No­in­dex – De­fi­ni­ti­on & Er­klä­rung

Aktualisiert: 27. Mai 2026 · ca. 2 Min. Lesezeit · farbentour.de bevorzugen

Der Ein­trag „no­in­dex“ im Quell­text ei­ner Web­site for­dert Such­ma­schi­nen auf, die be­tref­fen­de Sei­te nicht in den In­dex auf­zu­neh­men. So lässt sich die In­de­xie­rung von URLs ver­hin­dern. Das ist z. B. in der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO) wich­tig, um Du­pli­ca­te Con­tent zu ver­mei­den.

Wann ist der Be­fehl sinn­voll?

Es gibt meh­re­re An­wen­dungs­fäl­le für den No­in­dex-Be­fehl:

  • Auf ei­ner Web­sei­te exis­tie­ren dop­pel­te In­hal­te. no­in­dex kann eine Mög­lich­keit sein, sie aus dem In­dex zu hal­ten – häu­fig ist für Du­pli­ca­te Con­tent aber der Ca­no­ni­cal Tag das pas­sen­de­re Mit­tel.
  • Eine Sei­te wird über­ar­bei­tet. Mit no­in­dex kön­nen Web­mas­ter in Ruhe an neu­en Sei­ten ar­bei­ten, be­vor die­se in­de­xiert wer­den. Der Be­fehl muss recht­zei­tig wie­der ent­fernt wer­den, sonst bleibt die Sei­te dau­er­haft un­auf­find­bar.
  • Ur­he­ber­rech­te sol­len ge­schützt wer­den.

So wird No­in­dex an­ge­wen­det

Für die Ver­wen­dung ste­hen zwei Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung.

1. Durch ei­nen Meta-Tag im Head des Quell­tex­tes. Soll der all­ge­mei­ne Google­bot vom In­de­xie­ren ab­ge­hal­ten wer­den:

<meta name="google­bot" con­tent="no­in­dex">

Ge­nau­so funk­tio­niert die Ver­wen­dung für an­de­re Craw­ler. Um sämt­li­che Such­ma­schi­nen an­zu­spre­chen, ver­wen­den Web­mas­ter

<meta name="ro­bots" con­tent="no­in­dex">

Goog­le setzt ver­schie­de­ne Bots ein; eine Über­sicht dazu fin­den Web­site-Be­trei­ber in der Goog­le-Hil­fe.

2. Über den HTTP-Re­spon­se-Hea­der (X-Ro­bots-Tag). Auch so las­sen sich ver­schie­de­ne Craw­ler von der In­de­xie­rung ab­brin­gen. Das Er­geb­nis ist in bei­den Fäl­len das­sel­be; aus­schlag­ge­bend ist, wel­che Va­ri­an­te prak­ti­scher ist.

Eine Al­ter­na­ti­ve zum Meta-Tag ist der X-Ro­bots-Tag: Über den HTTP-Hea­der lässt sich no­in­dex (und z. B. no­fol­low) auch für Nicht-HTML-Da­tei­en wie PDFs, Bil­der oder Vi­de­os set­zen – et­was, das der Meta-Tag im <head> nicht kann.

Über­prü­fen lässt sich der No­in­dex-Be­fehl am zu­ver­läs­sigs­ten über die URL-Prü­fung in der Goog­le Search Con­so­le (bzw. die Kon­trol­le von HTTP-Hea­der/Quell­text); die site:-Ab­fra­ge lie­fert nur ei­nen gro­ben An­halts­punkt.

Mit der URL-Prü­fung in der Goog­le Search Con­so­le lässt sich zu­ver­läs­sig kon­trol­lie­ren, ob eine Sei­te in­de­xiert ist und ob das no­in­dex kor­rekt er­kannt wird – ge­nau­er als die site:-Ab­fra­ge.

No­in­dex,fol­low vs. No­in­dex,no­fol­low

Der Be­fehl No­in­dex kann durch „fol­low“ bzw. „no­fol­low“ er­gänzt wer­den:

<meta name="ro­bots" con­tent="no­in­dex,fol­low">

si­gna­li­siert dem Craw­ler, die Sei­te nicht zu in­de­xie­ren, aber den Links dar­auf zu fol­gen. Das bie­tet sich z. B. bei in­ter­nen Such-Er­geb­nis­sei­ten oder pa­gi­nier­ten Ka­te­go­rie-Sei­ten an, de­ren Pro­duk­te in­de­xiert wer­den sol­len.

Hin­weis zur Lang­zeit­wir­kung: Goog­le be­han­delt eine dau­er­haft auf „no­in­dex“ ge­setz­te Sei­te mit der Zeit fak­tisch wie „no­in­dex,no­fol­low“ – die Links auf der Sei­te wer­den lang­fris­tig nicht mehr ver­folgt. Für pa­gi­nier­te Sei­ten oder in­ter­ne Such-Er­geb­nis­se sind da­her sau­be­re in­ter­ne Ver­lin­kung bzw. Ca­no­ni­cal-Tags oft die nach­hal­ti­ge­re Lö­sung.

<meta name="ro­bots" con­tent="no­in­dex,no­fol­low">

fin­det we­nig Ver­wen­dung und weist Craw­ler an, den Links auf der Sei­te nicht zu fol­gen. Wich­tig: „no­fol­low“ ver­hin­dert kein Craw­ling – das At­tri­but weist den Craw­ler nur an, den Links nicht zu fol­gen; die Sei­te selbst wird wei­ter­hin ge­crawlt. Das Craw­len ei­ner Sei­te un­ter­bin­det man aus­schließ­lich über „Di­s­al­low“ in der ro­bots.txt.

No­in­dex oder ro­bots.txt: Wann passt was?

Ne­ben no­in­dex las­sen sich Craw­ler über ro­bots.txt-Da­tei­en vom Craw­len ab­hal­ten. Al­ler­dings kann die Sei­te trotz­dem in den Such­ergeb­nis­sen auf­tau­chen, wenn an­de­re Sei­ten dar­auf ver­lin­ken. Goog­le rät, ro­bots.txt nur zu ver­wen­den, um:

  • den Craw­ling-Traf­fic zu re­gu­lie­ren
  • zu ver­hin­dern, dass Bild-, Vi­deo- oder Au­dio­da­tei­en in den SERPs er­schei­nen
  • we­nig wich­ti­ge Res­sour­cen­da­tei­en zu blo­ckie­ren

Ein häu­fi­ger Kon­flikt ist die Kom­bi­na­ti­on aus no­in­dex und Di­s­al­low: Ist eine Sei­te per Di­s­al­low in der ro­bots.txt für den Craw­ler ge­sperrt, kann die­ser das no­in­dex auf der Sei­te gar nicht le­sen. Über Back­links kann die Sei­te dann trotz­dem im In­dex lan­den (GSC-Sta­tus „In­de­xiert, ob­wohl durch ro­bots.txt blo­ckiert“). no­in­dex wirkt nur, wenn die Sei­te crawl­bar bleibt.

Au­ßer­dem: no­in­dex in der ro­bots.txt wird seit dem 1. Sep­tem­ber 2019 nicht mehr un­ter­stützt. Goog­le hat die in­of­fi­zi­el­le no­in­dex-Di­rek­ti­ve in der ro­bots.txt zu die­sem Da­tum ab­ge­schal­tet. no­in­dex ge­hört seit­dem in den Meta-Tag oder den X-Ro­bots-Tag, nicht in die ro­bots.txt.

Quellen

SEO- & GEO-Check

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