SEO Grundlagen & Strategie

E-Com­mer­ce SEO (2026): So do­mi­niert Dein On­line-Shop die Such­ergeb­nis­se

Ecommerce SEO Headerbild

Der E-Com­mer­ce Markt ist wirk­lich gi­gan­tisch.

Laut dem ak­tu­el­len Eu­ro­pean E-Com­mer­ce Re­port shop­pen mitt­ler­wei­le 79 Pro­zent der Men­schen in Deutsch­land on­line und die­ser Markt wird laut Sta­tis­ta bis 2029 um ins­ge­samt 4,1 Mil­lio­nen Nut­zer (+8,6 Pro­zent) stei­gen.

Aber wie stellt man si­cher, dass der ei­ge­ne Shop von die­ser po­si­ti­ven Ent­wick­lung pro­fi­tiert?

Er­folg­rei­ches SEO für On­line­shops ist viel mehr als ein paar Key­words ein­zu­bau­en: Die kom­plet­te Cus­to­mer Jour­ney muss ab­ge­deckt wer­den, tech­ni­sche Hür­den müs­sen ge­meis­tert und Si­gna­le von au­ßen müs­sen zei­gen, dass der ei­ge­ne Shop es wert ist, ge­fun­den zu wer­den.

In die­sem Pra­xis-Gui­de lernst du ge­nau das: Wor­auf es beim E-Com­mer­ce SEO an­kommt und wie der ei­ge­ne Shop eine best­mög­li­che Sicht­bar­keit er­hält. Los geht’s!

Über­blick

  • Was ist E-Com­mer­ce SEO? E-Com­mer­ce SEO ver­bes­sert das Ran­king von On­line-Shops, um mehr or­ga­ni­schen Traf­fic zu ge­ne­rie­ren.
  • War­um SEO für E-Com­mer­ce? Ein rie­si­ger Markt (die Goog­le-Su­che, aber auch KI-Ant­wor­ten) kön­nen mit E-Com­mer­ce SEO er­schlos­sen wer­den und kos­ten­lo­sen Traf­fic auf den Shop brin­gen. Lang­fris­tig hat SEO oft­mals den bes­ten ROI.
  • Wel­ches Shop­sys­tem? Es gibt nicht das eine Sys­tem. Wich­tig ist beim CMS eine sau­be­re Tech­nik, schnel­le La­de­zei­ten, we­nig un­nö­ti­ges Ja­va­Script so­wie fle­xi­ble An­pas­sun­gen der wich­tigs­ten SEO-Ele­men­te (z. B. Title Tags, Ca­no­ni­cals) und ein­fa­che Con­tent-Pfle­ge.
  • KI, SEO und E-Com­mer­ce? KI kann vie­les er­leich­tern, doch Vor­sicht vor un­kon­trol­lier­ten Au­to­ma­tis­men! Con­tent durch KI muss bei­spiels­wei­se im­mer vor­her über­ar­bei­tet wer­den.
  • Was ist der Goog­le Shop­ping Graph? Die Goog­le-Su­che für Pro­duk­te. Wer sein Mer­chant Cen­ter rich­tig pflegt, lan­det hier mit Pro­dukt-Cards und kann zu­sätz­lich kos­ten­lo­sen Traf­fic ge­ne­rie­ren (Free Lis­tings).

Was ist E-Com­mer­ce SEO? (De­fi­ni­ti­on)

E-Com­mer­ce SEO be­zeich­net die Op­ti­mie­rung von On­line-Shops für Such­ma­schi­nen, um bei re­le­van­ten Such­an­fra­gen in den or­ga­ni­schen (nicht be­zahl­ten) Such­ergeb­nis­sen und Ant­wor­ten von Goog­le & Co. ge­fun­den zu wer­den.

Ein gro­ßer Fo­kus bei SEO für On­line-Shops liegt auf der Op­ti­mie­rung von Ka­te­go­rie- und Pro­dukt­sei­ten, um kauf­be­rei­te Nut­zer von den Such­ma­schi­nen zum Shop zu lei­ten. Mit ei­nem Glos­sar oder Rat­ge­ber-Be­rei­chen kann ein Shop zu­sätz­lich Au­to­ri­tät auf­bau­en.

Wel­ches CMS-Sys­tem ist für E-Com­mer­ce SEO ge­eig­net?

Die Grund­la­ge des SEO-Er­folgs ei­nes Shops ist das ver­wen­de­te CMS-Sys­tem. Ein al­tes Shop­sys­tem, das mo­der­nen An­sprü­chen nicht ge­nügt, hat kaum Chan­cen, bei Goog­le ge­fun­den zu wer­den.

Das Shop­sys­tem muss den ak­tu­el­len tech­ni­schen Stan­dards ent­spre­chen und wich­ti­ge SEO-Funk­tio­na­li­tä­ten ha­ben:

  • Tech­ni­sche Fle­xi­bi­li­tät: Das Sys­tem muss alle wich­ti­gen SEO-Ele­men­te frei kon­fi­gu­rier­bar ma­chen – dazu ge­hö­ren Title Tags, Meta De­scrip­ti­ons, hre­flang Tags, Ca­no­ni­cal- und No­in­dex-Tags, Über­schrif­ten (H-Tags) so­wie URL-Struk­tu­ren (Per­ma­links).
  • Sei­ten­struk­tur und Na­vi­ga­ti­on: Ka­te­go­rien, Fil­ter­sei­ten und die Shop-Na­vi­ga­ti­on müs­sen in­di­vi­du­ell an­pass­bar sein – in­klu­si­ve Pa­gi­nie­rung, Pro­dukt­an­zahl und ei­ge­nen In­hal­ten pro Ka­te­go­rie.
  • Per­for­mance und Code-Qua­li­tät: Das Sys­tem soll­te sau­be­ren, schlan­ken Code er­zeu­gen und über­mä­ßi­gen Ja­va­Script-Ein­satz ver­mei­den. Tech­ni­sche Feh­ler und Un­sau­ber­kei­ten hier kön­nen gute Ran­kings deut­lich er­schwe­ren.
  • Mo­bi­le-Fri­end­li­ne­ss, Op­tik und Up­dates: Da Goog­le die mo­bi­le Ver­si­on ei­ner Sei­te be­wer­tet (Mo­bi­le-First), ist ein re­spon­si­ves De­sign kein Nice-to-Have, son­dern ab­so­lu­te Pflicht. Glei­ches gilt für re­gel­mä­ßi­ge Up­dates so­wie eine an­spre­chen­de Op­tik des Shops, die die Ziel­grup­pe ab­holt (auch User Si­gnals be­wer­tet Goog­le).
  • Con­tent-Er­wei­ter­bar­keit: Das Sys­tem soll­te die Mög­lich­keit bie­ten, ohne tech­ni­schen Auf­wand neue Landing­pa­ges, Blog­bei­trä­ge oder Glos­sar­sei­ten an­zu­le­gen. Für ei­nen größt­mög­li­chen SEO-Er­folg sind nicht nur op­ti­mier­te Pro­dukt- & Ka­te­go­rie-Sei­ten, son­dern auch in­for­ma­tio­nel­le In­hal­te wich­tig, die Nut­zer früh in der Cus­to­mer Jour­ney ab­ho­len.

Ex­kurs: Klas­si­sche Sys­te­me vs. Head­less Com­mer­ce

Klas­si­sche Sys­te­me (Mo­no­li­thi­sche Sys­te­me): Bei Sys­te­men wie Shop­ware, Shop­i­fy oder Woo­Com­mer­ce sind Front­end und Ba­ckend fest ver­bun­den. Sie sind oft sehr ein­stei­ger­freund­lich und bie­ten vie­le SEO-Stan­dards di­rekt an, sind aber we­ni­ger fle­xi­bel bei be­stimm­ten Per­for­mance-An­for­de­run­gen.

Head­less Com­mer­ce: Hier wird das Front­end vom Ba­ckend ent­kop­pelt und In­hal­te via API ge­lie­fert. Dies er­laubt meist viel bes­se­re La­de­zei­ten-Op­ti­mie­rung und De­sign­frei­heit. Bei­spie­le sind spe­zia­li­sier­te Sys­te­me wie com­merce­tools, Spry­ker oder auch Shop­i­fy Plus (im Head­less-Set­up). Nur für tech­nisch be­gab­te Shop­be­trei­ber und Teams.

Emp­feh­lens­wer­te CMS Shop­sys­te­me für SEO

Es gibt zahl­rei­che Shop­sys­te­me, die sich sehr gut op­ti­mie­ren las­sen. Wel­ches Sys­tem das rich­ti­ge ist, hängt von den ei­ge­nen Be­dürf­nis­sen ab.

Hier un­se­re per­sön­li­chen (SEO-)Fa­vo­ri­ten:

Goog­le be­vor­zugt kein be­stimm­tes Shop­sys­tem, des­halb soll­te die Wahl nicht nur aus SEO-Sicht ge­trof­fen wer­den, son­dern auf die ei­ge­nen Be­dürf­nis­se, wie Wa­ren­wirt­schafts­sys­tem, Schnitt­stel­len zu gro­ßen Shops und vie­lem mehr ab­ge­stimmt wer­den.

Die ak­tu­el­len Markt­an­tei­le von CMS-Sys­te­men fin­det man auf w3techs.com.

Key­word-Re­cher­che für On­line-Shops

Bei der Key­word-Re­cher­che ist es wie bei den Shop­sys­te­men: Ohne die Kennt­nis der für den Shop re­le­van­ten Key­words wird auch hier der SEO-Er­folg aus­blei­ben. Um die Ziel­grup­pe im ge­sam­ten Kreis­lauf der Cus­to­mer Jour­ney ab­ho­len zu kön­nen, ist eine Ana­ly­se al­ler re­le­van­ten Key­words wich­tig.

Al­les Wich­ti­ge zur Key­word-Re­cher­che:

Wer die wich­ti­gen Grund­la­gen der Key­word-Re­cher­che und mehr über den Um­gang mit Tools wie Sis­trix, KW­fin­der oder Ah­refs er­ler­nen möch­te, fin­det im fol­gen­den Rat­ge­ber und im Vi­deo Hil­fe.

Trans­ak­tio­na­le vs. In­for­ma­tio­na­le Key­words im Shop

Goog­le & Co. er­ken­nen die Nut­zer­inten­ti­on bei Such­an­fra­gen mitt­ler­wei­le sehr gut. Ein Shop, der ver­sucht, mit trans­ak­tio­na­len Wer­be­con­tent zu in­for­ma­ti­ons­ge­trie­be­nen Such­an­fra­gen zu ran­ken, wird schei­tern und kei­nen Traf­fic über SEO er­hal­ten. Key­words müs­sen da­her strikt ana­ly­siert und je nach Search In­tent Typ ge­trennt und den pas­sen­den Sei­ten­ty­pen im Shop zu­ge­wie­sen wer­den.

In­for­ma­ti­ons­ge­trie­be­ne Key­words (Rat­ge­ber & Ma­ga­zin): Der Nut­zer hat ein Pro­blem oder eine Fra­ge und sucht nach ei­ner Lö­sung, nicht pri­mär nach ei­nem Pro­dukt. Er ist noch ganz am An­fang der Cus­to­mer Jour­ney.

Bei­spiel: „Fahr­rad­ket­te springt dau­ernd ab“

Ein­satz­ort: Die­se Such­be­grif­fe ge­hö­ren in ei­nen Shop-Blog oder ei­nen se­pa­ra­ten Rat­ge­ber-Be­reich. Rei­ne Pro­dukt- oder Ka­te­go­rie­sei­ten ran­ken bei die­sen rein in­for­ma­ti­ven Such­an­fra­gen in der Re­gel nicht.

Keyword Analyse Fahrradkette
Abb.: Beispiel informationsgetriebener Searchintent

Trans­ak­tio­na­le & Kom­mer­zi­el­le Key­words (Ka­te­go­rien & Pro­duk­te):

Der Nut­zer be­fin­det sich re­la­tiv am Ende der Cus­to­mer Jour­ney und hat eine kla­re Kauf­ab­sicht. Er möch­te be­stimm­te Pro­duk­te ver­glei­chen und ggf. on­line dir­ket bei ei­nem On­line-Shop be­stel­len.

Bei­spie­le: „E-Bike Tie­fein­stei­ger kau­fen“ (pro­duktun­spe­zi­fisch = will auf eine Ka­te­go­rie­sei­te) oder „BMC Al­pen­cha­ll­enge AMP Cross LTD“ (pro­dukt­spe­zi­fisch = will auf eine Pro­dukt­sei­te).

Ein­satz­ort: Kom­mer­zi­el­le Such­be­grif­fe (ge­ne­risch) ge­hö­ren auf die Ka­te­go­rie­sei­ten (die wich­tigs­ten Um­satz­trei­ber im E-Com­mer­ce), wäh­rend spe­zi­fi­sche Such­an­fra­gen (wie z. B. Mo­dell­na­men) auf die Pro­dukt­sei­te zie­len.

produkt search intent
Abb.: „BMC Alpenchallenge AMP Cross LTD“: Der Nutzer sucht nach einem ganz bestimmten Produkt. Diese Suchanfrage kann auch als produktspezifisch bezeichnet werden

Key­word-Map­ping für E-Com­mer­ce

Es gro­ßes SEO-Pro­blem, was vie­le un­ter­schät­zen, ist die Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung. Wenn ein Shop zu ei­nem ex­ak­ten Such­be­griff ver­sucht, mit meh­re­ren URLs zu ran­ken, ver­wirrt Goog­le das lei­der nur, statt ei­nen po­si­ti­ve Im­pact zu ha­ben.

Ein ty­pi­sches Sze­na­rio: Eine um­satz­star­ke Ka­te­go­rie­sei­te ist auf das trans­ak­tio­na­le Key­word „E-Bike kau­fen“ op­ti­miert. Par­al­lel dazu wird ein aus­führ­li­cher Blog­bei­trag mit dem Fo­kus auf ex­akt den­sel­ben Such­be­griff ver­öf­fent­licht.

Such­ma­schi­nen kön­nen dann nicht mehr ein­deu­tig ent­schei­den, wel­che der bei­den URLs in den Such­ergeb­nis­sen be­vor­zugt aus­ge­spielt wer­den soll.

Key­word-Map (Mas­ter-Lis­te)

Mit ei­ner struk­tu­rier­ten Key­word-Map kann ge­nau auf­zeigt wer­den, wel­che URL im Shop auf wel­che Key­words op­ti­miert wird. Mit­hil­fe ei­ner sol­chen Ex­cel-Lis­te wird für jede URL des Shops ex­akt ein pri­mä­res Fo­kus-Key­word de­fi­niert. Je­des Key­word darf in der ge­sam­ten Struk­tur nur ein ein­zi­ges Mal als Haupt-Fo­kus auf­tau­chen.

Keyword-Map Clustering
Abb.: Beispiel einer Keyword-Liste (Keyword-Map), die zur Übersicht während der Optimierung dient.

So­bald die­se Ar­chi­tek­tur sau­ber und über­schnei­dungs­frei ge­plant ist, kann mit der Er­stel­lung und Op­ti­mie­rung der ei­gent­li­chen Shop-In­hal­te be­gon­nen wer­den.

On­Page-SEO & Con­tent für On­line-Shops im KI-Zeit­al­ter

Die On­Page-Op­ti­mie­rung um­fasst alle in­halt­li­chen und struk­tu­rel­len An­pas­sun­gen auf der Shop-Web­site selbst.

Ne­ben ei­ner sau­be­ren tech­ni­schen Ba­sis ent­schei­det vor al­lem die Qua­li­tät der In­hal­te und Meta-Da­ten (Meta Tags) dar­über, wie gut Ka­te­go­rien und Pro­duk­te in den Such­ma­schi­nen ran­ken.

Title Tag und Meta De­scrip­ti­on (Snip­pet Op­ti­mie­rung)

Jede re­le­van­te URL be­nö­tigt op­ti­mier­te Meta Tags.

  • Der Title Tag ist ein di­rek­ter (und wich­ti­ger) Ran­king­fak­tor und soll­te das je­wei­li­ge Haupt­key­word im­mer am An­fang ha­ben.
  • Die Meta De­scrip­ti­on ist zwar nur ein in­di­rek­ter Ran­king­fak­tor, kann aber die Klick­ra­te (CTR) in den Such­ergeb­nis­sen ver­bes­sern und soll­te da­her auch op­ti­miert wer­den.
  • Vor­sicht: Key­word-Stuf­fing (das An­ein­an­der­rei­hen von Key­words) hat im Title Tag und ge­ne­rell bei er­folg­rei­ches E-Com­mer­ce SEO nicht ver­lo­ren.
Title Tag für Onlineshops
Abb.: Gutes Beispiel von aboutyou.de: Das Keyword „Herrenschuhe“ steht ganz am Anfang, dahinter ein zusätzliches USP „0€ Versand“ und der Brandname am Ende.

Best Prac­ti­ces für die Snip­pet-Op­ti­mie­rung:

  • Der Title Tag soll­te ca. 50-60 Zei­chen lang sein (max 600 Pi­xel) und soll­te aus­sa­ge­kräf­tig for­mu­liert sein und zum Kli­cken ani­mie­ren. Ne­ben dem Haupt­key­word soll­ten kla­re Ver­kaufs­ar­gu­men­te (USPs) wie „Kos­ten­lo­ser Ver­sand“ oder „24h Lie­fe­rung“ ein­ge­baut wer­den.
  • Das glei­che gilt auch für die Meta De­scrip­ti­on: USPs in den Vor­der­grund stel­len, ggf. HTML-Icons de­zent ein­bau­en und max. 150 Zei­chen lang.
  • Ex­tra-Tipp: Snip­pets wer­den oft häu­fi­ger an­ge­klickt, wenn kon­kre­te Prei­se oder Jah­res­zah­len im Title ste­hen. Hier sind in­di­vi­du­el­le Tests wich­tig.
  • Kon­trol­le: Die Snip­pet-Dar­stel­lung des Shops (zu­min­dest von al­len wich­ti­gen URLs) soll­te in den SERPs re­gel­mä­ßig über­prüft wer­den. Tools wie der Sis­trix SERP Snip­pet Ge­ne­ra­torhel­fen da­bei, die Dar­stel­lung vor­ab zu si­mu­lie­ren.

Au­to­ma­ti­sie­run­gen und KI bei Meta-Da­ten

Bei ei­ner gro­ßen An­zahl an Pro­duk­ten ist die ma­nu­el­le Pfle­ge von Meta-Da­ten ein viel zu gro­ßer Zeit­fres­ser. Vie­le Shop­sys­te­me bie­ten da­her für Pro­dukt­sei­ten dy­na­mi­sche Mus­ter (Pat­terns), die sich Pro­dukt­da­ten au­to­ma­tisch aus der Da­ten­bank zie­hen. Ein klas­si­sches Tem­p­la­te sieht bei­spiels­wei­se so aus:

„[Pro­dukt­na­me] on­line kau­fen | [Shop­na­me]“

Durch die In­te­gra­ti­on von Va­ria­blen wie Preis, Mar­ke oder Lie­fer­zeit blei­ben die­se Snip­pets stets ak­tu­ell und ska­lie­ren mit dem Sor­ti­ment. Feh­len sol­che na­ti­ven Shop-Funk­tio­nen, kön­nen KI-Tools wie das Add-on „GPT for Sheets and Docs“ gro­ße Pro­dukt­da­ten­men­gen per API in fer­ti­ge Meta-Titles & -De­scrip­ti­ons um­wan­deln. Die Ar­beit muss vor­ab über­prüft wer­den, um ty­pi­sche KI-Feh­ler wie Hal­lu­zi­na­tio­nen zu Pro­duk­tei­gen­schaf­ten, das Igno­rie­ren der 150-Zei­chen-Gren­ze so­wie eine zu ge­ne­ri­sche To­na­li­tät auf­zu­de­cken.

Ka­te­go­rien op­ti­mie­ren

Ka­te­go­rie­sei­ten sind die wich­tigs­ten Landing­pa­ges ei­nes On­line-Shops für ge­ne­ri­sche, pro­duktun­spe­zi­fi­sche Such­an­fra­gen (bei­spiels­wei­se „Adi­das Snea­k­er Her­ren“).

Bei pro­duktun­spe­zi­fi­schen Such­an­fra­gen sucht der Nut­zer nach ei­ner Pro­dukt­aus­wahl und noch nicht nach ei­nem spe­zi­fi­schen Mo­dell. Da sol­che Such­an­fra­gen meist ein deut­lich hö­he­res Such­vo­lu­men ha­ben als pro­dukt­spe­zi­fi­sche Such­be­grif­fe, ist die Op­ti­mie­rung der Ka­te­go­rien be­son­ders wich­tig und hat im SEO für On­line­shops meis­tens Prio­ri­tät Nr. 1.

Ein SEO-freund­li­cher Ka­te­go­rie-Auf­bau (der auch die Nut­zer ab­holt) teilt sich nach Best-Prac­ti­ce-Er­fah­run­gen in zwei Teil­be­rei­che auf:

1. Ein kur­zer In­tro-Text ober­halb der Pro­duk­te (im Abo­ve the Fold Ab­schnitt)

Die­ser holt den Nut­zer (und die Such­ma­schi­nen) the­ma­tisch so­fort ab und in­te­griert das pri­mä­re Haupt­key­word or­ga­nisch im sicht­ba­ren Be­reich, ohne den di­rek­ten Zu­griff auf die Pro­duk­te zu blo­ckie­ren.

Der In­tro­text kann ger­ne sehr di­rekt for­mu­liert wer­den (je nach ge­wünsch­ter Ziel­grup­pen­an­spra­che).

Ein Bei­spiel für ei­nen Shop, der Um­zugs­kar­tons ver­kauft: „Um­zie­hen ohne Stress? Mit un­se­ren Um­zugs­kar­tons ga­ran­tiert! Sta­bil ver­ar­bei­tet und be­last­bar kon­stru­iert bie­ten sie si­che­ren Schutz für al­les, was zu­ver­läs­sig im neu­en Zu­hau­se an­kom­men soll.“

2. Kauf­rat­ge­ber-Con­tent un­ter­halb der Pro­duk­te (Be­low the Fold)

Un­ter­halb der Pro­dukt­auf­lis­tung be­fin­det sich die ei­gent­li­che Kauf­be­ra­tung.

Vor­sicht: In­halts­lee­re „SEO-Tex­te” braucht nie­mand und sie wer­den nicht zu gu­ten Ran­kings bei­tra­gen.

Der Text muss ent­spre­chend vie­le In­for­ma­tio­nen be­reit­stel­len, kein 08/15-Stan­dard-SEO-In­halt sein, An­lei­tun­gen bie­ten und Bil­der, Ta­bel­len und ggf. Vi­de­os ent­hal­ten, um das best­mög­li­che Nut­zer­er­leb­nis zu ge­währ­leis­ten und alle of­fe­nen Fra­gen der User zu be­ant­wor­ten. Ge­nau sol­che In­hal­te hel­fen da­bei, dass Ka­te­go­rien von Shops enorm an Sicht­bar­keit ge­win­nen.

Ge­stal­tung und Text­län­ge

Eine Text­wüs­te wird we­der von Nut­zern ge­le­sen noch von Such­ma­schi­nen po­si­tiv be­wer­tet. Der Con­tent muss vi­su­ell auf­be­rei­tet und leicht scann­bar ge­macht wer­den. Dazu ge­hört:

  • Zwi­schen­über­schrif­ten mit ei­ner lo­gi­schen Struk­tur (H2, H3)
  • Kur­ze Ab­sät­ze, die zum le­sen ani­mie­ren.
  • High­light-Bo­xen für die wich­tigs­ten Tipps, ggf. zu­sätz­lich mit Vi­de­os
  • Ver­gleichs­ta­bel­len für schnel­le Über­sich­ten
  • Auf­zäh­lun­gen (Bul­let­points) für mehr Struk­tur
  • FAQ-Be­rei­che mit al­len wich­ti­gen Fra­gen und Ant­wor­ten
Beispielaufbau Kategorieseite für SEO 1
Abb.: Beispielaufbau Kategorieseite mit Gemini erstellt

Mach es bes­ser als die Kon­kur­renz:

Es gibt kei­ne op­ti­ma­le Text­län­ge und kei­ne min­dest Wort­an­zahl (das wäre SEO von 2006). Eine Ana­ly­se der Top-10-Such­ergeb­nis­se lie­fert den bes­ten Richt­wert da­für, wie de­tail­liert ein The­ma be­han­delt wer­den soll­te.

Pro­dukt­sei­ten op­ti­mie­ren

Pro­dukt­sei­ten eig­nen sich per­fekt, um spe­zi­fi­sche Such­an­fra­gen nach Long­tail-Key­words mit trans­ak­tio­na­ler Such­ab­sicht und ex­ak­ten Ar­ti­kel­be­zeich­nun­gen ab­zu­fan­gen. Die Nut­zer, die auf die­sen Sei­ten lan­den, be­fin­den sich am Ende der Cus­to­mer Jour­ney, ha­ben eine kon­kre­te Kauf­ab­sicht und wol­len ei­nen Kauf tä­ti­gen.

Wich­ti­ge SEO-Ele­men­te bei Pro­dukt­be­schrei­bun­gen:

  • Scann­bar­keit: Eine For­ma­tie­rung mit kur­zen Ab­sät­zen, Auf­zäh­lun­gen usw. er­mög­licht es je­dem, die wich­tigs­ten Punk­te zum Pro­dukt schnell zu er­fas­sen.
  • Voll­stän­dig­keit: In­for­ma­tio­nen zu Ma­ßen, Ma­te­ria­li­en, Kom­pa­ti­bi­li­tä­ten oder Lie­fer­um­fang soll­ten schnell er­fass­bar sein für den Nut­zer.
  • Nut­zen/Be­ne­fits klar kom­mu­ni­zie­ren: Statt ei­ner rei­nen Auf­lis­tung tech­ni­scher De­tails, soll­te der prak­ti­sche Mehr­wert des Pro­duk­tes im Vor­der­grund ste­hen.

Pra­xis­bei­spiel Pro­dukt­sei­te:

Un­ter der An­ga­be „60 cm Höhe“ kön­nen sich Käu­fer oft we­nig vor­stel­len. Im fol­gen­den Bei­spiel löst der Shop das schön vi­su­ell und zeigt die Pflan­ze in den Hän­den ei­ner Per­son, um die tat­säch­li­che Grö­ße greif­bar zu ma­chen. Auch gut ge­lun­gen ist die schö­ne Über­sicht über alle wich­ti­gen Pro­dukt­in­fos (wie viel Was­ser, Licht­emp­find­lich­keit, Gif­tig für Kat­zen usw.).

Produktseite gutes Beispiel
Abb.: Gutes Beispiel auf https://www.plantsome.de/products/zamioculcas-glucksfeder-60cm

SEO Pro­blem: Pro­duk­te, die nicht mehr vor­han­den sind

Bei vie­len On­line-Shops kommt es vor, dass ein Pro­dukt mal nicht mehr lie­fer­bar ist. Vie­le Shop­be­trei­ber lö­schen dar­auf­hin die Pro­dukt-Un­ter­sei­te bzw. URL. Hat­te die­se URL bis­her al­ler­dings Traf­fic und Ran­kings, kann sich dies ne­ga­tiv aus­wir­ken. Ein­deu­tig bes­ser ist es, die alte URL zum nicht mehr lie­fer­ba­ren Pro­dukt mit­tels ei­ner 301-Wei­ter­lei­tung zu ei­nem al­ter­na­ti­ven Pro­dukt füh­ren zu las­sen. So wer­den Kun­den, die z. B. die alte URL als Le­se­zei­chen im Brow­ser, in ei­ner E-Mail o. Ä. ab­ge­spei­chert ha­ben, di­rekt zum rich­ti­gen Nach­fol­ger­pro­dukt wei­ter­ge­lei­tet.

Auch für Goog­le hat dies den Vor­teil, dass die Ran­kings zur al­ten URL meis­tens er­hal­ten blei­ben kön­nen, wenn recht­zei­tig eine 301-Wei­ter­lei­tung zu ei­nem ähn­li­chen Pro­dukt ein­ge­baut wird.

  • Be­vor ein Pro­dukt ge­löscht wird, prü­fen, ob Ran­kings und Traf­fic vor­han­den sind
  • Wenn ja, 301-Wei­ter­lei­tung auf ein ähn­li­ches Pro­dukt
  • Kei­ne Wei­ter­lei­tung zur Start­sei­te – das kann als Soft-404-Feh­ler aus­ge­legt wer­den
  • Wenn kein Traf­fic und kei­ne Ran­kings vor­han­den sind, die URL lö­schen und als 404 oder 410 aus­lie­fern

KI-Con­tent & SEO: War­nung vor un­kon­trol­lier­tem KI-Ein­satz

Die Er­stel­lung von Con­tent kann sehr viel Zeit und Geld kos­ten, wes­halb im­mer mehr sich für den Ein­satz von KI ent­schei­den. Goog­le sagt klar, dass die Con­tent-Er­stel­lung mit­tels KI nicht ge­gen sei­ne Web­mas­ter­richt­li­ni­en ver­stößt (Quel­le), wenn der Con­tent trotz­dem gut ist und dem Le­ser alle wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen kor­rekt lie­fert.

Je­doch ein un­kon­trol­lier­ter, mas­sen­haft ge­ne­rier­ter Con­tent-Aus­wuchs mit­tels KI kann laut Goog­le sehr wohl als Ma­ni­pu­la­ti­on an­ge­se­hen und ent­spre­chend ab­ge­straft wer­den.

Klei­ne­re Pro­dukt­tex­te kön­nen mit KI-Chats wie ChatGPT, Clau­de oder Ge­mi­ni er­stellt wer­den und soll­ten nach­träg­lich über­prüft und über­ar­bei­tet wer­den, um z. B. Hal­lu­zi­na­tio­nen und Feh­ler von KIs zu kor­ri­gie­ren. Con­tent für re­le­van­te Sei­ten wie wich­ti­ge Ka­te­go­rien, Blog und Glos­sar soll­ten zum Groß­teil von Pro­fi­tex­tern er­stellt wer­den, die sich mit der Ma­te­rie aus­ken­nen, um wirk­lich High Qua­li­ty Con­tent ab­zu­lie­fern, der die Fra­gen der Nut­zer best­mög­lich be­ant­wor­tet und Pro­blem­lö­sun­gen be­reit­stellt.

Mehr über die Ge­stal­tung von Landing Pa­ges (Ka­te­go­rien, Pro­dukt­sei­ten u. v. m.) er­fährst du in die­sem Vi­deo:

Struk­tu­rier­te Da­ten (Sche­ma.org) für E-Com­mer­ce

Such­ma­schi­nen (und auch KIs) er­hal­ten durch struk­tu­rier­te Da­ten, so­ge­nann­te Sche­ma-Mar­kups, In­for­ma­tio­nen über ei­nen Shop. Dies kann man her­vor­ra­gend nut­zen, um den ei­ge­nen On­line­shop mit wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen an­zu­rei­chern und so­mit da­für zu sor­gen, dass die Craw­ler die Sei­te und ihre In­hal­te bes­ser ver­ste­hen.

Ei­ni­ge wich­ti­ge E-Com­mer­ce-Mar­kups im Über­blick:

  • Un­ter­neh­men (Lo­cal­Busi­ness / Or­ga­ni­sa­ti­on): Mit die­sem Mark­up kann ein Un­ter­neh­men bzw. ein lo­ka­ler Händ­ler (Lo­cal­Busi­ness) In­for­ma­tio­nen wie Name, Adres­se, Te­le­fon­num­mer oder Öff­nungs­zei­ten wei­ter­ge­ben. Für rei­ne On­line-Shops ohne lo­ka­les Ge­schäft wird der Typ Or­ga­niza­ti­on emp­foh­len.
  • Pro­duct: Das Pro­duct-Mark­up wird ein­ge­setzt, um Pro­duk­te ein­deu­tig zu be­schrei­ben. Hier wer­den In­for­ma­tio­nen ein­ge­tra­gen, wie Pro­dukt­na­me, eine Be­schrei­bung, Bil­der, eine Mar­ke oder eine Ar­ti­kel­num­mer.
  • Of­fer: Mit Of­fer wer­den kon­kre­te An­ge­bots­in­for­ma­tio­nen zu ei­nem Pro­dukt hin­ter­legt. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se Preis, Wäh­rung, Ver­füg­bar­keit oder der Link zur Pro­dukt­sei­te.
  • Pri­ce: Pri­ce ist eine Ei­gen­schaft in­ner­halb ei­nes Of­fer-Mar­kups und gibt den ak­tu­el­len Preis ei­nes Pro­dukts an.
  • Ag­gre­ga­te­Ra­ting: Das Ag­gre­ga­te­Ra­ting-Mark­up fasst Be­wer­tun­gen ei­nes Pro­dukts zu­sam­men. Es kann u. a. die durch­schnitt­li­che Be­wer­tung so­wie die An­zahl der ab­ge­ge­be­nen Be­wer­tun­gen ent­hal­ten und kann in den Such­ergeb­nis­sen als Stern­be­wer­tung dar­ge­stellt wer­den.

Sche­ma Da­ten, wie z. B. Pro­duct mit Pri­ce und Ag­gre­ga­te­Ra­ting, kön­nen Be­wer­tungs­ster­ne und Preis­an­ga­ben in den SERPs bei Goog­le er­schei­nen las­sen.

Schema Daten Produkte
Abb.: Beispiel für die Darstellung von weiteren Informationsn durch Schema-Daten in den Google SERPs

Die Im­ple­men­tie­rung kann über ver­schie­de­ne Wege er­fol­gen, wie über ein Plug­in, di­rek­ter Ein­bau in den Quell­code oder ein­fach über den Goog­le Tag Ma­na­ger.

Auf va­li­da­tor.sche­ma.org kann über­prüft wer­den, ob die Da­ten rich­tig ein­ge­baut wur­den.

Struk­tu­rier­te Da­ten sind kein di­rek­ter Ran­king­fak­tor, je­doch kön­nen Such­ma­schi­nen und KIs die In­hal­te des Shops bes­ser ver­ste­hen. Mit struk­tu­rier­ten Da­ten kön­nen Rich Snip­pets (z. B. Ster­ne­be­wer­tun­gen oder Preis-An­ga­ben) di­rekt in den Goog­le-SERPs er­zeugt wer­den.

Mehr In­for­ma­tio­nen zu Sche­ma-Da­ten fin­dest du in die­sem You­Tube-Vi­deo:

Shop-Struk­tu­ren & In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur

Ein gu­ter On­line-Shop funk­tio­niert nach den­sel­ben Prin­zi­pi­en wie ein Su­per­markt.

Kun­den wie auch Such­ma­schi­nen be­nö­ti­gen eine kla­re Ori­en­tie­rung. Ist das Sor­ti­ment in dei­nem Shop un­lo­gisch sor­tiert oder schwer auf­find­bar, hat das on­line ge­nau den glei­chen Ef­fekt wie in der Off­line-Welt (in ei­nem Su­per­markt). Die Kun­den sind ver­wirrt, fin­den sich nicht zu­recht und ver­las­sen den La­den bzw. On­line­shop frus­tiert wie­der.

Jede Ka­te­go­rie soll­te lo­gisch aus pas­sen­den Pro­duk­ten zu­sam­men­ge­setzt sein. Jede Fil­ter­mög­lich­keit soll­te sinn­voll ein­ge­setzt wer­den, um den Be­su­chern eine schnel­le Ori­en­tie­rung zu bie­ten. Das Menü soll­te klar auf­ge­baut sein, so­dass die Nut­zer ohne viel Nach­den­ken so­fort al­les fin­den.

Eine wich­ti­ge Me­trik der In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur ist die Klick­tie­fe (Click Depth). Jede wich­ti­ge Sei­te soll­te mit ma­xi­mal drei bis vier Klicks von der Start­sei­te aus er­reich­bar sein müs­sen. URLs, die zu tief ver­steckt sind, sind auch für die Such­ma­schi­nen-Craw­ler we­ni­ger re­le­vant.

Zur Ana­ly­se und Vi­sua­li­sie­rung die­ser Klick­tie­fe eig­nen sich Tools wie der Screa­ming Frog SEO Spi­der oder Ge­phi.

Screaming Frog internal Links
Abb.: Screaming Frog interne Verlinkung visualisieren
SEO Tools
Abb.: Gephi Beispiel

Wer­den bei ei­ner Ana­ly­se wich­ti­ge URLs iden­ti­fi­ziert, die mehr als vier Klicks von der Start­sei­te ent­fernt sind, müs­sen die­se in der Hier­ar­chie wei­ter nach vor­ne prio­ri­siert wer­den.

Eine fla­che, lo­gisch auf­ge­bau­te Hier­ar­chie glie­dert sich klas­si­scher­wei­se in vier Ebe­nen:

  1. Start­sei­te (Der Ein­gangs­be­reich)
  2. Haupt­ka­te­go­rie (Die Ab­tei­lung, z. B. Schu­he)
  3. Un­ter­ka­te­go­rie (Das spe­zi­fi­sche Re­gal, z. B. Snea­k­er)
  4. Pro­dukt­sei­te (Der kon­kre­te Ar­ti­kel, z. B. Adi­das Ori­gi­nal TRE­ZIOD 2.0 Snea­k­er)

Zur Un­ter­stüt­zung die­ser Struk­tur ist die Im­ple­men­tie­rung ei­ner Bread­crumb-Na­vi­ga­ti­on hilf­reich. Sie zeigt dem Nut­zer je­der­zeit den ge­nau­en Stand­ort im Shop an und bie­tet da­mit eine gute Ori­en­tie­rung an.

Al­les über In­for­ma­ti­ons- und Sei­ten­ar­chi­tek­tu­ren fin­dest du hier:

Tech­ni­sches SEO für Shops

Ein gän­gi­ges The­ma, das lei­der für viel Kopf­schmerz sor­gen kann, ist die Tech­nik.

Wäh­rend klei­ne Web­sites pro­blem­los von Such­ma­schi­nen voll­stän­dig ge­crawlt wer­den, sto­ßen On­line-Shops mit tau­sen­den Ar­ti­keln schnell an ihre Gren­zen. Hat ein gro­ßer Shop vie­le tech­ni­sche Feh­ler, wie z. B. bro­ken Links, lan­ge La­de­zei­ten usw., bre­chen vie­le Such­ma­schi­nen-Bots ihr Craw­len ab und ver­las­sen den Shop wie­der, ohne alle In­hal­te voll­stän­dig zu er­fas­sen. Das kann auf Dau­er zu schwe­ren Ran­king­ein­brü­chen füh­ren oder gute Ran­kings gänz­lich ver­hin­dern.

Das tech­ni­sche Set­up muss da­her prä­zi­se steu­ern, wel­che URLs in­de­xiert wer­den und wel­che nicht.

Crawl-Bud­get-Op­ti­mie­rung für Mil­lio­nen-Sor­ti­men­te

Bei En­ter­pri­se-Shops mit rie­si­gen Sor­ti­men­ten wird das Crawl-Bud­get zum kri­ti­schen Eng­pass. Ist die Zeit, die der Google­bot dem Shop zu­weist, er­schöpft, wer­den neue Pro­duk­te oder Preis­än­de­run­gen oft nur stark ver­zö­gert in­de­xiert.

Fol­gen­de Maß­nah­men ma­xi­mie­ren die Craw­ling-Ef­fi­zi­enz:

  • Bro­ken Links & Sta­tus-Codes: Alle Ver­lin­kun­gen soll­ten stets auf 404-Sei­ten, un­nö­ti­ge Wei­ter­lei­tungs­ket­ten und feh­ler­haf­te Sta­tus-Codes über­prüft wer­den. Jede un­nö­ti­ge Wei­ter­lei­tung oder nicht er­reich­ba­re URL ver­braucht Craw­ling-Res­sour­cen. Das kann bei vie­len Feh­lern, ins­be­son­de­re bei gro­ßen Shops, zu ei­nem ech­ten SEO-Pro­blem wer­den.
  • PRG-Pat­tern (Post-Re­di­rect-Get): Da Mil­lio­nen-Sor­ti­men­te un­zäh­li­ge Fil­ter­kom­bi­na­tio­nen er­zeu­gen, rei­chen ein­fa­che Ca­no­ni­cal-Tags nicht mehr aus. Das PRG-Pat­tern sen­det Fil­ter­klicks als POST-Re­quest, so­dass Such­ma­schi­nen die Mil­li­ar­den mög­li­chen Fil­ter-URLs gar nicht erst se­hen und wert­vol­les Bud­get da­durch spa­ren.
  • Log­file-Ana­ly­se: Die Aus­wer­tung der Ser­ver-Log­files zeigt ex­akt auf, wel­che ir­rele­van­ten Shop-Be­rei­che Bud­get ver­schlin­gen (Craw­ler-Fal­len) und wel­che um­satz­star­ken Ka­te­go­rien der Bot statt­des­sen igno­riert.
  • Site­map-Seg­men­tie­rung: XML-Site­maps soll­ten strikt nach Mar­ken oder Ka­te­go­rien auf­ge­teilt und in ei­ner In­dex­da­tei ge­bün­delt wer­den. Das er­mög­licht eine iso­lier­te Feh­ler­ana­ly­se in der Goog­le Search Con­so­le.
  • Stra­te­gi­sche in­ter­ne Ver­lin­kung: Es ist stark emp­feh­lens­wert, über ge­ziel­te in­ter­ne Ver­lin­kun­gen die wich­tigs­ten Ka­te­go­rien im Shop ak­tiv zu pu­shen. Da­durch wird der Craw­ler ge­zielt auf die um­satz­stärks­ten und re­le­van­tes­ten Be­rei­che ge­lenkt, an­statt sich in un­wich­ti­gen Un­ter­sei­ten zu ver­lie­ren.

Fa­cet­ten-Na­vi­ga­ti­on und Fil­ter­sei­ten steu­ern

Die Fa­cet­ten-Na­vi­ga­ti­on ist für die Usa­bi­li­ty wich­tig, kann aus SEO-Sicht je­doch zum Pro­blem wer­den. Dy­na­mi­sche Pa­ra­me­ter-URLs wie „?far­be=blau&grö­ße=43“ er­zeu­gen zahl­rei­che URL-Kom­bi­na­tio­nen, die Craw­ling-Res­sour­cen bin­den und zu Du­pli­ca­te Con­tent füh­ren kön­nen.

Za­lan­do ist hier ein gu­tes Bei­spiel, um sol­che Pro­ble­me zu ver­mei­den:

Selbst die kleins­te Ka­te­go­rie bei Za­lan­do mit ei­nem be­lie­bi­gen Pro­dukt ist eine ei­gen­stän­di­ge URL, wie z. B. „https://www.za­lan­do.de/her­ren­schu­he-kurz­stie­fel/aldo/“. Nur wenn mit Fil­tern ge­sucht wird (Schuh­grö­ße, Ma­te­ri­al usw.), ha­ben die URLs auch hier Pa­ra­me­ter, die aber mit Ca­no­ni­cal Tags für den Such­ma­schi­nen-In­dex aus­ge­schlos­sen wer­den.

Wei­te­re Lö­sungs­an­sät­ze für das Fil­ter-Hand­ling:

  • Aus­schluss von URLs über die Ro­bots.txt: Pa­ra­me­ter und Fil­ter, die Crawl-Bud­get ver­schwen­den bzw. kei­nen Mehr­wert bie­ten, kön­nen per Di­s­al­low-Be­fehl für Such­ma­schi­ne-Bots aus­ge­schlos­sen wer­den. Aber Ach­tung: Goog­le und an­de­re Craw­ler kön­nen dann auch kei­ne Tags (wie Ca­no­ni­cals) auf die­sen Sei­ten le­sen.
  • Meta-Tag „no­in­dex“: Fil­ter­kom­bi­na­tio­nen, die ge­crawlt wer­den sol­len, aber nicht im Such­ergeb­nis er­schei­nen sol­len, er­hal­ten das „no­in­dex“-Tag.
  • Ca­no­ni­cal-Tags: Pa­ra­me­ter, die den In­halt nicht än­dern, son­dern nur an­ders dar­stel­len (z. B. Sor­tie­rung ?sort=pri­ce_asc), ver­wei­sen per Ca­no­ni­cal-Tag auf die Haupt­ka­te­go­rie, um Du­pli­ca­te Con­tent zu ver­hin­dern.

Wie schlimm ist Du­pli­ca­te Con­tent (DC)?

Du­pli­ca­te Con­tent ist für Goog­le kein di­rek­ter Grund, eine Web­site ab­zu­stra­fen. Wenn je­doch URLs iden­ti­sche oder sehr ähn­li­che In­hal­te ent­hal­ten, kann dies die Be­wer­tung durch Such­ma­schi­nen (und KIs) er­schwe­ren.

Be­son­ders wenn meh­re­re URLs (Un­ter­sei­ten) auf das­sel­be Key­word op­ti­miert sind, be­steht das Ri­si­ko ei­ner Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung. In sol­chen Fäl­len kon­kur­rie­ren die URLs mit­ein­an­der, was die Sicht­bar­keit ins­ge­samt schwä­chen kann. Ge­ra­de bei On­line­shops ist es da­her emp­feh­lens­wert, Du­pli­ca­te Con­tent zu ver­mei­den.

Pa­gi­nie­rung (Ka­te­go­rie-Un­ter­sei­ten) rich­tig um­set­zen

Wenn Ka­te­go­rien hun­der­te (oder gar tau­sen­de) von Pro­duk­te ent­hal­ten, wer­den die­se bei den meis­ten CMS-Shop­sys­te­men au­to­ma­tisch auf meh­re­re Un­ter­sei­ten auf­ge­teilt (Pa­gi­nie­rung ge­nannt). Auch hier kann Du­pli­ca­te Con­tent ent­ste­hen. Es wird je­doch nicht emp­foh­len, Ka­te­go­rie-Un­ter­sei­ten pau­schal auf no­in­dex zu set­zen. Lang­fris­tig kann ein no­in­dex dazu füh­ren, dass die in­ter­nen Links auf die­sen Un­ter­sei­ten von den Such­ma­schi­nen nicht mehr ge­folgt wer­den und da­durch Pro­duk­te aus dem In­dex fal­len.

Tipps für die Pa­gi­nie­rung:

  • Wich­ti­ge SEO-Ele­men­te ein­zig­ar­tig hal­ten: Title Tag und Meta De­scrip­ti­on der Un­ter­sei­ten in den Pa­gi­nie­run­gen müs­sen sich von­ein­an­der un­ter­schei­den, z. B. durch das dy­na­mi­sche An­hän­gen von Text­ele­men­ti­en („- Sei­te 2“, „- Sei­te 3“)
  • Text-Du­pli­ka­te ver­mei­den: Der Ka­te­go­rie­text. der un­ter­halb der Pro­duk­ten er­scheint (Kauf­be­ra­ter) soll­te aus­schließ­lich auf der ers­ten Sei­te der Ka­te­go­rie er­schei­nen. Auf den fol­gen­den Un­ter­sei­ten soll­te die­ser Text­be­reich aus­ge­blen­det wer­den
  • Self-Re­fe­ren­cing Ca­no­ni­cal: Jede pa­gi­nier­te Sei­te soll­te per Ca­no­ni­cal-Tag auf sich selbst ver­wei­sen

URL-Struk­tur für SEO

Die URL-Struk­tur hat zwar „nur“ ei­nen in­di­rek­ten Ein­fluss auf die Ran­kings, über­mit­telt je­doch Nut­zern als auch Such­ma­schi­nen-Craw­lern be­reits vor dem Klick ers­te In­for­ma­tio­nen zum Sei­ten­in­halt. Zu­dem kön­nen tech­nisch Feh­ler in den URL-Struk­tu­ren das Craw­ling er­schwe­ren und ge­fähr­den eine or­dent­li­che In­de­xie­rung.

Ge­fah­ren­quel­len: Dy­na­mi­sche Pa­ra­me­ter und Ses­si­on-IDs

Dy­na­mi­sche Pa­ra­me­ter in­ner­halb ei­ner URL (bei­spiels­wei­se ?id=8458) oder an­ge­häng­te Ses­si­on-IDs füh­ren eben­falls zu Du­pli­ca­te-Con­tent-Pro­ble­men. So­bald iden­ti­sche In­hal­te un­ter wech­seln­den Pa­ra­me­ter-URLs auf­ruf­bar sind, ver­schwen­det die Such­ma­schi­ne Res­sour­cen beim Craw­ling und kann die Re­le­vanz der Sei­te nicht mehr ein­deu­tig zu­ord­nen.

Der Ein­satz sta­ti­scher URLs ist da­her die Grund­vor­aus­set­zung für er­folg­rei­ches Shop-SEO.

Emp­feh­lun­gen für eine op­ti­ma­le URL-Struk­tur:

  • Spre­chen­de URLs: Die URL muss so aus­sa­ge­krä­fitg sein, dass der Sei­ten­in­halt an­hand der URL so­fort er­kenn­bar wird (Po­si­tiv-Bei­spiel: shop.de/schu­he/her­ren -> Hier geht es um Schu­he für Her­ren)
  • Kurz und hier­ar­chisch: URLs soll­ten mög­lichst ge­hal­ten wer­den. Eine fla­che Ver­zeich­nis­struk­tur ohne un­nö­ti­ge Un­ter­ord­ner ist von Vor­teil, da tie­fe Pfa­de (wie shop.de/cms/de-de/shop/prod/mar­ke-schuh) von Craw­lern oft­mals schlech­ter ge­crawlt wer­den
  • Ver­zicht auf Pa­ra­me­ter: Ses­si­on-IDs oder sons­ti­ge un­nö­ti­ge Pa­ra­me­ter in­ner­halb der URL soll­ten ver­mie­den wer­den
  • Ka­no­ni­sie­rung nut­zen: Las­sen sich dy­na­mi­sche Pa­ra­me­ter oder sons­ti­ge Fil­ter­funk­tio­nen tech­nisch nicht um­ge­hen, muss per Ca­no­ni­cal-Tag ein­deu­tig auf die sau­be­re, in­de­xier­ba­re Haupt-URL (Mas­ter-URL) ver­wie­sen wer­den, um Du­pli­ca­te Con­tent auf­zu­lö­sen

Vor­sicht bei nach­träg­li­chen URL-Än­de­run­gen

Nach­träg­li­che An­pas­sun­gen ei­ner be­reits in­de­xier­ten URL tra­gen ein ge­wis­ses Ri­si­ko. Jede Än­de­rung der URL-Struk­tur führt dazu, dass Such­ma­schi­nen die URL als kom­plett neue Sei­te wer­ten. Die His­to­rie und die bis da­hin auf­ge­bau­te Ran­king-Pow­er kön­nen ver­lo­ren ge­hen.

Bei un­ver­meid­ba­ren URL-Än­de­run­gen muss da­her zwin­gend mit dau­er­haf­ten 301-Wei­ter­lei­tun­gen ge­ar­bei­tet wer­den. Die­se si­gna­li­sie­ren Such­ma­schi­nen, dass die alte URL dau­er­haft auf die neue Adres­se um­ge­zo­gen ist.

La­de­zei­ten & Per­for­mance-Op­ti­mie­rung (Page Speed)

Die La­de­ge­schwin­dig­keit ei­nes On­line-Shops soll­te be­son­de­re Auf­mer­sam­keit ge­schenkt wer­den, da die­se di­rek­ten Ein­fluss auf Ran­kings und Con­ver­si­on-Rate hat.

Jede Ver­zö­ge­rung in den La­de­zei­ten kann zu mess­ba­ren Kauf­ab­brü­chen füh­ren und auch die Ran­kings ge­fähr­den, da we­der Nut­zer noch Such­ma­schi­nen-Craw­ler lan­ge War­te­zei­ten ak­zep­tie­ren.

Core Web Vi­tals

Goog­le hat durch die Ein­füh­rung der so­ge­nann­ten Core Web Vi­tals klar ge­macht, dass sie die tat­säch­li­che Nut­zer­er­fah­rung beim Sei­ten­auf­bau mes­sen und in die Ran­king­be­rech­nun­gen mit­ein­flie­ßen las­sen:

  • LCP (Lar­gest Con­tentful Paint): Das Haupt-Pro­dukt­bild oder das größ­te Ele­ment im Sicht­be­reich muss in un­ter 2,5 Se­kun­den ge­la­den sein.
  • INP (In­ter­ac­tion to Next Paint): Die Re­ak­ti­ons­fä­hig­keit des Shops/der Web­site auf Ein­ga­ben (z. B. Klick auf den Wa­ren­korb) soll­te un­ter 200 Mil­li­se­kun­den lie­gen.
  • CLS (Cu­mu­la­ti­ve Lay­out Shift): Un­er­war­te­te Lay­out-Ver­schie­bun­gen wäh­rend des La­dens soll­ten ver­mie­den wer­den, um die vi­su­el­le Sta­bi­li­tät zu ge­währ­leis­ten.

Stra­te­gien zur Per­for­mance-Ver­bes­se­rung

Um die Core Web Vi­tals und die best­mög­li­chen La­de­zei­ten zu er­rei­chen, gibt es di­ver­se He­bel, die an­ge­gan­gen wer­den kön­nen.

1. Head­less Com­mer­ce: Wie be­reits im CMS-Ka­pi­tel er­wähnt, kann die Ent­kop­pe­lung des Frontends in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem CDN für sehr schnel­le La­de­zei­ten sor­gen.

2. Leis­tungs­star­kes Hos­ting: Für die bes­te Per­for­mance ist die Wahl ei­nes gu­ten Pre­mi­um-Hos­ters, der sich auf Shop-Sys­te­me spe­zia­li­siert hat, wich­tig. Güns­ti­ge Shared-Hos­ting-An­bie­ter sind wie ein „Klotz am Bein“ für die Per­for­mance.

3. Bild­op­ti­mie­rung: Pro­dukt­bil­der ver­ur­sa­chen oft eine gro­ße Da­ten­last. Ne­ben mo­der­ner Kom­pri­mie­rung und For­ma­ten wie WebP oder AVIF ist Lazy Loa­ding heu­te Stan­dard.

Da­mit Bil­der je­doch trotz die­ser Tech­nik zu­ver­läs­sig von Such­ma­schi­nen in­de­xiert wer­den, muss auf das na­ti­ve Lazy Loa­ding des Brow­sers (loa­ding=“lazy“) ge­setzt wer­den. Dies stellt si­cher, dass der Goog­le-Craw­ler die Bild-URLs so­fort im Quell­code er­kennt, ohne die Sei­te phy­sisch scrol­len zu müs­sen. Bil­der im so­fort sicht­ba­ren Be­reich (Abo­ve-the-fold) soll­ten hin­ge­gen von die­ser Tech­nik aus­ge­schlos­sen wer­den (Eager Loa­ding), um den LCP-Wert (Lar­gest Con­tentful Paint) nicht ne­ga­tiv zu be­ein­flus­sen.

4. Skript- und Cache-Ma­nage­ment: Die Men­ge an Da­ten beim La­den ei­nes Shops kann z. B. durch Caching-Sys­te­me wie Brot­li re­du­ziert wer­den, die das alte Gzip-Ver­fah­ren in der Kom­pri­mie­rungs­ra­te deut­lich über­trifft. Durch das Zu­sam­men­fas­sen von Ja­va­Script & CSS-Da­tei­en wird die An­zahl der Ser­ver­an­fra­gen (HTTP-Re­quests) zu­sätz­lich ver­rin­gert. Mit­tels Brow­ser-Caching kann zu­dem die Da­ten­last re­du­ziert wer­den, da sta­ti­sche Res­sour­cen lo­kal zwi­schen­ge­spei­chert wer­den, was die La­de­zei­ten bei wie­der­keh­ren­den Be­su­chen deut­lich ver­kürzt.

5. Tech­ni­sche In­fra­struk­tur (SSL & HTTP/2): Eine SSL-Ver­schlüs­se­lung ist nicht nur not­wen­di­ge Pflicht, son­dern er­mög­licht auch die Nut­zung des schnel­len HTTP/2-Pro­to­kolls, das par­al­le­le Da­ten­über­tra­gun­gen er­laubt und den Pa­ge­speed eben­falls ver­bes­sert.

Tools wie cruxvis.wi­th­goog­le.com oder Web­Page­Test.org ei­ge­nen sich sehr gut, um die Per­for­mance re­gel­mä­ßig zu über­prü­fen.

SEO für KI-Su­chen: Ge­fun­den wer­den in ChatGPT, Ge­mi­ni & AI Over­views

Vie­le Men­schen su­chen heut­zu­ta­ge zu­sätz­lich zur Goog­le Su­che di­rekt über KI-Sys­te­me wie ChatGPT und Ge­mi­ni oder er­hal­ten ihre Ant­wor­ten über die Goog­le AI Over­views.

So er­war­ten Nut­zer bei KI-Such­ma­schi­nen kei­ne klas­si­schen Tref­fer­lis­ten mehr, son­dern fer­ti­ge, auf­be­rei­te­te Ant­wor­ten.

Um in den KI-Ant­wor­ten als Shop statt­zu­fin­den, reicht klas­si­sches SEO mit Fo­kus auf Key­words al­lein oft nicht mehr aus. Eine neue Teil­dis­zi­plin hat sich dar­aus ent­wi­ckelt na­mens GEO (Ge­ne­ra­ti­ve En­gi­ne Op­ti­miza­ti­on).

Das Ziel von GEO ist es, in den ge­ne­rier­ten KI-Ant­wor­ten ent­we­der als Mar­ke emp­foh­len (Men­ti­on) oder als Quel­le ver­linkt zu wer­den (Ci­ta­ti­on).

Mehr über GEO er­fährst du in die­sem You­Tube-Vi­deo:

Ei­ni­ge wich­ti­ge GEO-Fak­to­ren im Über­blick:

Ak­tua­li­tät ist wich­tig (Groun­ding)

Wie Jeff Dean (Chief AI Sci­en­tist bei Goog­le) er­klärt, le­sen KI-Mo­del­le bei ei­ner Such­an­fra­ge nicht das ge­sam­te In­ter­net live aus. Sie nut­zen ei­nen kom­ple­xen Trich­ter-Pro­zess, der Mil­li­ar­den von Do­ku­men­ten in Se­kun­den­bruch­tei­len auf we­ni­ge hoch­re­le­van­te Quel­len re­du­ziert.

Da die KI Fak­ten ab­gleicht, um Hal­lu­zi­na­tio­nen zu ver­mei­den (das so­ge­nann­te Groun­ding), ist ab­so­lu­te Ak­tua­li­tät ent­schei­dend.

Sind dei­ne Pro­dukt­da­ten, Prei­se oder Ver­füg­bar­kei­ten ver­al­tet, bist du für die KI nutz­los und fällst so­fort aus dem Ran­king.

In­for­ma­ti­on Gain (Wis­sens­lü­cken schlie­ßen)

Ein LLM (Lar­ge Lan­guage Mo­del) kennt all­ge­mei­nes Ba­sis­wis­sen be­reits aus sei­nem Trai­ning.

Ein ge­ne­ri­scher Text wie „Was ist ein E-Bike?“ bringt dir kei­ne Ver­lin­kung (Ci­ta­ti­on) in den Ant­wor­ten. Um als Quel­le zi­tiert zu wer­den, muss man der KI ex­klu­si­ve Da­ten lie­fern, die sie zwin­gend nach­schla­gen muss. Lie­fe­re hoch­spe­zi­fi­sche Pro­blem­lö­sun­gen und gra­nu­la­re Da­ten, z. B. „Ver­gleich der bes­ten E-Bikes für hü­ge­li­ges Ge­län­de bei über 100 kg Kör­per­ge­wicht un­ter 3.000 Euro“.

Je spe­zi­fi­scher die mensch­li­che Ex­per­ti­se, des­to eher wird der Shop als Pri­mär­quel­le in den Ant­wor­ten ge­nom­men.

Mar­ken­au­to­ri­tät für Emp­feh­lun­gen (Men­ti­ons)

Wenn ein Nut­zer eine Chat-KI fragt „Wel­cher On­line Shop für Fuß­ball­schu­he ist der bes­te?“, ge­ne­riert das zu­grun­de lie­gen­de Lar­ge Lan­guage Mo­del (LLM) eine Ant­wort auf Ba­sis sta­tis­ti­scher Mus­ter, die es wäh­rend des Trai­nings aus gro­ßen Text­men­gen ge­lernt hat.

Um hier ge­nannt zu wer­den, muss dei­ne Mar­ke im Vor­feld häu­fig in ei­nem po­si­ti­ven, fach­li­chen Kon­text im Netz statt­fin­den (Co-Ci­ta­ti­ons). PR, ech­te Test­be­rich­te, Nen­nun­gen in Fach­ma­ga­zi­nen und Dis­kus­sio­nen in Fo­ren trai­nie­ren die KI dar­auf, dei­ne Mar­ke als De-fac­to-Stan­dard in dei­ner Ni­sche ab­zu­spei­chern.

LLM-freund­li­che In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur

KI-Sprach­mo­del­le ver­ar­bei­ten In­for­ma­tio­nen sta­tis­tisch. Eine rei­ne Text­wüs­te ist nicht nur für ech­te Men­schen, son­dern auch für KIs schwer zu ana­ly­sie­ren.

Der Con­tent soll­te so auf­be­rei­tet wer­den, dass die Craw­ler die Fak­ten so­fort ex­tra­hie­ren kön­nen: Kla­re H-Über­schrif­ten, Pro­dukt­spe­zi­fi­ka­tio­nen in über­sicht­li­chen HTML-Ta­bel­len, wich­ti­ge Aus­sa­gen weit oben und deut­lich her­vor­ge­ho­ben und vie­les mehr hilft, bes­ser ver­stan­den zu wer­den.

Tech­nik ist wich­tig(er)

Ei­ni­ge KIs ver­wen­den Open-Source-Craw­ler wie den Com­mon Crawl. Die­se sind oft we­ni­ger res­sour­cen­stark als die Craw­ler gro­ßer Such­ma­schi­nen. Tech­ni­sche Feh­ler oder tech­nisch kom­ple­xe Web­sites kön­nen da­her eher dazu füh­ren, dass In­hal­te un­voll­stän­dig er­fasst wer­den. Auch um­fang­rei­che Ja­va­Script Ele­men­te kön­nen die Ver­ar­bei­tung deut­lich er­schwe­ren.

Da­her soll­te ein On­line­shop nicht nur für Goog­le tech­nisch op­ti­miert sein, son­dern ins­ge­samt sau­ber auf­ge­baut wer­den. Dazu zäh­len re­du­zier­te Ja­va­Script Nut­zung, kla­re URL Struk­tu­ren, die Ver­mei­dung von Du­pli­ca­te Con­tent so­wie schnel­le La­de­zei­ten.

E-E-A-T im E-Com­mer­ce

E-E-A-T ist eine Art Qua­li­täts­fil­ter von Goog­le, und die­ser steht für Ex­pe­ri­ence (Er­fah­rung), Ex­per­ti­se (Fach­wis­sen), Aut­ho­ri­ta­ti­ve­ness (Au­to­ri­tät) und Trust­wort­hi­ness (Ver­trau­ens­wür­dig­keit).

Der Fil­ter wird ge­nutzt, um die Qua­li­tät und Glaub­wür­dig­keit von Web­sites und Shops zu be­wer­ten – ins­be­son­de­re im YMYL-Be­reich (YMYL steht für Your Mo­ney Your Life). In die­sen Be­reich fal­len alle On­line­shops au­to­ma­tisch rein, weil hier der Nut­zer Wa­ren/Leis­tun­gen mit Echt­geld be­zahlt. Da­mit kei­ne „Be­trü­ger” bzw. „Fake-Shops” ganz vor­ne bei Goog­le ste­hen, gibt es die­sen Ver­trau­ens­fil­ter.

Im E-Com­mer­ce ist be­son­ders T (Trust) ein wich­ti­ges Kri­te­ri­um: Wenn Goog­le und die Nut­zer ei­nem Shop kein Ver­trau­en schen­ken, wird die­ser auch nicht ran­ken – un­ab­hän­gig da­von, wie gut die rest­li­chen SEO-Maß­nah­men um­ge­setzt wer­den.

Um für E-E-A-T ge­zielt zu op­ti­mie­ren, müs­sen ei­ni­ge Be­rei­che op­ti­miert wer­den:

1. Ex­pe­ri­ence (Er­fah­rung)

Nur wer ein Pro­dukt kennt und ge­tes­tet hat, kann auch wahr­heits­ge­mäß dar­über be­rich­ten. Ge­nau das möch­te Goog­le mit dem Fil­ter „Ex­pe­ri­ence” si­cher­stel­len: In der Goog­le-Su­che sol­len nur Sei­ten vor­ne ste­hen, de­ren Au­toren das Pro­dukt wirk­lich ken­nen.

  • Ech­te Kun­den­be­wer­tun­gen: Ve­ri­fi­zier­te Pro­dukt­be­wer­tun­gen sind auf der Ar­ti­kel­sei­te pro­mi­nent sicht­bar.
  • User-Ge­ne­ra­ted Con­tent (UGC): Kun­den­fo­tos und Vi­de­os, die das Pro­dukt im ech­ten Ein­satz zei­gen, sind ein kla­res Si­gnal für ech­te Pro­dukt­er­fah­rung.
  • Ei­ge­ne Pro­dukt­tests: Wenn ein Shop sei­ne ei­ge­ne Test­be­rich­te, Un­boxing-Vi­de­os oder Ver­glei­che ver­öf­fent­licht, un­ter­streicht das die prak­ti­sche Er­fah­rung.

2. Ex­per­ti­se (Fach­wis­sen)

Der On­line­shop muss be­wei­sen, dass er sein Sor­ti­ment viel bes­ser kennt als ein rei­ner Drop­ship­ping-Händ­ler.

  • De­tail­lier­te Kauf­be­ra­ter: Um­fas­sen­de Rat­ge­ber und FAQ-Sek­tio­nen auf den Ka­te­go­rie­sei­ten, die häu­fi­ge Kun­den­fra­gen (z. B. „Wel­che Fuß­ball­schu­he bei Re­gen­wet­ter?”) fach­lich am bes­ten be­ant­wor­ten.
  • Au­toren­pro­fi­le: Blog- oder Glos­sar-Ar­ti­kel so­wie Rat­ge­ber soll­ten nicht von ei­nem an­ony­men „Ad­min“ stam­men, son­dern von ech­ten, na­ment­lich be­kann­ten Ex­per­ten aus der Bran­che. Die­se soll­ten eine kur­ze Au­toren­box er­hal­ten und es soll­te Links zu ih­ren So­cial-Me­dia-Pro­fi­len (z. B. Linke­dIn) ge­ben.

3. Aut­ho­ri­ta­ti­ve­ness (Au­to­ri­tät)

Au­to­ri­tät wird pri­mär von an­de­ren Web­sites und de­ren Ex­per­ten zu­ge­spro­chen.

  • Back­links & Er­wäh­nun­gen: Ver­lin­kun­gen von bran­chen­re­le­van­ten Fach­por­ta­len, Her­stel­lern oder be­kann­ten Blogs zei­gen Goog­le, dass der Shop eine an­er­kann­te Grö­ße in der Bran­che ist.
  • Auf­bau von Bran­chen­be­kannt­heit: Auch die Teil­nah­me an Kon­fe­ren­zen (z. B. als Spea­k­er), Mes­sen (z. B. mit ein­gem Stand oder als Wer­be­part­ner) und ähn­li­ches zeigt die Ver­bun­den­heit zu ei­ner be­stimm­ten Bran­che und ver­mit­telt Au­to­ri­tät. Wich­tig: Das gan­ze muss na­tür­lich on­line sicht­bar sein, sonst wirkt die­se Maß­nah­me na­tür­lich nicht.

4. Trust­wort­hi­ness (Ver­trau­ens­wür­dig­keit)

Das Fun­da­ment ei­nes je­des On­line-Shops. Fehlt das Ver­trau­en, nut­zen alle an­de­ren Maß­nah­men nichts.

  • Trans­pa­renz: Eine gro­ße „Über uns“-Sei­te mit ech­ten Team­bil­dern und Bil­dern des Un­ter­neh­mens, ein voll­stän­di­ges Im­pres­sum so­wie gut auf­find­ba­re Kon­takt­mög­lich­kei­ten (Te­le­fon, E-Mail).
  • Richt­li­ni­en: Klar for­mu­lier­te, leicht ver­ständ­li­che Be­din­gun­gen zu Rück­ga­be, Ver­sand­kos­ten und Da­ten­schutz.
  • Gü­te­sie­gel: Of­fi­zi­el­le Sie­gel (wie Trus­ted Shops oder TÜV) so­wie trans­pa­ren­te In­for­ma­tio­nen zu si­che­ren Zah­lungs­me­tho­den (Pay­Pal, Kre­dit­kar­te, Kauf auf Rech­nung) stär­ken das Ver­trau­en.

Al­les über E-E-A-T

Wei­te­re Op­ti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten für E-E-A-T gibt es hier.

Goog­le Mer­chant Cen­ter & Free Lis­tings

Mit dem Goog­le Mer­chant Cen­ter (GMC) kön­nen On­line­shops ihre Pro­duk­te auf ver­schie­de­nen Goog­le-Ka­nä­len wie dem Shop­ping-/Pro­dukt-Tab an­zei­gen. Häu­fig wird das GMC für Goog­le-Ads-Shop­ping-Kam­pa­gnen ge­nutzt – für SEO wird die­ses Tool bei vie­len Shops lei­der viel zu sel­ten ein­ge­setzt.

Doch ge­nau das ist eine gute Mög­lich­keit, um über Goog­le wei­te­re kos­ten­lo­se Klicks von po­ten­zi­el­len Käu­fern zu er­hal­ten. Mit­hil­fe der so­ge­nann­ten „Free Lis­tings” ist eine kos­ten­lo­se Plat­zie­rung von Pro­duk­ten u. a. in den or­ga­ni­schen Such­ergeb­nis­sen und im Shop­ping-Tab mög­lich.

Free Listings Google Pordukte Shopping
Abb.: Tab „Produkte“ auf Google. Über Free Listings sind auch hier kostenlose, organische Platzierungen möglich.

Da Goog­le Pro­duk­te im­mer häu­fi­ger als vi­su­el­le „Pro­duct-Cards“ in den SERPs aus­spielt, ist die Teil­nah­me am GMC wich­tig, um wei­ter or­ga­nic Traf­fic zu er­hal­ten.

Pro­dukt­da­ten-Feed op­ti­mie­ren:

  • Voll­stän­dig­keit: Je­des Pro­dukt aus dem Shop, das ver­kauft wer­den kann, soll­te im Mer­chant Cen­ter an­ge­legt wer­den. Über ein At­tri­but [ex­cluded_de­sti­na­ti­on] kön­nen die­se nur für die or­ga­ni­sche An­zei­ge (Free Lis­tings) frei­ge­schal­tet wer­den, was die Sicht­bar­keit von al­len Pro­duk­ten bei Goog­le er­höht (und die Chan­ce für Ver­käu­fe stei­gert).
  • Ti­tel op­ti­mie­ren: Der Pro­dukt­ti­tel [title] ist ein wich­ti­ger Ran­king­fak­to­ren hier. Alle re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen wie Pro­dukt­na­men, Mar­ke, Far­be usw. soll­ten im Ti­tel vor­kom­men.
  • Bild­qua­li­tät: Gute, hoch­auf­lö­sen­de Bil­der, die das Pro­dukt op­ti­mal dar­stel­len, sind Pflicht (auch ohne Was­ser­zei­chen bit­te). Wei­te­re Bil­der und An­sich­ten zum Pro­dukt kön­nen über das At­tri­but [ad­di­tio­nal_image_link] die Sicht­bar­keit und die Con­ver­si­on-Rate ver­bes­sern.
  • Sau­be­res Track­ing: Im Feed soll­te der Paid-Pa­ra­me­ter (wie z. B. „utm_me­di­um=ads“) nicht ver­wen­det wer­den, da dies die Ana­ly­se ver­fälscht. Statt­des­sen soll­te das au­to­ma­ti­sche Tag­ging im Mer­chant Cen­ter ge­nutzt wer­den.
  • Tech­ni­sche Ba­sis: Die Nut­zung von struk­tu­rier­ten Da­ten (be­son­ders wich­tig: das von Sche­ma.org „Pro­duct­Group” für Va­ri­an­ten) stellt si­cher, dass die Such­ma­schi­ne die Prei­se und die Ver­füg­bar­kei­ten im­mer kor­rekt mit dem Shop ab­glei­chen kann.
Überblick Merchant Center
Abb.: Überblick Merchant Center

Off­Pa­ge-SEO für On­line-Shops: Link­auf­bau und Au­to­ri­tät

Back­links sind (und blei­ben) ein wich­ti­ges Ran­king­si­gnal und bil­den die Grund­la­ge für den Nach­weis von Au­to­ri­tät ei­nes On­line-Shops (das „A“ in E-E-A-T). Sie zei­gen Goog­le, dass an­de­re „Ex­per­ten“ dem Shop ver­trau­en und ihn emp­feh­len.

Al­ler­dings birgt der Link­auf­bau auch Ge­fah­ren: Wer auf bil­li­ge Link­pa­ke­te (z. B. von Fi­verr) setzt, ris­kiert eine Ab­stra­fung durch Link­ma­ni­pu­la­ti­on. Wirk­lich star­ke und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Links stam­men von the­men­re­le­van­ten Web­sites, die selbst über gu­ten Traf­fic und eine hohe Au­to­ri­tät ver­fü­gen.

Mit den fol­gen­den Off­Pa­ge-Stra­te­gien las­sen sich ge­zielt gute Back­links für E-Com­mer­ce-Shops auf­bau­en:

Tipp 1: Quick Wins durch Her­stel­ler-Links

Das ei­ge­ne Netz­werk kann be­reits für (ers­te) star­ke Back­links sor­gen. Hat man ein Netz­werk aus Lie­fe­ran­ten, kann man die­se ge­zielt nut­zen für den Auf­bau von ers­ten Back­links.

  • Um­set­zung Her­stel­ler-Links: Her­stel­ler, von de­nen Shops ihre Pro­duk­te be­zie­hen, ha­ben häu­fig Un­ter­sei­ten wie „Un­se­re Part­ner“ oder eine „Händ­ler­su­che“. Hier kann ein Shop Links auf­bau­en, in­dem er ein­fach per E-Mail oder Te­le­fon nach­fragt.

Tipp 2: Link­pro­fil der Kon­kur­renz ana­ly­sie­ren (Re­ver­se En­gi­nee­ring)

Wenn Wett­be­wer­ber für hart um­kämpf­te Such­be­grif­fe vor dem ei­ge­nen Shop ran­ken, liegt das oft an ei­nem stär­ke­ren Back­link­pro­fil.

  • Um­set­zung Kon­kur­renz-Ana­ly­se: Mit SEO-Tools wie Ah­refs oder Ma­jes­tic las­sen sich die Back­links der Kon­kur­renz aus­wer­ten. So kön­nen re­le­van­te Fach­por­ta­le, Blogs oder News-Sei­ten iden­ti­fi­ziert wer­den, die den Wett­be­werb ver­lin­ken. Im An­schluss kon­tak­tiert man die­se Sei­ten­be­trei­ber und bie­tet ih­nen z. B. ei­nen Gast­bei­trag oder eine Ko­ope­ra­ti­on an.

Tipp 3: Con­tent Mar­ke­ting & Link­bait (Out­reach)

Wie be­reits im Key­word-Ka­pi­tel be­spro­chen, eig­nen sich Rat­ge­ber-In­hal­te (In­for­ma­tio­nal Key­words) her­vor­ra­gend als Link­bait, da trans­ak­tio­na­le Sei­ten sel­ten ver­linkt wer­den.

  • Um­set­zung Con­tent Mar­ke­ting: Es müs­sen In­hal­te ge­schaf­fen wer­den, die Such­an­fra­gen am An­fang der Cus­to­mer Jour­ney ab­de­cken (z. B. „Wel­cher Ra­sen­mä­her für ho­hes Gras?“).
  • Um­set­zung Con­tent Dis­tri­bu­ti­on (Out­reach): Ein gu­ter Text al­lein ge­ne­riert kei­ne Links. Der Con­tent muss ak­tiv an On­line-Jour­na­lis­ten und Fach­blog­ger her­an­ge­tra­gen wer­den (Out­reach). Da­mit In­hal­te ver­linkt wer­den, müs­sen sie ech­ten Mehr­wert bie­ten, pro­fes­sio­nell re­cher­chiert sein, ein Pro­blem lö­sen oder durch Da­ten und Stu­di­en neue Er­kennt­nis­se lie­fern.

Pra­xis­bei­spiel:

Horst Lü­ning, der zu­sam­men mit sei­nem Sohn den Shop „whis­ky.de“ be­treibt, macht es vor. Durch sei­ne zahl­rei­chen You­Tube Vi­de­os konn­te er sei­ne Per­son, aber auch sei­nen Shop, Mil­lio­nen von Men­schen be­kannt ma­chen. Die In­hal­te sind un­ter­halt­sam (kei­ne bzw. kaum Wer­bung), wes­halb er eine ech­te Fan­ba­se auf­bau­en konn­te. So funk­tio­niert er­folg­rei­ches Con­tent Mar­ke­ting!

Beispiel youtube.com/@WhiskyDE/videos.de
Abb.: Beispiel youtube.com/@WhiskyDE/videos

Pra­xis­bei­spiel 2:

Der On­line-Shop Kar­ten­ma­che­rei zeigt, wie Con­tent Mar­ke­ting zum Link­auf­bau funk­tio­nie­ren kann. Re­gel­mä­ßig ver­öf­fent­licht der Shop sei­ne Hoch­zeits­stu­die „So hei­ra­tet Deutsch­land“ – eine re­prä­sen­ta­ti­ve Um­fra­ge un­ter Hun­der­ten ver­hei­ra­te­ten Paa­ren zu The­men rund um Ken­nen­ler­nen, An­trag, Pla­nung und Hoch­zeits­kos­ten. Die Stu­die lie­fert ex­klu­si­ve, zi­tier­fä­hi­ge Zah­len, die kein an­de­rer Shop so auf­be­rei­tet – von der Er­kennt­nis, dass sich fast je­der drit­te An­trag (33 %) mitt­ler­wei­le im Ur­laub er­eig­net, bis hin zu kon­kre­ten Bud­get­da­ten.

Website Hochzeitsstudie
Abb.: Die Hochzeitsstudie https://www.kartenmacherei.de/hochzeitsstudie/

Das Er­geb­nis: Me­di­en, Hoch­zeits­blogs und Life­style-Ma­ga­zi­ne grei­fen die Stu­di­en­ergeb­nis­se je­des Jahr auf und ver­lin­ken auf die Stu­die als Pri­mär­quel­le. Laut Ma­jes­tic hat die Stu­die da­mit weit über 100 or­ga­ni­sche Back­links (Re­fer­ring Do­mains) ge­sam­melt.

Backlinks Hochzeitsstudie laut Majestic
Abb.: Backlinks Hochzeitsstudie laut Majestic

Tipp 4: Der rich­ti­ge Um­gang mit schlech­ten Links

Schlech­te Links (z. B. aus fremd­spra­chi­gen Spam-Ver­zeich­nis­sen, ge­kauf­ten Link­schleu­dern oder Ca­si­no-Sei­ten) sam­meln sich im Lau­fe der Zeit fast von al­lei­ne an. Hier gibt es je­doch ein häu­fi­ges Miss­ver­ständ­nis:

  • Kor­rek­tur zur Ent­wer­tung: Noch vor ei­ni­gen Jah­ren muss­ten Web­mas­ter die­se Links müh­sam an­schrei­ben oder über das Goog­le Di­s­avow-Tool ent­wer­ten. Im Jahr 2026 ist das in der Re­gel nicht mehr nö­tig. Der Goog­le-Al­go­rith­mus (Spam­Brain) ist mitt­ler­wei­le so aus­ge­reift, dass er to­xi­sche Links au­to­ma­tisch igno­riert, so­dass sie kei­nen Scha­den mehr an­rich­ten.
  • Wann ein­grei­fen? Das Di­s­avow-Tool soll­te heu­te nur noch ge­nutzt wer­den, wenn der Shop eine of­fi­zi­el­le Mel­dung über eine „Ma­nu­el­le Maß­nah­me“ in der Goog­le Search Con­so­le er­hal­ten hat oder Op­fer ei­ner ge­ziel­ten Ne­ga­ti­ve-SEO-At­ta­cke wur­de. Ein pro­ak­ti­ves, un­über­leg­tes Ent­wer­ten von Links rich­tet heu­te oft mehr Scha­den an, als es nützt.

E-Com­mer­ce Pra­xis­bei­spiel: +2.048 % mehr Sicht­bar­keit

Am Bei­spiel ei­nes deut­schen On­line-Shops für Schreib­wa­ren lässt sich zei­gen, was kon­se­quen­tes E-Com­mer­ce SEO in der Rea­li­tät be­wir­ken kann.

Die Aus­gangs­la­ge

Der Shop star­te­te mit ei­nem Sis­trix-Sicht­bar­keits­wert (SI) von 1,05 – kein schlech­ter Aus­gangs­wert, aber weit ent­fernt von den wich­tigs­ten Wett­be­wer­bern, die be­reits SI-Wer­te von über 10 oder so­gar über 20 auf­wie­sen.

Die wich­tigs­ten Pro­ble­me auf ei­nen Blick:

  1. Kei­ne struk­tu­rier­te Key­word-Re­cher­che und kei­ne Kon­kur­renz­ana­ly­se vor­han­den
  2. Zu we­ni­ge Ka­te­go­rien, um alle re­le­van­ten Key­words ab­zu­de­cken
  3. Ka­te­go­rie­sei­ten ohne In­hal­te und Meta-Da­ten
  4. Zahl­rei­che tech­ni­sche On­Page-Feh­ler, die das Craw­ling er­schwer­ten
  5. Schwa­che in­ter­ne Ver­lin­kung
  6. Kein Link­auf­bau, kei­ne di­gi­ta­le PR
  7. Kein Blog für in­for­ma­tio­nel­le Such­be­grif­fe
  8. Kein SEO-Mo­ni­to­ring zur Er­folgs­kon­trol­le

Ein klas­si­sches Bild: Viel Po­ten­zi­al, aber kaum eine der im Gui­de be­schrie­be­nen Maß­nah­men kon­se­quent um­ge­setzt.

Die Stra­te­gie

Nach ei­nem voll­stän­di­gen SEO-Au­dit wur­den alle iden­ti­fi­zier­ten Bau­stel­len sys­te­ma­tisch ab­ge­ar­bei­tet.

Eine de­tail­lier­te Key­word-Re­cher­che deck­te zahl­rei­che The­men­be­rei­che auf, die der Shop bis da­hin über­haupt nicht ab­deck­te. Neue Ka­te­go­rien wur­den an­ge­legt und mit hoch­wer­ti­gem Kauf­be­ra­ter-Con­tent be­füllt.

Par­al­lel dazu wur­de ein Blog auf­ge­baut, der in­for­ma­tio­nel­le Such­be­grif­fe ent­lang der Cus­to­mer Jour­ney ab­fängt. Mo­nat für Mo­nat wur­den tech­ni­sche Feh­ler in en­ger Zu­sam­men­ar­beit mit dem Kun­den be­ho­ben.

Er­gän­zend sorg­te ein kon­ti­nu­ier­li­cher Link­auf­bau in Kom­bi­na­ti­on mit Di­gi­tal PR für mehr Mar­ken­be­kannt­heit und stär­ke­re Back­links.

Ein sau­be­res SEO-Mo­ni­to­ring er­mög­lich­te es, den Er­folg trans­pa­rent nach­zu­ver­fol­gen und die Stra­te­gie lau­fend zu ver­fei­nern.

Die Er­geb­nis­se nach drei Jah­ren

SI von 1 auf 22 - Traffic Wert
SI 1 auf 22

Lear­nings

Die­ses Bei­spiel zeigt: E-Com­mer­ce SEO ist kein Sprint, son­dern ein Ma­ra­thon. Die größ­ten He­bel wa­ren hier nicht eine ein­zel­ne Maß­nah­me, son­dern das Zu­sam­men­spiel al­ler Dis­zi­pli­nen – Key­word-Stra­te­gie, Ka­te­go­rie­op­ti­mie­rung, tech­ni­sches SEO, Con­tent und Link­auf­bau.

Wer nur an ei­ner Stell­schrau­be dreht, wird die Er­geb­nis­se nicht er­zie­len, die mög­lich wä­ren.

Fa­zit

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist für alle On­line­shops in­ter­es­sant, die ihre Ziel­grup­pe an je­dem Punkt der Cus­to­mer Jour­ney er­rei­chen wol­len. Durch SEO hat je­der Shop die Mög­lich­keit, sei­ne po­ten­zi­el­len Kun­den ge­zielt über die Goog­le-Su­che ab­zu­ho­len.

Dazu kommt, dass Mil­lio­nen von Nut­zern tag­täg­lich die Su­che nut­zen und mit ei­ner rich­ti­gen SEO-Stra­te­gie und Um­set­zung nicht nur viel Traf­fic, son­dern auch hö­he­re Um­sät­ze ge­ne­riert wer­den kön­nen.

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