4.8
(12)

Keyword-Recherche und Analyse

Eine komplette Anleitung von A bis Z – so findest du die besten Keywords!

Was ist eine Keyword-Recherche?

Die Keyword-Recherche ist eine der wichtigsten Aufgaben zu Beginn einer jeden Suchmaschinenoptimierung von Websites. Dabei sollten Suchbegriffe identifiziert werden, die User in den Suchmaschinen, wie Google, eingeben. Die Recherche liefert wichtige Ergebnisse zu der Art und Weise, wie die Zielgruppe in den Suchmaschinen nach Informationen oder auch Produkten und Leistungen sucht.

Basierend darauf lassen sich Handlungen für die eigene Website ableiten, wie die Gestaltung von Landing Pages, die über die Suchmaschinen bestmöglich von der Zielgruppe gefunden werden sollen.

Was ist eine Keyword-Analyse?

Die Keyword-Analyse ist die Untersuchung der Suchbegriffe (Keywords), die durch die Keyword-Recherche gefunden wurden. Dabei gilt es herauszufinden, wie viele Suchanfragen ein bestimmtes Wort hat und zu identifizieren, in welchem Bereich der Customer Journey sich der User befindet, wenn er einen Suchbegriff eingibt. Will er etwas kaufen oder sucht er zunächst nach Informationen? Die unterschiedlichen Arten von Suchanfragen werden in der Keyword-Analyse nach ihrer Suchintention unterteilt, um so später die richtigen Inhalte für die Website zu konzipieren.

Auch kann eine Keyword-Recherche und -Analyse gut für weitere Onlinemarketing-Kanäle verwendet werden, wie Google Ads oder bei der Themenrecherche für Content-Marketing. Auch das Verstehen der Zielgruppe kann durch die Keyword-Recherche und -Analyse verbessert werden.

Keyword-Recherche und Keyword-Analyse Schritt für Schritt erklärt

Bei der Keyword-Recherche gibt es nicht den einen einzig richtigen Weg. Es gibt zig verschiedene Herangehensweisen und SEO-Tools. Einige davon werden wir dir in diesem Artikel vorstellen.

Das Ziel bei jeder Recherche ist jedoch identisch: Wir wollen passende Keywords / Suchbegriffe zu unserer Website finden, auf die wir optimieren können und die realistische Chancen haben, möglichst weit vorne in den Suchmaschinenergebnissen (SERPs) zu erscheinen.

Bei der Recherche kommt die Keyword-Analyse hinzu. Hier schätzen wir daher die Stärke der Konkurrenz mit ein und versuchen herauszufinden, wie häufig der Suchbegriff gesucht wird und auch ob gewünschte Conversion (z. B. Kaufabschlüsse) auf unserer Website ausgelöst werden kann.

Unterschiedliche Arten von Keywords in der Customer Journey 

Ein Keyword ist nicht immer gleich …

Hinter jeder Suchanfrage steckt eine Intention bzw. ein Wunsch nach Informationen oder nach einer Handlung beim Suchenden.

Bei der Recherche müssen genau diese Beweggründe in der Customer Journey zu jedem einzelnen Suchbegriff berücksichtigt werden. Warum der Aufwand? Weil Google seinen Nutzern immer das beste Suchergebnis liefern will und wir daher zu jedem Keyword die beste Lösung herausarbeiten und auf unserer Seite anbieten wollen, damit wir möglichst weit vorne in den SERPs stehen.

Was ist die Customer Journey?

Die Customer Journey, zu Deutsch „Kundenreise“, ist der Weg, dem ein Kunde über sogenannte Touchpoints bis zu seiner Kaufentscheidung folgt. In der klassischen Customer Journey passiert der Kunde diese Touchpoints:

Durch die Keyword-Recherche kann man herausfinden, auf welchem Touchpoint in der Customer Journey sich der Kunden befindet und die eigenen Inhalte entsprechend darauf optimieren.

Search Intent: Suchintention der User kennen

Daher musst du zu jedem Keyword die Suchintention der User kennen und wissen, in welchem Stadium der Customer Journey diese sind. So kannst du ihre Bedürfnisse bestmöglich befriedigen.

Die wichtigsten Arten von Suchintentionen (Search Intent) für die Recherche:

Google klassifiziert den Search Intent in seinen Quality-Rater-Guidelines nach

  • Do = Transactional
  • Know = Informational
  • Go = Navigational

Es ist wichtig, den Search Intent hinter jedem Suchbegriff möglichst genau zu kennen, um die richtigen Inhalte für den User auf der Website zur Verfügung stellen zu können. Die Suchintentionen im Detail erklärt:

Informationsgetriebene Suchanfragen

Bei informationsgetriebenen Suchanfragen hat der Nutzer eine Frage oder ein Problem und sucht nach einer Antwort oder einer Lösung. Diese Suchanfragen stehen, wenn überhaupt, oft am Anfang eines Kaufprozesses. Bei informationsgetriebenen Suchanfragen geht es häufig um W-Fragen („Was?“, „Wie?“ oder „Warum?“).

Beispiel: „Wie Rotweinfleck aus Teppich entfernen“

Suchanfrage zu “Wie Rotweinfleck aus Teppich entfernen”
Suchanfrage zu “Wie Rotweinfleck aus Teppich entfernen”

Bedeutet: Der Nutzer hat das Problem, dass ein Rotweinfleck auf seinem Teppich ist, und er sucht nach Tipps, wie er diesen entfernen kann.

Informationale Suchanfragen können oftmals sehr allgemein sein wie bei diesem Beispiel:

Beispiel: „Bandscheibenvorfall“

keyword recherche bandscheibe
Suchanfragen zu Bandscheibenvorfall

Bedeutet: Der User möchte sich allgemein über das Thema Bandscheibenvorfall informieren.

Transaktionale Suchanfragen

Hierbei hat der Nutzer die Absicht, eine bestimmte Handlung durchzuführen, zum Beispiel geht es dabei um einen Download, eine Reservierung oder eine Bestellung. Es handelt sich dabei nicht notwendigerweise um einen Kauf wie bei kommerziellen Suchanfragen.

Beispiel: „SEO EBook downloaden“

keyword seo-book transaktion
Suchanfrage zu SEO EBook downloaden

Bedeutet: Der Nutzer möchte ein Ebook über SEO finden.

Kommerzielle Suchanfragen

Hinter diesen Suchanfragen verbirgt sich eine konkrete Kaufabsicht.

Der Nutzer hat schon einen Recherche-Prozess durchgeführt und sucht daher gezielt nach einem Produkt oder einer Lösung. Daher werden hierbei auch oft genaue Marken oder Produktnamen verwendet:

Beispiel: „Puma Fenty schwarz“

kommerzgetriebene suche
Suchanfrage zu Puma Fenty schwarz

Bedeutet: Wo kann ich die Sneaker Fenty von Puma in Schwarz kaufen?

Weil oft direkt die Produktnamen eingegeben werden, werden bei diesen Anfragen auch viele Shopping-Ergebnisse angezeigt.

Aber auch die Suche nach einem Produkt in Kombination mit „kaufen“, „bestellen“ oder ähnlichen Begriffen sind kommerzielle Anfragen und für viele Onlineshop-Betreiber sehr interessant. Gleiches gilt bei Suchanfragen von Nutzern, die auf der Suche nach Dienstleistungen und Beratungen sind, wie z. B. „gute SEO Agentur“ (Ok, sorry – den internen Link musste ich jetzt einfach setzen :D).

Navigationale Suchanfragen

Bei den navigationalen Suchanfragen nutzt der User Google, um auf eine bestimmte Unterseite einer Webseite zu kommen ohne die exakte URL einzugeben. Der Nutzer kennt die Zielseite, möchte aber aus Bequemlichkeit nicht die ganze Website durchsuchen. Hier kennt der Nutzer schon die Zielseite, auf die er möchte, kennt aber nicht die genaue URL und möchte nicht die ganze Website durchsuchen.

Beispiel: „Kundensupport Zalando“

navigational Kundensupport Zalando
Suchanfrage zu Kundensupport Zalando

Bedeutet: Ich will auf die Zalando-Website und zwar direkt auf die Seite mit dem Kontaktformular oder einer Telefonnummer zum Kundensupport.

Die sechs Grundbedürfnisse des Search Intents laut Google

Google hat in einem Video die wichtige Bedeutung des Search Intents herausgestellt. Insgesamt gibt es sechs Grundbedürfnisse abzudecken. Wem dies gelingt, der kann seine Nutzer auf der kompletten Customer Journey begleiten.

In dem Video stellt Justin De Graaf (Head of Research and Insights bei Google) die folgenden sechs Grundbedürfnisse vor:

Diese sechs Grundbedürfnisse überschneiden sich mit den oben genannten Kategorien des Search und User Intents. So kann eine Suchanfrage im Bereich „Help me“ sowohl informations-, transaktions- als auch navigationsorientiert getrieben sein.

Wie finde ich die Suchintention zu meinen Keywords heraus?

Anhand der weiter oben genannten Beispiele kann man recht schnell erahnen, wonach der Nutzer wirklich sucht. Jemand der das Keyword + „Kaufen“ eingibt, will zumindest Preise vergleichen oder halt direkt etwas kaufen. Schwieriger wird die Suchintention bei eher generischen Begriffen herauszufinden sein. Was will jemand wissen, der „Feuerlöscher“ eingibt?

Um bei solchen Begriffen die Suchintention herauszufinden, ist der einfachste Weg, sich die TOP TEN bei Google zu dem jeweiligen Begriff anzuschauen. Kommen hier eher Shops vor, um die kommerzielle Intention zu befriedigen, oder kommen eher Wiki- oder Blog-Artikel vor, um die Informationsintention zu beantworten?

Schau dir genau an wie die Mitbewerber die Suchintention befriedigen. Daraus kannst du Rückschlüsse ziehen, was genau der Search Intent ist!

Short, Mid und Longtail Keywords

Neben dem Bestimmen der Suchintention gilt es bei der Recherche nach den kurzen, mittleren und langen Suchanfragen zu sortieren:

Die Grafik aus dem Vortrag von Rand Fishkin zeigt sehr gut das Verhältnis der unterschiedlichen Keyword-Arten samt Vor- und Nachteilen.

Arten von Keywords
Longttail-Keywords-rocks! Quelle: Rand Fishkin: How SEO Blinded Me, Then Opened My Eyes, Seite: 39. http://de.slideshare.net/randfish/how-seo-blinded-me-then-opened-my-eyes-16033704

Merke: Es lohnt sich eher auf Mid- oder gar Longtail-Keywords zu gehen. Zwar ist das monatliche Suchvolumen niedriger, aber die Conversion sind hier meist höher und die Konkurrenz  schwächer, sodass man schneller nach vorne kommt. Bei stark transaktional und kommerziell getriebenen Keywords kann allerdings die Konkurrenz trotzdem stark sein – trotz geringem Suchvolumen, da die Kaufbereitschaft der User sehr hoch ist, optimieren viele Seitenbetreiber eben auf solche Begriffe.

1. Der erste Schritt bei der Keyword-Recherche

Nach dem theoretischen Teil fangen wir mit dem ersten wichtigen Schritt bei der Recherche an.

Bevor wir überhaupt irgendwelche Tools zu Recherche verwenden, hilft es ungemein, sich Stift und Papier zu nehmen und alle Suchbegriffe im Team oder alleine aufzuschreiben, die für die Website und das Unternehmen relevant sein können (Brainstorming!). Jede Keyword-Recherche beginnt sozusagen im eigenen Haus:

  • Welche Produkte/Dienstleistungen werden beworben?
  • Welche Begriffe werden auf der Website und bei der Konkurrenz verwendet?
  • Welche Fachbegriffe gibt es in der Branche, in der sich dein Unternehmen befindet?
  • Gibt es Fachportale (analog wie digital) in diesem Bereich? Welche Begriffe werden hier verwendet?
  • Welche Themen und Begriffe werden in der Branche in den Social-Media-Kanälen verwendet? Was ist gerade besonders angesagt?
  • Foren liefern ebenfalls wertvolle Informationen für das Sammeln von möglichen Suchbegriffen
  • Welche Begriffe verwenden Kunden? Wenn vorhanden: Hier kann der Kundensupport oder Vertrieb häufig viel Input liefern
  • Brainstorming im Team

Kein Tool der Welt kann diesen ersten Schritt ersetzen. Nur du kennst das Ziel und das Unternehmen. Du benötigst erste Begriffe, um daraus weitere potenzielle Suchanfragen zu erstellen.

2. Keyword-Recherche mit kostenlosen Tools

Mit kostenlosen und kostenpflichten Keyword-Recherche-Tools kannst du die bisher überlegten Begriffe auf das Suchvolumen hin überprüfen und dir weitere Ideen anzeigen lassen.

Die folgenden kostenlosen Tools, die wir dir hier vorstellen werden, zeigen seinen Benutzern häufig weitere wertvolle Suchbegriffe, nach denen auch gesucht wird, die beim ersten Brainstorming evtl. vergessen wurden. Die kostenpflichtigen Tools benötigen wir, um das monatliche Suchvolumen herauszufinden.

Merke: Sammle alle Begriffe, die du bei der Recherche findest, in einer Excel-Liste. Diese Liste soll später deine Master-Keyword-Liste (hier ist ein Beispiel: Keyword-Recherche) werden, die zur Optimierung deiner Website für die Suchmaschinen unverzichtbar ist.

Durch das Sammeln aller Begriffe in Excel kannst du Duplicate Content schnell entfernen, diesen beliebig filtern und zu einer Pivot-Tabelle zusammenführen und zur besseren Übersicht entsprechend clustern. Wie das geht, zeigen wir dir im Verlauf dieses Artikels.

Fangen wir an, nach relevanten Suchbegriffen mit Hilfe von Tools zu suchen:

Google Autocomplete

Google selbst schlägt dir zu deinen Sucheingaben weitere passende Suchbegriffe vor. Häufig lassen sich hier wertvolle Begriffe für eine weitere Recherche finden. Auch Bing, Yandex und weitere größere Suchmaschinen schlagen dem Suchenden weitere Suchanfragen vor. In der Suchleiste und am Seitenende werden dir passende Vorschläge angezeigt.

Google Vorschläge Keyword-Recherche
Google Suggest schlägt dir automatisch viele weitere Suchanfragen vor.

Google Suggest schlägt dir automatisch viele weitere Suchanfragen vor.

Suchanfragen Vorschläge
Am Seitenende werden dir ähnliche Suchanfragen gezeigt, die häufig eingegeben werden.
Google schlägt immer häufiger Fragen zu einer Suchanfrage vor unter „Nutzer fragen auch“.
Google schlägt immer häufiger Fragen zu einer Suchanfrage vor unter „Nutzer fragen auch“.

Google Trends

Google Trends zeigt dir Entwicklung von Suchanfragen an, dabei werden dir die Häufigkeit der Eingabe dieser Sucheingabe auf einer Zeitachse angezeigt. So lassen sich „Trends“ für Keywords finden und solche, die an Bedeutung immer mehr verlieren. So sieht man bspw., dass der Begriff „Minecraft“ seit 2011 immer mehr an Relevanz verliert und die Suchanfragen dazu zurückgehen.

Google Trends
Trendverlauf zum Begriff „Minecraft“

Die Ergebnisse zum jeweiligen Suchbegriff lasen sich bei Google Trends für bestimmte Zeitzonen und Länder sowie nach News-, Shopping- und Youtube-Suche filtern. Interessant ist hier vor allem die Entwicklung von bekannten Produkten und Namen. Hier werden dir auch verwandte Themen und ähnliche Suchanfragen gezeigt, die bei einer Recherche nach passenden Keywords interessant sein können.

Google Search Console

Die Search Console ist das Sprachrohr von Google an alle Webmaster, die gute Rankings bei selbiger haben wollen. Hier werden dir aktuelle Suchbegriffe angezeigt, zu denen deine Website bei Google gefunden wird: sehr hilfreich, um mit diesen Begriffen nach weiteren Möglichkeiten zu recherchieren und um zu sehen, wie viel Traffic du bereits über die organischen Suchergebnisse erhältst.

Kostenlose Keyword-Recherche über die Search Console: Unter Leistungen und dann Suchanfragen werden die aktuellen Suchbegriffe angezeigt, zu denen deine Website gefunden wird.

Kostenlose Keyword-Recherche über die Search Console: Unter Leistungen und dann Suchanfragen werden die aktuellen Suchbegriffe angezeigt, zu denen deine Website gefunden wird.

Keyword.io

Das kostenlose Keyword-Recherche-Tool Keyword.io erweitert deine Keywords mit unzähligen Ideen. Gib einen Suchbegriff in der Suchleiste ein und das Tool spuckt dir Unmengen an Vorschlägen dazu aus. Um alle Vorschläge runterladen zu können, musst du dich vorher kostenlos registrieren. Das Tool liefert dir nicht nur Vorschläge von Google, sondern auch von vielen weiteren großen Plattformen wie z. B. Amazon, Youtube und sogar Fiverr.com.

keyword.io recherche
Trage deine Idee in die Suchmaske ein, stelle die Suche auf eine gewünschte Sprache und schon kann die Recherche losgehen.

Sobald die Analyse fertig ist, kannst du die Daten als eine Txt-Datei runterladen und alle Begriffe in deine Excel-Liste eintragen.

Hypersuggest

Auf hypersuggest.com kannst du dir ebenfalls weitere Vorschläge zu deinen Ideen anzeigen lassen. Die Recherche beschränkt sich auch nicht nur auf Google, sondern auf viele weitere Kategorien, wie Shopping, W-Fragen, Bilder, Instagram und viele mehr.

hypersuggest tool
Gib dein Keyword ein und stelle Land und Sprache ein und schon werden dir unzählige Keyword-Vorschläge anzeigt, die du runterladen kannst.

Hinweis: Leider ist Hypersuggest in der kostenlosen Version sehr stark begrenzt. Alternativen dazu sind (wird unten beschrieben) Seorch.de und/oder wrel.de/keywordfragen/.

Keyword Fragen suchen auf wrel.de
Keyword Fragen suchen auf wrel.de

Seorch

Mit dem Tool seorch.de kannst du nicht nur OnPage Analysen für deine Seite durchführen, sondern es bietet dir auch die Möglichkeiten einer Keyword-Recherche an. Gib hier deinen Wunschsuchbegriff ein und klicke auf „check“. Das Tool schlägt dir unzählige Eingabevorschläge aus den Suchergebnissen von Google, Yandex, Amazon, Wikipedia und vielen mehr vor.

SEORCH Keywords finden
Die Ergebnisse von Seorch können bequem als CSV Datei runtergeladen werden.

OpenThesaurus

Synonyme sollten bei der Recherche nach Keywords unbedingt berücksichtigt werden. Auf OpenThesaurus kannst du dir zu deinen Suchbegriffen unzählige Synonyme anzeigen lassen und diese dann mit Hypersuggest, Seorch und Co. erweitern. Je nach Suchbegriff kommen hier schnell Tausende von Begriffen zusammen, dir wir später nach und nach sortieren werden.

OpenThesaurus Synonyme
OpenThesaurus liefert dir Synonyme zu deinen Suchwörtern.

Answer the public

answerthepublic.com liefert dir unzählige Vorschläge zu deinen Suchbegriffen. Gelistet werden die Ergebnisse nach verschiedenen Rubriken wie Questions, Prepositions und Comparisons. Zusätzlich werden alle Vorschläge alphabetisch sortiert. Das Tool eignet sich hervorragend dazu, um auch nach den Fragen der Zielgruppe zu suchen und so deren Probleme evtl. besser kennenzulernen. Das Tool ist komplett kostenlos und sollte bei jeder Recherche ebenfalls berücksichtigt werden.

Answer the public
Beispiel einer Recherche auf Answer the public

Keywordsh***er.com

Zugegeben: Keywordsh***er ist ein etwas derber Name, allerdings hat es dieses kostenlose Tool wirklich in sich und wirft eine unglaublich große Menge an interessanten Keywords aus. Dazu ist auch noch die Bedienung sehr einfach.

Keywordsh***er Recherche
Du kannst die Suche durch Eingabe von „positiven“ und „negativen“ Wörter verfeinern (hilft dabei, die Recherche zu verfeinern und z. B. falsche Schreibweisen vorab zu filtern).

Weitere kostenlose Keyword-Tools in der Übersicht:

Wie es weitergeht….

Hast du alle Keyword-Ideen bis dahin in einer Excel-Liste gesammelt, kann bereits angefangen werden, diese zu sortieren. Klicke auf „Daten“ oben im Reiter und dann auf „Duplikate entfernen“, um dir unnötigen Mehraufwand zu sparen.

Viele Tools schlagen dir auch viele Begriffe vor, die vermutlich nicht passen werden. Falls solche Begriffe in die Liste mit aufgenommen wurden, ist es an der Zeit, diese zu entfernen. Beispiel: Du willst mehr Ideen zum Thema SEO recherchieren und in der Liste finden sich Vorschläge zu SEA oder Facebook Marketing. Welche Begriffe passend sind, kannst du nur du bestimmen (das übernimmt leider kein Tool).

Warum so viele Tools zur Datenbeschaffung? Reicht ein Tool nicht aus?

Viele Tools verwenden unterschiedliche Datenquellen und dadurch werden unterschiedliche Ergebnisse ausgeliefert. Damit möglichst viele Keyword-Ideen gesammelt werden können, sollten nach Möglichkeit auch viele verschiedene Tools zum Sammeln von Begriffen verwendet werden. Doppelte oder nicht geeignete Keyword-Ideen können später immer noch aussortiert werden. Wie unterschiedlich die Ideen der Keyword-Tools stellenweise sind, ist auf https://backlinko.com/keyword-research-tool-analysis gut erklärt. So liefert zum Beispiel der Google Keywordplanner die wenigsten Ideen.

Im nächsten Schritt soll zu allen relevanten Suchbegriffen das monatliche Suchvolumen bestimmt werden.

3. Keyword-Analyse mit kostenpflichtigen Tools: Suchvolumen bestimmen

Mit den Tools wie Sistrix, Metrics.tool und Xovi (es gibt noch einige mehr) kannst du die Keywords deiner Konkurrenz analysieren und damit auf weitere interessante Keywords kommen. Die Tools sind kostenpflichtig, lohnen sich für eine Recherche und Konkurrenzanalyse aber auf jeden Fall, da hier schnell einige interessante, neue Keywords entdeckt werden können.

Auch bieten die drei Tools eine Keyword-Recherche mit an. Du kannst also hier weitere Ideen sammeln. Kommen wir nun zum nächsten Schritt: zur Bestimmung des monatlichen Suchvolumen der Suchbegriffe in deiner Liste.

Bestimmung monatlicher Suchvolumen

Mit den kostenlosen Tools, die du bis dahin kennengelernt hast, sind für eine Recherche bereits sehr gut und würden eigentlich auch komplett ausreichen. Jedoch gibt es kein wirklich kostenloses Tool, das einem das monatliche Suchvolumen anzeigen könnte. Früher ging dies über den Keyword-Planer von Google Ad(words). Jedoch funktioniert dieser jetzt nur noch, wenn eine aktive Kampagne geschaltet wird. Um das monatliche Suchvolumen herauszufinden, empfehlen wir kwfinder.com oder ahrefs.com.

Mit diesem kostenpflichtigen Tool können über eine Importfunktion mittels Copy and Paste alle Begriffe bequem aus unserer Liste eingetragen und das monatliche Suchvolumen abgefragt werden. Exportiere die Liste – diese werden wir mittels Pivot-Funktion zu einer übersichtlichen Keyword-Master-Liste umfunktionieren.

kwfinder
Über die Import-Funktion kannst du alle Keywords aus deiner Recherche hier eintragen und das monatliche Suchvolumen herausfinden

Über die Import-Funktion kannst du alle Keywords aus deiner Recherche hier eintragen und das monatliche Suchvolumen herausfinden

Natürlich gibt es noch zig kostenpflichtige Alternativen, wie z. B. secockpit, die dir ebenfalls alle das monatliche Suchvolumen anzeigen und über praktische Import- und Export-Funktionen verfügen.

Wer bei der Keyword-Recherche kein Geld ausgeben möchte, sollte sich die folgenden Tools anschauen:

Leider sind die kostenlosen Tools teils stark beschränkt. Um für ein paar Begriffe schnell einmal das Suchvolumen herauszufinden, reichen diese aber. Für größere Listen führt allerdings kein Weg an kostenpflichtigen Tools vorbei.

Du hast jetzt alle Keywords in einer Excel-Liste zusammengefasst. Gehe diese nochmal komplett durch und lösche alle Keywords, die dir nicht relevant genug sind, und stelle sicher, dass du keine Duplicates hast.

4. Keyword-Analyse: Die Konkurrenz richtig einschätzen

Bevor wir die Keyword-Map mittels Pivot fertigstellen, solltest du vorab einen realistischen Blick auf deine Keywords werfen: Hast du mit deiner Website eine Chance, zu den Keywords die bei der Recherche, gefunden wurden, nach vorne zu kommen?

Es gibt hier keine allgemeingültige Antwort, da jede Website und jeder Wettbewerb verschieden ist. Schau dir zu jedem Keyword an, wer sich in den TOP TEN aufhält. Hast du besonders viele Shorttail-Keywords und/oder Keywords, die eine transaktionale Suchintention haben, auf denen bereits ein hoher PPC-Preis geboten wird (Preise pro Klick bei Google Ads), könnte es für viele Website sehr schwer werden. Tummeln sich in den TOP TEN große Brands, die TV-Werbung schalten, wird es besonders hart für dich. Für Kunden, die so einem hohen Wettbewerb ausgesetzt sind, raten wir daher immer an, auf Longtail-Keywords zu gehen, da Shorttail-Keywords oftmals extrem hart umkämpft sind.

Tools wie KWFinder oder SEcockpit versuchen zwar, die Konkurrenz zu bestimmen, jedoch analysieren diese häufig nur ein paar Metriken wie die Domain und Page Authority von Moz und treffen dann Aussagen, die häufig nicht realistisch sind. Nur weil eine einzelne Amazon-Unterseite keine Verlinkungen von außen hat, heißt es nicht, dass man hier leicht nach vorne kommt.

Folgende Punkte bei der Konkurrenzanalyse solltest du beachten, um eine Antwort zu bekommen, ob die Keywords machbar sind oder nicht:

  • Welche Seiten werden in den TOP TEN angezeigt?
  • Große Marken, Brands sind besonders schwer zu überholen
  • Foren dagegen können häufig leichter geknackt werden
  • Auch Videos in den TOP TEN deuten auf eher mäßige Konkurrenz hin
  • Wie stark sind die Linkprofile?
  • Hier nicht nur auf die Verlinkungen von extern Besonders große Brands haben eine so gute Seitenarchitektur durch ihre interne Verlinkung, dass auch hier viel Linkkraft auf Unterseiten gehen, die keine externen Backlinks haben und daher schwer zu überholen sind
  • Wie wird die Suchintention beantwortet? Wie ist der Content? Ist es für dich möglich, die Konkurrenz hier inhaltlich zu überholen?
  • Wie gut führt die Konkurrenz die Onpage-Optimierung ihrer Seiten durch? Häufig erkennt man bereits durch eine „Site:“-Abfrage, ob die Konkurrenz gut oder weniger gut ihre Seiten optimiert. Sind Title und Description gepflegt, haben diese ihre Hausaufgaben gemacht und evtl. bereits weiter optimiert…

Gesunder Menschenverstand hilft bei der Bestimmung der Konkurrenz enorm. Häufig sieht man auf den ersten bzw. zweiten Blick, ob die Konkurrenz in den TOP TEN exzessiv SEO betreibt oder nicht. Wirken die Seiten veraltet oder frisch und aktuell? Gibt es laufend neuen Content? Werden die Social-Media-Kanäle genutzt usw.? So lässt sich darauf schließen, ob hier optimiert wird oder nicht.

Weitere Punkte der SEO-Konkurrenzanalyse findest du als Beitrag in unserem Blog.

5. Keyword-Clustering: Pivot-Tabelle mit allen relevanten Suchbegriffen erstellen

Hast du eine Keyword-Recherche für eine größere Seite bzw. mehrere Unterseiten gestartet, lohnt es sich, die vielen Keywords Kategorien oder direkt der jeweiligen URL zuzuordnen. So kannst du immer sehen, welche URLs zu welchen Keywords optimiert werden sollen.

Wer möchte, kann auch hier noch die Suchintention eintragen. In unserem Beispiel haben wir diese weggelassen, da es um eine Recherche für einen Onlineshop geht und alle Keywords im Bereich der kommerziellen Suchanfragen liegen.

Keyword Map
Keyword-Map: Jedes Keyword kann/soll einer Kategorie oder URL zugeordnet werden. So geht auch bei größeren Recherchen nicht die Übersicht verloren.

Mittels Pivot-Tabelle kannst du die Daten deutlich übersichtlicher gestalten und so ein URL- & Keyword-Map erstellen. Klicke dazu auf „einfügen“, wähle dann alle Daten aus, die in die Pivot-Tabelle kommen sollen und klicke auf Ok (siehe Bild).

Keyword Map 2
Einfügen – Pivot Table und schon erstellst du aus deiner Keyword-Liste eine Pivot-Tabelle

Ein neuer Reiter mit allen Daten, die du markiert hast, wird erstellt. Hier kannst du nun auswählen, wie die Daten angezeigt werden sollen und nach welchen Werten gefiltert werden soll.

Als Zeilen haben wir in unserem Beispiel „Kategorien, URL und Keyword“ ausgewählt. Der Wert wird vom monatlichen Suchvolumen bestimmt:

Keyword Map 3
Daten sortieren für die Pivot Tabelle

Dank Pivot-Tabelle siehst du nun direkt welche Keywords auf welche URLs optimiert werden sollen und wie hoch das jeweilige Suchvolumen ist.

Keyword Map 4
Eine Möglichkeit, wie du Daten der Keyword-Recherche filtern kannst.

Mit der Pivot-Funktion in Excel hast du viele verschiedene Möglichkeiten, dich auszutoben. Credits zur Erstellung solch einer Keyword-Map gehen an Seokratie und ihren Blogartikel zu diesem Thema.

Fazit

Du hast es geschafft – du hast zig Wege gezeigt bekommen, wie du Keywords für deine SEO-Kampagne findest und wie du die große Anzahl an Daten in Excel übersichtlicher sortieren kannst. Eine Keyword-Recherche ist übrigens nie komplett abgeschlossen.

Beobachte regelmäßig die Konkurrenz und beachte Trends in deiner Branche. So werden dir vermutlich weiterhin neue interessante Keywords für deine Website auffallen, auf die du optimieren kannst. Überlege dir auch wie du die Entwicklung deiner Website zu den Keywords analysieren willst.

Tools wie ahrefs.com, Serpwatcher.com oder advancedwebranking.com ermöglichen es dir, die Rankings deine Website zu deinen Keywords zu tracken und so Rückschlüsse über Erfolge und Misserfolge zu ziehen. Bedenke, dass die Keyword-Recherche nur ein erster Schritt ist.

SEO ist ein kontinuierlicher Prozess und eine ordentliche Keyword-Recherche ist das Fundament dafür. Spare daher hier niemals an Zeit oder Budget!

Abonniere unseren kostenlosen SEO-Newsletter und erhalte monatlich die besten SEO-Tipps in deinem Posteingang. Kein Spam!

2 Kommentare zu „Keyword-Recherche: Eine komplette Anleitung von A–Z – so findest du die besten Keywords!“

  1. Klasse Tipps. Die richtigen Keywords sind essentiell beim Online Marketing und der Zusammenarbeit mit Google!
    Da kann man ganz schön viel falsch machen…

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durchschnittliche Bewertung: 4.8 / 5. | Anzahl der Bewertungen: 12

Lerne mehr über SEO...

und werde zum Rankinggewinner.

Auf unserem neuen YouTube-Kanal zeigen wir dir wöchentlich professionelle SEO-Techniken, mit denen du mehr Traffic erhältst.

Abonniere jetzt unseren Kanal, um kein neues Video mehr zu verpassen.