Was ist eine URL? (Uniform Resource Locator)

Zuletzt aktualisiert: 24.05.2026

Uniform Resource Locator (URL)

URL (Abkürzung für Uniform Resource Locator) steht für eine Adresse, die zeigt, wo sich eine Datei auf einem Server befindet. Durch Eingabe einer URL im Webbrowser oder Klick auf einen Hyperlink rufen Nutzer Inhalte im Internet auf. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint man mit URL häufig den Domainnamen. Der Domainname ist jedoch nur ein Teil der vollständigen URL.

Eine URL ist aus verschiedenen Komponenten aufgebaut. Das Syntax-Muster lautet: schema://host[:port]/pfad[?query][#fragment]. Für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) spielen URLs eine wichtige Rolle.

Wie ist eine URL aufgebaut?

Wichtige Bestandteile einer URL sind die folgenden:

  1. Protokoll: Bei Webseiten handelt es sich dabei um HTTP oder HTTPS. Alternativ kann hier aber auch file oder ftp stehen. Denn Nutzer können mit einer URL auch Dateien auf ihrem Computer oder in ihrem Mailprogramm öffnen.
  2. Portnummer: Wird nur angezeigt, wenn sie vom Standardport des Protokolls abweicht (80 für HTTP, 443 für HTTPS, 21 für FTP). Da heute der überwiegende Teil des Webverkehrs über HTTPS läuft, ist 443 der praktisch relevante Standardport.
  3. Host bzw. Hostname: Er setzt sich aus Subdomain und Domain zusammen. Wichtiger Bestandteil ist außerdem die Domainendung bzw. Top Level Domain (TLD). Dabei handelt es sich zum Beispiel um „.de“ oder „.com“.
  4. Verzeichnis: Gerade bei umfangreichen Webseiten werden oft mehrere Verzeichnisse angezeigt.
  5. Dateiname: Er steht für die Datei, die sich der User anzeigen lassen will.

Eine derart aufgebaute URL wäre:

https://www.domainname.com/lexikon/URL

Gerade URLs von Onlineshops, aber auch beispielsweise von YouTube-Videos, enthalten zusätzlich Parameter. Dabei handelt es sich um Informationen, die mit einem Fragezeichen eingeleitet werden, so wie hier:

https://www.domainname.com/jacken?type=westen

Mehrere Parameter in einer Adresse werden durch „&“ aneinandergereiht. Neben Protokoll, Port, Host, Verzeichnis und Dateiname gehören zwei weitere Bestandteile zur URL-Syntax:

  • der Query-String (eingeleitet mit ?, mehrere Parameter mit & verkettet, z. B. ?type=westen&groesse=42)
  • und der Fragment-Identifier bzw. Anker (eingeleitet mit #, z. B. #kapitel-2).

Der Fragment-Teil lässt den Browser zu einer bestimmten Stelle im Dokument springen und wird – anders als die übrigen Bestandteile – nicht an den Server übertragen. Vollständiges Schema: schema://host[:port]/pfad[?query][#fragment].

URL und SEO

Für die OnPage-Optimierung spielen URLs eine zentrale Rolle. URLs liefern Suchmaschinen Informationen über die Architektur einer Webseite und sollten möglichst nicht verändert werden – ein Argument dafür, die URL-Struktur bereits bei der Konzeption zu bedenken.

  • Damit Suchmaschinen eine URL problemlos auslesen, werden Umlaute und Sonderzeichen kodiert: in Domains über Punycode (ACE-Kodierung mit dem Präfix „xn--“), im Pfad über die URL-/Prozent-Kodierung (z. B. Leerzeichen als %20). Eine inhaltliche Transliteration (ae statt ä) ist eine redaktionelle Konvention, kein technisches „Übersetzen in ASCII“.
  • Besonders vorteilhaft sind „sprechende URLs“ wie https://www.firmenname.de/onlineshop/schuhe. Sie verraten Nutzern sofort, wo sie landen, erhöhen das Vertrauen, steigern Klickraten und senken die Fehleranfälligkeit. Auch Suchmaschinen behandeln sie bevorzugt.
  • Relevante Keywords in der URL helfen Suchmaschinenbots, Seiten leichter einzuordnen. Für Unternehmen bietet sich der eigene Firmenname als Domainname an; bei Neugründungen sollte früh geklärt werden, ob er als Domain verfügbar ist.

Über das allgemeine „sprechende URLs“ hinaus gelten konkrete Best Practices:

  • Worttrenner mit Bindestrich statt Unterstrich (Google liest „rote-schuhe“ als zwei Wörter, „rote_schuhe“ als ein Wort),
  • durchgehende Kleinschreibung (Server können Groß-/Kleinschreibung unterschiedlich behandeln und so Duplicate Content erzeugen),
  • eine flache Verzeichnisstruktur mit wenigen Ebenen
  • sowie das Vermeiden von Session-IDs und überflüssigen dynamischen Parametern.

URLs kürzen

Es gibt verschiedene Dienste, mit denen sich kostenlos sehr lange URLs kürzen lassen. Das gilt jedoch aus zwei Gründen als bedenklich:

  • Viele solcher Dienste speichern ohne das Einverständnis der Nutzer Daten.
  • Gekürzte Links bestehen in der Regel aus undurchsichtigen Buchstaben- und Zahlen-Folgen und verraten nicht, wohin sie führen. Dadurch wirken sie wenig vertrauenserweckend und können sich nachteilig auf Klickraten auswirken.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, URLs von Beginn an möglichst kurz zu halten, damit sie in den SERPs von Google und anderen Suchmaschinen komplett angezeigt werden. Das lässt sich unter anderem durch das Weglassen von Füllwörtern und Parametern erreichen.

Quellen

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