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SEO für Onlineshops

Die große Anleitung für Ecommerce SEO

Warum Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Onlineshops? Über die organische Suche bei Google und Co. können Onlineshops gezielt Traffic und Kunden gewinnen. Laut zahlreichen Studien, wie von sem-deutschland.de, bilden die kostenlosen Suchergebnisse für den E-Commerce-Bereich einen wichtigen und großen Besucherkanal.

Wer einen erfolgreichen Webshop haben möchte, kommt also nicht darum herum, die Nutzer der Suchmaschinen zu überzeugen. Damit möglichst viele und vor allem die richtigen Besucher auf dem eigenen Shop landen, müssen zahlreiche wichtige Faktoren für die Suchmaschinenoptimierung berücksichtigt werden.

In diesem Onlineshop SEO Mega Guide erfährst du, wie man einen Onlineshop bestens für die Suchmaschinen optimiert.

Welches CMS-System ist für Onlineshop SEO geeignet?

Das Fundament des SEO-Erfolgs eines Shops ist das verwendete CMS-System. Ein altes, seit Jahren nicht mehr geupdatetes Shopsystem kann bereits jegliche SEO-Hoffnungen auf gute Rankings beenden.

Das Shopsystem muss auf jeden Fall den aktuellen technischen Standards entsprechen und wichtige SEO-Funktionalitäten haben:

  • Title Tags und Meta Descriptions frei wählbar
  • Kategorien individuell anpassbar (Content, Bilder, Produkte)
  • Mobile-Friendly
  • URL-Strukturen individuell anpassbar
  • Unterstützung von HTML5
  • Produktseiten individuell anpassbar
  • Sicherheit: Regelmäßige Updates durch eine Community oder Entwickler
  • Überschriften (H1, H2 usw.) anpassbar
  • Meta Tags frei einstellbar

Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Shopsystemen und besonders OpenSource-Shopsysteme erfreuen sich großer Beliebtheit. Hinter solchen Systemen steht eine Community, die regelmäßig Updates erstellt, damit alles up-to-date bleibt und Sicherheitslücken geschlossen werden können.

Google bevorzugt kein bestimmtes Shopsystem, deshalb sollte die Wahl nicht nur aus SEO-Sicht getroffen, sondern auf die eigenen Bedürfnisse, wie Warenwirtschaftssystem, Schnittstellen zu großen Shops und vielem mehr abgestimmt werden.

Keyword-Recherche für Onlineshops

Das ist eine elementare Frage, die vor jeder Optimierung beantwortet werden muss. Mittels Keyword-Recherche und -Analyse können die besten Suchbegriffe (Keywords) für die eigenen Prdukte gefunden werden. Auf diesem Wissen basieren dann die Erstellung und Optimierung für Kategorien, Produkte und, falls vorhanden, Magazin-Artikel.

Doch wie findet man die besten Keywords für seinen Shop?

Hier gibt es mehrere Schritte, die zu beachten sind. Das fängt beim Shopbetreiber selbst an – Brainstorming!

Zu welchen Begriffen könnte die Zielgruppe deine Produkte suchen?

Für welches Problem bietest du deinen potenziellen Kunden eine Lösung?

Hier gilt es zunächst, alle möglichen Begriffe zu erfassen – aussortieren kann man später immer noch.

  • Kunden befragen: Welches Wording verwenden meine Kunden? Durch Befragungen erfährt man, welche Begriffe die Zielgruppe benutzt.
  • Welche Problemlösung bieten meine Produkte und wie wird danach online gesucht?
  • Die Google-Suche: Autosuggest, „Nutzer fragten auch“ – Google zeigt an, wonach die Nutzer suchen
  • Kostenlose Recherche-Tools: Mit diesen Tools können viele weitere Ideen gesammelt werden, z. B. Ubersuggest, Seorch, Keywordshitter.
  • Kostenpflichtige Recherche-Tools: Mit kostenpflichtigen Tools lässt sich zusätzlich das monatliche Suchvolumen für bestimmte Begriffe herausfinden, z. B. kwfinder.com, ahrefs.com. Das monatliche Suchvolumen hilft dabei, die Keywords später besser zu analysieren.
Recherche Keywords mit Kwfinder.com
Recherche nach Keywords mit Kwfinder.com

Sobald alle Keywords und Ideen gesammelt sind, geht es an die Analyse. Welche Keywords sind interessant für den Shop? Auf welche sollte optimiert werden?

Keyword-Analyse

Bei der Analyse der Begriffe gilt es herauszufinden, welche für den Shop sinnvoll sind. Hier spielen Faktoren wie das Suchvolumen, die Suchintention (Search Intent) der Nutzer und die Konkurrenz eine wichtige Rolle.

Search Intent bestimmen

Der Search Intent ist die Nutzererwartung an eine Suchanfrage. Die User suchen nach bestimmten Informationen und wollen diese in den Suchmaschinen angezeigt bekommen. Besonders Google ist sehr gut darin, den Search Intent an eine Suchanfrage zu verstehen und den Usern entsprechende Ergebnisse zu liefern.

Als Shop muss man den Search Intent zu jedem Keyword, auf das man optimieren möchte, verstehen, um die richtigen Inhalte für den User anzubieten. Der Search Intent wird unterschieden unter anderem in:

1. Informationsgetriebene Suchanfragen

Der User hat eine Frage oder ein Problem und sucht nach einer Antwort oder einer Lösung.

Beispiel: „Fahrradkette springt dauernd ab“

Keyword Analyse Fahrradkette
Abb.: Der User hat das Problem, dass seine Fahrradkette dauernd abspringt und sucht nach einer Lösung. Das ist eine informationsgetriebene Suchanfrage.

Oder „Was ist ein Elektrofahrrad?“

Keyword-Analyse Beispiel Elektrofahrrad
Abb.: Der Suchende möchte wissen, was ein Elektrofahrrad überhaupt ist. Er sucht nach grundlegenden Informationen.

Bei informationsgetriebenen Suchen steht ein potenzieller Kunde meist noch am Anfang der Customer Journey. Hier sind reine Informationsseiten gefragt. Wer hier schon verkaufen will, hat keine Chance, bei Google nach vorne zu kommen.

2. Transaktions- und kommerzgetriebene Suchanfragen

Hier möchte der User möchte eine Handlung ausführen (transaktionsgetrieben) und / oder etwas kaufen (kommerzgetrieben). „E-Bike kaufen“ oder „Ebike Modell BMC Alpenchallenge Cross“ sind transaktions- und kommerzgetriebene Suchanfragen.

Diese werden oftmals gleichgesetzt: der Nutzer möchte etwas haben, kaufen oder eine Aktion ausüben. Auch „Ebook download zum Thema E-Bike“ fällt darunter.

ebike kaufen serps
Abb.: Stark transaktiongetrieben: „Elektrofahrrad kaufen“. Hier will der User Produkte angezeigt kriegen und etwas Passendes kaufen können. Diese Suchanfrage kann auch als produktunspezifisch bezeichnet werden, da nicht nach einem bestimmten Modell gesucht wird.
produkt search intent
Abb.: „BMC Alpenchallenge AMP Cross LTD“: Der Nutzer sucht nach einem ganz bestimmten Produkt. Diese Suchanfrage kann auch als produktspezifisch bezeichnet werden.

Bei transaktionsgetriebenen Suchen steht ein potenzieller Kunde meist am Ende der Customer Journey – also kurz vor dem Kauf. Dementsprechend viele Shops versuchen daher darauf zu optimieren. Hier ist es meist schwerer nach vorne zu kommen.

3. Navigationsgetriebene Suchanfrage

Eine weitere Suchintention wäre eine navigationsgetriebene Suchanfrage. Hier sucht der User nach einer bestimmten URL oder Unterseite einer konkreten Website, z. B. „Telefonnummer Zalando“ oder „Kundensupport Otto.de“.

search intent kundensupport
Abb: Der User sucht einen bestimmten Bereich auf einer Website.

Tipp: Shopbetreiber müssen ihre Keywords genau kennen und den Search Intent der Nutzer genau bestimmen können, um die passenden Inhalte dafür zu erstellen. Wird der Search Intent nicht befriedigt, wird der Shop auch nicht zum Keyword ranken.

4. Wie den Search Intent zu seinen Keywords herausfinden?

Je generischer ein Begriff, desto schwierig ist es, hier eine klare Nutzerabsicht zu bestimmen. Generische Begriffe wie „Feuerlöscher“ lassen sich nicht genau einordnen. (Will der Nutzer wissen, was ein Feuerlöscher ist, welche Modelle es gibt oder wo man einen kaufen kann?).

Je spezifischer ein Begriff wird, desto besser lässt sich der Search Intent bestimmen. Die Suchanfrage „Feuerlöscher kaufen“ ist z. B. klar kommerzgetrieben. Der Nutzer möchte eine Auswahl an Feuerlöschern vorfinden und diese kaufen können.

Tipp: Search Intent bestimmen: Shopbetreiber schauen sich zu den jeweiligen Keywords am besten immer die TOP 10 in den Suchergebnissen an. Welche Informationen bieten diese an und welchen Search Intent befriedigen sie?

5. Short, Mid und Longtail Keywords

Weiter geht es bei der Keyword-Analyse mit der Bestimmung nach Short, Mid und Longtail Keywords.

  • Shorttail sind oft generische Suchbegriffe – mit einem hohen Suchvolumen, aber einer ungenauen Intention der Nutzer. Hier ist die Konkurrenz besonders groß. (Beispiel „Feuerlöscher)
  • Midtail haben ein geringeres Suchvolumen, dafür ist die Suchintention leichter zu verstehen und die Conversion meist besser. (Beispiel „Feuerlöscher kaufen“)
  • Longtail haben das geringste Suchvolumen, dafür sind diese sehr genau in der Suchintention und die Konkurrenz ist oftmals schwächer als bei generischen Begriffen. (Beispiel „Feuerlöscher für Auto kaufen“)

Zusammenfassung: Wie finde ich jetzt die richtigen Keywords für meinen Shop?

Für Onlineshops kann es sich lohnen, auf Mid- und Longtail Keywords zu optimieren. Zwar ist das monatliche Suchvolumen niedriger, aber durch den genaueren Search Intent ist die Conversion hier meist besser und die Konkurrenz schwächer, sodass man schneller nach vorne kommt.

Die richtigen Keywords finden:

  • Wonach sucht meine Zielgruppe? Welche Begriffe verwendet sie?
  • Alle Keyword-Ideen sammeln
  • Tools, wie Ahrefs.com oder kwfinder.com, nutzen, um das monatliche Suchvolumen der Keyword-Ideen herauszufinden

 Keywords analysieren:

  • Welchen Search Intent haben die Keywords?
  • Welche Inhalte braucht demnach der Shop?
  • Kommerz- und transkationale Keywords: führen zu mehr Verkäufen, da der Suchende in der Customer Journey schon kurz vor dem Kaufabschluss steht
  • Mid- und Longtail Keywords haben meist eine deutlich bessere Conversionsrate als Shorttail Keywords
  • Informationsgetriebene Suchanfragen nicht unterschätzen! Hier können potenzielle Kunden besonders früh in der Customer Journey abgeholt werden und später noch zu Kunden werden.

Die richtigen Keywords sind Suchbegriffe, deren Search Intent der Shop befriedigen kann, durch seine Produkte, Kategorien oder Informationsartikel.

Onlineshop-Betreiber sollten bei jeder Recherche eine Keyword-Master-Liste erstellen, auf deren Grundlage der Shop optimiert werden soll. Hier sollte festgehalten werden, welche URL auf welches Keyword optimiert wird, um die Übersicht zu behalten.

Keyword-Map Clustering
Abb.: Beispiel einer Keyword-Liste (Keyword-Map), die zur Übersicht während der Optimierung dient.

Wie so eine finale Keyword-Liste erstellt wird, haben wir in diesem Blogartikel erklärt: Keyword-Recherche: Eine komplette Anleitung.

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OnPage und technisches SEO für Onlineshops

Die OnPage-Optimierung, auch technisches SEO genannt, bezeichnet alle Optimierungen auf der Shopwebsite selbst. Es gibt zahlreiche Faktoren, die es zu optimieren gilt:

1. Title und Meta Description (Snippet Optimierung)

Jede URL, die ranken soll, sollte eine klickstarke Title Tag und Meta Description haben. Das jeweilige Keyword an den Anfang stellen und nach Möglichkeit einen USP einbauen. In der Meta Description sollten neben dem Keyword weitere USPs aufgezählt werden.

Title Tag für Onlineshops

Abb.: Gutes Beispiel von aboutyou.de: Das Keyword „Herrenschuhe“ steht ganz am Anfang, dahinter ein zusätzliches USP „0€ Versand“ und der Brandname am Ende.

Zu vermeiden gilt es, im Title Tag und der Meta Description sinnlos ganz viele Keywords aneinanderzureihen – so etwas durchschaut Google natürlich und auch kaum ein User wird darauf klicken. Title Tag und Meta Description sollten aussagekräftig und mit einem Hauptkeyword versehen sein.

Der Title sollte etwa 50-60 Zeichen lang sein – technisch gesehen liegt die maximale Größe des Title Tags laut Google bei 600px. Die Meta Description sollte ein Länge von 130 bis 150 Zeichen haben.

Der Title Tag ist ein direkter Rankingfaktor. Deshalb sollte hier viel Wert auf die Optimierung gelegt werden. Die Meta Description ist ein indirekter Faktor. Beide können die CTR (Klickrate auf das Snippet) in den Suchergebnissen (SERPs) stark beeinflussen, was ein wichtiger Rankingfaktor ist. Hohe CTR = bessere Rankings.

Laut dem Test der Agentur distilled.net auf How to Write an Incredible Title Tag werden Snippets häufiger angeklickt, wenn der Preis und / oder die Jahreszahl im Title stehen – hier sollten Shopbetreiber selbst testen, was funktioniert.

Allzeit beliebt ist es, die sogenannten Meta Keywords auszufüllen – ein Trugschluss: Die Suchmaschinen bewerten die Meta Keywords nicht.

Tipp: Überprüfe manuell über die Google-Suche, wie die Snippets des Shops angezeigt werden. Übernimmt Google diese nicht wie gewünscht, heißt es nochmal ransetzen und die Snippets überarbeiten. Mit app.sistrix.com/de/serp-snippet-generator kann man sich sein Snippet im Voraus anzeigen lassen

Zusammenfassung: Optimierung von Title Tag und Meta Description

  • Title Tag 50-60 Zeichen lang
  • Meta Description 130-150 Zeichen lang
  • Aussagekräftig formulieren – zum Klicken animieren!
  • Kein Keyword-Spam
  • 1x Keyword am Anfang einbauen und USP nennen
  • Brandname am Ende ist keine Pflicht

2. Duplicate Content vermeiden

Duplicate Content (Doppelte Inhalte) bedeutet, dass inhaltsgleiche Texte auf verschiedenen URLs aufrufbar sind. Hier spricht man dann von einem Duplicate Content Problem.

Dieses führt zu keiner Abstrafung vonseiten Google, jedoch weiß die Suchmaschine dann unter Umständen nicht, welche URL jetzt zu einer Suchanfrage ranken soll. Es kommt zu einer sogenannten Keyword-Kannibalisierung, d. h. es ranken mehrere URLs zum gleichen Keyword und machen sich somit gegenseitig Konkurrenz. Mit so einem Fehler ranken die URLs in der Regel alle sehr schlecht und landen auf den hinteren Seiten.

Zusätzlich kommt die Qualitätsfrage ins Spiel: fehlender unique Content ist für Google meist ein Zeichen schlechter Qualität, was die gesamten Rankings der Website verschlechtert.

Wie Duplicate Content bei Onlineshops finden und beheben?

Mit Tools wie siteliner.com oder seobility.net kann interner duplicate Content gefunden werden. Mit Copyscape oder Plagscan kann externer duplicate Content leicht gefunden werden.

Die Behebung von duplicate Content kann etwas aufwändiger sein:

  • Komplettes Löschen der doppelten Inhalte auf der Website
  • Inhalte verändern oder neu schreiben, sodass keine Dopplungen mehr vorkommen
  • Duplikate auf noindex setzen, um doppelte Inhalte auszuschließen
  • Einsatz eines Canonical Tags, damit die Suchmaschine weiß, dass es sich um ein Duplikat handelt
  • Blockierung von URLs und Verzeichnissen über die Robots.txt – eine reine Notlösung, da es passieren kann, dass die Seiten trotzdem von Google indexiert werden

3. Ecommerce Shop-Kategorien richtig optimieren

Die Kategorien eines Onlineshops lassen sich gut auf produktunspezifische Keywords optimieren: Der User will eine Art von Produkten haben, weiß aber noch nicht genau, was er sucht oder kennt den genauen Produktnamen nicht.

Beispiel: der Suchbegriff „Herren Adidas Sneaker“, ist unspezifisch, da nicht klar ist, welchen Sneaker von Adidas der User genau haben will. Daher eignen sich hier Kategorien besonders gut, um möglichst viele Produkte – in diesem Fall: viele verschiedene Adidas Sneaker für Herren – anzuzeigen. Der Nutzer kann das gewünschte Modell dann selbst auswählen.

Doch wie optimiert man Kategorien bei Shops?

Kategorietexte:

Wenn möglich, sollte man einen kurzen, 50-100 Wörter langen Text als Intro anbieten, gefolgt von den Produkten. Im Introtext sollte ein- bis zweimal das Keyword, zu dem die Kategorie gefunden werden soll, vorkommen. Der Introtext ist keine Pflicht, es geht auch ohne.

Was allerdings Pflicht ist, ist der Text unterhalb der Produkte, auch Kategorietext genannt. Hier niemals einen inhaltsleeren „Pseudo-SEO-Text“ einbauen. Der Text zur Kategorie muss einen hohen Mehrwert für den Nutzer haben und die Fragen der Besucher beantworten können.

Auch das Design ist wichtig. Eine Textwüste wird niemand lesen wolle. Ein Text hingegen, der abwechslungsreich gestaltet ist, unter anderem mit

  • Zwischenüberschriften,
  • Absätzen,
  • Highlight-Boxen,
  • Tabellen,
  • Bildern,
  • Aufzählungen,
  • Videos,
  • Audios,
  • FAQs

und vielem mehr regt zum Lesen an und kommt bei den Lesern gut an – genau das belohnt Google dann mit guten Rankings.

Beispiel: https://www.real.de/spiele/

Kategorie Onlineshop

Abb.: Kategorie „Spiele“ bei real.de (https://www.real.de/spiele/)

Zunächst ist unter der Kategorie „Spiele“ eine große Auswahl an Spielen zu finden – soweit unspektakulär. Das Highlight aber ist der „Spiele-Ratgeber“, der gar nicht für die Kids gemacht ist, die gerne Videospiele spielen – die wissen sowieso schon alles darüber. Nein, dieser Text ist für Eltern geschrieben, die ihren Kindern etwas kaufen möchten, aber keine Ahnung von Videospielen haben.

Im Text werden wichtige Fragen zu Videospielen geklärt, wie „Welche Genres gibt es?“, „Welches Spiel passt zu welchem Alter?“ und so weiter. Dieser Text stellt eine detaillierte Kaufberatung dar und so ein Inhalt erhält entsprechend guter Rankings bei Google.

Shopkategorie
Abb. Sistrix.de: Die URL https://www.real.de/spiele/ allein hat über 100 TOP-10 Rankings

Merke: Jede Kategorie, die bei Google gut gefunden werden soll, muss einen Text mit einem echten Mehrwert unterhalb der Produkte haben. Dieser Text soll die Fragen der Nutzer bestmöglich beantworten und dem Besucher als eine Art Kaufratgeber dienen. "Pseudo-SEO-Text" bringt nichts mehr.

Textlänge

Es gibt keine optimale Wortlänge für so einen Kategorietext. Orientieren sollte man sich an den Seiten, die in den Suchergebnissen unter den TOP 10 landen. Was schreiben diese und wie lang sind die Texte?

Shopbetreiber sollten auf keinen Fall versuchen, plump die gleichen Fragen zu beantworten wie die Konkurrenz, sondern einen besseren, detailreichen Text erstellen:

  • Kategorietexte sind enorm wichtig für gute Rankings.
  • Der Text sollte die Fragen und Probleme der Zielgruppe beantworten und lösen können.
  • Die Kategorietexte sollen einen echten Kaufratgeber darstellen – „SEO-Texte“ funktionieren nicht mehr.
  • Fragen der Nutzer lassen sich z. B. über Answerthepublic.com herausfinden.

Filterseiten

Bei Kategorien können aufgrund von Filterseiten schnell Duplicate-Content-Probleme entstehen. Solche Seiten haben eine Sortierfunktion, wie z. B. bei einer Kategorie für Damenschuhe, in der nach Größe, Farbe, Hersteller und vielem mehr ausgewählt werden kann. Jede Auswahlmöglichkeit kann eine eigenständige URL sein. Dadurch entstehen aber stellenweise doppelte Inhalte, wenn der Kategorietext immer mit angezeigt wird.

Das lässt sich verhindern, wenn man die Filterseiten auf noindex setzt oder zur Not über die Robots.txt-Datei einen Disallow-Befehl setzt, wie hier im Beispiel von Aboutyou.de:

Robots.txt Beispiel

Abb.: Auszug der Robots.txt Datei von Aboutyou.de – hier werden bestimmte Filterparameter blockiert, um das Crawlerbudget nicht unnötig zu überziehen.

Paginierung

Durch Kategorieunterseiten kann ebenfalls Duplicate Content entstehen und die Suchmaschinen wissen unter Umständen nicht, welche Kategorie jetzt ranken soll. Da solche Unterseiten laut Google nicht auf noindex gesetzt werden sollen, ist es ratsam, die Kategorie-Unterseiten zunächst einmal zu minimieren.

Pro Kategorieseite kann man möglichst viele Produkte anzeigen lassen. Dank Lazy Loading der Bilder verschlechtern sich die Ladezeiten in der Regel auch bei einer hohen Anzahl von Produkten nicht.

Zweiter Schritt: Nur die erste Kategorie-Seite sollte einen Kategorietext haben. Auf den darauffolgenden Unterseiten sollte dieser nicht mehr stehen. Besser ist es, den Title Tag und die Description der Unterseite individuell zu halten. Das lässt sich erreichen, indem „Seite N“ im Titel und in der Meta-Description angefügt wird.

  • Paginierung ist die Seitennummerierung bei Shopkategorien. Diese können oft duplicate Content Probleme haben.
  • Google empfiehlt es nicht, die Unterseiten auf noindex zu setzen, da die internen Links dadurch auf nofollow gesetzt werden.
  • Nur die Start- / Übersichtseite (Komponentenseite) der Kategorie sollte Text haben, die Unterseiten nicht.
  • Die Komponentenseite sollte mittels Canonical Tag auf sich selbst zeigen.
  • Title Tag und Meta Description der Unterseiten sollten einzigartig sein.

4. Produktseiten optimieren

Wie bei den Kategorien, gilt es auch die Produktseiten, wenn möglich, auf bestimmte Keywords, wie Produktnamen oder Produktbezeichnungen, zu optimieren. Der Suchende will ein bestimmtes Produkt haben. Daher haben Produktseiten einen sehr genauen Search Intent (produktspezifisch).

Wichtig bei der Optimierung: Keine Inhalte von Hersteller-Seiten übernehmen! Bei Produkten werden in der Regel keine ausführlichen Beratungstexte benötigt. Der Besucher weiß schon, dass er genau dieses Produkt haben will und braucht keinen ausführlichen Beratungstext mehr. Angaben zum Preis, der Lieferbarkeit und weitere Informationen zum Produkt sind in der Regel völlig ausreichend.

  • Der Search Intent bei Produktseiten ist sehr klar: Der User will das Produkt haben. PUNKT.
  • Meist ist kein großer Text nötig. Produkteigenschaften, Kundenbewertung und häufige Fragen speziell zu dem Produkt genügen.

Was tun bei Produkten, die nicht mehr vorhanden sind?

Bei vielen Online-Shops kommt es vor, dass ein Produkt mal nicht mehr lieferbar ist. Viele Shopbetreiber löschen daraufhin die Produkt-Unterseite bzw. URL. Hatte diese URL bisher allerdings Traffic und Rankings, kann sich dies negativ auswirken. Eindeutig besser ist es, die alte URL zum nicht mehr lieferbaren Produkt mittels einer 301-Weiterleitung zu einem alternativen Produkt führen zu lassen. So werden Kunden, die z. B. die alte URL als Lesezeichen im Browser, in einer E-Mail o. Ä. abgespeichert haben, direkt zum richtigen Nachfolgerprodukt weitergeleitet.

Auch für Google hat dies den Vorteil, dass die Rankings zur alten URL meistens erhalten bleiben können, wenn rechtzeitig eine 301-Weiterleitung zu einem ähnlichen Produkt eingebaut wird.

  • Bevor ein Produkt gelöscht wird, prüfen, ob Rankings und Traffic vorhanden sind
  • Wenn ja, 301-Weiterleitung auf ein ähnliches Produkt
  • Keine Weiterleitung zur Startseite – das kann als Soft-404-Fehler ausgelegt werden
  • Wenn kein Traffic und keine Rankings vorhanden sind, die URL löschen und als 404 oder 410 ausliefern

5. Informationsarchitektur

Die Informationsarchitektur hilft dabei, dass Mensch und Suchmaschine den Shop verstehen und alle wichtigen URLs schnell finden. Sind wichtige Kategorien, Produkte oder sonstige Informationen zu tief in der Informationsarchitektur versteckt, sind diese für die Suchmaschinen weniger relevant.

  • Menü: Alle wichtigen Kategorien verlinken.
  • Footer: Seiten, wie das Impressum, Newsletter Anmeldung, Datenschutz oder auch Blog / Magazin lassen sich hier platzieren.
  • Broken Links (404 Fehler) sind ein Zeichen einer schlechten Informationsarchitektur und sollten behoben werden.
  • Interne Links im Fließtext helfen zusätzlich, wichtige Seiten intern zu verlinken.
  • Bei internen Links immer klare Linktexte verwenden, nie mit „Hier“ oder anderen generischen Begriffen verlinken.
  • Die Informationsarchitektur breit und flach halten: Jede URL, die im Shop ranken soll, sollte von der Startseite aus mit 3-4 Klicks (Klicktiefe) erreichbar sein.

Die Klicktiefe kann mit Gephi oder Screaming Frog analysiert und visualisiert werden. Gibt es URLs, die erst nach mehr als vier Klicks von der Startseite aus erreichbar sind, sollten diese weiter nach vorne geholt oder, wenn sie nicht benötigt werden, gelöscht werden.

SEO Tools

Gephi Beispiel

Screaming Frog Anleitung interne Verlinkung visualisieren 2

Screaming Frog interne Verlinkung visualisieren

6. Crawling und Indexierung steuern

Es sollten nur relevante Seiten indexiert werden. Damit zeigen wir Google, welche URLs wichtig sind und ranken sollen.

  • Alle URLs, die keine Suchintention oder sonstige Relevanz haben, sollten gelöscht werden.
  • Seiten, die nicht gelöscht werden können (wie z. B. das Impressum), sollten auf noindex,follow gesetzt werden.
  • Vor dem Löschen immer sicherstellen, dass die URL keinen Traffic, keine Rankings und keine Backlinks hat.

Durch diese Pflege, auch „URL Management“ genannt, optimieren wir die Crawling-Rate des Shops und vermeiden, dass Low-Quality-Seiten im Suchindex landen. Gibt es nämlich zu viele davon, sinkt auch die gesamte Qualität der Website bei Google und damit werden wertvolle Rankings und Traffic gefährdet. Eine XML Sitemap kann bei der Indexierung helfen.

PRG-Pattern

Um zusätzliches Crawlerbudget zu sparen, kann bei größeren Shops alternativ auch das Post-Redirect-Get-Pattern (PRG Pattern) zum Einsatz kommen. Durch die Filtervarianten in Onlineshops entsteht oftmals eine hohe Anzahl an URLs. Das PRG Pattern hilft dabei, dass immer die richtigen URLs von Google indexiert werden. Dadurch wird der Google-Bot beim Crawlen der Website weniger URLs auslesen, als wenn Seiten über Canonical Tags oder Noindex-Attribute markiert werden. Bei URLs z. B., die dynamisch generiert werden, hilft das enorm, Crawlerbudget zu sparen.

7. Keyword-Kannibalisierung vermeiden

Wenn mehrere URLs auf das gleiche Keyword optimiert sind und deshalb insgesamt schlechter ranken, nennt man das Keyword-Kannibalisierung. Der Google Crawler weiß nicht, welche der URLs zu einem bestimmten Keyword ranken soll. Dadurch konkurrieren die URLs um das gleiche Keyword und bessere Rankings werden verhindert. Das kann zu einem häufigen Auf und Ab der Rankings führen – mal rankt die eine URL zum Keyword und dann wieder die andere .

Keywords clustern verhindert Kannibalisierung

Das Zusammenlegen von ähnlichen Keywords zu einem Keyword Cluster ist sinnvoll. Diese drei Keywords könnten z. B. auf einer URL beantwortet werden:

  • „SEO Tools Test“
  • „SEO Tools Test [Jahr]“
  • „SEO Tools im Test [Jahr]“

Es ist wichtig festzulegen, welche Suchbegriffe zusammenpassen und so bei der Keyword-Analyse ein Keyword-Set für jede Seite zu erstellen. Dadurch lässt sich die Kannibalisierung von Keywords durch identische oder ähnliche URLs untereinander vermeiden. Weitere Informationen zum Thema Keyword-Clustering gibt es hier searchenginewatch.com.

8. URL-Struktur für SEO

Die URL-Struktur ist kein direkter Rankingfaktor, übermittelt jedoch Besuchern und Maschinen bereits wichtige Informationen. „Schlechte“ Strukturen gefährden die Suchmaschinenrankings. Dazu gehören z. B.:

Dynamische Parameter

Als dynamische Parameter werden Wertepaare bezeichnet, die direkt in der URL einer Webseite angegeben werden. Eine URL mit solchen Parametern kann z. B. so aussehen: https://www.beispielseite.de/index.php?id=7424. URLs mit solchen dynamischen Parametern können schnell Duplicate Content verursachen, wenn identische Inhalte durch dynamische Parameter unter verschiedenen URLs aufrufbar sind.

Session IDs

Ähnlich wie URLs mit dynamischen Parametern, können auch URLs mit Session IDs Duplicate-Content-Probleme verursachen und sollten daher vermieden werden. Deshalb sollten niemals dynamische, sondern immer nur statische URLs eingesetzt werden.

Empfehlungen

  • Verwende möglichst kurze URLs.
  • Nicht zu lange und nicht zu viele Unterverzeichnisse anlegen, da Suchmaschinen-Crawler damit Probleme haben können (z. B. online-shop.de/herrenschuhe/sneakers ist besser als online-shop.de/cm/nl-de/shop/mag/11-QNRAR&pf-rd_p=cc-60e-950-4b8f-8a95-efc7).
  • Keine Session-IDs oder sonstige Parameter verwenden.
  • Aussagekräftige URLs erstellen: Anhand der URL sollte der Besucher den Inhalt der Seite schon im Voraus erahnen können (sprechende URLs, z. B. shop.de/schuhe/).
  • Lassen sich dynamische Parameter nicht vermeiden, sollten z. B. Canocinal Links verwendet werden, um den Suchmaschinen klar zu zeigen, welche Inhalte indexiert werden sollen.

Vorsicht vor Änderungen der URLs

Anpassungen im Nachhinein vorzunehmen, kann kompliziert werden. Auch wenn gleiche Inhalte auf den URLs sind, die Suchmaschinen bewerten jede Änderung als komplett neue URL und die muss dann neu gecrawlt und bewertet werden.

Bei Änderungen sollte man deshalb unbedingt mit 301-Weiterleitungen arbeiten. Das zeigt Google, dass die alte, dauerhafte URL auf die neue weitergeleitet wurde.

Die URL-Struktur hat indirekten Einfluss auf die Rankings. Wenn man beispielsweise dynamisch wechselnde URLs nicht im Griff hat, kann sich das negativ auswirken. Klare Strukturen sind wichtig für eine einwandfreie Indexierung.

9. Ladezeiten

Ein Onlineshop muss schnell laden. Zu lange Ladezeiten können gute Rankings verhindern und beeinträchtigen negativ die Conversion (Kaufabschlüsse), da viele Besucher die Website wieder frühzeitig verlassen werden.

Dabei zählt jede Millisekunde – niemand, egal ob Suchmaschine oder Mensch, will lange warten, bis er auf einen Shop zugreifen kann.

Googles empfohlene Ladezeiten für Shops:

… there have been studies by Akamai who found that two seconds is actually the threshold for e-commerce site acceptability. Meaning that that’s what users like to shop with. At Google, we aim for under a half second. – Maile Ohye, Google, 2010

Nach unseren Erfahrungen sind Ladezeiten von 1-1,5 Sekunden bereits sehr gut und ein anzustrebender Wert.

Mit diesen Tools lassen sich Ladezeiten testen:
tools.pingdom.com
webpagetest.org
developers.google.com/web/tools/lighthouse

Folgende Punkte können die Ladezeiten verbessern

  • Hoster:

Billig-Anbieter bei Hosting-Diensten haben in der Regel keine guten / leistungsstarken Server und können die Ladezeiten wie ein Klotz am Bein in die Länge ziehen. Hier sollten entsprechend teurere Premiumanbieter gewählt werden, die sich aufs Hosting von Shops spezialisiert haben. Die Mehrkosten werden sich auf jeden Fall auszahlen.

  • Caching:

Aktives Browser-Caching kann die Ladezeiten spürbar reduzieren. Viele CMS-Systeme bieten Caching-Erweiterungen an.

  • Dateien zusammenlegen:

Gzip-Komprimierung kann die Datenlast minimieren. Java- und CSS-Scripts zusammenzufassen, kann die Ladezeiten ebenfalls verbessern.

  • SSL-Verschlüsselung ist ein Musthave:

Durch eine aktive HTTP/2-Verschlüsselung kann die Ladezeit zusätzlich optimiert werden, außerdem bekommt der Shop von den Nutzern dann mehr Vertrauen geschenkt.

  • Bilderkomprimierung:

Zu große Bilddateien beanspruchen bei vielen Shops die meiste Ladezeit. Durch komprimierte Bilder, z. B. mit https://tinyjpg.com/, lassen sich Ladezeiten einsparen.

10. Strukturierte Daten für Shops

Strukturierte Daten (Markups) sind Informationen, die von den Suchmaschinen ausgelesen werden, um die Inhalte einer Website besser verstehen zu können. So können Angaben zu Preisen, Produkten, Öffnungszeiten und vielem mehr gemacht werden. Auf google.com/structured-data/testing-tool kann überprüft werden, ob die Daten richtig eingebaut wurden.

Merke: Strukturierte Daten sind kein direkter Rankingfaktor, jedoch kann Google den Shop und die Inhalte dadurch besser verstehen. Mit Strukturierten Daten können Rich Snippets (z. B. Sternebewertungen oder FAQ Markups) erzeugt werden. Dadurch kann die Klickrate verbessert werden, was zu besseren Rankings führt.

Prodcut Review

Rich Snippets Prodcut Review – Mittels strukturierter Daten können die Snippets deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Diese Markups sind besonders für Shops interessant:

Die Implementierung kann über verschiedene Wege erfolgen, wie über ein spezielles HTML oder über den Google Tag Manager. Auf der offiziellen Google Website gibt es eine Anleitung dazu.

Internationales SEO für Onlineshops

Soll der Onlineshop in mehreren Ländern in der Google-Suche erscheinen, ist es wichtig, die jeweiligen Länder und Sprachversionen mit hreflang-tags auszuzeichnen.

Durch die Verwendung des hreflang-tag wird Google die geografische Ausrichtung des Shops mitgeteilt und entsprechend den Nutzern in den jeweiligen Ländern ausgespielt.

  • So ein Code kann z. B. so aussehen: link rel="alternate" hreflang="en-GB" href="shop.de"
  • Auf app.sistrix.com/de/hreflang-generator kann der jeweilige Sprachcode erstellt werden.
  • Fehler können hier fatale Konsequenzen mit sich bringen, wenn die falsche Sprachversion des Shops für das falsche Land ausgespielt wird. Deshalb muss nach dem Einbau unbedingt der hreflang-tag überprüft werden. Z. B. über den hrflang-Validator von Sistrix: app.sistrix.com/de/hreflang-validator

Die verschieden Sprachversionen sollten in Verzeichnissen und nicht in Subdomains eingebettet sein – Beispiel: onlineshop.de/en/ oder onlineshop.de/uk/.

Die gesamte Linkkraft und der Trust werden so auf der Domain des Shops gebündelt. Eine Subdomain hingegen (z. B. uk.onlineshop.de) wäre für Google eine komplett neue Domain, die Linkkraft und Trust erst wieder neu aufbauen muss.

Content Marketing als SEO Booster

Viele Shops machen einen gravierenden Fehler: Sie konzentrieren sich ausschließlich auf die Suchenden am Ende der Customer Journey. So optimieren sie z. B. auf produktspezifische und -unspezifische Suchbegriffe (wie „Rasenmäher kaufen“), ignorieren aber Suchbegriffe am Anfang oder Mitte der Customer Journey (wie „Bester Rasenmäher“), die vermehrt informationsgetrieben sind. Auch wenn der User am Anfang der Customer Journey steht, kann er früher oder später trotzdem noch zum zahlenden Kunden werden.

Solche informationsgetriebenen Suchbegriffe lassen sich gut auf einem shopeigenen Blog, Magazin oder Wiki beantworten. Auch Videos und Podcasts können dafür genutzt werden.

Keywords für Content Marketing finden: Mit Tools wie alsoasked.com oder answerthepublic.com können informationsgetriebene Keywords besonders gut recherchiert werden. Es ist meist leichter, zu Informations- und Longtail Keywords nach vorne zu kommen. Shops, die nicht nur reine Verkaufs-, sondern auch Informationsseiten haben, bekommen von Google mehr Vertrauen.

Google: Die Google-Suche selbst liefert häufige Nutzerfragen zu Suchbegriffen über seine Autocomplete-Funktion und die Kategorie „Nutzer fragten auch”.

Merke: Aggressive Werbung hat im Content Marketing nichts verloren: Die Inhalte sollen rein informierender Art sein. Shopbetreiber sollten überlegen, mit welcher Contentform sie ihre Zielgruppe am besten erreichen können und einen Themenplan haben – eine gut ausgearbeitete Content Marketing Strategie ist hier unumgänglich. Content Marketing bringt dem Shop nicht nur neue Besucher, sondern kann auch zum Backlinkaufbau genutzt werden.

Linkaufbau für Online Shops

Backlinks sind nach wie vor ein wichtiges Rankingsignal. Qualitativ hochwertige Backlinks steigern die Rankings bei Google. Allerdings kann beim Linkaufbau vieles schiefgehen.

Google bestraft Websites, die ein überoptimiertes Linkprofil haben, mit schlechten Rankings.

  • Vorsicht vor Billig-Links auf Fiverr, Ebay und Co. Wer denkt, für ein paar wenige Euros gute Links zu erhalten, wird schnell enttäuscht werden.
  • Gute Links sind Verlinkungen von themenrelevanten Seiten, die selbst über ein gutes Linkprofil verfügen und viel Traffic haben.
  • Besonders im Google E-A-T Modell sind gute Backlinks ein wichtiges Signal für die Autorität eines Shops. Sie liefern den Beweis, dass Google einem Onlineshop vertrauen und ihn entsprechend besser ranken lassen kann.

Tipps, um hochwertige Links zu bekommen

Tipp 1. Links von Herstellern

Linkpartnerpartnerschaft SEO für Shops

Die ersten Links, die leicht aufzubauen sind:

Viele Onlineshops produzieren ihre Produkte nicht selbst, sondern kaufen Ihre Produkte bei diversen Herstellern.

Oftmals haben diese Hersteller auch eigene Websites, die mit etwas Glück über ein starkes Linkprofil verfügen. Hier den Hesteller anschreiben/anrufen und nach einer Verlinkung einfach fragen, wenn möglich.

Mit Tools wie Majestic oder Ahrefs lassen sich die Linkprofile der Konkurrenz analysieren und die guten Links ausfindig machen.

Hier kann versucht werden, die besten Links der Wettbewerber nachzubauen.

Sobald die besten Links identifiziert worden sind, sollte man diese kontaktieren und ebenfalls nach einer möglichen Kooperation oder direkt nach einer Verlinkung fragen.

Tipp 2. Linkprofil der Konkurrenz nachbauen

Links finden und nachbauen
Links nachbauen der Konkurrenz - Analyse z. B. möglich mit Majestic.com

Tipp 3. Linkaufbau durch Content Marketing und Content Distribution (Linkbait)

Durch regelmäßige neue Inhalte, die aus der Masse hervorstechen, können gute Backlinks ohne weiteres Zutun generiert werden. Das hört sich zu schön an, um wahr zu sein? Der Haken ist: Bis die Links von anderen Websites kommen, kann es sehr lange dauern. Wenn noch niemand weiß, dass es gute Inhalte auf der Website gibt, wird auch niemand darauf kommen, diese zu verlinken.

Die Content Distribution ist dafür verantwortlich, den Content bekannter zu machen. Der Outreach, also das Kontaktieren von Webmastern und Online-Journalisten, hat das Ziel, auf den Content aufmerksam zu machen und Links zu generieren. Damit Content verlinkt wird, müssen einige der folgenden Regeln eingehalten werden. 

Eigenschaften von verlinkungswürdigen Content:

  • passt zum Onlineshop
  • ist relevant für die Zielgruppe, liefert z. B. Erkenntnisse oder Lösungen,
  • ist informativ und bietet echten Mehrwert,
  • ist emotionalisierend (negativ wie positiv),
  • ist unterhaltsam: Wow-Effekt erschaffen,
  • wirkt identitätsstützend (Teilen / Verlinken dient dem Selbstmarketing des Teilenden),
  • ist authentisch und wahr,
  • ist gut recherchiert,
  • ist handwerklich professionell umgesetzt.

Ein Beispiel, wie ein erfolgreicher Linkbait aussieht:

YOU VS. THE KARDASHIANS

Auf missyempire.com wurde ein Gehaltsrechner veröffentlicht, mit dem der Nutzer sich anzeigen lassen kann, wie lange Kim Kardashian braucht, um das angegebene Gehalt zu verdienen.

Die Dame verdient 52 Mio. US-Dollar pro Jahr – ein durchschnittliches Jahresgehalt von 60.000 Dollar verdient sie innerhalb weniger Stunden.

Das Ergebnis

  • Die Seite hat über 700 Backlinks generiert, u. a. von Mashable, Cosmopolitan, Daily Mail, Glamour, Refinery29, MTV
  • Der Gehaltsvergleich-Rechner hatte in den ersten vier Wochen mehr als 200.000 Besucher
YOU VS. THE KARDASHIANS
Abb.: Gehaltsvergleich-Rechner „YOU VS The Kardashians“ auf https://www.missyempire.com/you-vs-the-kardashians/

Warum hat der Rechner so gut funktioniert?

Der Rechner wurde entsprechend verbreitet, indem möglichst viele Webmaster und (Online‑)Journalisten kontaktiert wurden. Dass der Rechner so gut ankam und als Linkbait funktioniert hat, hat verschiedene Gründe: 

  • Das Thema spricht eine große Masse an
  • Alle kennen die Kardashians
  • Es ist emotional (das eigene Gehalt!)
  • Die perfekte News für Journalisten / Reporter
  • Der Rechner muss verlinkt werden, damit der Leser weiß, worum es geht

Einen Linkbait zu erstellen, der so gut funktioniert, ist natürlich sehr schwer. Um erste Erfolge mit Content Marketing zu erzielen, sollte regelmäßig Content erstellt werden. Das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit, Backlinks zu generieren.

Tipp 4. Schlechte Links erkennen und entwerten

Schlechte Links sind Verlinkungen von Websites, die keinen Mehrwert für die Besucher haben und nur für Verlinkungen aufgebaut wurden – sogenannte „Linkschleudern“. Auch fremdsprachige oder themenfremde Links können schädlich sein. Die Optik der linkgebenden Website sagt vieles aus. Entspricht sie nicht modernen Standards, wie einer https-Verschlüsselung oder hat die Website sehr viele ausgehende Links zu unseriösen Seiten, wie Glücksspielseiten, handelt es sich höchst wahrscheinlich um einen schlechten Link. Auch „oldschool“ Webverzeichnisse, Social Bookmarks oder Blogkommentare sind meistens schlechte Links, die kein Shop haben will.

Besitzt der eigene Onlineshop im Linkprofil solche schädlichen Links, sollten die jeweiligen Webmaster angeschrieben werden oder die Links müssen über das Google Disavow Tool entwertet werden. 

Linkbuilding für Onlineshops ist keine Kunst, sondern viel Fleißarbeit. Die Mühe wird in der Regel aber belohnt. Bekommt ein Shop regelmäßig neue Backlinks, werden seine Rankings steigen.

Usability, Design

Google versteht immer besser, ob die Nutzer auf deinem Shop finden, wonach sie gesucht haben und ob sie damit glücklich sind oder nicht. Schlechte Nutzersignale, wie eine kurze Verweildauer und hohe Absprungsraten sind zwar kein direkter Rankingfaktor, können aber indirekt Einfluss nehmen. Denn Google belohnt Websites, die den Nutzern das liefern, wonach sie suchen. Deshalb spielen Nutzerfreundlichkeit (Usability) und Design des Onlineshops eine große Rolle.

Es ist wichtig, den Shop freundlich, einladend und emotional ansprechend zu gestalten und weitere Maßnahmen zu treffen, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erhalten und diese zum Bleiben zu animieren.

Regeln für eine gute Usability bei Shops:

  • Don´t make me think: Der Nutzer versteht den Sinn des Shops innerhalb von 3 Sekunden (welche Nische und welche Produkte).
  • Der Besucher findet sich schnell zurecht und kann alle wichtigen Kategorien gezielt ansteuern ohne suchen zu müssen.
  • Das Design spricht die Zielgruppe an.
  • Der Content ist ansprechend designt und es wird auf Lesbarkeit geachtet. (Bei zu kleiner Schriftgröße lesen weniger Menschen die Texte.)

Mobile first:

Jeder Onlineshop muss auch für mobile Geräte optimiert sein. Immer mehr User surfen über Tablets und Handys durch das Web. Daher muss der Shop auf alle Geräte anpassbar sein und überall schnelle Ladezeiten haben. Mit http://ami.responsivedesign.is/ kann das Design auf verschiedenen Geräten überprüft werden.

Dabei ist es auch egal, wenn die Zielgruppe den Shop nicht so oft über mobile Geräte besucht – Google bewertet seit seiner Mobile-first-Strategie immer die mobile Version des Shops zur Bestimmung der Rankings.

Merke: Positive wie auch negative User Signals sind wichtige Rankingfaktoren geworden und werden in Zukunft immer mehr Berücksichtigung finden. Die Zielgruppe muss sich auf dem Shop schnell zurechtfinden können und sich vom Design angesprochen fühlen.

Brandaufbau für Onlineshops

Brandaufbau bedeutet, dass der Shop zu einer bekannten Marke in seiner Nische und bei seiner Zielgruppe wird. Durch sogenanntes Branding werden der Wiedererkennungswert und das Vertrauen in eine Marke, ein Produkt oder Unternehmen gesteigert. Für SEO hat das einige Vorteile:

  • Die Nutzer klicken in den SERPs häufiger auf deinen Shop, weil sie ihn kennen und ihm vertrauen.
  • Google bewertet hohe Klickraten (CTR) mit besseren Rankings.
  • Es ist leichter, Backlinks von anderen Websites aufzubauen – das Vertrauen ist schon da.

Das Problem: Eine Brand wird man nicht so schnell. Der Erfolg hängt von der Nische ab und davon, wie stark die Mitbewerber sind.

Shops, die ihre Brand bekannter machen wollen, sollten viel Zeit in den Aufbau ihrer Expertise und Online PR investieren. Hier sind die bereits vorgestellten Methoden des Content Marketings und des Linkaufbaus mittels Seeding hilfreich. Durch regelmäßige Erwähnungen in anderen Kanälen, wie Social Media, anderen Websites und vielem mehr, kann die Markenbekanntheit gesteigert werden. Auch bezahlte Ads verhelfen zu mehr Bekanntheit bei der Zielgruppe. Genau diese Bekanntheitssteigerung zahlt sich früher oder später auch in den Rankings bei Google aus.

Beispiele wie Zalando und Aboutyou verstehen es perfekt, ihr Unternehmen immer weiter als Brand aufzubauen, sei es durch TV-Werbung oder clevere Online- und Content-Marketing-Aktionen.

Analyse und Monitoring

Regelmäßiges Monitoring des Shops ist wichtig, um zu überprüfen, ob die ergriffenen Maßnahmen erfolgreich sind oder nicht. Durch SEO-Analysen kann überwacht werden, welche Optimierungspotenziale der Shop noch hat. Analyse und Monitoring sind daher extrem wichtig bei jeder SEO-Kampagne, da die Optimierung sonst einem Blindflug ohne Ziel gleichkommt.

Tools für SEO-Analysen

  • Search Console: Das Tool eignet sich zur Analyse von Crawlbarkeit und bei Problemen auf dem Shop für Google. Hier kann manuelles Indexieren angesteuert werden und vieles mehr.
  • Screaming Frog: Ermöglicht es einen kompletten Crawl einer Website durchzuführen. Das liefert sehr viele Rohdaten und ermöglicht einen Rundumblick über alle Potenziale.
  • Seobility.net: Einsteigerfreundliches SEO OnPage Tool, mit dem man seinen Shop komplett OnPage analysieren lassen kann. Außerdem gibt das Tool wertvolle Tipps zur Optimierung.
  • Ryte: Ebenfalls ein SEO OnPage Tool, mit dem ausführliche Analysen möglich sind.
  • Ahrefs: Durch Linkprofil-Analyse wird überprüft, wie sauber das Linkprofil ist und wo neue Backlinks herkommen. Auch die Mitbewerber lassen sich damit analysieren. Bei negativen SEO-Attacken durch Spam Links können dank Linkmonitoring schnell Gegenmaßnahmen getroffen werden. Alternativen sind Majestic oder Linkresearchtools.

Tools für Monitoring

  • Search Console: Dieses Tool ist nicht nur zur Analyse, sondern auch zum Monitoring von Fehlern und der Klicks, die über die Google-Suche kommen, geeignet.
  • Google Analytics: DAS Tool zur Messung von Traffic und Conversion.
  • Google Tag Manager: Code Snippets, wie Tracking Codes oder Conversionpixel, können ohne Programmierarbeit eingebaut werden.
  • Mouseflow oder Hotjar: Mit diesen Tools können Heatmaps und User Sessions aufgenommen werden, um den Besucher besser zu verstehen und ggf. Probleme gefunden werden.
  • Sistrix oder Metrics.tools: Damit lassen sich die Sichtbarkeit und Rankings des Shops täglich tracken und Veränderungen (positive wie negative) beobachten.

Tipp: Die Konkurrenz schläft nicht! Über Tools wie Sistrix lassen sich auch die Sichtbarkeit und Rankings der Mitbewerber analysieren.

Die Analysen sollten ebenso regelmäßig laufen, wie auch das Monitoring nahezu täglich überprüft werden sollte, um ein richtiges Erfolgsmonitoring zu haben und bei Problemen schnell handeln zu können.

SEO Split Testing

Beim SEO-Split-Test werden URLs mit ähnlichen Inhalten und Aufbau im gleichen Zeitraum miteinander verglichen. Solche Seiten können z. B. Kategorien oder Produkte sein. Hier werden zwei Gruppen gebildet (A und B). Bei Gruppe A werden leichte Veränderungen vorgenommen, wie z. B. das Weglassen einer H1-Überschrift. Gruppe B wird nicht verändert.

Über einen Zeitraum von mehreren Wochen werden die Rankings und der Traffic der beiden Gruppen gegenübergestellt, um zu sehen, ob sich die Änderung, hier das Weglassen der H1, positiv oder negativ auf den Traffic und die Rankings auswirkt.

So kann mit hoher Wahrscheinlichkeit gesagt werden, welche Veränderungen positive oder negative Auswirkungen haben und entsprechend weiter optimiert werden.

Hürden beim SEO Split Testing

Damit das Split Testing funktioniert und die Daten nicht verfälscht werden, sollten alle URLs in den zwei Gruppen über ähnlich hohen Traffic verfügen und inhaltlich sehr ähnlich sein. Es bringt nichts, einen Magazinartikel gegenüber einer Produktseite zu testen.

Es kann und sollte jeder Optimierungshebel genutzt werden, um möglichst viele wertvolle Daten zu erhalten. Wichtig dabei ist, bei den veränderten Testseiten nicht zu viele Punkte auf einmal zu optimieren, sonst weißt man nicht genau, welche Anpassung einen positiven oder negativen Effekt hatte. Mögliche Stellhebel sind:

  • Title Tag anpassen,
  • strukturierte Daten einbauen,
  • Video-Content einsetzen,
  • interne Verlinkung optimieren,
  • neue Backlinks aufbauen,
  • Content erweitern
  • u. v. m.

In der Regel sollte der SEO-Split-Test so lange durchgeführt werden, bis negative oder positive Ergebnisse zu sehen oder eben keine mehr zu erwarten sind – nie zu früh abbrechen!

Der SEO-Split-Test muss zeitlich synchron ablaufen. Testverfahren nacheinander laufen zu lassen, ist kein Split Testing mehr, da die Analyse dann anfällig für externe Faktoren ist, wie:

  • saisonale Schwankungen der Brache,
  • Aktualisierungen der Algorithmen von Google,
  • von der Konkurrenz ebenfalls aktiv durchgeführte Optimierungen,
  • den zwischenzeitlichen Gewinn oder Verlust von Backlinks auf der Website,
  • alle anderen Änderungen, die während dieser Zeit an einer Website vorgenommen werden.

Laut einem Gastartikel von Sam Nemzer von Distilled auf https://moz.com/blog/5-ways-running-seo-split-tests sollten die URLs mindestens 1.000 (!) Besucher pro Tag haben. Besonders bei kleinen und mittleren Shops haben nur sehr wenige bis gar keine URLs so hohe Besucherzahlen über die organische Suche.

Trotzdem SEO Testings durchführen

Auch wenn man keine URLs mit so hohen Besucherzahlen hat, sind Testings trotzdem möglich. Wir empfehlen immer zwei Gruppen (a/b) mit mehreren Kategorien zu erstellen und dort alles gegeneinander zu testen, was möglich ist. Hier lassen sich auch ohne hohe Besucherzahlen zahlreiche Optimierungsansätze testen.

Wichtig zu beachten:

  • Jeder Test sollte mindestens zwei Wochen, besser vier Wochen laufen – nie zu früh abbrechen!
  • Auf den URLs sollte nicht zu viel auf einmal verändert werden, sonst weiß man nicht, welche Optimierung etwas gebracht hat.
  • Die URLs, die gegeneinander getestet werden, sollten sich ähnlich sein beim Traffic, den Rankings und dem Aufbau.
  • Immer zur gleichen Zeit testen, sonst ist es kein richtiger Split Test mehr und externe Faktoren verfälschen möglicherweise die Ergebnisse.

FAQ

Welches Shop-CMS-System ist für SEO am besten?

Es gibt nicht das eine Shop-CMS-System, das am besten für die Suchmaschinenoptimierung geeignet ist. Die meisten Shopsysteme lassen sich gut optimieren. Es gibt allerdings Unterschiede beim Aufwand der Optimierungen, der Möglichkeiten, Plugins zu nutzen, der Kosten bei der Betreuung und vielem mehr. Empfehlenswert sind unter anderem Shopware, Woocommerce, Magento, Prestashop, xt:Commerce und OXID.

Warum SEO für Onlineshops?

Die Google-Suche nutzen millionen von Menschen weltweit. Onlineshops können hier über Keyword-Optimierungen ihrer Inhalte gezielt Besucher abholen und zu Kunden werden lassen. Und obendrein ist der Traffic über die organische Suche kostenlos.

Wann ranke ich mit meinem Shop?

Wann erste Rankings kommen, kommt auf die Keywords an, auf die man optimiert. Bis kurze, generische Begriffe in einem harten Wettbewerberumfeld gut ranken, dauert es deutlich länger als bei längeren Suchbegriffen, die weniger Konkurrenz haben. Auch hängt es davon ab, seit wann der Shop optimiert wird. Ist die Website komplett neu und ohne Backlinks und sonstige Optimierungen, kann es mitunter auch ein ganzes Jahr dauern, bis erste gute Ergebnisse zu sehen sind.

YouTube Video: 5 wichtige SEO Tipps für Onlineshops

Fazit

Suchmaschinenoptimierung ist für alle Onlineshops interessant, die ihre Zielgruppe an jedem Punkt der Customer Journey erreichen wollen. Durch SEO hat jeder Shop die Möglichkeit, seine potenziellen Kunden gezielt über die Google-Suche abzuholen. Dazu kommt, dass millionen von Nutzern tagtäglich die Suche nutzen und mit einer richtigen SEO-Strategie und Umsetzung nicht nur viel Traffic, sondern auch höhere Umsätze generiert werden können.

Noch nicht überzeugt? Dann schau dir in dieser Case Study an, wie wir einem Onlineshop zu 755 % mehr Traffic und zu 75 % mehr Umsatz verholfen haben: Ecommerce Case Study. 

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