SEO für ChatGPT & Co. – Ein aktueller Status und Überblick (2025)
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SEO für ChatGPT & Co. – Ein ak­tu­el­ler Sta­tus und Über­blick (2025)

Die KI-Hys­te­rie nimmt kein Ende. Ge­ra­de für die Such­ma­schi­nen und da­mit die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung bre­chen neue Zei­ten an. Zwar sind die Markt­an­tei­le von ChatGPT im Ver­gleich zu Goog­le noch ge­ring, aber man kann sich des Ein­drucks nicht er­weh­ren, dass je­der Möch­te­gern-SEO-Guru auf Linke­din, X etc. den nächs­ten Hype in ei­ner so über­trie­be­nen Hys­te­rie aus­brei­tet, dass ei­nem schon schlecht wird.

In die­sem Blog­ar­ti­kel möch­te ich da­her ei­nen sach­li­chen, neu­tra­len Blick auf die kom­men­de Ge­ne­ra­ti­on der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung durch KI-Such­ma­schi­nen wer­fen und er­klä­ren, war­um klas­si­sches SEO noch lan­ge nicht tot ist und wie man gute Ran­kings bei ChatGPT, Per­ple­xi­ty und Co. er­rei­chen kann. Le­t´s go!

GEO erklärt

Was ist GEO, AIO, LLMO, GAIO & Co.?

Ge­ne­ra­ti­ve AI steht für künst­li­che In­tel­li­genz, die mit Hil­fe von Trai­nings­da­ten neue In­hal­te ge­ne­rie­ren kann, wie z. B. Tex­te, Bil­der, Mu­sik oder Vi­de­os. Be­kann­te An­wen­dun­gen sind Chat­bots wie ChatGPT, Clau­de.ai oder Bild­ge­ne­ra­to­ren wie DAL­L·E oder ideo­gram.ai.

Span­nend für SEO sind da­bei Ge­ne­ra­ti­ve AI An­wen­dun­gen, die Such­ergeb­nis­se und In­ter­net­sei­ten als Ant­wor­ten lie­fern kön­nen, wie z. B. SearchGPT oder Per­ple­xi­ty.

Abb.: Bei­spiel von der Ge­ne­ra­ti­ve AI “SearchGPT” und ei­nes Such­ergeb­nis­ses mit ex­ter­nen Links zu wei­ter­füh­ren­den In­for­ma­tio­nen und In­ter­net­sei­ten

GEO (Ge­ne­ra­ti­ve En­gi­ne Op­ti­miza­ti­on) be­zeich­net die Op­ti­mie­rung von In­hal­ten, da­mit die­se von ge­ne­ra­ti­ven KI-Mo­del­len bes­ser ver­stan­den und prio­ri­siert wer­den. Ähn­lich wie SEO für Such­ma­schi­nen sorgt GEO da­für, dass Tex­te, Bil­der oder an­de­re In­hal­te so ge­stal­tet wer­den, dass sie von KI-Sys­te­men be­vor­zugt ver­wen­det oder wie­der­ge­ge­ben wer­den.

SearchGPT Beispiel

Abb.: ChatGPT auf SearchGPT um­stel­len

Da die­ses Ge­biet der Op­ti­mie­rung noch sehr jung ist, gibt es der­zeit vie­le ver­schie­de­ne Be­grif­fe für die­se Art der Op­ti­mie­rung der Ge­ne­ra­ti­ven KI. So wird nicht nur von “GEO” ge­spro­chen, son­dern auch von Be­grif­fen wie

  • AIO (AI Op­ti­miza­ti­on),
  • LLMO (Lar­ge Lan­guage Mo­del Op­ti­miza­ti­on),
  • GAIO (Ge­ne­ra­ti­ve AI Op­ti­miza­ti­on).
Warum wir uns für den Begriff GEO entschieden haben: GEO ist die Abkürzung für Generative Engine Optimization. Da wir uns nach wie vor im Bereich der Suchmaschinenoptimierung, auf Englisch auch Search Engine Optimization genannt, bewegen, ist der Begriff GEO unserer Meinung nach besonders gut geeignet. Welcher Begriff sich durchsetzen wird, wird die Zeit zeigen. Bis dahin verwenden wir den Begriff “GEO” und hoffen, dass wir damit auf die richtige Bezeichnung gesetzt haben ;-).

Markt­an­tei­le von ChatGPT & Co. im Ver­gleich zu Goog­le oder “War­um die Hys­te­rie (noch) über­trie­ben ist”

Auch wenn laut Sem­rush Stu­die (https://www.sem­rush.com/blog/chatgpt-search-in­sights/) ei­ni­ge Bran­chen be­reits or­dent­lich Traf­fic über Chat bzw. SearchGPT er­hal­ten, so ist der tat­säch­li­che Markt­an­teil noch sehr klein.

Laut ei­ner wei­te­ren Stu­die von spark­to­ro.com (https://spark­to­ro.com/blog/new-re­se­arch-goog­le-search-grew-20-in-2024-re­cei­ves-373x-more-sear­ches-than-chatgpt/) ist der ak­tu­el­le welt­wei­te Markt­an­teil von ChatGPT erst bei 0,25%. Goog­le ist nach wie vor Markt­füh­rer mit ca. 90%. Weit ab­ge­schla­gen kommt Bing (inkl. Co­Pi­lot) mit ca. 4%.

Abb.: Ak­tu­el­le Ver­tei­lung der Such­ma­schi­nen-Markt­an­tei­le. Goog­le hat nach wie vor eine enor­me Markt­do­mi­nanz.

Global Market Share - Search Platforms 2024

Es muss so­mit nie­mand in Pa­nik ge­ra­ten, dass die klas­si­sche Goog­le-Su­che nicht mehr ge­nutzt wird – im Ge­gen­teil: Laut Be­richtwird die Goog­le-Su­che im Jahr 2024 so­gar stär­ker ge­nutzt wer­den als bis­her.

Wie stark KI-Mo­del­le als Such­ma­schi­nen ge­nutzt wer­den, wird die Zu­kunft zei­gen. Sich jetzt schon dar­über zu in­for­mie­ren, kann na­tür­lich von Vor­teil sein. Zu­mal Goog­le mit sei­ner Ant­wort auf ChatGPT nicht lan­ge auf sich war­ten ließ…

AI Over­views: Googles Ant­wort auf ChatGPT & Co.

Die AI Over­views, ehe­mals SGE, wer­den be­reits in vie­len Län­dern aus­ge­spielt und wer­den nach und nach auch in der EU und im deutsch­spra­chi­gen Raum zu fin­den sein. Al­lein aus die­sem Grund soll­te sich je­der SEO auch mit der Op­ti­mie­rung der kom­men­den AI Over­views aus­ein­an­der­set­zen.

Mit den AI Over­views wer­den KI ge­ne­rier­te Ant­wor­ten auf Such­an­fra­gen di­rekt in den Such­ergeb­nis­sen von Goog­le zu fin­den sein. Wie sich die Su­che wei­ter­ent­wi­ckeln wird, kann na­tür­lich nur ver­mu­tet wer­den. Goog­le stellt bei­spiels­wei­se ei­nen neu­en AI Mode vor, bei dem die KI die Su­che nach Ant­wor­ten auf kom­ple­xe Fra­gen für den Nut­zer über­nimmt.

AI Overviews Beispiel in Deutschland
AI Overviews Beispiel

Wel­che Ran­king­fak­to­ren bei GEO wich­tig sein (könn­ten)

Zu­nächst ist es wich­tig zu über­le­gen, für wel­che KI man op­ti­mie­ren möch­te. SearchGPT ver­wen­det Bing als Such­in­dex, die AI Over­views ver­wen­den na­tür­lich den Such­in­dex von Goog­le usw. Dar­aus las­sen sich ei­ni­ge wich­ti­ge Ran­king­fak­to­ren ab­lei­ten:

  • Con­tent: Wie bei der klas­si­schen Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung steht auch hier der Con­tent und die Web­site selbst im Mit­tel­punkt. Wich­tig ist, dass die mög­li­che Fra­ge, auf die der Con­tent eine pas­sen­de Ant­wort lie­fert, mög­lichst weit oben zu fin­den ist. Ähn­lich wie bei den Fea­tured Snip­pets hat es sich als vor­teil­haft er­wie­sen, die Fra­ge bei­spiels­wei­se als H2-Tag mög­lichst weit oben im Con­tent zu plat­zie­ren und die ent­spre­chen­de Ant­wort mög­lichst prä­zi­se in we­ni­gen Sät­zen wie­der­zu­ge­ben. Ge­nau das wird ver­mut­lich auch AI Over­views und KI-Such­ma­schi­nen wie Per­ple­xi­ty hel­fen, den Con­tent bes­ser zu klas­si­fi­zie­ren. Auch klas­si­sche TF*IDF-Ana­ly­sen kön­nen hel­fen, die Re­le­vanz des Cont­ents hoch zu hal­ten, so dass auch an­de­re Such­ma­schi­nen ihn als wich­tig ein­stu­fen.
  • Tech­nik: La­de­zei­ten so­wie Core Web Vi­tals soll­ten für die Craw­ler vie­ler Such­ma­schi­nen bei der Be­wer­tung von Quel­len für KI-Ant­wor­ten wei­ter­hin wich­tig sein. Auch tech­ni­sche “Feh­ler” wie Bro­ken Links, Ca­no­ni­cal Er­rors etc. soll­ten ver­mie­den wer­den, da sie das Craw­len un­nö­tig er­schwe­ren und von ge­rin­ger Sei­ten­qua­li­tät zeu­gen. Mit Hil­fe von Sche­ma­da­ten kann den Such­ma­schi­nen zu­dem ge­zeigt wer­den, um wel­che Art von In­hal­ten es sich han­delt.
Anmerkung: Noch relativ neu sind sogenannte LLM-Textdateien, die das Auslesen von Inhalten durch KI erleichtern sollen. Ob das wirklich hilft, sei dahingestellt… Quelle: https://wordlift.io/generate-llms-txt/
  • E-E-A-T: (Su­per wich­tig) Wenn man sich mit sei­ner Web­site als ver­trau­ens­wür­di­ge Quel­le aus­weist, wer­den die Such­ma­schi­nen nicht um­hin­kom­men, die­se auch in Ih­ren Ant­wor­ten als Link zu plat­zie­ren. Da­bei kom­men die klas­si­schen E-E-A-T-Merk­ma­le von Goog­le zum Ein­satz:
  • Ist der Con­tent so gut, dass an­de­re ihn frei­wil­lig auf So­cial Me­dia tei­len wür­den?
  • Ist der Au­tor ver­trau­ens­wür­dig und hat sei­ne Fach­kom­pe­tenz durch z. B. Spea­k­er-Auf­trit­te be­wie­sen, kann man sei­nen In­hal­ten und Aus­sa­gen eher trau­en
  • Wer­den die In­hal­te auf der Web­site mit Quel­len, ech­ten Er­fah­run­gen, Sta­tis­ti­ken und mehr be­wie­sen?
  • Wur­de die Web­site von an­de­ren ver­trau­ens­wür­di­gen Web­sites ver­linkt, stei­gert dies eben­falls das An­se­hen der Web­site
  • Back­links: Wie be­reits er­wähnt, sind Back­links für Such­ma­schi­nen ein wich­ti­ger Be­weis für die Ver­trau­ens­wür­dig­keit ei­ner Web­site. Wird eine Web­site na­tür­lich von vie­len (und re­le­van­ten) Quel­len ver­linkt, spricht dies für eine hohe Qua­li­tät der In­hal­te. Vie­le LLM-Mo­del­le le­sen in die­sem Zu­sam­men­hang auch aus, wie oft eine Web­site ver­linkt wird und in wel­chem Kon­text die Ver­lin­kung er­folgt. Eine hohe The­men­re­le­vanz und ein na­tür­li­cher Auf­bau von Back­links sind hier der Schlüs­sel.
  • Er­wäh­nun­gen, Bran­ding, Men­ti­ons: Nicht nur rei­ne “do­fol­low”-Back­links könn­ten LLMs be­wer­ten, son­dern auch die Häu­fig­keit, mit der eine Per­son, ein Pro­dukt oder ein Un­ter­neh­men er­wähnt wird. Da­mit wür­den Spon­so­red Posts an Be­deu­tung ge­win­nen. Ge­nau­so wie So­cial Me­dia Posts, Pod­casts, Vi­de­os (You­Tube) und mehr – je öf­ter die KI-Such­ma­schi­nen eine Per­son/Un­ter­neh­men im Kon­text se­hen, des­to mehr könn­te die Re­le­vanz stei­gen.

Das Pro­blem 1: Traf­fic

Eine wich­ti­ge Kenn­zahl für vie­le SEO-Maß­nah­men ist ne­ben dem Ran­king der Web­site-Traf­fic. Bei vie­len LLMs wird die Ant­wort aber di­rekt an­ge­zeigt – und zwar so aus­führ­lich, dass vie­le Nut­zer gar nicht mehr auf die wei­ter­füh­ren­de Quel­le (In­ter­sei­te) kli­cken müs­sen. Die Fol­ge wird sein, dass vie­le Web­sites spür­bar an Traf­fic ver­lie­ren wer­den, wenn sich KI-Su­chen durch­set­zen.

Da­her wird be­reits jetzt dis­ku­tiert, ob ‚Traf­fic‘ über­haupt noch eine wich­ti­ge Kenn­zahl bleibt oder ob sich die Cus­to­mer Jour­ney an die neu­en Mög­lich­kei­ten an­pas­sen wird. So wird im TOP Fun­nel zu­nächst nur wich­tig sein, dass das Un­ter­neh­men oder das Pro­dukt über­haupt von den KI-Su­chen er­wähnt wird. Im Mid Fun­nel kommt dann erst der tat­säch­li­che Traf­fic auf die Web­site, wo dann am Ende (Bot­tom of Fun­nel) die Con­ver­si­on / Sale ent­steht.

Das Pro­blem 2: Track­ing

In der Search Con­so­le wer­den die Klicks und Im­pres­sio­nen über die Goog­le AI Over­views nicht ge­son­dert aus­ge­wie­sen. Auch an­de­re KI-Su­chen wie Per­ple­xi­ty oder ChatGPT bie­ten (noch) kei­ne ei­ge­nen Aus­wer­tungs­mög­lich­kei­ten wie die Goog­le Search Con­so­le.

Na­tür­lich kann der Traf­fic aus sol­chen Su­chen als Re­fer­ral-Traf­fic in Ana­ly­tics er­fasst wer­den, aber zu den ver­wen­de­ten Such­be­grif­fen, der CTR, den Im­pres­sio­nen usw. gibt es der­zeit kei­ne ge­nau­en In­for­ma­tio­nen.

Um ein bes­se­res Track­ing zu er­mög­li­chen, ar­bei­ten Too­l­an­bie­ter wie Sis­trix oder Sem­rush be­reits an Lö­sun­gen und bie­ten hier neue Track­ing-Tools an:

Semrush Enterprise

https://www.sem­rush.com/lp/en­ter­pri­se-aio/en/

Sistrix

https://ai.sis­trix.com/de/

Fa­zit & Vi­deo: War­um SEO nicht tot ist und wir uns trotz­dem auf GEO vor­be­rei­ten soll­ten

Laut Sis­trixwer­den AI Over­views bei 15-20% der Such­an­fra­gen mo­bil aus­ge­spielt (UK). ChatGPT hat nur ei­nen Markt­an­teil von 0,25% bei Such­ma­schi­nen. Also gibt es kei­nen Grund zur Pa­nik.

Ob sich die Markt­an­tei­le und die An­zahl der AI Over­views än­dern wer­den?

Es wird si­cher­lich Ver­än­de­run­gen ge­ben. Ob der ge­sam­te Such­ma­schi­nen­markt je­doch kippt, ist der­zeit nicht ab­seh­bar. Viel­mehr wird die klas­si­sche Goog­le-Su­che ne­ben der „neu­en“ KI-Su­che ko­exis­tie­ren. Ähn­lich wie beim klas­si­schen Fern­se­hen und You­Tube wird es un­ter­schied­li­che Ziel­grup­pen ge­ben, die eine Me­tho­de der Web­su­che be­vor­zu­gen.

Alle SEOs da drau­ßen, die jetzt schon op­ti­mie­ren wol­len (GEO), soll­ten wei­ter­hin auf die Wün­sche der Such­ma­schi­nen und der Nut­zer ein­ge­hen:

  • Wirk­lich gute In­hal­te lie­fern
  • Klar struk­tu­rier­te, di­rekt sicht­ba­re Ant­wor­ten
  • Tech­nisch ein­wand­freie, schnel­le Web­sites
  • EEAT im Hin­ter­kopf ha­ben und eine Au­to­ri­tät auf dem Ge­biet sein/wer­den
  • Back­links als wich­ti­ges Mit­tel be­nut­zen, um Re­le­vanz zu zei­gen

Und nun zu dir, lie­ber Le­ser: Was denkst du über die kom­men­den KI-Su­chen? Ge­fällt dir der Be­griff GEO oder be­vor­zugst du ei­nen an­de­ren?

Neslin Kara

Geschrieben von

Neslin Kara

… ist SEO-Managerin bei der Farbentour Online Marketing GmbH. Sie entwickelt Strategien, um Websites technisch, strukturell und inhaltlich zu optimieren. Durch ihr sprachwissenschaftliches Studium und ihre Erfahrungen in der IT verbindet sie ein tiefes Verständnis für Sprache mit technischer Expertise. So führt sie präzise Analysen durch, erkennt Optimierungspotenziale und setzt gezielte Maßnahmen um, um nachhaltige Ergebnisse und hohe Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erzielen.

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