Was ist E-Commerce? (Definition & Erklärung)

Zuletzt aktualisiert: 24.05.2026

Der Begriff „E-Commerce“ steht für den elektronischen Handel über das Internet.

Bei E-Commerce, zu Deutsch elektronischer Handel, zählen neben dem Kauf- und Verkaufsprozess über das Internet (oder andere Mittel zur Datenübertragung) auch Dienstleistungen wie der Kundenservice über das Web oder das Online-Banking dazu.

E-Commerce ist ein Teil des E-Business und der Fokus liegt hierbei auf dem elektronischen Geschäftsverkehr (B2B und B2C), wie zum Beispiel Online-Shopping.

 

Vorteile und Nachteile des E-Commerce

Trends zeigen auf, dass immer mehr Verbraucher in Deutschland über das Internet einkaufen. Studien belegen, dass besonders Musik, Videospiele und Bücher über das Internet häufig gekauft werden. Dagegen werden Lebensmittel immer noch über stationären Handel eingekauft. Beide Handelssysteme (E-Commerce und stationärer Handel) haben Vor- und Nachteile.

Vorteile E-Commerce

  • Kaufprozesse sind orts- und zeitunabhängig
  • Der Kunde ist nicht an Öffnungszeiten gebunden
  • Potenzielle Kunden können das gesamte Sortiment des Händlers begutachten, es gibt keine „räumlichen“ Einschränkungen
  • Sehr geringe Transaktionskosten bei 24 Stunden Erreichbarkeit
  • Keine Zusatzkosten wie bei einem stationären Händler durch Kosten für Ladengeschäft und Verkaufspersonal vor Ort
  • Einkaufen über das Internet ist bequemer für den Kunden = hohe Kundenzufriedenheit möglich
  • Schnelle Aktualisierung des Warenbestands möglich
  • Hohe Reichweite zu vergleichsweise geringen Kosten gegenüber dem stationären Handel.
  • Durch Anpassung der Sprache im Shop, auch möglich international neue Kunden zu gewinnen

Nachteile E-Commerce

  • Keine direkte, persönliche Ansprache zwischen Kunden und Verkaufspersonal
  • Kunden können schnell über das Internet die Konkurrenz ausfindig machen und Preise vergleichen
  • Hoher Wettbewerb bei hart umkämpften Warengebieten
  • Technisches Know-how und ein Können bei der Umsetzung vorausgesetzt, ansonsten muss dies häufig teuer eingekauft werden

Was ist E-Commerce-SEO?

E-Commerce-SEO bedeutet die Optimierung von Inhalten, die über das Web erreichbar sind, für eine bessere Auffindbarkeit über die organischen (nicht bezahlten) Suchergebnisse bei Suchmaschinen. Solche Inhalte können Websites von Onlineshops sein, die besser über Google & CO. gefunden werden sollen, oder einzelne Produkte, die in einem geschlossenen System wie Amazon oder Ebay zu relevanten Suchbegriffen sichtbarer werden sollen.

Die Bereiche SEO und SEA sind dabei zur Kundengewinnung für E-Commerce besonders relevant, da hier eine große Zielgruppe erreicht wird.

Beim Vertrieb stehen zwei grundsätzliche Wege zur Wahl: der Verkauf über Marktplätze wie Amazon und eBay oder ein eigener Onlineshop. Marktplätze bieten sofortige Reichweite und bestehendes Kundenvertrauen, kosten aber Gebühren und Provisionen, bedeuten starke Konkurrenz auf derselben Plattform und lassen wenig Spielraum für eigene Marke und Kundendaten.

Ein eigener Shop gibt volle Kontrolle über Markenauftritt, Kundenbeziehung und Marge, erfordert jedoch, Reichweite und Vertrauen selbst über SEO und Marketing aufzubauen. In der Praxis kombinieren viele Händler beide Kanäle.

Suchmaschinenmarketing: Vor und Nachteile von SEO und SEA

SEO-für-Unternehmen

Anders als im stationären Handel verläuft die Customer Journey im E-Commerce: Der Kunde im Web bekommt täglich eine Vielzahl an Werbebotschaften auf seinem Bildschirm angezeigt. Es kommt zu einer Ausblendung der teuer eingekauften Werbung.

Für Werbung im Internet gibt es verschiedene Formen – etwa SEA, SEO, Social Ads und Affiliate Marketing. Eine davon ist das Suchmaschinenmarketing. Diese Marketingform dient der Kundengewinnung über Suchmaschinen wie Google oder Bing und wird in zwei Bereiche unterteilt:

  • Suchmaschinenwerbung – SEA (Search Engine Advertising)
  • Suchmaschinenoptimierung – SEO (Search Engine Optimization)

SEA bedeutet bezahlte Werbung bei den Suchmaschinenergebnissen zu schalten. SEO ist die Optimierung der Inhalte für die organischen, nicht bezahlten Suchergebnisse.

Besonders Besucher und potenzielle Kunden über die organischen Ergebnisse zu erhalten, ist lukrativ, da im SEA die Klickpreise bei hart umkämpften Märkten sehr hoch sind und eine Menge Budget verschlingen kann.

SEO ist differenzierter zu betrachten: Auch hier gibt es hart umkämpfte Märkte, aber der potenzielle Kunde kann in seiner Customer Journey bereits sehr früh abgeholt werden. Interessiert dieser sich zunächst nur für ein Produkt oder benötigt eine Antwort auf seine Fragestellung, kann durch geschicktes SEO auch zu solchen informationsgetriebenen Keywords eine gute Positionierung bei den Suchmaschinen erhalten werden. Besonders zu sogenannten Longtail Keywords (Suchbegriffe, die aus mehreren Worten bestehen – wie „Was tun bei abgebrochenem Schuhabsatz“) ist die Konkurrenz geringer als zu Shorttail- oder Midtail-Begriffen wie „Schuhe kaufen“.

Natürlich können auch SEA-Kampagnen auf solche Longtail-Begriffe gesetzt werden, Kaufabschlüsse werden bei diesem Stand der Customer Journey häufiger viel später abgeschlossen.

  • Vorteile von SEO:
    Die Besucher über die organischen Suchergebnisse kosten keinen Cent. Dazu klickt ein Großteil der Nutzer nur auf die organischen Ergebnisse und blendet die Werbung komplett aus. Wer nur SEA betreibt, verliert viele potenzielle Kunden über nicht genutzte Möglichkeiten. Die Optimierung auf die richtigen Keywords, über die Besucher kommen, können eine enorme Umsatzsteigerung bedeuten.
  • Nachteile von SEO: Zahlreiche Rankingfaktoren bei Google, der mit Abstand meistgenutzten Suchmaschine in Deutschland, bestimmen die Positionen in den Suchergebnissen: Viele unsichtbare Faktoren können gute Rankings verhindern, und neue Updates der Suchalgorithmen verändern drastisch die Platzierungen in den Ergebnissen. Durch Algorithmus-Updates und Wettbewerb schwanken SEO-Erfolge und lassen sich nicht garantieren.

    Aktuelle Marktzahlen für Deutschland belegen die Größe des Segments: Der B2C-E-Commerce-Umsatz lag 2025 bei rund 92,3 Mrd. Euro (laufend fortgeschriebene Quellen: Statista-Themenseite, EHI, bevh).

    Zwei zentrale aktuelle Trends sind Social Commerce und Mobile Commerce: der Verkauf über Instagram- und TikTok-Shops sowie der inzwischen dominante Anteil mobiler Käufe.

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