenke: Wenn der gekaufte Link in einem Artikel rankt und Traffic generiert, kann das ein hohes Trustsignal an Google sein.

Wichtig: Die Verlinkung zu deiner Seite sollte kein Nofollow Link sein und der Artikel sollte indexierbar sein, da der Link im Artikel sonst automatisch früher oder später von Google als nofollow bewertet wird. Nofollow Links sind grundsätzlich nicht schlecht und können von High-Trust-Seiten wie Wikipedia ein gewisses Vertrauen weitervererben. Dofollow Backlinks sind trotzdem besser und sollten daher beim Linkkauf bevorzugt werden.

Die goldenen Regeln beim Linkkauf

Merke dir diese Regeln, um kein böses Erwachen zu erleben.

  1. Baue nicht zu viele Links innerhalb einer Woche auf. Erfolgreiches Linkbuilding muss organisch wirken und daher über Monate stetig betrieben werden. Große Peaks, also viele Links auf einmal (>50), werden von Google herausgerechnet. Nur Seiten, die langfristig neue Links bekommen, erhalten Trust und damit stetig bessere Rankings.
  2. Lass nicht nur auf deine Moneyseiten (die Seiten, zu denen du gut ranken möchtest, wie Kategorieseiten) Backlinks setzen, sondern auch zu Ratgeberseiten deiner Website. Solltest du so etwas nicht haben, dann fange an, einen Ratgeber zu erstellen und mit wirklich hochwertigen Inhalten zu bespielen. Die Moneyseiten sollten ebenfalls hochwertige Inhalte haben – kein Mensch verlinkt auf 08/15-Kategorietexte.
  3. Vorsicht vor exakten Linktexten: Verwende nicht zu häufig oder besser gar nicht exakte Ankertexte, da hier eine große Gefahr der Entdeckung entstehen kann. Mehr zu dieser Optimierung findest im Beitrag über die OffPage-Optimierung (intern kannst du natürlich mit exakten Ankertexten arbeiten).
  4. Achte darauf, dass der Content, von dem du einen Link bekommst, wirklich hochwertig ist und kein Standard-500-Wörter-Artikel, der von einem 3-Sterne-Texter von Textbroker stammt. So eine Verlinkung wirkt ebenfalls absolut unnatürlich.
  5. Achte auf die Qualität der Backlinks – von einer Linkschleuder willst du bestimmt keinen Link haben. Die Website sollte Traffic haben und mit stetig neuem Content gefüttert werden.
  6. Befinden sich schädliche Links im Linkprofil, können diese dich in den Rankings nach unten ziehen. Da helfen neue hochwertige Verlinkungen dir auch nicht weiter. Analysiere und entwerte/entferne schädlichen Links aus dem Profil deiner Website.
  7. Vorsicht vor öffentlichen Portalen und Gruppen bei Facebook & Co., auf denen man Backlinks kaufen kann! Hier schaut Google gern vorbei. In deren Schussbahn möchtest du dich oder die Seite deines Kunden nicht bringen!
  8. Überlege dir, ob du nicht noch einmal mit dem Kunden reden solltest. Frage ihn, ob du das ganze Geld nicht lieber dafür verwenden kannst, wirklich großartige Inhalte, wie Infografiken oder Videos, zu erstellen und so virale Hammer rauszuhauen und diese bei der Zielgruppe zu promoten. Auf lange Sicht gesehen, wird dies das erfolgreichere Linkbuilding sein.

Kostentabelle für Backlinks und deren Wirkung

In der folgenden Tabelle findest du eine Kostenübersicht zu gängigen Linkarten – wichtig: Linkspam wie 2.0-Blogs oder PBNs haben wir hier nicht berücksichtig, da solche Links heutzutage niemand mehr aufbauen sollte.

LinkartWirkungKostenHinweis
Content-Links+++ab 200 €Die bisher beste Linkart – wenn man einige Regeln (siehe oben) befolgt, wirken diese am natürlichsten. Vorsicht vor zu billigen Content-Links. Richtig gute Content-Links fangen bei 500 € an.
Advertorials mit nofollow bei großen Seiten+ab 1.000 €Können Traffic und Trust bringen – trotz nofollow. Sind allerding sehr teuer und lohnen sich nur für große Websites mit hohem Budget.
Links von einer Startseite++ab 500 €Sehr stark, da der Link direkt von der Startseite stammt. Können aber nicht in großer Menge aufgebaut werden – das kann schnell von Google abgestraft werden.
Banner- und Sidebar-Links0ab 500 €Sehr stark, können aber nicht in großer Menge aufgebaut werden – das kann ebenfalls schnell abgestraft werden. Auf Footer-Links sollte komplett verzichtet werden
Linklisten++ab 200€Sehr stark, sollten aber ebenfalls nicht in großer Menge aufgebaut werden.
Branchenbücher+Kostenlos – über einen Dienstleister ab 20 €Links aus Branchenbüchern sind relativ schwach. Sie eignen sich nur gut für Local SEO.
Webverzeichnisse-Kostenlos – über einen Dienstleister ab 20 €Schrott – nicht machen! Google ignoriert solche Links.
Forenlinks010–200 €Forenlinks für 10 € sind purer Schrott. Links von gut besuchten Foren mit viel Traffic können aber immer noch okay sein.
Presselinks-Kostenlos – über einen Dienstleister ab 20 €Schrott – nicht machen! Google ignoriert solche Links.

Die Preise in der Tabelle sind nur ein grober Kostenrahmen. Sie können je nach Sichtbarkeit und Linkprofil der linkgebenden Website stark variieren. In der Regel fangen die Preise für sogenannte Content-Links (Links aus einem Artikel/Fließtext heraus), die wirklich hochwertig sind, bei 500 € an und steigen ziemlich schnell – je nachdem, wie stark eine Website in den Bereichen Sichtbarkeit, Traffic und Linkprofil ist.

Auf dem Blog von ahrefs.com/blog/buy-backlinks/ gibt es eine interessante Studie, wie viel Geld pro Link im englischsprachigen Raum ausgegeben wird – im Schnitt sind es hier 352,92 USD. Diese Preise sind allerdings nicht mit dem deutschen Markt zu vergleichen, da es deutlich mehr englisch- als deutschsprachige Domains gibt. Daher gibt es in den USA stellenweise ein Überangebot, was die Preise fallen lässt.

Sei dir bewusst, dass Backlinks eine Menge Geld kosten können. Je günstiger diese sind, desto schlechter sind sie in der Regel auch oftmals und bringen dementsprechend wenig, um deine Rankings zu verbessern. Außerdem kannst du dir durch billige Links schnell einen Google Penalty einholen. Deshalb lieber Finger weg!

Alternativen zum Backlinks Kaufen: Content Marketing und Linkbaits, um hochwertige Backlinks aufzubauen

Backlinkkauf ist definitiv keine Pflicht – Google wird immer besser darin werden, die gekauften Links zu erkennen (die Daten haben sie). Daher möchte ich dir Alternativen vorstellen:

The nice guy

  1. Suche dir mindestens zehn Domains heraus, von denen du gerne einen Backlink haben möchtest.
  2. Versuche einen ersten Kontakt zum Webmaster oder zur Redaktion dieser Seite herzustellen.
  3. Du musst die Macher der Seite kennenlernen und das geht meistens gut über das Telefon (Nummer steht im Impressum).
  4. Sobald der Kontakt steht, frage, wie du ihnen mit ihrer Website oder ihrem Business helfen kannst.
  5. Niemand mag Bittsteller. Jedoch werden dich alle lieben, wenn du zuerst an sie denkst und nicht an dich.
  6. Mit der Broken-Linkbuilding-Taktik kannst du schnell herausfinden, ob zu Seiten verlinkt wird, die nicht mehr existieren. Evtl. hast du Content auf deiner Website, der als Alternative dienen kann (oder du erstellst diesen vorher).
  7. Die Möglichkeiten hier Kooperationen einzugehen, sind fast unbegrenzt.

Sei kreativ und überlege dir, wie du deinem Gegenüber helfen kannst, und frag erst dann nach einem (kostenlosen) Backlink. Untersuche genau, auf welche Ziele die Domains verlinken, und überprüfe, ob die die Inhalte auf deiner Website bezüglich Qualität und Inhalt mithalten können. Bei großen Websites, wie z. B. Spiegel.de, wird diese Strategie natürlich sehr schwierig. Konzentriere dich bei dieser Taktik eher auf kleinere Websites, hier erreichst du die Entscheider deutlich schneller.

Einen Köder für Links erstellen

Einen sogenannten Linkköder (Linkbait) kann man einsetzen, um gezielt auf Webmaster zugehen zu können und sie nach einem Backlink zu fragen. Anbei findest du zwei Beispiele:

Auf kaufda.de gibt es einen Brandschutz-Ratgeber. Dieser Ratgeber wurde auch von zahlreichen Städten, Feuerwehren und mehr verlinkt, da er informativ und hilfreich ist. Auf so eine hilfreiche Quelle verlinken z. B. Vereine und Institutionen sehr gerne, um ihren Besuchern eine Empfehlung auszusprechen.

Beispiel Linkbait
Bild: Einige Backlinks konnte der Linkbait von Kaufda.de generieren (Quelle Ahrefs)

Zweites Beispiel: Auf missyempire.com wurde ein Gehaltsrechner veröffentlicht, mit dem man sich anzeigen lassen kann, wie lange Kim Kardashian braucht, um das eingegebene Gehalt zu verdienen. Der Clou: Kim Kardashian verdient schlappe 52 Mio. US-Dollar pro Jahr – das Jahresgehalt eines durchschnittlichen Arbeitsnehmers von bspw. 60.000 US-Dollar verdient Kim Kardashian also innerhalb weniger Stunden. Laut Ahrefs hat dieser Linkbait 121 Links generiert – darunter zahlreiche große Websites, wie z. B. MTV, Cosmopolitan und viele mehr.

Dass der Rechner so oft verlinkt wurde, hat verschiedene Gründe:

  • Das Thema spricht eine große Zielgruppe
  • Alle kennen Kim Kardashian.
  • Das Thema ist emotional (das eigene Gehalt!).
  • Die perfekten News für die Boulevardpresse.
  • Der Rechner muss verlinkt werden, damit der Leser weiß, worum es geht.
Beispiel Missyempire Linkbait
Bild: Anzahl der Links, die auf den Rechner von Missyempire verlinken (Quelle Ahrefs)

Es ist klar, dass so ein Linkbait sehr anspruchsvoll ist und nicht jeder Bait wird so erfolgreich sein, er kann aber definitiv funktionieren. Wir haben selbst für einige Kunden ähnlich erfolgreiche Linkbaits erstellt und über einen gezielten Outreach zahlreiche Links von großen High Trust Websites aufbauen können, wie z. B. Städten oder Gemeinden.

Content Marketing

Eine gute Alternative dazu, Backlinks zu kaufen, ist es, eigene Content Hubs auf seiner Website zu veröffentlichen. Seien es Blogs, ein Wiki, ein eigener Podcast oder vieles mehr. Lade dir Gäste ein (Egobaits) und führe Interviews. Erstelle interessante Umfragen oder Studien, poste brandaktuelle News und du wirst dich, wenn diese qualitativ hochwertig sind, einige Backlinks dir damit verdienen.

Du musst eben diese Ausdauer haben und die Bereitschaft, langfristig in die Zukunft zu planen. Dies können viele Linkkäufer leider nicht.

Ein gelungenes Beispiel aus der SEO-Szene ist z. B. SEO-Suedwest.de. Hier werden regelmäßig interessante News aus der SEO-Welt gepostet und das schon seit Jahren. Der Aufwand lohnt sich linktechnisch sehr – ganze 1.450 Links zeigen laut Ahrefs auf die Website.

Fazit: Du willst starke Backlinks kaufen? Sei verdammt vorsichtig!

Backlinks zu kaufen ist gefährlich und du wirfst unter Umständen eine Menge Geld aus dem Fenster, wenn du die Qualität und die Regeln beim organischen Linkbuilding nicht beachtest.

Wenn du trotzdem Links kaufen willst, solltest du vorsichtig sein. Schreib dir alle gekauften Backlinks in einer Excel-Liste auf – sollte der Backlinkkauf auffliegen und du bekommst einen Google-Penalty, solltest du alle gekauften Links auf nofollow setzen lassen.

FAQ

Welche Gefahren gibt es beim Kauf von Backlinks?

Die größte Gefahr ist, dass ein unnatürliches Linkprofil entsteht. Google kann durch das Penigun 4.0 Update schnell Manipulationen bei Backlinks erkennen und entsprechende Abstrafungen (Penalties) einsetzen. Beim Kauf von Links ist daher größte Vorsicht geboten.

Warum kaufen trotzdem immer noch so viele Backlinks? Wann ist das Kaufen von Backlinks sinnvoll?

Viele möchten einfach schnellstmöglich starke Backlinks haben und dabei möglichst wenig Arbeit investieren. Das Kaufen von Backlinks ist daher für alle sinnvoll, die nicht so lange warten wollen, bis Links „von alleine“ kommen. Das Risiko muss ihnen aber bewusst sein! Das heißt aber nicht, dass Backlinks kaufen eine Pflicht ist. Du kannst selbst auch über Linkbaits sehr schnell tolle Backlinks aufbauen – du musst eben bereit sein, hier etwas mehr Arbeit zu investieren. Links zu kaufen ist einfach nur der bequemere Weg.

Welche Alternativen gibt es?

Alternativen gibt es zahlreiche – angefangen bei Content-Marketing-Kampagnen über Linkbaits bis hin zu Egobaits, können mit verschiedenen Taktiken organisch Links aufgebaut werden. Hier muss allerdings meist viel Aufwand investiert werden und es gibt keine Garantie auf Erfolg.

Wie teuer ist ein hochwertiger Backlink?

Es kommt immer auf die linkgebende Quelle an. Faktoren, wie ein starkes Linkprofil, Traffic, Linkmetriken und mehr, entscheiden darüber, wie teuer ein starker Backlink ist. Gute Content Links fangen oft bei ca. 500 € an und können je nach Website deutlich teuer sein. Auch kommt es auf das Zielland an – im Ausland, wie z. B. Spanien, sind Links viel günstiger als in Deutschland.

Wird Traffic über gekaufte Links kommen?

Über Content-Links wird selten viel Traffic kommen. Dies ist allerdings nicht schlimm, da Google solche Links trotzdem erkennt und anhand verschiedener Metriken die Stärke des Links einschätzt. Auch Google selbst hat dies auf Twitter bestätigt.

Ab wann wirken gekaufte Links?

Egal ob gekauft oder nicht: Bis Backlinks wirken, dauert es in Regel mehrere Wochen. Daher heißt es hier etwas Geduld mitbringen.

Wie sieht die Zukunft von Backlinks aus?

Backlinks sind und bleiben vermutlich ein wichtiger Rankingfaktor. Google hat in vielen westlichen Ländern einen Marktanteil von über 90 % erreicht – warum sollte Google dieses Erfolgsrezept komplett verwerfen? Die Suchmaschine möchte zwar vermutlich später einmal wegkommen vom Thema Backlinks, weil diese eben manipulierbar sind, jedoch hat auch hier John Müller bestätigt, dass der starke Fokus auf Backlinks bei den Rankings wohl noch länger bleiben wird. Backlinks werden daher auch in Zukunft ein wichtiger Rankingfaktor bleiben und es ist für alle SEO-Maßnahmen weiterhin sinnvoll, sich neben den vielen OnPage-Maßnahmen auch auf den Linkaufbau zu konzentrieren.

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4 Kommentare zu „Backlinks kaufen!? Nein – doch – ohhhh!“

  1. Markus Gildemeister

    Hallo, guter Artikel nur leider nicht generell geltend. Schaut man sich einmal in einschlägigen Foren um, dann wird man beim Thema Direktkontakt zu Webmastern relativ schnell damit konfrontiert, dass man zwar gegenseitig verlinken könne, aber eben nur “NoFollow”. Das Gleich gilt dann als Aussage oft auch bei Gastartikeln – gemäß:” Danke für den Content, aber ein NoFollow Link muss reichen.”. Gerade in bestimmten Bereichen wie Finanzen etc. ist dieses Verhalten sehr häufig zu erkennen. Wenn DoFollow verlinkt werden soll, dann muss richtig Geld fließen und das ist nunmal Fakt. Insbesondere seitedem immer mehr Webseiten-Betreibern klar wird, welche Summen ein DoFollow Backlink von ihre Seite in die eigenen Taschen spült. Deine Tipps mögen in bestimmten Themenbereichen funktionieren, aber aus meiner Erfahrung in vielen Bereichen eben auch nicht….Was ich schade finde, denn im Grunde ist das Internet gross genug für alle und diese Linkgeiz-Mentalität hängt mir irgendwie zum Hals raus. Gruss Markus

    1. Hi Markus,
      danke für deinen Kommentar. Auch ohne Linkkauf können Backlinks aufgebaut werden. Es geht halt viel um den Content, dieser muss absolut spitze sein und eine Verlinkung wert sein. Das ist alles nicht von heute auf morgen umsetzbar und benötigt einiges an Zeit. Bei hart umkämpften Branchen werden stellenweise Links für horrende Preise verkauft – für das Geld können echt geile Inhalte produziert werden. Fleiß und Geduld zahlt sich auch in solchen Bereich nach meinen Erfahrungen aus – leider hat nicht jeder Kunde diese Geduld dafür. Ich gebe dir Recht: Viele Webmaster haben einen regelrechten Linkgeiz entwickelt, dies macht das Linkbuilding noch schwerer, aber zum Glück nicht unmöglich ;-)

  2. Hallo Fabian,

    ein klasse Artikel hast Du hier geschrieben, für mich als Neuling ist das Thema Linkbuilding irgendwie der schwerste Punkt von daher sind die Tipps aus dem Artikel ein wichtiger Puzzlestein für mich dieses Thema zu verstehen. Vielen Dank! Gruss Matthias

  3. Das schlimmste ist, dass ich 1000 Ideen habe wie man Links für andere Themenbereiche organisch generieren kann, aber für meinen Bereich leider nicht.

    Im B2B Bereich der auch noch recht hart unkämpft ist, gibt es wenige die verlinken.

    Schaue ich mir die Profile der Wettbewerber an, sind 80% directories und 20% gekauft und Google ignoriert es seit Jahren…

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