In­ter­ne Ver­lin­kun­gen und in­ter­ne Links er­klärt

Aktualisiert: 27. Mai 2026 · ca. 6 Min. Lesezeit · farbentour.de bevorzugen

In­ter­ne Links sind Ver­lin­kun­gen, auch Hy­per­links ge­nannt, die in­ner­halb ei­ner Web­site (Do­main) zu ei­ner an­de­ren Un­ter­sei­te oder Quel­le, wie ei­nem PDF-Do­ku­ment oder ei­nem Bild, ver­wei­sen.

Durch die­se Links sol­len sich Be­su­cher und Such­ma­schi­nen auf der Web­site leich­ter ori­en­tie­ren kön­nen und zu wei­te­ren, wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen ge­führt wer­den. Die Op­ti­mie­rung der in­ter­nen Link­struk­tur ist ein wich­ti­ger Be­stand­teil der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung.

Es wird un­ter­schie­den zwi­schen in­ter­nen und ex­ter­nen Links. Ex­ter­ne Ver­lin­kun­gen wer­den auch ein­fach als Back­links be­zeich­net und mei­nen die Ver­lin­kun­gen von ei­ner Do­main zu ei­ner an­de­ren (Web­site A ver­linkt zu Web­site B).

Mit­hil­fe in­ter­ner Links wird die Link­kraft ei­ner Web­site auf ver­schie­de­ne Un­ter­sei­ten wei­ter­ge­ge­ben. So er­ken­nen Be­su­cher und Goog­le, wel­che Sei­ten be­son­ders wich­tig sind. Der frü­her gän­gi­ge Be­griff „Link­juice“ als rei­ne Pa­ge­Rank-Fluss-Me­ta­pher gilt heu­te als über­holt; ak­tu­el­ler spricht man von in­ter­nen Re­le­vanz- und Au­to­ri­täts­si­gna­len.

In­ter­ne Links kön­nen z. B. im Menu, im Con­tent (Fließ­text), im Foo­ter oder in der Si­de­bar auf ei­ner Web­site zu fin­den sein. Da­bei ist es wich­tig, die in­ter­ne Ver­lin­kung so zu ge­stal­ten, dass der Be­su­cher schnell ge­nug an re­le­van­te In­for­ma­tio­nen kommt. Sind die Ver­lin­kun­gen auf der Sei­te un­über­sicht­lich oder füh­ren nicht zum ge­wünsch­ten Ziel, ver­liert der Be­su­cher den Über­blick und ist schnell wie­der weg, um sich wo­an­ders zu in­for­mie­ren.

Wich­tig ist eben­falls, dass in­tern mit kla­ren Link­tex­ten ver­linkt wird. An­ders als bei ex­ter­nen Links (Back­links) soll­ten in­ter­ne Links mit ex­pli­zi­ten Tex­ten ver­linkt wer­den, um so Be­su­chern, aber auch Goog­le di­rekt klar­zu­ma­chen, wor­um es auf der in­tern ver­link­ten Sei­te über­haupt geht. Ver­lin­ke in­tern also nicht mit be­lang­lo­sen Be­grif­fen wie „hier“, son­dern mit be­schrei­ben­den, the­ma­tisch pas­sen­den An­ker­tex­ten.

In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur ei­ner Web­site rich­tig ge­stal­ten

Die in­ter­nen Links die­nen da­her als An­ker­punk­te und Wei­ter­lei­tun­gen auf der ei­ge­nen Web­site. Über­le­ge also gut, wel­che In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur du für dei­ne Web­site er­stel­len willst. Wich­ti­ge Ka­te­go­rien und Sei­ten, zu de­nen du Ran­kings er­zie­len willst,, soll­ten z. B. schnell mit nur ein bis zwei Klicks von der Start­sei­te aus er­reich­bar sein. Da jede Web­site an­de­re Zie­le hat, kann ich jetzt lei­der nur all­ge­mei­ne Tipps ge­ben ;-)

Beispiel Informations- und Seitenarchitektur
Beispiel für eine sinnvolle Informationsarchitektur

In dem Bild oben siehst du ein klei­nes Bei­spiel für eine sinn­vol­le In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur durch in­ter­ne Ver­lin­kung auf ei­ner Web­site. Über die Start­sei­te kön­nen die Sei­ten „Kat­zen­spiel­zeug Test“ und der Blog mit ei­nem Klick aus­ge­wählt wer­den. Au­ßer­dem ver­linkt ein ak­tu­el­ler Blog­bei­trag zum The­ma „Be­schäf­ti­gung für Kat­zen“ zur Sei­te „Kat­zen­spiel­zeug Test“. So wird der Le­ser des Blog­bei­trags zu re­le­van­ten In­hal­ten der Sei­te wei­ter­ge­lei­tet.

Ver­wais­te Sei­ten sind Un­ter­sei­ten ohne ei­nen ein­zi­gen ein­ge­hen­den in­ter­nen Link. Goog­le fin­det sie über die nor­ma­le Na­vi­ga­ti­on nicht, sie er­hal­ten kei­ne in­ter­ne Link­kraft und wer­den oft gar nicht oder nur schlecht in­de­xiert. Prü­fe des­halb re­gel­mä­ßig, ob jede wich­ti­ge Sei­te von min­des­tens ei­ner the­ma­tisch pas­sen­den Sei­te aus ver­linkt ist, und bin­de ver­wais­te Sei­ten ge­zielt über Über­sichts-, Ka­te­go­rie- oder Con­tent-Sei­ten an.

In­ter­ne Ver­lin­kung bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung

Interne Links

Die in­ter­ne Ver­lin­kung dient aus SEO-Sicht dazu, die Link­kraft, die eine Web­site durch ihre Back­links er­hält, auf die wich­tigs­ten Un­ter­sei­ten wei­ter­zu­lei­ten. Da Back­links nach wie vor ein wich­ti­ger Ran­king­fak­tor sind, soll­te die Link­kraft auf der ei­ge­nen Web­site best­mög­lich ver­teilt wer­den. Je tie­fer eine Un­ter­sei­te ver­steckt ist, des­to schwä­cher wird oft auch die Link­kraft.

Bei­spiel:

Du hast eine Web­site mit star­ken Links auf der Start­sei­te. Ver­linkst du wich­ti­ge Pro­dukt­sei­ten di­rekt von der Start­sei­te, er­hal­ten die­se deut­lich mehr Link­kraft (und da­mit bes­se­re Ran­king-Chan­cen), als wenn sie erst über meh­re­re Klicks er­reich­bar sind.

Al­ler­dings wird die Link­kraft je­des in­ter­nen Links ab­ge­schwächt, wenn du zu vie­le Links auf ei­ner Sei­te plat­zierst. Eine kon­kre­te Zahl gibt es nicht; sie ist von Web­site zu Web­site ver­schie­den. Sehr gro­ße, au­to­ri­tä­re Por­ta­le kön­nen auch eine hohe Zahl in­ter­ner Links pro Sei­te tra­gen, weil sie über ent­spre­chend viel Link­kraft ver­fü­gen – für ei­nen klei­nen Blog sind da­ge­gen deut­lich we­ni­ger sinn­voll.

Ein Tipp, um vie­len wich­ti­gen Sei­ten Link­kraft zu ge­ben, sind Über­sichts­sei­ten, auf de­nen du alle zu ei­nem The­ma re­le­van­ten Sei­ten ver­linkst. Auf sol­chen Sei­ten las­sen sich die wich­tigs­ten Links ei­nes The­mas sam­meln und ge­zielt mit in­ter­ner Link­kraft stär­ken. Ver­lin­ke dort nicht ex­tern und nicht zu ir­rele­van­ten Un­ter­sei­ten.

Links in Si­de­bar oder Menü gibt Goog­le im All­ge­mei­nen mehr Ge­wicht als Foo­ter-Links. Hal­te die In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur so flach wie mög­lich, da­mit wich­ti­ge Sei­ten mit we­ni­gen Klicks er­reich­bar sind.

Con­tent Links sind Links im Fließ­text ei­ner Sei­te. Die­se ha­ben von Goog­le im Lau­fe der Jah­re im­mer mehr an Ge­wich­tung ge­won­nen – so­wohl ex­ter­ne als auch in­ter­ne Links im Fließ­text. Set­ze bei dei­ner Web­site da­her auch un­be­dingt in­ter­ne Links im Con­tent ein.

Ver­lin­ke auch hier mit rich­ti­gen Be­grif­fen (Mo­ney­key­words) und nicht mit be­lang­lo­sen Be­grif­fen wie „hier“ o. Ä. … Schaue dir die Links im Fließ­text auf Wi­ki­pe­dia.org an – ge­nau­so geht’s!

Mit Links im Fließ­text kannst du dei­nen Le­sern wei­te­re In­for­ma­tio­nen bie­ten und sie sinn­voll durch dei­ne Web­site füh­ren. Wich­tig ist, dass die in­ter­nen Links sinn­voll ge­setzt sind und nicht „er­zwun­gen“ wer­den.

Ver­lin­ke ver­schie­de­ne Sei­ten nicht mit dem glei­chen An­ker­text – das könn­te zu Ver­wir­run­gen für dei­ne Le­ser, aber auch für die Such­ma­schi­ne füh­ren.

Über­trei­be es aber nicht mit in­ter­nen Links: Je mehr in­ter­ne Links auf ei­ner Sei­te ge­setzt wer­den, des­to we­ni­ger Link­kraft wird wei­ter­ge­ge­ben.

Zwei in­ter­ne Links pro 500 Wör­ter Fließ­text rei­chen voll­kom­men aus – ger­ne auch et­was we­ni­ger oder, wenn es passt, et­was mehr. Hier gibt es kei­ne Re­gel, son­dern du musst für dich ent­schei­den, ob im Text ein ver­lin­kungs­wür­di­ger Be­griff vor­liegt. Nichts ist je­doch schlim­mer, als der zwang­haf­te Ver­such, ir­gend­wel­che Be­grif­fe wahl­los in dei­ne Tex­te un­ter­zu­be­kom­men, nur um zu ver­lin­ken. Ver­lin­ke in­tern, wenn es sinn­voll ist und die Sei­ten the­ma­tisch zu­ein­an­der pas­sen.

Si­lo­ing: in­ter­ne Link­struk­tur op­ti­mie­ren

In der SEO-Bran­che wird bei in­ter­ner Ver­lin­kung oft über das Si­lo­ing in­ter­ner Links ge­spro­chen. Be­son­ders gro­ße Sei­ten pro­fi­tie­ren von die­ser Ver­lin­kungs­stra­te­gie.

Beim „Si­lo­ing“ wer­den in­tern nur zu­ein­an­der pas­sen­de The­men ver­linkt. Gibt es meh­re­re Ka­te­go­rien auf ei­ner Web­site, so wird in­tern nie­mals zu un­ter­schied­li­chen Ka­te­go­rien/The­men ver­linkt. Die in­ter­nen Links wer­den nur in­ner­halb der Ka­te­go­rie/des The­mas ver­linkt.

Seitenarchitektur
Siloing: interne Linkstruktur optimieren

Die­se Stra­te­gie hat meh­re­re Vor­tei­le:

Der User wird nicht von an­de­ren The­men ab­ge­lenkt und bleibt beim The­ma, bis die ge­wünsch­te Con­ver­si­on aus­ge­löst wird. Für Goog­le las­sen sich The­men­be­rei­che so bes­ser aus­ein­an­der­hal­ten. Au­ßer­dem kann sich die Sei­te durch die­se Stra­te­gie eine Au­to­ri­tät im The­ma er­ar­bei­ten.

Als Faust­re­gel (3-Klick-Re­gel) soll­te jede wich­ti­ge Sei­te in ma­xi­mal drei Klicks von der Start­sei­te er­reich­bar sein. Eine ge­rin­ge Klick­tie­fe sorgt da­für, dass Goog­le die Sei­ten ef­fi­zi­ent crawlt und die in­ter­ne Link­kraft sie gut er­reicht.

Bread­crumbs (z. B. Start > Ka­te­go­rie > Bei­trag) sind ein Stan­dard-Ele­ment der in­ter­nen Ver­lin­kung. Sie ge­ben Nut­zern und Goog­le die Sei­ten­hier­ar­chie als zu­sätz­li­ches Si­gnal und las­sen sich per Bread­crum­bList-Sche­ma (sche­ma.org) aus­zeich­nen, so­dass Goog­le den Pfad di­rekt in der Su­che an­zeigt.

Das heu­ti­ge Stan­dard­mo­dell ist die Pil­lar Page (um­fas­sen­de Haupt­sei­te zu ei­nem Ober­the­ma), die mit meh­re­ren Clus­ter-Ar­ti­keln zu Teil­aspek­ten ver­linkt – und die Clus­ter ver­lin­ken zur Pil­lar und pas­send un­ter­ein­an­der. Das ist die zeit­ge­mä­ße Wei­ter­ent­wick­lung des klas­si­schen Si­loings: the­ma­tisch ge­schlos­sen, aber stär­ker auf eine zen­tra­le Hub-Sei­te aus­ge­rich­tet.

10 wich­ti­ge Punk­te, die du bei der in­ter­nen Ver­lin­kung be­ach­ten soll­test

  1. Bei der in­ter­nen Ver­lin­kung soll­ten un­ter­schied­li­che in­ter­ne Link-Zie­le nie mit dem glei­chen An­ker­text ver­linkt wer­den.
  2. Viel hilft nicht viel bei der in­ter­nen Ver­lin­kung: Nie mehr­fach auf ei­ner Sei­te zum glei­chen Link­ziel ver­lin­ken – dies ver­wäs­sert nur die Link­kraft und stärkt die mehr­fach ver­link­te Sei­te nicht.
  3. Zu vie­le in­ter­ne Links auf ei­ner Sei­te ver­wäs­sern die Link­kraft zu sehr und da­mit auch ihre Wir­kung. Eine emp­foh­le­ne An­zahl an Links gibt es al­ler­dings nicht – fra­ge dich eher, ob je­der von dir ge­setz­te in­ter­ne Link sinn­voll ist oder nicht.
  4. Rankst du bei Goog­le zu be­stimm­ten Key­words mit meh­re­ren Sei­ten gleich­zei­tig in den Such­ergeb­nis­sen, kön­nen rich­tig ge­setz­te in­ter­ne Links wei­ter­hel­fen (Prio­ri­sie­ren!). Ver­lin­ke da­her in­tern nicht meh­re­re Sei­ten mit dem ex­akt glei­chen Key­word. Ver­mei­de es, Un­ter­ka­te­go­rien stär­ker zu ver­lin­ken, als wich­ti­ge Ober­ka­te­go­rien.
  5. Nie in­tern auf No­fol­low ver­lin­ken – Es er­gibt meist kei­nen Sinn, in­ter­ne Links mit ei­nem No­fol­low-At­tri­but zu ver­se­hen, denn da­durch wird kei­ne Link­kraft mehr wei­ter­ge­ge­ben. Die Wei­ter­ga­be der Link­kraft ist schließ­lich dein Ziel.
  6. In­ter­ne Links soll­ten nie­mals auf 404-Feh­ler­sei­ten ver­lin­ken, da sonst wert­vol­le Link­kraft ver­lo­ren geht.
  7. Vor­sicht bei Wei­ter­lei­tun­gen: Ver­lin­ke in­tern im­mer di­rekt auf die fi­na­le URL, um un­nö­ti­ge Wei­ter­lei­tungs­ket­ten zu ver­mei­den. (301-, 302- und 307-Wei­ter­lei­tun­gen ge­ben Pa­ge­Rank wei­ter – die An­nah­me „302 ver­erbt kei­nen Pa­ge­Rank“ ist ein My­thos.)
  8. Ver­lin­ke nie mit „hier“ oder an­de­ren nichts­sa­gen­den Be­grif­fen. Nut­ze be­schrei­ben­de, va­ri­ier­te An­ker­tex­te statt stur ex­ak­ter Mo­ney-Key­word-An­ker: Eine ei­ge­ne Over-Op­ti­miza­ti­on-Stra­fe spe­zi­ell für in­ter­ne Links gibt es zwar nicht, rein ex­ak­te Key­word-An­ker kön­nen aber zu Kan­ni­ba­li­sie­rung und un­kla­ren Re­le­vanz­si­gna­len füh­ren.
  9. Bei der Au­to­ma­ti­sie­rung der in­ter­nen Ver­lin­kung, wie sie z. B. bei Word­Press über Plug­ins mög­lich ist, ist Vor­sicht ge­bo­ten. Hier wer­den oft viel zu vie­le in­ter­ne Links ge­setzt und feh­ler­haf­te Ver­tei­lun­gen nicht über­prüft. Eine durch­dach­te, ma­nu­ell ge­pfleg­te Link­struk­tur ist da­her wich­ti­ger als ein be­stimm­tes Tool.
  10. Zur Ana­ly­se hel­fen ver­schie­de­ne Tools: Ein Craw­ler wie Screa­ming Frog fin­det ver­wais­te Sei­ten und eine zu hohe Klick­tie­fe, der Links-Be­richt der Goog­le Search Con­so­le zeigt die meist­ver­link­ten in­ter­nen Sei­ten und die ge­nutz­ten An­ker­tex­te, und Tools wie Seo­bi­li­ty er­gän­zen die Aus­wer­tung der in­ter­nen Link­ver­tei­lung.

Quellen

SEO- & GEO-Check

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