Meta Tags (Me­ta­da­ten) – De­fi­ni­ti­on & Er­klä­rung

Aktualisiert: 27. Mai 2026 · ca. 3 Min. Lesezeit · farbentour.de bevorzugen

Meta Tags, auch Me­ta­da­ten ge­nannt, ge­ben In­for­ma­tio­nen an Such­ma­schi­nen (Goog­le, Bing usw.) und Ro­bots wei­ter.

Metadaten erklärt

Meta Tags, auch Me­ta­da­ten ge­nannt, ge­ben In­for­ma­tio­nen an Such­ma­schi­nen (Goog­le, Bing usw.) und Ro­bots wei­ter. Sie wer­den im Kopf (Hea­der) ei­nes HTML-Do­ku­ments hin­ter­legt. Für den User sind sie in den meis­ten Fäl­len nicht sicht­bar.

Me­ta­da­ten stam­men aus den An­fän­gen des In­ter­nets und der Such­ma­schi­nen, als die­sen noch wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen über Web­sites und In­hal­te mit­ge­ge­ben wer­den muss­ten.

Auch heu­te noch be­nut­zen vie­le Such­ma­schi­nen Meta Tags auf Web­sites, um die­se bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen. Ei­ni­ge Meta Tags sind also im­mer noch von Re­le­vanz bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung von Web­sites.

Auf­bau und Bei­spiel ei­nes Meta Tags

Meta Tags wer­den im <head>-Be­reich ei­ner HTML-Sei­te ge­la­den. Über ei­nen Meta Tag kann z. B. die Steue­rung der Such­ma­schi­nen-Bots (Ro­bots), die über die Web­site ge­hen, vor­ge­nom­men wer­den. Das sieht dann so aus im Head-Be­reich:

<head>
<meta name="ro­bots" con­tent="in­dex, fol­low">
</head>

Der Be­fehl „ro­bots“ rich­tet sich di­rekt an die Craw­ler, die über die Web­site ge­hen wol­len. Mit dem Be­fehl „con­tent=in­dex“ wer­den die Such­ma­schi­nen an­ge­wie­sen, den In­halt der Web­site in ih­ren In­dex für die Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­se mit­auf­zu­neh­men.

Hin­weis: Die frü­her ge­bräuch­li­chen Di­rek­ti­ven noodp und noy­dir sind funk­ti­ons­los und ge­hö­ren nicht mehr ins Bei­spiel – sie be­zo­gen sich auf das 2017 ab­ge­schal­te­te Open Di­rec­to­ry Pro­ject (DMOZ) bzw. das 2014 ab­ge­schal­te­te Ya­hoo Di­rec­to­ry; Goog­le igno­riert noodp seit 2017.

Ein voll­stän­di­ges, mo­der­nes <head>-Bei­spiel zum Ko­pie­ren sieht so aus:

<head>
<meta char­set="utf-8">
<meta name="view­port" con­tent="width=de­vice-width, in­iti­al-sca­le=1">
<title>Sei­ten­ti­tel | Mar­ke</title>
<meta name="de­scrip­ti­on" con­tent="Kur­ze, aus­sa­ge­kräf­ti­ge Sei­ten­be­schrei­bung.">
<meta name="ro­bots" con­tent="in­dex, fol­low">
<link rel="ca­no­ni­cal" href="https://www.ex­am­p­le.com/sei­te/">
<meta pro­per­ty="og:title" con­tent="Sei­ten­ti­tel">
<meta pro­per­ty="og:de­scrip­ti­on" con­tent="Be­schrei­bung für So­cial-Pre­views">
<meta pro­per­ty="og:image" con­tent="https://www.ex­am­p­le.com/bild.jpg">
</head>

Be­deu­tung der Meta Tags für SEO

Da Such­ma­schi­nen ei­ni­gen Meta Tags wei­ter­hin fol­gen, sind die­se auch für SEO re­le­vant. Web­mas­ter soll­ten die Meta Tags ih­rer Web­site da­her rich­tig ein­stel­len. Es gibt eine Viel­zahl an Meta Tags – ei­ni­ge sind SEO-re­le­vant, an­de­re ha­ben kei­ne Be­deu­tung für die Such­ma­schi­nen.

SEO-re­le­van­te Meta Tags

  • Title: Die HTML-Über­schrift des Do­ku­ments (Title Tag bzw. Meta Title) ist ein di­rek­ter Ran­king­fak­tor.
  • De­scrip­ti­on: Die Meta De­scrip­ti­on ist nicht di­rekt SEO-re­le­vant, er­höht aber als auf­merk­sam­keits­star­kes Snip­pet die Klick­ra­te und ver­bes­sert das Ran­king in­di­rekt.
  • Ro­bots: steu­ert die In­de­xie­rung. Ohne Im­ple­men­tie­rung in­de­xiert Goog­le al­les und folgt al­len Links. Soll eine Sei­te nicht in­de­xiert wer­den (z. B. um Du­pli­ca­te Con­tent zu ver­mei­den), nutzt man <meta name="ro­bots" con­tent="no­in­dex,fol­low">.
  • Ca­no­ni­cal: teilt Such­ma­schi­nen mit, wel­che URL die Mas­ter-Ko­pie ist, und ver­mei­det so Du­pli­ca­te-Con­tent-Pro­ble­me. Tech­nisch ist der Ca­no­ni­cal Tag kein <meta>-Tag, son­dern ein <link>-Ele­ment: <link rel="ca­no­ni­cal" href="…"> – nicht als <meta> im­ple­men­tie­ren.

Der prak­tisch wich­tigs­te tech­ni­sche Meta-Tag ist die Zei­chen­ko­die­rung (<meta char­set="utf-8">). Er de­kla­riert die Zei­chen­ko­die­rung des Do­ku­ments (heu­te durch­gän­gig UTF-8) und sorgt da­für, dass Um­lau­te und Son­der­zei­chen (ä, ö, ü, ß, Euro) kor­rekt dar­ge­stellt wer­den statt als ka­put­te Zei­chen. Der Tag soll­te ganz am An­fang des <head> ste­hen, mög­lichst in­ner­halb der ers­ten 1024 Bytes.

Als Richt­wer­te gel­ten für den Title rund 55–60 Zei­chen (ca. 580 px An­zei­ge­brei­te auf dem Desk­top) und für die Meta De­scrip­ti­on rund 150–160 Zei­chen. Goog­le rech­net nach Pi­xel­brei­te, da­her schwankt die ex­ak­te Zei­chen­zahl. Wich­ti­ge Aus­sa­gen ge­hö­ren nach vor­ne, da­mit sie bei Kür­zung sicht­bar blei­ben.

Tech­nisch wich­ti­ge Meta Tags

  • View­port: rich­tet sich an den Brow­ser des End­ge­räts (mo­bi­le Dar­stel­lung), nicht an Such­ma­schi­nen. SEO-Re­le­vanz er­gibt sich nur in­di­rekt über die Mo­bil­freund­lich­keit – für die Goog­le be­son­ders auf mo­bil-op­ti­mier­te Sei­ten ach­tet.
  • Con­tent Type / char­set: de­kla­riert nicht „Ar­ten von In­hal­ten wie Bil­der oder Vi­de­os“, son­dern den MIME-Typ und vor al­lem die Zei­chen­ko­die­rung des Do­ku­ments – heu­te über <meta char­set="utf-8">.
  • Lan­guage: gibt die Spra­che an, ist aber nicht SEO-re­le­vant – die Sprach­zu­ord­nung er­folgt über hre­flang.
  • Key­words: Goog­le igno­riert das Meta-Key­words-Tag of­fi­zi­ell seit Sep­tem­ber 2009, auch Bing nutzt es nicht – für die re­le­van­ten Such­ma­schi­nen also ge­ne­rell kein Si­gnal.
  • Re­vi­sit (re­vi­sit-af­ter): ist kein of­fi­zi­el­ler Stan­dard und wird von Goog­le nicht zur Steue­rung der Crawl-Häu­fig­keit aus­ge­wer­tet – fak­tisch wir­kungs­los und ver­al­tet.
  • Aut­hor, Pu­blisher, Co­py­right, Page to­pic, Page type, Au­di­ence: nen­nen Ver­fas­ser, Her­aus­ge­ber, Ur­he­ber­rech­te, Ka­te­go­rie, Sei­ten­typ oder Ziel­grup­pe – ohne SEO-Re­le­vanz.

Open-Graph- und Twit­ter/X-Card-Tags (So­cial-Meta-Tags) steu­ern, wie eine Sei­te beim Tei­len in so­zia­len Netz­wer­ken (Face­book, Linke­dIn, Slack, X) als Vor­schau-Kar­te er­scheint. Über Open Graph wer­den Ti­tel, Be­schrei­bung und Vor­schau­bild ge­setzt: og:title, og:de­scrip­ti­on und og:image (emp­foh­len 1200×630 px). X nutzt zu­sätz­lich twit­ter:card (z. B. „sum­ma­ry_lar­ge_image“). Ohne die­se Tags zieht sich das Netz­werk ir­gend­ei­nen Text und ein zu­fäl­li­ges Bild – mit ih­nen steu­ert man die Sha­ring-Vor­schau ge­zielt.

FAQ: Zu­sam­men­fas­sung häu­fi­ger Fra­gen zu Meta Tags

Wel­che Meta Tags gibt es?

Es gibt eine Viel­zahl an ver­schie­de­nen Meta Tags, wie

  • Title
  • De­scrip­ti­on
  • Ro­bots
  • Ca­no­ni­cal Tag
  • View­port
  • Con­tent Type
  • Lan­guage
  • Aut­hor
  • Key­words
  • Open Graph
Sind Meta Tags re­le­vant für die Such­ma­schi­nen?

Ja, ei­ni­ge sind re­le­vant für die Such­ma­schi­nen und die Craw­ler be­fol­gen de­ren An­wei­sun­gen.

Wel­che Meta Tags sind SEO-re­le­vant?

Ei­ni­ge we­ni­ge Meta Tags sind noch SEO-re­le­vant, wie der Title Tag und die Meta De­scrip­ti­on. Auch die Ro­bots-An­wei­sung ist wich­tig für SEO.

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