SEO Grundlagen & Strategie

CMS & SEO: Die­se SEO-Kri­te­ri­en muss ein gu­tes Con­tent Ma­nage­ment Sys­tem er­fül­len

CMS SEO Anforderungen

Con­tent Ma­nage­ment Sys­te­me (CMS) sind be­quem, wenn es um die Er­stel­lung und Pfle­ge von Web­sites geht. Aber nur dann, wenn sie auch die Mög­lich­keit der ak­ti­ven Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung bie­ten. Auf wel­che SEO-Kri­te­ri­en du bei der Wahl dei­nes CMS un­be­dingt ach­ten soll­test, er­fährst du in die­sem Ar­ti­kel.

Wer im World Wide Web mit ei­nem ei­ge­nen In­ter­net­auf­tritt prä­sent sein will, der muss eine Web­site pro­gram­mie­ren. Das ist auf­wän­dig und er­for­dert ent­spre­chen­de Kennt­nis­se. Des­halb ba­sie­ren die meis­ten Web­sites – ein­schließ­lich Blogs und On­line­shops – auf ei­nem so­ge­nann­ten Con­tent Ma­nage­ment Sys­tem (kurz CMS).

Ein CMS ist eine web­ba­sier­te Soft­ware, die die in­halt­li­che Pfle­ge ei­ner Web­site enorm er­leich­tert, weil da­für kei­ne Pro­gram­mier­kennt­nis­se not­wen­dig sind. Durch Page Buil­der, The­mes und Tem­pla­tes wird so­gar das Web­de­sign zum Kin­der­spiel. So bei­spiels­wei­se beim un­an­ge­foch­te­nen Markt­füh­rer un­ter den CMS: Word­Press.

CMS und SEO

Check­list: SEO-Kri­te­ri­en ei­nes gu­ten CMS

ÜberprüfeCheck
Technische AspekteStabilität: Korrekte und saubere Programmierung nach Standards des World Wide Web Consortium (W3C) mit möglichst schlankem und optimiertem Code
Gute Performance im Frontend und Backend (u. a. für eine schnelle Ladezeit)
CMS-seitiges Caching (oder einfach erweiterbares Caching, z. B. über Plugin)
Unterstützung moderner Web-Standards (HTML5, CSS3)
Effiziente Behandlung von JavaScript (z. B. serverseitiges oder hybrides Rendering)
Sprechende URLs: Möglichkeit zur Bearbeitung der Permalinks
Automatische Verhinderung von Doppel- und Mehrfach-URLs
Noindex-Tag: Möglichkeit Seiten von der Indexierung auszuschließen
Festlegung Meta-Title und Meta-Description zur Optimierung des Snippets in den Suchergebnissen
Canonical-Tag zur Definierung des Originalinhalts
Hreflang für mehrsprachigen Content
Einfache Integration von strukturierten Daten nach Schema.org
Anlage und Bearbeitung der robots.txt um Crawling durch Bots zu steuern
Verfügbarkeit eines XML-Sitemaps zur Hinterlegung bei der Google Search Console
Automatische interne Verlinkung von themenrelevanten Seiten
Automatische Weiterleitung per HTTP-Statuscode 301
Absicherung gegen typische Hackerangriffe wie Cross-Site Scripting (XSS) und SQL-Injection-Attacken
Wartungsfreundlichkeit und Zukunftssicherheit: Bereitstellung regelmäßiger Updates, Patches, Bugfixes, etc.
Schnittstellen für die Anbindung weiterer Software und Tools (z. B. CRM)
Anpassungsfähigkeit: Option zum individuellen Eingriff in den Programmcode und/oder zur individuellen Erweiterung (z. B. durch Plugins)
Ausführliche Dokumentation
Gut erreichbarer und schnell antwortender Support (Alternativ: große, unterstützende Community, wie z. B. bei WordPress)
Backup-Funktion
FunktionBarrierefreiheit
WYSIWYG-Editor für intuitive Bearbeitung ohne Programmierkenntnisse
HTML-Editor für den manuellen Eingriff in den Code
Möglichkeit zur funktionalen Erweiterung, z. B. durch Plugins
Breadcrumb-Navigation
Gestaltung individueller Fehlerseite (HTTP-Statuscode 404)
Design und UXBreite Auswahl an Templates und anderen Designvorlagen
Responsives Webdesign
Option für individuelle Designanpassungen, z. B. Eingriff in die Cascading Style Sheets (CSS)
Hohe Benutzerfreundlichkeit von Frontend und Backend
Bilder SEOMöglichkeit zur Bearbeitung des Dateinamens von Bildern
Möglichkeit zur Bearbeitung des Alt-Tags
Verlustfreie Komprimierung von Bilddateien zwecks Optimierung des Page Speed
Erkennung und Unterbindung doppelter und mehrfacher Uploads desselben Bildes
Inhaltliche AspekteAuszeichnung der Überschriften mit Heading-Tags
Formatierungsmöglichkeiten (Schriftgrößen, Schriftfarben, Fettung, etc.)
Möglichkeit Links als „follow" bzw. „nofollow" zu kennzeichnen

CMS muss tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen für On­page-Op­ti­mie­rung bie­ten

Doch was nützt eine ein­fach zu ma­na­gen­de Web­site, wenn sie nie­mand fin­det und des­halb kaum Be­su­cher auf­weist? Ein Con­tent Ma­nage­ment Sys­tem muss folg­lich ge­wis­se SEO-Kri­te­ri­en er­fül­len, um Grund­la­ge für eine er­folg­rei­che Web­site sein zu kön­nen.

Der wich­tigs­te Ran­king­fak­tor ist zwar der Con­tent, doch da­mit die­ser über­haupt wir­ken kann, müs­sen ei­ni­ge tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen für die On­page-Op­ti­mie­rung ge­ge­ben sein. In die­sem Ar­ti­kel er­fährst du, wor­auf du bei der Wahl des CMS ach­ten soll­test, da­mit der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung nichts im Wege steht.

Spre­chen­de URLs

Con­tent Ma­nage­ment Sys­te­me ge­ne­rie­ren URLs für neu an­ge­leg­te Sei­ten au­to­ma­tisch. Was zu­nächst prak­tisch klingt, ist lei­der häu­fig ein Pro­blem. Denn vie­le CMS ver­ge­ben kryp­ti­sche Da­tei­na­men, die eine wahl­lo­se An­ein­an­der­rei­hung von Zei­chen dar­stel­len. Das ist des­halb pro­ble­ma­tisch, weil Such­ma­schi­nen die URL aus­le­sen, um die Struk­tur der ge­sam­ten Web­site und den In­halt der ein­zel­nen Sei­te zu ver­ste­hen.

Die URL soll­te folg­lich be­schrei­ben, was den Be­su­cher in­halt­lich auf der Web­site er­war­tet. Das kön­nen vie­le CMS nicht oder zu­min­dest (noch) nicht so gut, wie der sprach­ge­wand­te Mensch. Des­halb soll­te ein CMS im­mer die Mög­lich­keit bie­ten, spre­chen­de URLs an­zu­le­gen.

Bei­spiel



Schlech­te, un­les­ba­re URL:



https://www.do­main.tld/cms/pu­blic/post?id=63953&ca­tid=a54378936&kw=jH98d0Ndtw



Gute, spre­chen­de URL:



https://www.do­main.tld/leis­tun­gen/prae­ven­ti­on/zahn­rei­ni­gung

Word­Press bie­tet in den Ein­stel­lun­gen ei­ner­seits die Mög­lich­keit, die Per­ma­link­struk­tur fest­zu­le­gen. Au­ßer­dem kann für je­den Bei­trag und jede Sei­te der in­di­vi­du­el­le Per­ma­link an­ge­passt wer­den.

No­in­dex-Tag

Über ei­nen Meta-Tag kön­nen Sei­ten von der In­de­xie­rung der Such­ma­schi­nen aus­ge­schlos­sen wer­den. Auf die­se Wei­se kann zum Bei­spiel ver­hin­dert wer­den, dass Du­pli­ca­te Con­tent, das Im­pres­sum oder Such­ergeb­nis­sei­ten in­de­xiert wer­den. Ent­hält der Meta-Tag das At­tri­but „in­dex“, dann darf die Such­ma­schi­ne die Sei­te craw­len und in­de­xie­ren. Bei „no­in­dex“ wird die Sei­te nicht in den In­dex auf­ge­nom­men.

Es kommt tat­säch­lich über­ra­schend häu­fig vor, dass Sei­ten auf „no­in­dex“ ge­stellt sind, ohne dass der Web­site-Be­trei­ber sich des­sen be­wusst ist. Des­halb ist es schon al­lein aus Kon­troll­grün­den sinn­voll, dass ein CMS die Mög­lich­keit bie­tet, die In­de­xie­rung mit­tels „in­dex“ oder „no­in­dex“ in den Meta-Da­ten ma­nu­ell zu steu­ern.

Meta-Title und Meta-De­scrip­ti­on

Ge­mein­sam mit der URL bil­den der Meta-Title und die Meta-De­scrip­ti­on das so­ge­nann­te Snip­pet. Das ist die Vor­schau dei­ner Web­site in den Such­ergeb­nis­sen von Goog­le und Co. Wenn du kei­ne ex­pli­zi­ten An­ga­ben zum Sei­ten­ti­tel und zu der Sei­ten­be­schrei­bung machst, dann zieht sich die Such­ma­schi­ne die be­nö­tig­ten An­ga­ben ir­gend­wo aus dem In­halt der Sei­te – oder zeigt im schlimms­ten Fall gar nichts an.

Das ist des­halb schlecht, weil das Snip­pet dar­über ent­schei­det, ob ein Such­ma­schi­nen­nut­zer auf dei­ne Web­site klickt oder nicht. Ein gu­tes Ran­king ohne klick­star­kes Snip­pet ist also re­la­tiv nutz­los – und da­von un­ab­hän­gig auch re­la­tiv sel­ten.

Dein CMS soll­te des­halb die Mög­lich­keit bie­ten, die Meta-Tags für Title und De­scrip­ti­on für jede Sei­te in­di­vi­du­ell an­ge­ben zu kön­nen. Kann das CMS dies nicht von Haus aus, kann es viel­leicht um ent­spre­chen­de Plug­ins er­wei­tert wer­den. Je­des gute SEO-Plug­in bie­tet die­se Funk­ti­on als Ba­sic an.

SEO Einstellungen bei Typo3
Das CMS Typo3 bietet etwas versteckt unter den Seiteneigenschaften die Möglichkeit, die Meta-Daten Title und Description anzupassen. Dabei verteilen sich diese auf mehrere Reiter.

Ca­no­ni­cal-Tag

Beim Ca­no­ni­cal-Tag han­delt es sich ge­nau wie beim Title- und De­scrip­ti­on-Tag um ei­nen Meta-Tag, der im Head-Be­reich der HTML-Sei­te plat­ziert wird. Mit die­sem Tag las­sen sich Pro­ble­me mit Du­pli­ca­te Con­tent ver­mei­den. Dop­pel­ter In­halt kann das Ran­king be­ein­träch­ti­gen und muss nicht ein­mal mut­wil­lig ent­ste­hen. Es reicht be­reits aus, dass eine Sei­te so­wohl über „http“ als auch „https“ er­reich­bar ist. Oft ent­steht Du­pli­ca­te Con­tent auch durch Druck­ver­sio­nen oder Pro­dukt­va­ri­an­ten mit der glei­chen Be­schrei­bung.

Mit dem Ca­no­ni­cal-Tag wird den Such­ma­schi­nen mit­ge­teilt, wel­che URL die Ori­gi­nal­quel­le ist und in den Such­ergeb­nis­sen ge­lis­tet wer­den soll. So ent­hält bei­spiels­wei­se die Druck­ver­si­on im Ca­no­ni­cal-Tag die URL der klas­si­schen Sei­te. Se­riö­se Such­ma­schi­nen wie Goog­le be­ach­ten die An­ga­be und in­de­xie­ren nur die ka­no­ni­sche URL.

Auch das Ca­non­cial-Tag ist ein klas­si­sches Bei­spiel für eine Funk­ti­on, die vie­le SEO-Plug­ins bie­ten. Je ver­brei­te­ter ein CMS, des­to mehr Plug­ins mit un­ter­schied­li­chem Funk­ti­ons­um­fang ste­hen zur Ver­fü­gung. Vie­le sind so­gar kos­ten­frei.

Ro­bots.txt

Die ro­bots.txt ist ne­ben dem No­in­dex-Tag im Hea­der der HTML-Sei­te eine wei­te­re Mög­lich­keit, um die In­de­xie­rung von Sei­ten oder so­gar gan­zen Ver­zeich­nis­sen zu ver­hin­dern. Da­bei han­delt es sich um eine se­pa­ra­te Text­da­tei, über die die Bots von Such­ma­schi­nen aus­ge­schlos­sen wer­den kön­nen.

Ei­ni­ge we­ni­ge CMS er­mög­li­chen es, die ro­bots.txt über das Ba­ckend zu be­ar­bei­ten. Viel­fach lässt sich mit­hil­fe ei­nes SEO-Plug­ins eine Be­ar­bei­tungs­mög­lich­keit schaf­fen, zum Bei­spiel über das Yo­ast-Plug­in für Word­Press.

XML-Site­map

Wer eine Web­site be­treibt, der will, dass die­se rasch vie­le Be­su­cher an­zieht. Da­für müs­sen die Sei­ten mög­lichst schnell vom Goog­le Bot ge­fun­den wer­den. Da­bei hilft eine gute in­ter­ne Ver­lin­kung. Noch bes­ser ist ein XML-Site­map. Da­bei han­delt es sich um eine ma­schi­nen­les­ba­re Da­tei, die alle Sei­ten auf­lis­tet, die in den Such­in­dex auf­ge­nom­men wer­den dür­fen.

Die­se Da­tei kann über die Goog­le Search Con­so­le an Goog­le über­ge­ben wer­den.

Ei­ni­ge Con­tent Ma­nage­ment Sys­te­me er­stel­len die XML-Site­map au­to­ma­tisch und stel­len die­se über ei­nen Link be­reit. Die­ser Link wird in der Goog­le Search Con­so­le hin­ter­legt. Goog­le prüft die XML-Site­map re­gel­mä­ßig und nimmt neue und ver­än­der­te Sei­ten da­durch in der Re­gel schnel­ler wahr, als wenn sich der Craw­ler müh­sam von Link zu Link han­geln muss.

Da­tei­na­me und Alt-Tag bei Bil­dern

Eine gute Web­site kommt nicht ohne Bil­der aus. Schö­ner Ne­ben­ef­fekt: Bil­der er­hö­hen die Sicht­bar­keit bei Goog­le. Nicht nur, weil Bil­der im­mer öf­ter im Snip­pet er­schei­nen, son­dern auch weil du da­mit über die Goog­le Bil­der­su­che ge­fun­den wirst. So­fern du dei­ne Bil­der für Such­ma­schi­nen op­ti­mierst.

Weil Such­ma­schi­nen den In­halt von Bil­dern nicht im­mer ein­deu­tig er­ken­nen kön­nen, ist es wich­tig, mög­lichst vie­le An­halts­punk­te zum Bild­in­halt zu ge­ben. Das kann an ver­schie­de­nen Stel­len pas­sie­ren, zum Bei­spiel über ei­nen be­schrei­ben­den Da­tei­na­men (ähn­lich den spre­chen­den URLs) und über den Alt-Tag. Der Alt-Tag wird an­ge­zeigt, wenn das Bild aus tech­ni­schen Grün­den nicht an­ge­zeigt wer­den kann. Der al­ter­na­ti­ve Text be­schreibt, was an die­ser Stel­le ei­gent­lich zu se­hen wäre.

Da­mit er­höht er üb­ri­gens auch die Bar­rie­re­frei­heit dei­ner Web­site, was min­des­tens ein in­di­rek­ter Ran­king­fak­tor ist.

Ach­te bei der Wahl dei­nes CMS dar­auf, dass du die Mög­lich­keit hast, bei­des zu be­ar­bei­ten. Beim Hoch­la­den von Me­di­en än­dern vie­le Sys­te­me den Da­tei­na­men in kryp­ti­sche Zei­chen­fol­gen. In den Ein­stel­lun­gen soll­te dies zu­min­dest un­ter­bun­den wer­den kön­nen. Noch bes­ser ist es, wenn du den Da­tei­na­men wie bei­spiels­wei­se bei Word­Press je­der­zeit an­pas­sen kannst. Glei­ches gilt für die Er­gän­zung des Alt-Tags.

Re­spon­si­ves De­sign

Wer eins der vie­len Con­tent Ma­nage­ment Sys­te­me auf dem Markt nutzt, der ar­bei­tet häu­fig auch mit De­sign­vor­la­gen – so­ge­nann­ten Page Buil­dern und The­mes. Hier­bei ist es wich­tig dar­auf zu ach­ten, dass re­spon­si­ves Web­de­sign un­ter­stützt wird. Das be­deu­tet, dass das De­sign voll­au­to­ma­tisch an die Bild­schirm­auf­lö­sung der je­wei­li­gen End­ge­rä­te an­ge­passt wird.

Vie­le The­mes un­ter­stüt­zen mitt­ler­wei­le stan­dard­mä­ßig re­spon­si­ves Web­de­sign.

Al­ler­dings gibt es auf­grund der Viel­falt an End­ge­rä­ten fast im­mer ma­nu­el­len Nach­ar­bei­tungs­be­darf, so dass der Page Buil­der in je­dem Fall ent­spre­chen­de Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten bie­ten soll­te.

Hea­ding-Tags

Such­ma­schi­nen schen­ken Über­schrif­ten be­son­de­re Auf­merk­sam­keit, weil die­se viel über den In­halt und sei­ne Re­le­vanz ver­ra­ten. Im Hy­per­text Mark­up Lan­guage (HTML) wer­den Über­schrif­ten von eins bis sechs hier­ar­chi­siert, wo­bei die Über­schrift mit dem H1-Tag die wich­tigs­te ist und von Goog­le am stärks­ten be­ach­tet und ge­wich­tet wird. In den Über­schrif­ten der obers­ten Hier­ar­chie­stu­fen soll­ten die Key­words vor­kom­men, zu de­nen die Sei­te ge­rankt wer­den soll.

Ach­te beim CMS dar­auf, dass du beim Ein­pfle­gen von Con­tent die Mög­lich­keit hast, die Über­schrif­ten von H1 bis H6 zu for­ma­tie­ren. Vie­le Text­edi­to­ren bie­ten die­se Mög­lich­keit. Al­ter­na­tiv muss die Mög­lich­keit be­stehen, in den HTML-Edi­tor wech­seln zu kön­nen, um die Über­schrif­ten selbst­stän­dig mit dem je­wei­li­gen Hea­ding-Tag aus­zu­zeich­nen.

Je­der Link ver­leiht der Sei­te, auf die er ver­linkt, ei­nen Wert. Des­halb sind die ex­ter­nen Links, die auch als Back­links be­zeich­net wer­den, so be­gehrt bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Mit dem No­fol­low-At­tri­but in der HTML-An­wei­sung für Links wird der Such­ma­schi­ne mit­ge­teilt, dass sie dem be­trof­fe­nen Link nicht fol­gen soll. Das be­deu­tet, dass die­ser Link kei­nen Link­juice (Link­kraft) an die Link­quel­le über­trägt.

Nor­ma­ler­wei­se ist die An­wei­sung „Do­fol­low“ der Stan­dard. In den letz­ten Jah­ren ha­ben aber vie­le CMS das No­fol­low-At­tri­but für aus­ge­hen­de Links zum Stan­dard ge­macht. Ob ein Link Link­juice trans­por­tie­ren soll oder nicht, das ist in der Re­gel eine Ein­zel­fall­ent­schei­dung. Denn für bei­de Sze­na­ri­en gibt es sinn­vol­le An­wen­dungs­fäl­le.

Ach­te beim CMS des­halb dar­auf, dass du beim Set­zen der Links im Ide­al­fall selbst ent­schei­den kannst, ob der Link mit dem At­tri­but „Do­fol­low“ oder „No­fol­low“ ver­se­hen wer­den soll. So hast du ma­xi­ma­len Spiel­raum und musst nicht ak­tiv in den Quell­code ein­grei­fen.

PageBuilder Gutenberg WordPress
Der Gutenberg-Editor von WordPress bietet beim Anlegen eines Links die Option, das Nofollow-Attribut zu aktivieren. Wird dies nicht ausgewählt, wird standardmäßig ein Dofollow-Link erzeugt.

SEO-Kri­te­ri­en für CMS-Sys­te­me mit ho­hem Ja­va­Script-Ein­satz

CMS-Sys­te­me, die stark auf Ja­va­Script set­zen, müs­sen spe­zi­el­le Maß­nah­men er­grei­fen, um si­cher­zu­stel­len, dass ihre In­hal­te für Such­ma­schi­nen op­ti­mal in­de­xier­bar blei­ben. Da Such­ma­schi­nen-Craw­ler oft Schwie­rig­kei­ten ha­ben, Ja­va­Script voll­stän­dig aus­zu­füh­ren und zu ren­dern, sind ge­ziel­te Op­ti­mie­run­gen not­wen­dig:

  1. Ser­ver­sei­ti­ges oder Hy­bri­des Ren­de­ring
    Eine der ef­fek­tivs­ten Stra­te­gien ist die Nut­zung von ser­ver­sei­ti­gem oder hy­bri­dem Ren­de­ring. Da­bei wer­den In­hal­te be­reits auf dem Ser­ver ge­r­en­dert und als fer­ti­ges HTML an den Brow­ser ge­sen­det. Dies stellt si­cher, dass Such­ma­schi­nen-Craw­ler den voll­stän­di­gen In­halt er­fas­sen kön­nen, ohne auf Ja­va­Script an­ge­wie­sen zu sein. Al­ter­na­tiv kann auch dy­na­mi­sches Ren­de­ring ver­wen­det wer­den, bei dem eine spe­zi­el­le Ver­si­on der Sei­te für Craw­ler be­reit­ge­stellt wird.
  2. Ja­va­Script-Ef­fi­zi­enz und La­de­zei­ten
    Ja­va­Script soll­te ef­fi­zi­ent und schlank ge­stal­tet sein, um die La­de­zei­ten nicht ne­ga­tiv zu be­ein­flus­sen, da die­se ein wich­ti­ger SEO-Ran­king­fak­tor sind. Zu vie­le oder un­nö­ti­ge Skrip­te soll­ten ver­mie­den und asyn­chro­nes La­den ge­nutzt wer­den, um die Ren­der­ge­schwin­dig­keit zu ver­bes­sern.
  3. Links sicht­bar hal­ten
    Es ist ent­schei­dend, dass alle Links im HTML-Do­ku­ment sicht­bar und zu­gäng­lich blei­ben. Ja­va­Script soll­te nicht ver­wen­det wer­den, um wich­ti­ge Links zu ver­ste­cken oder nur nach In­ter­ak­tio­nen wie Ho­ver oder Klick an­zu­zei­gen. Such­ma­schi­nen-Craw­ler kön­nen sol­che ver­steck­ten Links oft nicht er­ken­nen, was zu ei­ner schlech­te­ren In­de­xie­rung und ei­ner ein­ge­schränk­ten Craw­ling-Tie­fe füh­ren kann.
  4. Struk­tu­rier­te Da­ten und se­man­ti­sches HTML
    CMS-Sys­te­me soll­ten struk­tu­rier­te Da­ten (z. B. Sche­ma.org-Mark­up) im­ple­men­tie­ren, um den Such­ma­schi­nen den Kon­text der In­hal­te bes­ser zu ver­mit­teln. Da­bei soll­te si­cher­ge­stellt wer­den, dass die­se Da­ten un­ab­hän­gig von der Ja­va­Script-Aus­füh­rung zu­gäng­lich sind. Er­gän­zend soll­te se­man­ti­sches HTML ein­ge­setzt wer­den, um die Be­deu­tung der In­hal­te klar dar­zu­stel­len.

Fa­zit: SEO-Aspek­te sind beim CMS ge­nau­so wich­tig wie die Be­nut­zer­freund­lich­keit

Wenn du dich für ein CMS ent­schei­den musst, dann soll­test du nicht nur auf die Be­nut­zer­freund­lich­keit und die Op­tik der The­mes ach­ten. Die ge­bo­te­nen Mög­lich­kei­ten für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung sind min­des­tens ge­nau­so wich­tig, denn sie ent­schei­den letzt­lich über den Er­folg dei­ner Web­site.

Ma­che die oben ge­nann­ten SEO-Kri­te­ri­en des­halb zu ent­schei­den­den Aus­wahl­kri­te­ri­en. So ver­mei­dest du, dass du spä­ter mit gro­ßem Auf­wand ma­nu­ell in das Sys­tem ein­grei­fen oder es so­gar wech­seln musst. Im­mer­hin han­delt es sich bei den hier ge­nann­ten Aspek­ten um die grund­le­gen­den Vor­aus­set­zun­gen.

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