Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung: Er­ken­nen & rich­tig be­he­ben

Aktualisiert: 25. Mai 2026 · ca. 3 Min. Lesezeit · farbentour.de bevorzugen

Im On­line-Mar­ke­ting spricht man von ei­ner Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung, wenn eine Web­site über meh­re­re Un­ter­sei­ten ver­fügt, die auf den glei­chen Such­be­griff oder die glei­che Key­word-Kom­bi­na­ti­on aus­ge­rich­tet sind.

Da sich durch den Key­word-Kan­ni­ba­lis­mus ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ei­ner Web­site er­ge­ben kön­nen, soll­ten Über­schnei­dun­gen früh­zei­tig er­kannt und be­ho­ben wer­den.

Was be­deu­tet Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung?

Wenn nun meh­re­re Un­ter­sei­ten ei­ner Web­sei­te auf das glei­che Key­word op­ti­miert sind, spricht man von ei­ner Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung. Für die Such­ma­schi­ne ist es dann nicht mehr ein­deu­tig, wel­che URL für den Such­be­griff ge­rankt wer­den soll. In­fol­ge­des­sen kann es zum Bei­spiel zu star­ken Schwan­kun­gen bis hin zum Ver­lust des Ran­kings kom­men.

Wie kommt es zu Key­word-Kan­ni­ba­lis­mus?

Key­word-Kan­ni­ba­lis­mus ent­steht meist un­be­ab­sich­tigt und fällt da­her auch häu­fig erst nach ei­ni­ger Zeit auf. Der häu­figs­te Grund ist man­geln­de Pla­nung oder Über­sicht bei Re­laun­ches oder Web­site-Um­zü­gen. Eine sau­be­re URL-Struk­tur soll­te bei sol­chen Pro­jek­ten des­halb im­mer im Fo­kus ste­hen.

Auch sehr um­fang­rei­che Web­sei­ten oder Blogs lei­den oft un­ter Key­word-Kan­ni­ba­lis­mus. Sie wer­den nach und nach um zu­sätz­li­che Un­ter­sei­ten er­wei­tert. Da­bei kommt es ge­le­gent­lich vor, dass es zu ei­nem ver­meint­lich neu­en The­ma be­reits ei­nen sehr ähn­li­chen In­halt gibt. Über­schnei­det sich der Con­tent der bei­den URLs zu stark, kan­ni­ba­li­sie­ren sich die Un­ter­sei­ten ge­gen­sei­tig.

Ge­fah­ren für SEO

Wenn zwei oder mehr Un­ter­sei­ten ei­ner Web­site mit­ein­an­der in Kon­kur­renz ste­hen, kann sich das ne­ga­tiv auf die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung der Sei­te aus­wir­ken. Web­sei­ten­be­trei­ber stel­len dann häu­fig fest, dass es zu Traf­fic-Ein­brü­chen oder Ran­king-Ver­lus­ten kommt.

Die­se Aus­wir­kun­gen kann eine Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung ha­ben:

  • Schwan­kun­gen oder Ver­schlech­te­rung des Ran­kings
  • Ein­brü­che bei den Be­su­cher­zah­len
  • Ver­wäs­se­rung der Link-Struk­tur
  • Nied­ri­ge­re Con­ver­si­on Rate
  • Ab­schwä­chung der Web­site-Au­to­ri­tät

Die­se Ar­ten gibt es

Bei ei­ner Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung han­delt es sich im­mer um sich über­schnei­den­de Such­be­grif­fe auf meh­re­ren Un­ter­sei­ten. Den­noch un­ter­schei­det man im Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting zwi­schen un­ter­schied­li­chen For­men der Kan­ni­ba­li­sie­rung.

  • Meh­re­re URLs ran­ken zeit­gleich für das­sel­be Key­word: Die In­hal­te der Un­ter­sei­ten sind auf den glei­chen Such­be­griff op­ti­miert und ver­fol­gen ent­we­der die glei­chen oder un­ter­schied­li­che Zie­le. Das Mehr­fach­ran­king muss nicht un­be­dingt ne­ga­tiv sein, son­dern führt dazu, dass meh­re­re Po­si­tio­nen in den SERPs von der glei­chen Web­site be­setzt wer­den.
  • Meh­re­re URLs wech­seln sich im Ran­king für das­sel­be Key­word ab: Es kommt zu star­ken Schwan­kun­gen im Ran­king für die be­trof­fe­nen Un­ter­sei­ten. Häu­fig fällt das Ran­king für eine der Un­ter­sei­ten im wei­te­ren Ver­lauf kom­plett weg.
  • Meh­re­re URLs ha­ben das­sel­be Key­word im Title-Tag oder in der Meta De­scrip­ti­on: Die URLs kon­kur­rie­ren mit­ein­an­der, was wie­der­um de­ren Rang in den SERPs sen­ken kann.

Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung er­ken­nen

Key­word-Kan­ni­ba­lis­mus soll­te recht­zei­tig er­kannt wer­den, um ent­spre­chen­de Maß­nah­men zu er­grei­fen. Da­für gibt es un­ter­schied­li­che Tools, die Web­sei­ten­be­trei­ber sich zu­nut­ze ma­chen kön­nen.

Goog­le Search Con­so­le

Mit der Goog­le Search Con­so­le lässt sich nach­voll­zie­hen, wel­che URLs für wel­che Such­be­grif­fe ran­ken. Un­ter „Per­for­mance“ kann der Such­be­griff als An­fra­ge („Que­ry“) ein­ge­ge­ben wer­den. Im Rei­ter „Pa­ges“ er­schei­nen an­schlie­ßend alle URLs, die auf den Such­ergeb­nis­sei­ten für die­ses Key­words aus­ge­spielt wer­den.

Such­ope­ra­to­ren für die Site-Ab­fra­ge

In der Goog­le-Su­che lässt sich bei ei­ner Site-Ab­fra­ge an­hand so­ge­nann­ter Such­ope­ra­to­ren fil­tern, wie vie­le Un­ter­sei­ten ei­ner Do­main für ein Key­word er­schei­nen.

Da­für gibt es zwei nütz­li­che Such­ope­ra­to­ren:

  • in­tit­le: Mit die­sem Ope­ra­tor er­schei­nen alle Un­ter­sei­ten, de­ren Title-Tag das Key­word ent­hält.
  • in­u­rl: Mit die­sem Ope­ra­tor er­schei­nen alle Un­ter­sei­ten, de­ren URL das Key­word ent­hält.

In­ter­ne Such­funk­ti­on ei­ner Web­site

Grö­ße­re Web­sites oder On­line­shops be­sit­zen meist eine in­ter­ne Such­funk­ti­on. Gibt man das Key­word hier ein, er­schei­nen alle Pro­dukt­sei­ten, die für den Such­be­griff re­le­vant sind. So las­sen sich ähn­li­che oder dop­pel­te In­hal­te fin­den.

So kann man Kan­ni­ba­li­sie­rung be­he­ben

Wer re­gel­mä­ßig eine Site-Ab­fra­ge durch­führt und das Ran­king al­ler Un­ter­sei­ten lau­fend im Blick be­hält, er­kennt Key­word-Kan­ni­ba­lis­mus in der Re­gel schnell und kann ent­spre­chen­de Maß­nah­men er­grei­fen. Wel­che Vor­ge­hens­wei­se am bes­ten ge­eig­net ist, hängt da­von ab, wie die Kan­ni­ba­li­sie­rung zu­stan­de ge­kom­men ist und wel­che Lö­sung am bes­ten zur in­di­vi­du­el­len Con­tent-Stra­te­gie passt.

Ähn­li­che In­hal­te zu­sam­men­füh­ren

Wenn ei­ni­ge In­hal­te zu ei­nem The­ma über meh­re­re Un­ter­sei­ten zer­streut sind, kann es sinn­voll sein, die­se zu­sam­men­zu­füh­ren. So ent­steht eine um­fang­rei­che und in­halts­star­ke Un­ter­sei­te zu ei­nem The­ma.

Vor­ab soll­te ana­ly­siert wer­den, wel­che Un­ter­sei­te ak­tu­ell die bes­ten Ran­kings ab­greift und sich bes­ser für die Such­in­ten­ti­on eig­net. Auf die­ser Un­ter­sei­te soll­ten alle re­le­van­ten In­hal­te zu­sam­men­ge­führt wer­den. Für die üb­ri­gen Sei­ten, die so­mit weg­fal­len, müs­sen Wei­ter­lei­tun­gen auf die aus­ge­bau­te Un­ter­sei­te ein­ge­rich­tet wer­den.

Ca­no­ni­cals

Wenn es zwei Un­ter­sei­ten mit sehr ähn­li­chen In­hal­ten gibt, kann man Goog­le mit ei­nem Ca­no­ni­cal-Tag dar­auf hin­wei­sen, wel­che Un­ter­sei­te als Ori­gi­nal­quel­le iden­ti­fi­ziert wer­den soll. Al­ler­dings muss Goog­le die­sen Hin­weis nicht be­fol­gen, wes­halb der Ca­no­ni­cal-Tag nicht hilf­reich ist, wenn nur noch eine Un­ter­sei­te ge­wer­tet wer­den soll. Bes­ser eig­net sich ein Ca­no­ni­cal, wenn die ein­zel­nen URLs wei­ter­hin auf­ge­ru­fen wer­den sol­len.

In­ter­ne Ver­lin­kun­gen mit pas­sen­dem An­ker­text

Wenn sich nichts an den Web­site-In­hal­ten än­dern soll, kann eine sinn­vol­le in­ter­ne Link­struk­tur da­bei hel­fen, der Such­ma­schi­ne auf­zu­zei­gen, wel­che URL für ein Key­word vor­ran­gig ge­rankt wer­den soll.

Da­mit die in­ter­nen Links re­le­vant sind, müs­sen pas­sen­de An­ker­tex­te ver­wen­det wer­den. Eine Ver­lin­kung auf den Be­griff „Kli­cken Sie hier“ ist zum Bei­spiel we­nig aus­sa­ge­kräf­tig. Bes­ser ist, das ent­spre­chen­de Key­word auch für den An­ker­text zu ver­wen­den.

Un­ter­sei­ten ent­fer­nen

Dop­pelt er­stell­te Sei­ten las­sen sich aus dem In­dex aus­schlie­ßen oder lö­schen: per no­in­dex (die Sei­te er­scheint nicht mehr in den SERPs, bleibt aber er­reich­bar) oder durch Lö­schen. Wird eine Un­ter­sei­te nicht län­ger be­nö­tigt, kann sie end­gül­tig ge­löscht wer­den.

Fa­zit

Key­word-Kan­ni­ba­lis­mus kann in Ein­zel­fäl­len zwar po­si­ti­ve SEO-Aus­wir­kun­gen ha­ben, meis­tens sen­det die Kan­ni­ba­li­sie­rung je­doch ne­ga­ti­ve Si­gna­le an die Such­ma­schi­ne. In­fol­ge­des­sen kommt es zu star­ken Ran­king-Schwan­kun­gen und Ein­brü­chen. Des­halb soll­te Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung recht­zei­tig er­kannt und ent­spre­chend be­ho­ben wer­den.

Quellen

SEO- & GEO-Check

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