PRG-Pattern einfach erklärt

Das PRG-Pattern ist eine Variante der Linkmaskierung. Die Abkürzung steht für „Post-Redirect-Get“. Eingesetzt wird die Methode vor allem in großen Onlineshops, um Duplicate Content oder Near Duplicate Content zu vermeiden und Crawl-Budget des Googlebot einzusparen.

Damit ist das PRG-Pattern eine Alternative zum Setzen von Canonical Tags, den Attributen noindex und nofollow und dem Sperren von Seiten in robots.txt. Teilweise werden die Varianten auch kombiniert.

Funktionsweise des PRG-Patterns

Das PRG-Pattern basiert auf folgendem Prinzip:

  • Post: Klickt ein Nutzer auf einen Filter-Link, kommt es zu einer Post-Anfrage an den Server.
  • Redirect: Der Server reagiert mit einem Redirect auf die Quellseite.
  • Get: Erst im dritten Schritt kommt es zur Get-Anfrage, durch die die gewünschte Zielseite ausgespielt wird.

Entscheidend für den Nutzen des PRG-Patterns ist, dass der Googlebot Post-Formularen grundsätzlich nicht folgt.

Das hat zwei zentrale Vorteile:

  • Es werden bei dieser Form der Verlinkung keine neuen URLs erzeugt. Damit entsteht auch kein Duplicate Content, der sich negativ auf die Bewertung durch Google auswirken könnte.
  • Das PRG-Pattern spart Linkjuice, da der Googlebot dem Post-Request nicht folgt. Damit verbunden ist, dass die Linkstruktur der betreffenden Webseite übersichtlicher bleibt.

Tipps für die Suchmaschinenoptimierung

Wie bereits angesprochen findet das PRG-Pattern vor allem in großen Onlineshops Verwendung. Besonders beim Vorliegen einer Filterfunktion verhindert es das Entstehen unzähliger URLs, die zu Duplicate Content führen und unnötigen Linkjuice des Googlebots verbrauchen.

Inwieweit diese Methode angewendet werden kann, hängt allerdings von technischen Voraussetzungen ab: Der serverseitigen Programmiersprache, dem CMS und anderen Faktoren. Außerdem brauchen Webdesigner ein gewisses technisches Verständnis, einschließlich Grundkenntnisse in HTML und CSS, um das PRG-Pattern richtig zu verwenden. Am besten lagern sie das HTML der Navigation aus, statt es im Quellcode zu platzieren. Nachladen lässt es sich über AJAX.

Verwendet wird das PRG-Pattern außerdem für den Zurück-Button bei Formularen. Da so Formulardaten nicht erneut gesendet werden, verbessert sich das Nutzererlebnis.