SEO Grundlagen & Strategie

CMS & SEO: Die­se SEO-Kri­te­ri­en muss ein gu­tes Con­tent Ma­nage­ment Sys­tem er­fül­len

CMS SEO Anforderungen

Con­tent Ma­nage­ment Sys­te­me (CMS) sind be­quem, wenn es um die Er­stel­lung und Pfle­ge von Web­sites geht. Aber nur dann, wenn sie auch die Mög­lich­keit der ak­ti­ven Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung bie­ten. Auf wel­che SEO-Kri­te­ri­en du bei der Wahl dei­nes CMS un­be­dingt ach­ten soll­test, er­fährst du in die­sem Ar­ti­kel.

Wer im World Wide Web mit ei­nem ei­ge­nen In­ter­net­auf­tritt prä­sent sein will, der muss eine Web­site pro­gram­mie­ren. Das ist auf­wän­dig und er­for­dert ent­spre­chen­de Kennt­nis­se. Des­halb ba­sie­ren die meis­ten Web­sites – ein­schließ­lich Blogs und On­line­shops – auf ei­nem so­ge­nann­ten Con­tent Ma­nage­ment Sys­tem (kurz CMS).

Ein CMS ist eine web­ba­sier­te Soft­ware, die die in­halt­li­che Pfle­ge ei­ner Web­site enorm er­leich­tert, weil da­für kei­ne Pro­gram­mier­kennt­nis­se not­wen­dig sind. Durch Page Buil­der, The­mes und Tem­pla­tes wird so­gar das Web­de­sign zum Kin­der­spiel. So bei­spiels­wei­se beim un­an­ge­foch­te­nen Markt­füh­rer un­ter den CMS: Word­Press.

CMS und SEO

Check­list: SEO-Kri­te­ri­en ei­nes gu­ten CMS

ÜberprüfeCheck
Technische AspekteStabilität: Korrekte und saubere Programmierung nach Standards des World Wide Web Consortium (W3C) mit möglichst schlankem und optimiertem Code⬜
Gute Performance im Frontend und Backend (u. a. für eine schnelle Ladezeit)⬜
CMS-seitiges Caching (oder einfach erweiterbares Caching, z. B. über Plugin)⬜
Unterstützung moderner Web-Standards (HTML5, CSS3)⬜
Effiziente Behandlung von JavaScript (z. B. serverseitiges oder hybrides Rendering)⬜
Sprechende URLs: Möglichkeit zur Bearbeitung der Permalinks⬜
Automatische Verhinderung von Doppel- und Mehrfach-URLs⬜
Noindex-Tag: Möglichkeit Seiten von der Indexierung auszuschließen⬜
Festlegung Meta-Title und Meta-Description zur Optimierung des Snippets in den Suchergebnissen⬜
Canonical-Tag zur Definierung des Originalinhalts⬜
Hreflang für mehrsprachigen Content⬜
Einfache Integration von strukturierten Daten nach Schema.org⬜
Anlage und Bearbeitung der robots.txt um Crawling durch Bots zu steuern⬜
Verfügbarkeit eines XML-Sitemaps zur Hinterlegung bei der Google Search Console⬜
Automatische interne Verlinkung von themenrelevanten Seiten⬜
Automatische Weiterleitung per HTTP-Statuscode 301⬜
Absicherung gegen typische Hackerangriffe wie Cross-Site Scripting (XSS) und SQL-Injection-Attacken⬜
Wartungsfreundlichkeit und Zukunftssicherheit: Bereitstellung regelmäßiger Updates, Patches, Bugfixes, etc.⬜
Schnittstellen für die Anbindung weiterer Software und Tools (z. B. CRM)⬜
Anpassungsfähigkeit: Option zum individuellen Eingriff in den Programmcode und/oder zur individuellen Erweiterung (z. B. durch Plugins)⬜
Ausführliche Dokumentation⬜
Gut erreichbarer und schnell antwortender Support (Alternativ: große, unterstützende Community, wie z. B. bei WordPress)⬜
Backup-Funktion⬜
FunktionBarrierefreiheit⬜
WYSIWYG-Editor für intuitive Bearbeitung ohne Programmierkenntnisse⬜
HTML-Editor für den manuellen Eingriff in den Code⬜
Möglichkeit zur funktionalen Erweiterung, z. B. durch Plugins⬜
Breadcrumb-Navigation⬜
Gestaltung individueller Fehlerseite (HTTP-Statuscode 404)⬜
Design und UXBreite Auswahl an Templates und anderen Designvorlagen⬜
Responsives Webdesign⬜
Option für individuelle Designanpassungen, z. B. Eingriff in die Cascading Style Sheets (CSS)⬜
Hohe Benutzerfreundlichkeit von Frontend und Backend⬜
Bilder SEOMöglichkeit zur Bearbeitung des Dateinamens von Bildern⬜
Möglichkeit zur Bearbeitung des Alt-Tags⬜
Verlustfreie Komprimierung von Bilddateien zwecks Optimierung des Page Speed⬜
Erkennung und Unterbindung doppelter und mehrfacher Uploads desselben Bildes⬜
Inhaltliche AspekteAuszeichnung der Überschriften mit Heading-Tags⬜
Formatierungsmöglichkeiten (Schriftgrößen, Schriftfarben, Fettung, etc.)⬜
Möglichkeit Links als „follow" bzw. „nofollow" zu kennzeichnen⬜

CMS muss tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen für On­page-Op­ti­mie­rung bie­ten

Doch was nützt eine ein­fach zu ma­na­gen­de Web­site, wenn sie nie­mand fin­det und des­halb kaum Be­su­cher auf­weist? Ein Con­tent Ma­nage­ment Sys­tem muss folg­lich ge­wis­se SEO-Kri­te­ri­en er­fül­len, um Grund­la­ge für eine er­folg­rei­che Web­site sein zu kön­nen.

Der wich­tigs­te Ran­king­fak­tor ist zwar der Con­tent, doch da­mit die­ser über­haupt wir­ken kann, müs­sen ei­ni­ge tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen für die On­page-Op­ti­mie­rung ge­ge­ben sein. In die­sem Ar­ti­kel er­fährst du, wor­auf du bei der Wahl des CMS ach­ten soll­test, da­mit der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung nichts im Wege steht.

Spre­chen­de URLs

Con­tent Ma­nage­ment Sys­te­me ge­ne­rie­ren URLs für neu an­ge­leg­te Sei­ten au­to­ma­tisch. Was zu­nächst prak­tisch klingt, ist lei­der häu­fig ein Pro­blem. Denn vie­le CMS ver­ge­ben kryp­ti­sche Da­tei­na­men, die eine wahl­lo­se An­ein­an­der­rei­hung von Zei­chen dar­stel­len. Das ist des­halb pro­ble­ma­tisch, weil Such­ma­schi­nen die URL aus­le­sen, um die Struk­tur der ge­sam­ten Web­site und den In­halt der ein­zel­nen Sei­te zu ver­ste­hen.

Die URL soll­te folg­lich be­schrei­ben, was den Be­su­cher in­halt­lich auf der Web­site er­war­tet. Das kön­nen vie­le CMS nicht oder zu­min­dest (noch) nicht so gut, wie der sprach­ge­wand­te Mensch. Des­halb soll­te ein CMS im­mer die Mög­lich­keit bie­ten, spre­chen­de URLs an­zu­le­gen.

Bei­spiel



Schlech­te, un­les­ba­re URL:



https://www.do­main.tld/cms/pu­blic/post?id=63953&ca­tid=a54378936&kw=jH98d0Ndtw



Gute, spre­chen­de URL:



https://www.do­main.tld/leis­tun­gen/prae­ven­ti­on/zahn­rei­ni­gung

Word­Press bie­tet in den Ein­stel­lun­gen ei­ner­seits die Mög­lich­keit, die Per­ma­link­struk­tur fest­zu­le­gen. Au­ßer­dem kann für je­den Bei­trag und jede Sei­te der in­di­vi­du­el­le Per­ma­link an­ge­passt wer­den.

No­in­dex-Tag

Über ei­nen Meta-Tag kön­nen Sei­ten von der In­de­xie­rung der Such­ma­schi­nen aus­ge­schlos­sen wer­den. Auf die­se Wei­se kann zum Bei­spiel ver­hin­dert wer­den, dass Du­pli­ca­te Con­tent, das Im­pres­sum oder Such­ergeb­nis­sei­ten in­de­xiert wer­den. Ent­hält der Meta-Tag das At­tri­but „in­dex“, dann darf die Such­ma­schi­ne die Sei­te craw­len und in­de­xie­ren. Bei „no­in­dex“ wird die Sei­te nicht in den In­dex auf­ge­nom­men.

Es kommt tat­säch­lich über­ra­schend häu­fig vor, dass Sei­ten auf „no­in­dex“ ge­stellt sind, ohne dass der Web­site-Be­trei­ber sich des­sen be­wusst ist. Des­halb ist es schon al­lein aus Kon­troll­grün­den sinn­voll, dass ein CMS die Mög­lich­keit bie­tet, die In­de­xie­rung mit­tels „in­dex“ oder „no­in­dex“ in den Meta-Da­ten ma­nu­ell zu steu­ern.

Meta-Title und Meta-De­scrip­ti­on

Ge­mein­sam mit der URL bil­den der Meta-Title und die Meta-De­scrip­ti­on das so­ge­nann­te Snip­pet. Das ist die Vor­schau dei­ner Web­site in den Such­ergeb­nis­sen von Goog­le und Co. Wenn du kei­ne ex­pli­zi­ten An­ga­ben zum Sei­ten­ti­tel und zu der Sei­ten­be­schrei­bung machst, dann zieht sich die Such­ma­schi­ne die be­nö­tig­ten An­ga­ben ir­gend­wo aus dem In­halt der Sei­te – oder zeigt im schlimms­ten Fall gar nichts an.

Das ist des­halb schlecht, weil das Snip­pet dar­über ent­schei­det, ob ein Such­ma­schi­nen­nut­zer auf dei­ne Web­site klickt oder nicht. Ein gu­tes Ran­king ohne klick­star­kes Snip­pet ist also re­la­tiv nutz­los – und da­von un­ab­hän­gig auch re­la­tiv sel­ten.

Dein CMS soll­te des­halb die Mög­lich­keit bie­ten, die Meta-Tags für Title und De­scrip­ti­on für jede Sei­te in­di­vi­du­ell an­ge­ben zu kön­nen. Kann das CMS dies nicht von Haus aus, kann es viel­leicht um ent­spre­chen­de Plug­ins er­wei­tert wer­den. Je­des gute SEO-Plug­in bie­tet die­se Funk­ti­on als Ba­sic an.

SEO Einstellungen bei Typo3
Das CMS Typo3 bietet etwas versteckt unter den Seiteneigenschaften die Möglichkeit, die Meta-Daten Title und Description anzupassen. Dabei verteilen sich diese auf mehrere Reiter.

Ca­no­ni­cal-Tag

Beim Ca­no­ni­cal-Tag han­delt es sich ge­nau wie beim Title- und De­scrip­ti­on-Tag um ei­nen Meta-Tag, der im Head-Be­reich der HTML-Sei­te plat­ziert wird. Mit die­sem Tag las­sen sich Pro­ble­me mit Du­pli­ca­te Con­tent ver­mei­den. Dop­pel­ter In­halt kann das Ran­king be­ein­träch­ti­gen und muss nicht ein­mal mut­wil­lig ent­ste­hen. Es reicht be­reits aus, dass eine Sei­te so­wohl über „http“ als auch „https“ er­reich­bar ist. Oft ent­steht Du­pli­ca­te Con­tent auch durch Druck­ver­sio­nen oder Pro­dukt­va­ri­an­ten mit der glei­chen Be­schrei­bung.

Mit dem Ca­no­ni­cal-Tag wird den Such­ma­schi­nen mit­ge­teilt, wel­che URL die Ori­gi­nal­quel­le ist und in den Such­ergeb­nis­sen ge­lis­tet wer­den soll. So ent­hält bei­spiels­wei­se die Druck­ver­si­on im Ca­no­ni­cal-Tag die URL der klas­si­schen Sei­te. Se­riö­se Such­ma­schi­nen wie Goog­le be­ach­ten die An­ga­be und in­de­xie­ren nur die ka­no­ni­sche URL.

Auch das Ca­non­cial-Tag ist ein klas­si­sches Bei­spiel für eine Funk­ti­on, die vie­le SEO-Plug­ins bie­ten. Je ver­brei­te­ter ein CMS, des­to mehr Plug­ins mit un­ter­schied­li­chem Funk­ti­ons­um­fang ste­hen zur Ver­fü­gung. Vie­le sind so­gar kos­ten­frei.

Ro­bots.txt

Die ro­bots.txt ist ne­ben dem No­in­dex-Tag im Hea­der der HTML-Sei­te eine wei­te­re Mög­lich­keit, um die In­de­xie­rung von Sei­ten oder so­gar gan­zen Ver­zeich­nis­sen zu ver­hin­dern. Da­bei han­delt es sich um eine se­pa­ra­te Text­da­tei, über die die Bots von Such­ma­schi­nen aus­ge­schlos­sen wer­den kön­nen.

Ei­ni­ge we­ni­ge CMS er­mög­li­chen es, die ro­bots.txt über das Ba­ckend zu be­ar­bei­ten. Viel­fach lässt sich mit­hil­fe ei­nes SEO-Plug­ins eine Be­ar­bei­tungs­mög­lich­keit schaf­fen, zum Bei­spiel über das Yo­ast-Plug­in für Word­Press.

XML-Site­map

Wer eine Web­site be­treibt, der will, dass die­se rasch vie­le Be­su­cher an­zieht. Da­für müs­sen die Sei­ten mög­lichst schnell vom Goog­le Bot ge­fun­den wer­den. Da­bei hilft eine gute in­ter­ne Ver­lin­kung. Noch bes­ser ist ein XML-Site­map. Da­bei han­delt es sich um eine ma­schi­nen­les­ba­re Da­tei, die alle Sei­ten auf­lis­tet, die in den Such­in­dex auf­ge­nom­men wer­den dür­fen.

Die­se Da­tei kann über die Goog­le Search Con­so­le an Goog­le über­ge­ben wer­den.

Ei­ni­ge Con­tent Ma­nage­ment Sys­te­me er­stel­len die XML-Site­map au­to­ma­tisch und stel­len die­se über ei­nen Link be­reit. Die­ser Link wird in der Goog­le Search Con­so­le hin­ter­legt. Goog­le prüft die XML-Site­map re­gel­mä­ßig und nimmt neue und ver­än­der­te Sei­ten da­durch in der Re­gel schnel­ler wahr, als wenn sich der Craw­ler müh­sam von Link zu Link han­geln muss.

Da­tei­na­me und Alt-Tag bei Bil­dern

Eine gute Web­site kommt nicht ohne Bil­der aus. Schö­ner Ne­ben­ef­fekt: Bil­der er­hö­hen die Sicht­bar­keit bei Goog­le. Nicht nur, weil Bil­der im­mer öf­ter im Snip­pet er­schei­nen, son­dern auch weil du da­mit über die Goog­le Bil­der­su­che ge­fun­den wirst. So­fern du dei­ne Bil­der für Such­ma­schi­nen op­ti­mierst.

Weil Such­ma­schi­nen den In­halt von Bil­dern nicht im­mer ein­deu­tig er­ken­nen kön­nen, ist es wich­tig, mög­lichst vie­le An­halts­punk­te zum Bild­in­halt zu ge­ben. Das kann an ver­schie­de­nen Stel­len pas­sie­ren, zum Bei­spiel über ei­nen be­schrei­ben­den Da­tei­na­men (ähn­lich den spre­chen­den URLs) und über den Alt-Tag. Der Alt-Tag wird an­ge­zeigt, wenn das Bild aus tech­ni­schen Grün­den nicht an­ge­zeigt wer­den kann. Der al­ter­na­ti­ve Text be­schreibt, was an die­ser Stel­le ei­gent­lich zu se­hen wäre.

Da­mit er­höht er üb­ri­gens auch die Bar­rie­re­frei­heit dei­ner Web­site, was min­des­tens ein in­di­rek­ter Ran­king­fak­tor ist.

Ach­te bei der Wahl dei­nes CMS dar­auf, dass du die Mög­lich­keit hast, bei­des zu be­ar­bei­ten. Beim Hoch­la­den von Me­di­en än­dern vie­le Sys­te­me den Da­tei­na­men in kryp­ti­sche Zei­chen­fol­gen. In den Ein­stel­lun­gen soll­te dies zu­min­dest un­ter­bun­den wer­den kön­nen. Noch bes­ser ist es, wenn du den Da­tei­na­men wie bei­spiels­wei­se bei Word­Press je­der­zeit an­pas­sen kannst. Glei­ches gilt für die Er­gän­zung des Alt-Tags.

Re­spon­si­ves De­sign

Wer eins der vie­len Con­tent Ma­nage­ment Sys­te­me auf dem Markt nutzt, der ar­bei­tet häu­fig auch mit De­sign­vor­la­gen – so­ge­nann­ten Page Buil­dern und The­mes. Hier­bei ist es wich­tig dar­auf zu ach­ten, dass re­spon­si­ves Web­de­sign un­ter­stützt wird. Das be­deu­tet, dass das De­sign voll­au­to­ma­tisch an die Bild­schirm­auf­lö­sung der je­wei­li­gen End­ge­rä­te an­ge­passt wird.

Vie­le The­mes un­ter­stüt­zen mitt­ler­wei­le stan­dard­mä­ßig re­spon­si­ves Web­de­sign.

Al­ler­dings gibt es auf­grund der Viel­falt an End­ge­rä­ten fast im­mer ma­nu­el­len Nach­ar­bei­tungs­be­darf, so dass der Page Buil­der in je­dem Fall ent­spre­chen­de Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten bie­ten soll­te.

Hea­ding-Tags

Such­ma­schi­nen schen­ken Über­schrif­ten be­son­de­re Auf­merk­sam­keit, weil die­se viel über den In­halt und sei­ne Re­le­vanz ver­ra­ten. Im Hy­per­text Mark­up Lan­guage (HTML) wer­den Über­schrif­ten von eins bis sechs hier­ar­chi­siert, wo­bei die Über­schrift mit dem H1-Tag die wich­tigs­te ist und von Goog­le am stärks­ten be­ach­tet und ge­wich­tet wird. In den Über­schrif­ten der obers­ten Hier­ar­chie­stu­fen soll­ten die Key­words vor­kom­men, zu de­nen die Sei­te ge­rankt wer­den soll.

Ach­te beim CMS dar­auf, dass du beim Ein­pfle­gen von Con­tent die Mög­lich­keit hast, die Über­schrif­ten von H1 bis H6 zu for­ma­tie­ren. Vie­le Text­edi­to­ren bie­ten die­se Mög­lich­keit. Al­ter­na­tiv muss die Mög­lich­keit be­stehen, in den HTML-Edi­tor wech­seln zu kön­nen, um die Über­schrif­ten selbst­stän­dig mit dem je­wei­li­gen Hea­ding-Tag aus­zu­zeich­nen.

Je­der Link ver­leiht der Sei­te, auf die er ver­linkt, ei­nen Wert. Des­halb sind die ex­ter­nen Links, die auch als Back­links be­zeich­net wer­den, so be­gehrt bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Mit dem No­fol­low-At­tri­but in der HTML-An­wei­sung für Links wird der Such­ma­schi­ne mit­ge­teilt, dass sie dem be­trof­fe­nen Link nicht fol­gen soll. Das be­deu­tet, dass die­ser Link kei­nen Link­juice (Link­kraft) an die Link­quel­le über­trägt.

Nor­ma­ler­wei­se ist die An­wei­sung „Do­fol­low“ der Stan­dard. In den letz­ten Jah­ren ha­ben aber vie­le CMS das No­fol­low-At­tri­but für aus­ge­hen­de Links zum Stan­dard ge­macht. Ob ein Link Link­juice trans­por­tie­ren soll oder nicht, das ist in der Re­gel eine Ein­zel­fall­ent­schei­dung. Denn für bei­de Sze­na­ri­en gibt es sinn­vol­le An­wen­dungs­fäl­le.

Ach­te beim CMS des­halb dar­auf, dass du beim Set­zen der Links im Ide­al­fall selbst ent­schei­den kannst, ob der Link mit dem At­tri­but „Do­fol­low“ oder „No­fol­low“ ver­se­hen wer­den soll. So hast du ma­xi­ma­len Spiel­raum und musst nicht ak­tiv in den Quell­code ein­grei­fen.

PageBuilder Gutenberg WordPress
Der Gutenberg-Editor von WordPress bietet beim Anlegen eines Links die Option, das Nofollow-Attribut zu aktivieren. Wird dies nicht ausgewählt, wird standardmäßig ein Dofollow-Link erzeugt.

SEO-Kri­te­ri­en für CMS-Sys­te­me mit ho­hem Ja­va­Script-Ein­satz

CMS-Sys­te­me, die stark auf Ja­va­Script set­zen, müs­sen spe­zi­el­le Maß­nah­men er­grei­fen, um si­cher­zu­stel­len, dass ihre In­hal­te für Such­ma­schi­nen op­ti­mal in­de­xier­bar blei­ben. Da Such­ma­schi­nen-Craw­ler oft Schwie­rig­kei­ten ha­ben, Ja­va­Script voll­stän­dig aus­zu­füh­ren und zu ren­dern, sind ge­ziel­te Op­ti­mie­run­gen not­wen­dig:

  1. Ser­ver­sei­ti­ges oder Hy­bri­des Ren­de­ring
    Eine der ef­fek­tivs­ten Stra­te­gien ist die Nut­zung von ser­ver­sei­ti­gem oder hy­bri­dem Ren­de­ring. Da­bei wer­den In­hal­te be­reits auf dem Ser­ver ge­r­en­dert und als fer­ti­ges HTML an den Brow­ser ge­sen­det. Dies stellt si­cher, dass Such­ma­schi­nen-Craw­ler den voll­stän­di­gen In­halt er­fas­sen kön­nen, ohne auf Ja­va­Script an­ge­wie­sen zu sein. Al­ter­na­tiv kann auch dy­na­mi­sches Ren­de­ring ver­wen­det wer­den, bei dem eine spe­zi­el­le Ver­si­on der Sei­te für Craw­ler be­reit­ge­stellt wird.
  2. Ja­va­Script-Ef­fi­zi­enz und La­de­zei­ten
    Ja­va­Script soll­te ef­fi­zi­ent und schlank ge­stal­tet sein, um die La­de­zei­ten nicht ne­ga­tiv zu be­ein­flus­sen, da die­se ein wich­ti­ger SEO-Ran­king­fak­tor sind. Zu vie­le oder un­nö­ti­ge Skrip­te soll­ten ver­mie­den und asyn­chro­nes La­den ge­nutzt wer­den, um die Ren­der­ge­schwin­dig­keit zu ver­bes­sern.
  3. Links sicht­bar hal­ten
    Es ist ent­schei­dend, dass alle Links im HTML-Do­ku­ment sicht­bar und zu­gäng­lich blei­ben. Ja­va­Script soll­te nicht ver­wen­det wer­den, um wich­ti­ge Links zu ver­ste­cken oder nur nach In­ter­ak­tio­nen wie Ho­ver oder Klick an­zu­zei­gen. Such­ma­schi­nen-Craw­ler kön­nen sol­che ver­steck­ten Links oft nicht er­ken­nen, was zu ei­ner schlech­te­ren In­de­xie­rung und ei­ner ein­ge­schränk­ten Craw­ling-Tie­fe füh­ren kann.
  4. Struk­tu­rier­te Da­ten und se­man­ti­sches HTML
    CMS-Sys­te­me soll­ten struk­tu­rier­te Da­ten (z. B. Sche­ma.org-Mark­up) im­ple­men­tie­ren, um den Such­ma­schi­nen den Kon­text der In­hal­te bes­ser zu ver­mit­teln. Da­bei soll­te si­cher­ge­stellt wer­den, dass die­se Da­ten un­ab­hän­gig von der Ja­va­Script-Aus­füh­rung zu­gäng­lich sind. Er­gän­zend soll­te se­man­ti­sches HTML ein­ge­setzt wer­den, um die Be­deu­tung der In­hal­te klar dar­zu­stel­len.

Fa­zit: SEO-Aspek­te sind beim CMS ge­nau­so wich­tig wie die Be­nut­zer­freund­lich­keit

Wenn du dich für ein CMS ent­schei­den musst, dann soll­test du nicht nur auf die Be­nut­zer­freund­lich­keit und die Op­tik der The­mes ach­ten. Die ge­bo­te­nen Mög­lich­kei­ten für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung sind min­des­tens ge­nau­so wich­tig, denn sie ent­schei­den letzt­lich über den Er­folg dei­ner Web­site.

Ma­che die oben ge­nann­ten SEO-Kri­te­ri­en des­halb zu ent­schei­den­den Aus­wahl­kri­te­ri­en. So ver­mei­dest du, dass du spä­ter mit gro­ßem Auf­wand ma­nu­ell in das Sys­tem ein­grei­fen oder es so­gar wech­seln musst. Im­mer­hin han­delt es sich bei den hier ge­nann­ten Aspek­ten um die grund­le­gen­den Vor­aus­set­zun­gen.

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