E-Commerce & Onlineshops

SEO für Shop-Ka­te­go­rien: Bes­se­re Ran­kings und mehr Traf­fic für On­line­shops

SEO für Shopkategorien

SEO für On­line­shops ist für vie­le E-Com­mer­cler der wich­tigs­te Traf­fic-He­bel über­haupt. Doch bei vie­len Shops schei­tert es bei der Op­ti­mie­rung be­reits an den doch so wich­ti­gen Ka­te­go­rien-Sei­ten.

War­um Shop­ka­te­go­rien so wich­tig für SEO sind und wie du die­se rich­tig op­ti­mierst, er­fährst du in die­sem Bei­trag.

Wel­chen Search In­tent tref­fen Shop-Ka­te­go­rien?

Es gibt vie­le Op­ti­mie­rungs­he­bel zu tä­ti­gen, um für die Ka­te­go­rien ei­nes On­line­shops best­mög­li­che Ran­kings zu er­mög­li­chen. Ein ers­ter wich­ti­ger Schritt ist das Fest­le­gen der rich­ti­gen Key­words.

Ka­te­go­rie­sei­ten bei On­line­shops sind per­fekt für trans­ak­tio­na­le Key­words (Do = Der Nut­zer möch­te eine Ak­ti­on aus­füh­ren, wie et­was zu kau­fen). Such­an­fra­gen bei Goog­le, wie z. B. „Mas­siv­holz­tisch“, sind stark trans­ak­tio­nal ge­trie­ben.

Das heißt, dass der Nut­zer sich für die­ses Pro­dukt in­ter­es­siert, bei der Re­cher­che aber noch re­la­tiv am An­fang ist. Per­fekt für eine Ka­te­go­rie­sei­te bei ei­nem Shop für Mas­siv­holz­ti­sche.

In der Ka­te­go­rie wird eine Viel­zahl an Ti­schen prä­sen­tiert und der Nut­zer kann sich hier ent­spre­chend aus­to­ben. Noch wei­ter in den trans­ak­tio­na­len Ser­arch In­tent geht es beim Key­word „Mas­siv­holz­tisch kau­fen“ – der Nut­zer weiß hier be­reits, dass er so ei­nen Tisch kau­fen will und sucht jetzt nach dem rich­ti­gen Shop da­für. Per­fekt also eben­falls für Ka­te­go­rie­sei­ten bei On­line­shops.

Title Tag + De­scrip­ti­on

SEO Ba­sic schlecht­hin: Sehr gut funk­tio­niert die­se For­mel für den Title: Main­key­word + USP + (Brand). Also z. B. „Mas­siv­holz­tisch ver­sand­kos­ten­frei kau­fen | Ein­Fik­ti­ver­Shop.de“. Das Key­word kommt an ers­ter Stel­le ge­folgt von ei­nem USP und dem Zu­satz kau­fen – die­ser passt meist gut zu Shop­ka­te­go­rien. Hier heißt es na­tür­lich aus­tes­ten. Was wirk­lich zum Search In­tent passt und auch was die Kon­kur­renz macht, hängt na­tür­lich im­mer vom Key­word ab.

Title Tag für Onlineshops
Abb.: Gutes Beispiel von aboutyou.de: Das Keyword „Herrenschuhe“ steht ganz am Anfang, dahinter ein zusätzliches USP „0€ Versand“ und der Brandname am Ende.

Die Meta De­scrip­ti­on wird ähn­lich auf­ge­baut. Die De­scrip­ti­on ist al­ler­dings kein di­rek­ter Ran­king­fak­tor und Key­words ha­ben hier kei­nen di­rek­ten Ein­fluss. Hier emp­fiehlt es sich, sich noch stär­ker auf die USPs des Shops zu kon­zen­trie­ren!

Auf­bau ei­ner Shop-Ka­te­go­rie­sei­te, die best­mög­lich rankt

Beim Auf­bau von Shop­ka­te­go­rien hat sich im Lau­fe der Zeit ein be­stimm­tes Sche­ma be­währt. Hier sind nicht nur SEO-Punk­te wich­tig, son­dern auch UX und Con­ver­si­on sind hoch­re­le­van­te Fak­to­ren = je zu­frie­de­ner die Be­su­cher sind, des­to bes­ser ist das na­tür­lich auch für SEO.

Best Prac­ti­ce Auf­bau

Shopkategorie Best Practice
Shopkategorie Best Practice

Nach dem Best-Prac­ti­ce-Prin­zip fängt der Auf­bau ei­ner Shop­ka­te­go­rie häu­fig mit ei­nem kur­zen Ein­lei­tungs­text an, ge­folgt von ei­ner gro­ßen Aus­wahl an Pro­duk­ten. Wich­tig: Der Text soll­te auf kei­nen Fall zu lang sein. Die Pro­duk­te müs­sen im Abo­ve-the-fold-Be­reich lie­gen, da­mit der User die Pro­duk­te di­rekt zu se­hen be­kommt, ohne scrol­len zu müs­sen.

Am Ende der Pro­duk­te dann ein Be­reich für ei­nen Text – ob hier ein SEO-Text reicht, wird gleich noch be­ant­wor­tet.

Ganz oben oder in der Si­de­bar soll­ten die Fil­ter­ele­men­te lie­gen, da­mit der User leicht al­les nach sei­nen Be­dürf­nis­sen sor­tie­ren kann. Mer­ken: Al­les was gut für die UX und für die Con­ver­si­on Rate ist, ist auch gut für SEO. Zu­frie­de­ne Nut­zer = bes­tes SEO. Kun­den­be­wer­tun­gen, Shop-Ver­trau­ens­sie­gel (z. B. Trus­ted­Shops) und vie­les mehr kön­nen die Con­ver­si­on Rate ver­bes­sern und da­mit auch SEO.

Pro­duk­te

Die An­zahl der Pro­duk­te ist enorm wich­tig. Hast du bspw. viel we­ni­ger Pro­duk­te zur Aus­wahl als die Kon­kur­renz, kannst du gute Ran­kings di­rekt wie­der ver­ges­sen. Der User will auf Ka­te­go­rie­sei­ten oft eine gro­ße Aus­wahl ha­ben. Beim Be­griff „Mas­siv­holz­tisch“ weiß der User ja noch gar nicht ge­nau, wel­chen Tisch er ha­ben will (wie groß, wie breit, wel­che Far­be usw.). Da­her muss die Ka­te­go­rie­sei­te eine gro­ße Aus­wahl-Pa­let­te be­reit­hal­ten, um je­dem User et­was bie­ten zu kön­nen.

Auch Pro­dukt­fo­tos sind enorm wich­tig und la­den den User zum Stö­bern ein. Oft schon ge­se­hen: Shops mit der größ­ten Aus­wahl und den schöns­ten Fo­tos ran­ken ein­fach deut­lich bes­ser = die User­zu­frie­den­heit ist hier eben­falls enorm wich­tig für SEO.

„SEO-Text“ oder Kauf­be­ra­ter am Ende?

Braucht man über­haupt noch Tex­te für die Ka­te­go­rien ei­nes Shops, um gut zu ran­ken? Ja, de­fi­ni­tiv. Goog­le ist eine Voll­text­such­ma­schi­ne und kann auf­grund von Tex­ten Do­ku­men­te ent­spre­chend ein­ord­nen. Da­her sind Tex­te auch bei Ka­te­go­rien so wich­tig. Ein rei­ner SEO-Text mit Key­word­spam ist heu­te nicht mehr zu emp­feh­len.

Bes­ser ist es, eine wirk­lich gute Kauf­be­ra­tung zu schrei­ben, mit Ant­wor­ten auf die häu­figs­ten Fra­gen der Kun­den, und hier eine mög­lichst gro­ße Hil­fe­stel­lung zu leis­ten.

TF*IDF-Ana­ly­se und -Op­ti­mie­rung sind für trans­ak­tio­na­le Key­words eher op­tio­nal. Schau dir an, wie vie­le Wör­ter die Kon­kur­renz hat und wel­che Fra­gen die­se be­ant­wor­tet. Für TF*IDF-Ana­ly­sen kann ich Term­labs.io oder sur­fer­seo.com sehr emp­feh­len. Be­son­ders das in­te­grier­te Au­dit-Mo­dul von Sur­fer­seo ist schön über­sicht­lich und hilf­reich bei der Op­ti­mie­rung.

SurferSEO
Beispiel eines Audits mit Surferseo.com

Stel­le dir die Fra­ge, mit wel­chen In­hal­ten du ei­nen noch bes­se­ren Kauf­rat­ge­ber als die Wett­be­wer­ber er­stel­len kannst und dei­ne Be­su­cher, aber auch Goog­le wer­den es dir ent­spre­chend dan­ken.

Pa­gi­nie­rung

Die Pa­gi­nie­rung ist die Sei­ten­num­me­rie­rung bei Shop­ka­te­go­rien. Be­son­ders Shops mit sehr vie­len Pro­duk­ten pro Ka­te­go­rie kom­men um eine or­dent­li­che Pa­gi­nie­rung nicht her­um. Durch Ka­te­go­rie­un­ter­sei­ten, die auf­grund der Pa­gi­nie­rung ent­ste­hen, kann es je­doch zu Du­pli­ca­te-Con­tent-Pro­ble­men kom­men. Die Goog­le Cral­wer wis­sen dann ggf. nicht, wel­che Ka­te­go­rie­sei­te jetzt ran­ken soll. Eine ein­fa­che Lö­sung ist es, die­se Un­ter­sei­ten auf no­in­dex, fol­low zu set­zen. Zur Not kann dies auch durch­ge­führt wer­den, um Du­pli­ca­te Con­tent zu ver­hin­dern.

Goog­le rät je­doch nicht, das no­in­dex-Tag zu set­zen, da durch no­in­dex die ver­link­ten Pro­duk­te nicht mehr von Goog­le ver­folgt wer­den (die in­ter­nen Links auf no­in­dex-Sei­ten wer­den als no­fol­low be­wer­tet).

Da­her ist fol­gen­der Schritt bei Pa­gi­nie­run­gen emp­feh­lens­wert:

Nur die ers­te Ka­te­go­rie-Sei­te soll­te ei­nen Ka­te­go­rie­text ha­ben. Auf den dar­auf­fol­gen­den Un­ter­sei­ten soll­te die­ser nicht mehr ste­hen. Bes­ser ist es, den Title Tag und die De­scrip­ti­on der Un­ter­sei­ten in­di­vi­du­ell zu hal­ten. Das lässt sich er­rei­chen, in­dem „Sei­te N“ im Ti­tel und in der Meta-De­scrip­ti­on an­ge­fügt wird.

Hin­weis­Tipp: Pro Ka­te­go­rie­sei­te kann man mög­lichst vie­le Pro­duk­te an­zei­gen las­sen, um die An­zahl der Ka­te­go­rie­un­ter­sei­ten nicht un­nö­tig zu er­hö­ren – das spart Craw­ler Bud­get bei gro­ßen Ka­te­go­rien. So ist es rat­sam, pro Ka­te­go­rie­sei­te 100 Ar­ti­kel an­zei­gen zu las­sen und mit­tels Lazy Loa­ding die Bil­der nach­la­den zu las­sen, um die La­de­zei­ten zu scho­nen.

Vor­sicht bei Fil­ter

Bei Ka­te­go­rien kön­nen auf­grund von Fil­tern schnell dop­pel­te In­hal­te ent­ste­hen. Du­pli­ca­te Con­tent führt nicht di­rekt zu schlech­te­ren Ran­kings, kann je­doch die Such­ma­schi­nen ver­wir­ren. Sol­che Fil­ter­sei­ten ha­ben eine Sor­tier­funk­ti­on, wie z. B. bei ei­ner Ka­te­go­rie für Her­ren­schu­he, in der nach Far­be, Grö­ße und vie­lem mehr aus­ge­wählt wer­den kann. Jede Aus­wahl­mög­lich­keit kann eine ei­gen­stän­di­ge URL sein. Da­durch ent­ste­hen aber stel­len­wei­se dop­pel­te In­hal­te, wenn der Ka­te­go­rie­text im­mer mit an­ge­zeigt wird.

Das lässt sich ver­hin­dern, wenn man die Fil­ter­sei­ten auf no­in­dex setzt oder zur Not über die Ro­bots.txt-Da­tei ei­nen Di­s­al­low-Be­fehl setzt, wie hier im Bei­spiel von Abou­ty­ou.de:

Robots.txt
Abb.: Auszug der Robots.txt Datei von Aboutyou.de – hier werden bestimmte Filterparameter blockiert, um das Crawlerbudget nicht unnötig zu überziehen.

Son­der­fall: In­fi­ni­te Scroll bei Ka­te­go­rie­sei­ten

Bei Ka­te­go­rien mit In­fi­ni­te Scroll wer­den die Ka­te­go­rie­un­ter­sei­ten ge­la­den, so­bald der User scrollt. Hier muss der Nut­zer nicht erst auf die ent­spre­chen­den Un­ter­sei­ten-Links kli­cken, wie bei ei­ner nor­ma­len Pa­gi­nie­rung. Was sich zu­nächst recht user­freund­lich an­hört, ist für den Craw­ler von Goog­le häu­fig ein Pro­blem: Die Craw­ler scrol­len nicht und kön­nen die Un­ter­sei­ten ggf. über­haupt nicht er­fas­sen: https://www.sear­chen­gi­ne­jour­nal.com/goog­le-in­fi­ni­te-scroll-lazy-loa­ding/363184/.

Auch John Mül­ler, Sprach­rohr von Goog­le, emp­fiehlt kein In­fi­ni­te Scrol­ling, da dies auch zu Du­pli­ca­te-Con­tent-Pro­ble­men füh­ren kann: https://www.seo-sued­west.de/5818-goog­le-in­fi­ni­te-scrol­ling-zur-an­zei­ge-meh­re­rer-ar­ti­kel-kann-zu-du­pli­ca­te-con­tent-fueh­ren.html.

Tes­ten

Alle bis­her ge­nann­ten Emp­feh­lun­gen be­ru­hen auf Best-Prac­ti­ce-Er­fah­run­gen: letz­ten En­des muss die Pra­xis zei­gen, was funk­tio­niert, und hier ist je­der Shop und jede Bran­che ein­zig­ar­tig. Da­her emp­fiehlt es sich, Än­de­run­gen nicht gleich auf al­len Sei­ten des Shops durch­zu­füh­ren, son­dern ge­zielt auf ei­ni­gen we­ni­gen Un­ter­sei­ten, um die Er­geb­nis­se zu prü­fen.

Z. B. bei 10 von 20 Ka­te­go­rien struk­tu­rier­te Da­ten ein­zu­bau­en und dann zu schau­en, ob die­se bes­ser ran­ken.

Shop-Kategorien und SEO

Fa­zit

Shop-Ka­te­go­rien sind für vie­le Shops ex­trem wert­voll, was SEO Traf­fic und Con­ver­si­on an­be­langt. Über Ka­te­go­rien kön­nen ge­zielt trans­ak­tio­na­le Key­words an­ge­steu­ert wer­den. Wie man die per­fek­ten Ka­te­go­rie­sei­ten nach dem Best-Prac­ti­ce-Prin­zip auf­baut, hast du jetzt in die­sem Bei­trag ge­lernt.

Wenn du selbst ei­nen Shop hast, soll­test du alle Emp­feh­lun­gen im­mer tes­ten und über­prü­fen, ob Goog­le die­se in dei­ner Ni­sche und Bran­che an­nimmt.

-Fa­bi­an

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