SEO Grundlagen & Strategie

SEO-Au­dit er­klärt: An­lei­tung mit Check­lis­te

SEO Audit und Checkliste

Ein SEO-Au­dit ist ein wich­ti­ges Fun­da­ment für jede SEO-Kam­pa­gne. Beim Au­dit wird die kom­plet­te Web­site aus SEO-Sicht ana­ly­siert und Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­le wer­den auf­ge­deckt.

Ohne ei­nen aus­führ­li­chen Au­dit ist eine er­folg­rei­che Op­ti­mie­rung nicht mög­lich, da erst beim Au­dit die Feh­ler­quel­len sicht­bar wer­den, die ggf. gute Ran­kings ver­hin­dern. Da­her soll­test du mög­lichst viel Zeit und Mühe in den Au­dit in­ves­tie­ren.

Die­se In­ves­ti­ti­on zahlt sich aus, da aus dem Au­dit auch eine er­folg­rei­che SEO-Stra­te­gie ab­ge­lei­tet wird, um die Sicht­bar­keit dei­ner Web­site zu ver­bes­sern.

Ziel ei­nes SEO Au­dits

Drei ty­pi­sche An­läs­se ma­chen ei­nen SEO-Au­dit be­son­ders sinn­voll: ers­tens ein deut­li­cher Traf­fic-Ein­bruch nach ei­nem Goog­le-Up­date oder ei­nem tech­ni­schen Feh­ler; zwei­tens ein be­vor­ste­hen­der Web­site-Re­launch, bei dem ein Pro­fi früh­zei­tig ein­be­zo­gen wer­den soll­te; drit­tens der Ein­stieg in SEO, wenn bis­her noch kei­ne Stra­te­gie be­steht. Wer in die­sen Si­tua­tio­nen auf ei­nen gründ­li­chen Au­dit ver­zich­tet, ris­kiert, an den fal­schen Stell­schrau­ben zu dre­hen.

Im De­tail: Die Zie­le ei­nes SEO-Au­dit sind viel­fäl­tig und kön­nen u. a. sein

  • Grün­de fin­den, war­um die Web­site Traf­fic und Sicht­bar­keit über die Such­ma­schi­nen ver­lo­ren hat,
  • sich mit ei­nem tech­ni­schen SEO-Au­dit ei­nen Über­blick über tech­ni­sche Pro­ble­me ver­schaf­fen, die gute Ran­kings ver­hin­dern,
  • ne­ga­ti­ve SEO-At­ta­cken er­ken­nen, wie Links­pam oder CTR-Spam,
  • mit ei­nem tief­ge­hen­den SEO-Au­dit alle wich­ti­gen SEO-Ele­men­te ana­ly­sie­ren,
  • mit ei­nem Con­tent-Au­dit die Qua­li­tät der In­hal­te ana­ly­sie­ren,
  • den Sta­tus Quo der Web­site, so­wohl On­Page als auch Off­Pa­ge, er­fas­sen, um eine er­folg­rei­che SEO-Stra­te­gie mit ei­nem Maß­nah­men­ka­ta­log zu ent­wi­ckeln.

Was soll­te in ei­nem SEO Au­dit über­prüft wer­den?

Der SEO-Au­dit soll­te so­wohl die Web­site selbst als auch alle wich­ti­gen Fak­to­ren au­ßer­halb der Web­site be­rück­sich­ti­gen. Die­se kön­nen sich von Pro­jekt zu Pro­jekt un­ter­schei­den und bspw. von der Bran­che ab­hän­gig sein. Im fol­gen­den Ab­schnitt er­fährst du, was die häu­figs­ten Ana­ly­se-Punk­te sind: Von Traf­fic- über Tech­nik- bis hin zu Con­tent-Ana­ly­sen.

Je­der SEO-Au­dit ist ein­zig­ar­tig – mit im­mer glei­chen Scha­blo­nen wer­den auch nur stan­dar­di­sier­te Er­geb­nis­se ge­lie­fert. Nicht ver­ges­sen: Je de­tail­lier­ter der SEO-Au­dit, des­to bes­ser kann op­ti­miert wer­den.

SEO Audit Grafik
Bild: Im Rahmen eines SEO Audit werden zahlreiche Punkte auf und außerhalb von der Website überprüft.

Ein SEO-Au­dit lässt sich je nach Ziel­set­zung in vier Ty­pen un­ter­tei­len:

Beim tech­ni­schen Au­dit liegt der Fo­kus auf Craw­ling, In­de­xier­bar­keit und La­de­zei­ten. Der On­Page-Au­dit prüft Struk­tur, Con­tent und in­ter­ne Ver­lin­kung. Ein Con­tent-Au­dit be­wer­tet Qua­li­tät und Re­le­vanz al­ler vor­han­de­nen In­hal­te. Der Off­Pa­ge-Au­dit ana­ly­siert das Back­link-Pro­fil im Ver­gleich zur Kon­kur­renz. Wel­cher Typ passt, hängt von Si­tua­ti­on und Ziel ab – oft ist eine Kom­bi­na­ti­on sinn­voll.

1. Key­words – ohne Key­word-Set kein sinn­vol­ler SEO Au­dit

Gibt es be­reits eine Mas­ter-Key­word-Lis­te? Zu wel­chen Key­words soll op­ti­miert wer­den?

Die bis­he­ri­gen Er­geb­nis­se soll­ten mit ei­ner ak­tu­el­len Key­word-Re­cher­che noch­mals über­prüft wer­den. Wur­de noch kei­ne Re­cher­che durch­ge­führt, kommt dies ei­nem ab­so­lu­ten Blind­flug gleich und soll­te nach­ge­holt wer­den. Ohne eine ver­nünf­ti­ge Key­word-Re­cher­che ist kein ziel­ori­en­tier­tes SEO mög­lich!

2. Ak­tu­el­ler Traf­fic über die Such­ma­schi­nen

Am An­fang soll­ten auch die Traf­fic-Zah­len der zu ana­ly­sie­ren­den Web­site ana­ly­siert wer­den. Wie vie­le Be­su­cher kom­men denn ak­tu­ell auf die Sei­te? Über wel­che Key­words kom­men laut Search Con­so­le die meis­ten Be­su­cher über die or­ga­ni­schen Such­ergeb­nis­se?

Google Analytics SEO Audit
Bild: Absolute Pflicht für jeden SEO Audit: Eine Analyse mit Google Analytics, Matomo o. ä. SEO Tools durchführen.
Google Search Consoel Übersicht
Bild: Auch die Analyse der Daten von der Google Search Console ist bei einem SEO Audit absolute Pflicht, da hier die Informationen direkt von Google selbst kommen.

Die Da­ten über SEO-Traf­fic, Klick­zah­len und vie­les mehr las­sen be­reits in­ter­es­san­te Rück­schlüs­se zu, wie etwa dar­über, ob eine Sei­te be­reits op­ti­miert wur­de, ob es Ver­lus­te oder Zu­ge­win­ne bei Ran­kings und Traf­fic gab und vie­les mehr.

Soll­te die Web­site be­reits durch den Web­mas­ter oder eine SEO-Agen­tur op­ti­miert wor­den sein, ist es auch hier in­ter­es­sant zu er­fah­ren, was be­reits un­ter­nom­men wur­de.

3. Ak­tu­el­le Ran­kings Key­words, Sicht­bar­keit und Wett­be­wer­ber

SEO Tools wie Sis­trix oder Me­trics.tools ge­ben eben­falls Aus­kunft über ak­tu­el­le Ran­kings der Web­site. Wenn be­reits eine Key­word-Mas­ter-Lis­te be­steht, soll­te die­se mit­hil­fe ei­nes Tra­ckers re­gel­mä­ßig über­wacht wer­den. Hilf­reich sind da­bei Tools wie der Serpwat­cher.

Hier kannst du Key­words zu dei­ner Web­site fest­le­gen, die alle 24 Stun­den über­prüft wer­den. Wer ein kos­ten­lo­ses SEO-Tool dazu ha­ben möch­te, schaut sich fol­gen­des Vi­deo an: Hier wird dir ge­zeigt, wie man mit­tels Goog­le Da­ta­stu­dio sei­nen ei­ge­nen kos­ten­lo­sen Rank Tra­cker bau­en kann.

Mit die­sen Tools kann der Sta­tus Quo der Web­site fest­ge­hal­ten wer­den – gibt es be­reits gute Ran­kings zum Key­word-Set? Gibt es ggf. Pro­ble­me, wie star­ke Ran­king­schwan­kun­gen? Wel­che URLs ran­ken und wel­che nicht? Das und vie­les mehr kann hier be­reits über­prüft wer­den.

Über den Rank Tra­cker kön­nen zu­dem Ver­bes­se­run­gen (oder Ver­schlech­te­run­gen) in ei­nem spä­te­ren Op­ti­mie­rungs­pro­zess der Web­site so­fort er­fasst wer­den.

Mit den Sicht­bar­keits­kur­ven von Sis­trix oder Me­trics.tools kann bspw. ana­ly­siert wer­den, wie sich die Sicht­bar­keit der ei­ge­nen Do­main und die der Kon­kur­renz ent­wi­ckelt hat und ob es zu Ab­stra­fun­gen (Goog­le-Pe­nal­tys) ge­kom­men ist.

SI Med Shop 2805
Abb.: Sistrix Sichtbarkeit

Mit dem Screa­ming Frog oder mit Site­bulb kann auch der ge­sam­te SEO-Traf­fic der Web­site leicht ana­ly­siert wer­den. So wer­den z. B. URLs an­ge­zeigt, die gar kei­nen Traf­fic mehr über die or­ga­ni­sche Su­che er­hal­ten. Im SEO-Au­dit weiß man dann, wel­che Sei­ten ak­tu­ell den größ­ten Op­ti­mie­rungs­be­darf ha­ben.

Traffic Analyse im SEO Audit mit Sitebulb
Bild: SEO-Traffic-Verteilung – Analyse mit Sitebulb, welche URLs Organic Traffic bekommen und welche gar keinen erhalten.

Eine ei­gen­stän­di­ge Wett­be­werbs­ana­ly­se macht den Au­dit voll­stän­dig:

Ver­glei­che Sicht­bar­keit, Ran­kings und Link­pro­fil mit den stärks­ten Mit­be­wer­bern und de­cke über ei­nen Con­tent-Gap- und Back­link-Gap-Ab­gleich auf, zu wel­chen The­men und mit wel­chen Quel­len die Kon­kur­renz bes­ser auf­ge­stellt ist.

4. Con­ver­si­on-Track­ing

Gibt es ein or­dent­li­ches Con­ver­si­on-Track­ing? Jede Web­site, die SEO be­trei­ben möch­te, soll­te ein Ziel ha­ben (mehr Leads, mehr Pro­duk­te ver­kau­fen usw.) – mit­tels Con­ver­si­on-Track­ing wer­den die Fort­schrit­te ge­mes­sen.

Mit dem Tag Ma­na­ger kön­nen Ziel­vor­ha­ben auf der Web­site ein­fach ge­trackt wer­den. So kön­nen be­son­ders Sei­ten mit ei­ner be­son­ders ho­hen Con­ver­si­on ana­ly­siert und wei­ter op­ti­miert wer­den. Das ist be­son­ders hilf­reich, um eine Mas­ter-Key­word-Lis­te zu er­stel­len – kein SEO will auf Key­words op­ti­mie­ren, die kei­ne Con­ver­si­on aus­lö­sen.

5. Tech­ni­sches / In­de­xier­bar­keit 1

Die ein­wand­freie In­de­xier­bar­keit ist enorm wich­tig. Zu prü­fen sind u. a.:

  • HTTP-Sta­tus-Codes: 4xx/5xx-Feh­ler, Bro­ken Links, SSL-Ver­schlüs­se­lung.
  • Kei­ne in­ter­nen Wei­ter­lei­tun­gen: 301/302 ver­mei­den, di­rekt zum Ziel ver­lin­ken.
  • URL-Struk­tur: kurz und spre­chend (kei­ne Zah­len/Buch­sta­ben­sa­la­te).
  • Dy­na­mi­sche URLs ver­mei­den, da stän­dig neue URLs der In­de­xie­rung ent­ge­gen­ste­hen kön­nen.
  • ro­bots.txt: Wer­den wich­ti­ge Sei­ten per „di­s­al­low“ aus­ge­sperrt? Un­be­dingt prü­fen.
  • Site­map.xml: hilft Such­ma­schi­nen, die Web­site schnel­ler zu ver­ste­hen.
  • Pa­ge­speed: Lan­ge La­de­zei­ten op­ti­mie­ren (z. B. mit Web­Page­test und Light­house).

Ne­ben klas­si­schen Such­ma­schi­nen-Bots craw­len in­zwi­schen auch KI-Bots wie GPT­Bot (Ope­nAI), Clau­de­Bot (An­thro­pic), Goog­le-Ex­ten­ded und Per­ple­xi­ty­Bot. Im Au­dit ge­hört ge­prüft, ob die­se Bots in der ro­bots.txt ge­zielt zu­ge­las­sen oder aus­ge­sperrt wer­den und ob die wich­tigs­ten In­hal­te für KI-Ant­wor­ten und Goog­le AI Over­views auf­find­bar sind.

Core Web Vi­tals kon­kret mes­sen: Lar­gest Con­tentful Paint (LCP) un­ter 2,5 Se­kun­den, In­ter­ac­tion to Next Paint (INP) un­ter 200 Mil­li­se­kun­den, Cu­mu­la­ti­ve Lay­out Shift (CLS) un­ter 0,1. INP hat im März 2024 First In­put De­lay (FID) ab­ge­löst. Die Wer­te zei­gen die Goog­le Search Con­so­le (Be­richt Core Web Vi­tals) und Pa­ge­Speed In­sights.

6. On­Page / In­de­xier­bar­keit 2

Bei der On­Page-Ana­ly­se geht es um sämt­li­che Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­le auf der Web­site selbst. Hier ist be­son­ders wich­tig, dass die Such­ma­schi­nen die Sei­te ver­ste­hen und alle wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen ein­wand­frei aus­le­sen kön­nen.

  • In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur: Jede URL soll­te in max. 3 Klicks (Click Depth) von der Start­sei­te er­reich­bar sein. Mehr: In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur.
  • Sei­ten­ar­chi­tek­tur: Eine or­dent­li­che in­ter­ne Ver­lin­kung be­ein­flusst Craw­ling und In­de­xie­rung po­si­tiv (Tools: Ge­phi, Screa­ming Frog).
  • In­de­xie­rungs­ma­nage­ment: Sei­ten ohne Such­in­ten­ti­on lö­schen oder auf No­in­dex set­zen, um die Qua­li­tät der Web­site hoch zu hal­ten. Be­son­ders Shops kön­nen das Crawl-Bud­get aus­schöp­fen; No­in­dex oder Ca­no­ni­cal Tags hel­fen.
  • Meta Tags: Hat jede re­le­van­te Sei­te ei­nen or­dent­li­chen Title Tag und eine De­scrip­ti­on? Kei­ne ver­se­hent­lich per No­in­dex ge­sperr­ten Sei­ten.
  • Struk­tu­rier­te Da­ten: mit va­li­da­tor.sche­ma.org prü­fen; ver­bes­sern die Snip­pets (z. B. Ster­ne-Be­wer­tun­gen).
  • Mehr­spra­chig­keit: Wird je URL die kor­rek­te hre­flang-An­ga­be aus­ge­spielt? Mehr zur Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung.

Eine Ser­ver-Log­file-Ana­ly­se zeigt, wel­che URLs der Google­bot tat­säch­lich wie oft crawlt und wo Crawl-Bud­get auf un­wich­ti­ge Sei­ten ver­lo­ren geht (z. B. mit dem Screa­ming Frog SEO Log File Ana­ly­ser). Bei gro­ßen Web­sites deckt das Crawl-Pro­ble­me auf, die in der rei­nen On­Page-Ana­ly­se un­sicht­bar blei­ben.

7. In­halt­li­ches (Re­le­vanz Teil 1)

Eine Voll­text­such­ma­schi­ne wie Goog­le be­nö­tigt vor al­lem ei­nes, um Web­sites zu ver­ste­hen: In­hal­te! Und ge­nau die­se soll­ten beim Au­dit ge­nau­es­tens ana­ly­siert wer­den. Erst durch ent­spre­chen­de In­hal­te auf der Web­site kann die Such­ma­schi­ne eine Re­le­vanz zu den Key­words, auf die op­ti­miert wer­den soll, her­stel­len.

  • Op­ti­mie­rung auf Key­words: Die ab­so­lu­te Grund­la­ge – wur­den alle Key­words aus dem Key­word-Set sinn­voll auf der Web­site ver­wen­det? Gibt es für gro­ße wich­ti­ge The­men Hub­pages bzw. Ver­tei­ler­sei­ten?
  • Search In­tent: Wur­de die Such­in­ten­ti­on der je­wei­li­gen Key­words bei der Er­stel­lung be­rück­sich­tigt? Wel­che In­for­ma­tio­nen will die Ziel­grup­pe ha­ben und fin­det sie die­se auf der Web­site?
  • Les­bar­keit der Tex­te: Las­sen sich die Tex­te gut auf den ers­ten Blick scan­nen und er­fas­sen? Ist si­cher­ge­stellt, dass es sich nicht um eine Text­wüs­te han­delt? Kann die Ziel­grup­pe die In­hal­te leicht ver­ste­hen?
  • Con­tent De­sign: Sind die In­hal­te op­tisch an­spre­chend, da­mit die Ziel­grup­pe auch be­reit ist, die­se zu kon­su­mie­ren?
  • Con­tent-Qua­li­tät: Sind die In­hal­te über­zeu­gend, bie­ten ei­nen sehr ho­hen Mehr­wert und kön­nen sie sich von der Kon­kur­renz ab­he­ben?
  • Con­tent-Quan­ti­tät: Ist eine aus­rei­chen­de Men­ge an the­men­re­le­van­tem Con­tent (oder bei Shops an Pro­duk­ten) vor­han­den?
  • Con­tent-Brei­te: Kon­zen­triert sich die Sei­te auf ei­ni­ge we­ni­ge Haupt­the­men oder wird über sämt­li­che The­men, die es auf der Welt gibt, ge­schrie­ben?
  • Gibt es ei­nen Blog? Ein Jour­nal? Ein Wiki? Eine News-Sei­te? Wenn ja, wie gut ist die­se ge­pflegt? Gibt es ei­nen Re­dak­ti­ons­plan – wur­de da­für eine Key­word-Re­cher­che ge­macht (z. B. nach in­ter­es­san­ten W-Fra­gen-Key­words ge­sucht)?
  • Gibt es ne­ben Tex­ten auch wei­te­re In­hal­te? Z. B. Pod­casts, Vi­de­os und mehr?
  • In­ter­ne Kon­kur­renz: Gibt es Du­pli­ca­te-Con­tent-Pro­ble­me und Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung? Die­se soll­ten be­rei­nigt wer­den – hier fin­den sich oft gro­ße Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­le. Je kla­rer und ein­deu­ti­ger eine Web­site ist, des­to bes­ser kön­nen auch die Such­ma­schi­nen sie ver­ste­hen.
  • H-Über­schrif­ten: Jede Sei­te soll­te nur eine H-1 Über­schrift ha­ben. Die Über­schrif­ten-Struk­tur soll­te dann aus H2-, H3- und H4-Über­schrif­ten be­stehen. Wich­tig ist da­bei, dass die Rei­hen­fol­ge der Zah­len strin­gent ist – Bei­spiel: nach ei­ner H2 soll­te kei­ne H4 kom­men, son­dern eine H3-Über­schrift.
  • Bil­der: Wur­de für je­des Bild ein Alt-Tag ein­ge­pflegt? Wie sinn­voll sind die Ti­tel der Bil­der? Wie hoch ist ihre Qua­li­tät? Sind sie für schnel­le La­de­zei­ten op­ti­miert? Die Such­ma­schi­nen be­nö­ti­gen im­mer zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen, um ein Bild mög­lichst gut zu ver­ste­hen und ent­spre­chend ran­ken zu las­sen.
  • E-E-A-T: Für Web­sites im Be­reich YMYL (Ge­sund­heit, Fi­nan­zen, aber auch On­line­shops) hat Goog­le eine Art Fil­ter na­mens E-E-A-T (Ex­pe­ri­ence, Ex­per­ti­se, Aut­ho­ri­ta­ti­ve­ness, Trust­wort­hi­ness) ins Le­ben ge­ru­fen, um un­se­riö­se Quel­len bes­ser ent­de­cken zu kön­nen. Web­sites im YMYL-Be­reich müs­sen da­her ihre Ex­per­ti­se, Au­to­ri­tät und Ver­trau­ens­wür­dig­keit un­ter Be­weis stel­len, bspw. durch gut re­cher­chier­ten Con­tent, star­ke Back­links, glaub­wür­di­ge Au­toren und vie­les mehr. Dies ist ein ele­men­ta­rer Be­stand­teil ei­nes je­den SEO Au­dit.

8. Off­Pa­ge (Re­le­vanz Teil 2)

Back­links sind wei­ter­hin ein wich­ti­ger Ran­king­fak­tor. Das kom­plet­te Link­pro­fil soll­te mit Tools wie Ah­refs oder Ma­jes­tic ana­ly­siert wer­den; schlech­te Links (the­men­fremd, Links­pam) ent­fer­nen oder ent­wer­ten

Das Di­s­avow-Tool soll­te vor­sich­tig ein­ge­ord­net wer­den: Goog­le (John Muel­ler) stellt klar, dass das Ent­wer­ten von Back­links kein Teil der nor­ma­len Pfle­ge ist und sich für die meis­ten Web­sites nicht lohnt, weil der Al­go­rith­mus min­der­wer­ti­ge Links oh­ne­hin igno­riert. Emp­foh­len ist es prak­tisch nur bei ei­ner ma­nu­el­len Maß­nah­me we­gen un­na­tür­li­cher Links oder bei do­ku­men­tier­tem ma­ni­pu­la­ti­vem Link­auf­bau.

Wei­te­re Off­Pa­ge-Punk­te: Link­pro­fil der Kon­kur­renz, Plan für neu­en Link­auf­bau, So­cial Me­dia (You­Tube-Vi­de­os auf der Web­site kön­nen für po­si­ti­ve Nut­zer­si­gna­le sor­gen. Da­her kön­nen bei ei­nem SEO-Au­dit auch die­se Ak­ti­vi­tä­ten be­rück­sich­tigt wer­den.) so­wie ein or­dent­lich ge­pfleg­ter Di­s­avow-Tool-Ein­satz nur im Aus­nah­me­fall. Für Un­ter­neh­men Pflicht: ein voll­stän­di­ges Goog­le-Busi­ness-Pro­fil.

Für lo­kal tä­ti­ge Un­ter­neh­men ge­hört ein ei­ge­ner Lo­cal-SEO-Block in den Au­dit: Voll­stän­dig­keit und Pfle­ge des Goog­le-Busi­ness-Pro­fils, ein­heit­li­che NAP-Da­ten (Name, Adres­se, Te­le­fon­num­mer) über alle Ver­zeich­nis­se, Ein­trä­ge in lo­ka­len Bran­chen­ver­zeich­nis­sen so­wie Men­ge und Ak­tua­li­tät der Be­wer­tun­gen.

Usa­bi­li­ty / Nut­zer­freund­lich­keit

Je­der Be­su­cher soll­te in we­ni­gen Se­kun­den ver­ste­hen, wor­um es geht. Nicht um­sonst heißt ei­nes der bes­ten Bü­cher zur Web-Usa­bi­li­ty „Don’t Make Me Think“ (Ste­ve Krug). Die Web­site muss zu­dem mo­bi­le re­spon­si­ve sein; Tools wie Mou­se­flow oder Hot­jar hel­fen zu ver­ste­hen, ob Nut­zer fin­den, wo­nach sie su­chen.

Seit dem 5. Juli 2024 ist die Um­stel­lung auf Mo­bi­le-First-In­de­xie­rung voll­stän­dig ab­ge­schlos­sen: Goog­le crawlt und in­de­xiert aus­schließ­lich die mo­bi­le Ver­si­on. Im Au­dit ist zu prü­fen, ob auf der mo­bi­len Ver­si­on sämt­li­che In­hal­te, in­ter­nen Links und struk­tu­rier­ten Da­ten ge­nau­so vor­han­den sind wie am Desk­top – sonst wer­den sie nicht be­rück­sich­tigt.

SEO Audit mit Mousflow
Bild: Wichtige Erkenntnisse über das Verhalten deiner Nutzer kann z. B. eine Heatmap oder eine Session-Aufnahme mit Hotjar sein. Hier siehst du, wo deine User hinklicken und kannst ggf. Probleme erkennen, die viele Nutzer abspringen lassen.

Wel­che SEO Tools sind ne­ben der Goog­le Search Con­so­le für SEO Au­dits zu emp­feh­len?

Ana­ly­se-Tools hel­fen bei SEO Au­dits enorm, be­son­ders bei grö­ße­ren Web­sites. Hier gibt es ver­schie­de­ne SEO-Tools – un­se­re Emp­feh­lun­gen für Au­dits lau­ten:

Wich­tig: A Fool with a Tool is still a … Rich­tig! Ohne Er­fah­run­gen im Be­reich SEO kannst du noch so vie­le Ana­ly­se-Tools ein­set­zen und wirst trotz­dem kei­nen voll­wer­ti­gen SEO Au­dit hin­be­kom­men.

Die Tools die­nen nur als Un­ter­stüt­zung und kön­nen ei­nen SEO-Free­lan­cer oder eine SEO-Agen­tur nicht er­set­zen.

Wenn du also ei­nen Au­dit durch­füh­ren möch­test, aber zu we­nig Er­fah­rung auf die­sem Ge­biet hast, ist es im­mer emp­feh­lens­wert, vor­ab pro­fes­sio­nel­le Hil­fe ins Boot zu ho­len.

Es wird deut­lich teu­rer, wenn eine Web­site ver­schlimm­bes­sert wur­de und dann im Nach­hin­ein erst Hil­fe hin­zu­ge­holt wird. Lie­ber von An­fang an rich­tig be­ra­ten las­sen!

SEO-Au­dit-Check­lis­te

SEO Audit mit Checkliste

Je nach Grö­ße, Wett­be­werb, Bran­che und Key­word-Set ist ein Au­dit im­mer un­ter­schied­lich. Die Check­lis­te hilft, ers­te gro­ße Po­ten­zia­le zu ent­de­cken.

Wie oft ein Au­dit fäl­lig ist, hängt von Grö­ße und Dy­na­mik der Web­site ab: ein voll­stän­di­ger SEO-Au­dit min­des­tens ein­mal im Jahr, ein kom­pak­ter Quick-Check alle drei bis sechs Mo­na­te. Nach ei­nem grö­ße­ren Goog­le-Up­date oder ei­nem Re­launch ist ein au­ßer­plan­mä­ßi­ger Au­dit sinn­voll.

Down­load Check­lis­te (Goog­le Ta­bel­le)

Wei­te­re Quel­len:
https://seosly.com/tech­ni­cal-seo-au­dit/
https://site­bulb.com/re­sour­ces/gui­des/how-to-ap­proach-web­site-seo-au­dits/

Fa­zit: Ohne SEO Au­dit kei­ne er­folg­rei­che Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung

Mit der Check­lis­te hier im Ar­ti­kel kön­nen An­fän­ger, wie auch Fort­ge­schrit­te­ne ihre Web­site ei­nem ers­ten Au­dit un­ter­zie­hen und da­mit die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung vor­an­brin­gen.

Je­der SEO Au­dit bringt wich­ti­ge Er­kennt­nis­se über den ak­tu­el­len Sta­tus der Web­site und Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­le zu­ta­ge.

Ver­giss da­bei nicht, dass jede Web­site an­de­re Her­aus­for­de­run­gen mit sich brin­gen kann und da­her je­der SEO Au­dit un­ter­schied­lich ist.

FAQ

Was ist ein SEO-Au­dit und war­um ist die­ser so wich­tig?

Ein SEO-Au­dit ist die Ana­ly­se ei­ner kom­plet­ten Web­site aus SEO-Sicht, um Feh­ler­quel­len auf­zu­de­cken. Ziel ei­nes Au­dit ist es, sämt­li­che Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­le zu zei­gen und dar­aus eine ent­spre­chen­de Stra­te­gie inkl. SEO-Maß­nah­men ab­zu­lei­ten, da­mit die Web­site mehr Traf­fic und Leads über die or­ga­ni­sche Su­che er­hal­ten kann.

Wel­che Tools sind für ei­nen SEO-Au­dit hilf­reich?

Klas­si­ker SEO-Tools sind hier u. a. Screa­ming Frog oder Site­bulb für die On­Page- und Tech­nik-Ana­ly­se. Die Tools von Goog­le selbst, wie z. B. Goog­le Ana­ly­tics, sind eben­falls ab­so­lu­te Pflicht, so wie die Tools Ma­jes­tic oder Ah­refs zur Ana­ly­se des Link­pro­fils.

Rei­chen Tools und KI-Chats für ei­nen voll­stän­di­gen Au­dit?

Nein, nie­mals nur auf Tools und KI-Chats ver­las­sen! Für ei­nen gu­ten SEO-Au­dit muss im­mer auch ein Pro­fi die Web­site ma­nu­ell über­prü­fen, der die mög­li­chen Feh­ler­mel­dun­gen der Tools rich­tig in­ter­pre­tie­ren kann.

Was pas­siert nach dem SEO-Au­dit?

Der Au­dit dient als Ba­sis für die Ent­wick­lung und Pla­nung ei­ner er­folg­rei­chen SEO-Stra­te­gie und ein­zel­ner SEO-Maß­nah­men. Ohne die In­for­ma­tio­nen aus dem Au­dit kann kei­ne sinn­vol­le Stra­te­gie ent­wi­ckelt wer­den.

Was ist die Grund­la­ge für ei­nen Au­dit?


Als Grund­la­ge die­nen die Web­site und die Key­word-Re­cher­che. Da­mit kann eine sinn­vol­le Ana­ly­se durch­ge­führt wer­den.

Was kos­tet ein Au­dit durch eine SEO-Agen­tur?


Die Kos­ten va­ri­ie­ren hier je nach Auf­wand und Grö­ße der Web­site. Für klei­ne­re Web­sites kann ein SEO-Au­dit ca. 1.000 € ein­ma­lig kos­ten. Bei grö­ße­ren Web­sites kann eine kom­plet­te SEO-Ana­ly­se auch deut­lich teu­rer aus­fal­len (>5.000 €).

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