PRG-Pat­tern ein­fach er­klärt + Nut­zen für SEO

Aktualisiert: 27. Mai 2026 · ca. 2 Min. Lesezeit · farbentour.de bevorzugen

Das PRG-Pat­tern ist eine Va­ri­an­te der Link­mas­kie­rung. Die Ab­kür­zung steht für Post-Re­di­rect-Get: Nach dem Ab­sen­den ei­nes For­mu­lars (POST) lei­tet der Ser­ver auf eine GET-An­fra­ge um. Ur­sprüng­lich ver­hin­dert das dop­pel­te For­mu­lar­sen­dun­gen; in gro­ßen On­line­shops wird es zu­sätz­lich ein­ge­setzt, um Fil­ter-Links vom Craw­ling aus­zu­neh­men und so Du­pli­ca­te Con­tent zu ver­mei­den.

Das PRG-Pat­tern ist eine Va­ri­an­te der Link­mas­kie­rung. Die Ab­kür­zung steht für „Post-Re­di­rect-Get“. Ein­ge­setzt wird die Me­tho­de vor al­lem in gro­ßen On­line­shops, um Du­pli­ca­te Con­tent oder Near Du­pli­ca­te Con­tent zu ver­mei­den und Crawl-Bud­get des Google­bot ein­zu­spa­ren.

Da­mit ist das PRG-Pat­tern eine Al­ter­na­ti­ve zum Set­zen von Ca­no­ni­cal Tags, den At­tri­bu­ten no­in­dex und no­fol­low und dem Sper­ren von Sei­ten in ro­bots.txt. Teil­wei­se wer­den die Va­ri­an­ten auch kom­bi­niert.

Funk­ti­ons­wei­se des PRG-Pat­terns

Der Kern­zweck des PRG-Pat­terns ist ur­sprüng­lich und pri­mär, dop­pel­te For­mu­lar­über­mitt­lun­gen zu ver­hin­dern. Nach dem Ab­sen­den ei­nes For­mu­lars (POST) ant­wor­tet der Ser­ver nicht di­rekt mit In­halt, son­dern lei­tet per HTTP 303 See Other (er­satz­wei­se 302 Found) auf eine GET-An­fra­ge um. So führt ein Rel­oad oder der Zu­rück-But­ton nicht zum er­neu­ten Sen­den der For­mu­lar­da­ten – etwa zu ei­ner dop­pel­ten Be­stel­lung. Erst dar­auf auf­bau­end wird das Mus­ter im SEO als Link­mas­kie­rung ge­nutzt.

Im SEO-Ein­satz ba­siert das Mus­ter auf fol­gen­dem Prin­zip:

  • Post: Klickt ein Nut­zer auf ei­nen Fil­ter-Link, kommt es zu ei­ner Post-An­fra­ge an den Ser­ver.
  • Re­di­rect: Der Ser­ver re­agiert mit ei­nem Re­di­rect (HTTP 303) auf die Quell­sei­te.
  • Get: Erst im drit­ten Schritt er­folgt die Get-An­fra­ge, durch die die Ziel­sei­te aus­ge­spielt wird.

Ent­schei­dend für den SEO-Nut­zen ist, dass der Google­bot Post-For­mu­la­ren grund­sätz­lich nicht folgt. Das hat zwei Vor­tei­le:

  • Es wer­den kei­ne neu­en URLs er­zeugt. Da­mit ent­steht kein Du­pli­ca­te Con­tent, der sich ne­ga­tiv aus­wir­ken könn­te.
  • Das PRG-Pat­tern ver­hin­dert, dass Link­kraft („Link­juice“) an un­wich­ti­ge Fil­ter-URLs ab­fließt, und hält sie auf den crawl­ba­ren, wich­ti­gen Links ge­bün­delt. Zu­gleich bleibt die Link­struk­tur über­sicht­li­cher.

Tipps für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO)

Das PRG-Pat­tern fin­det vor al­lem in gro­ßen On­line­shops Ver­wen­dung. Be­son­ders bei Fil­ter­funk­tio­nen ver­hin­dert es das Ent­ste­hen un­zäh­li­ger URLs, die zu Du­pli­ca­te Con­tent füh­ren und un­nö­tig Crawl-Bud­get ver­brau­chen.

Ob die Me­tho­de an­wend­bar ist, hängt von tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen ab: der ser­ver­sei­ti­gen Pro­gram­mier­spra­che, dem CMS und wei­te­ren Fak­to­ren. Web­ent­wick­ler brau­chen ein ge­wis­ses tech­ni­sches Ver­ständ­nis (Grund­kennt­nis­se in HTML und CSS). Am bes­ten la­gert man das HTML der Na­vi­ga­ti­on aus, statt es im Quell­code zu plat­zie­ren; nach­la­den lässt es sich über AJAX.

Ver­wen­det wird das PRG-Pat­tern au­ßer­dem für den Zu­rück-But­ton bei For­mu­la­ren: Da For­mu­lar­da­ten nicht er­neut ge­sen­det wer­den, ver­bes­sert sich das Nut­zer­er­leb­nis.

Bei ge­fil­ter­ten Pro­dukt­lis­ten lässt sich das PRG-Pat­tern sinn­voll mit Ca­no­ni­cal Tags und dem no­in­dex-At­tri­but kom­bi­nie­ren: PRG hält die mas­kier­ten Fil­ter-Zie­le aus dem Craw­ling her­aus, wäh­rend Ca­no­ni­cal/no­in­dex die ver­blei­ben­den, auf­ruf­ba­ren Va­ri­an­ten sau­ber kon­so­li­die­ren. So bleibt das Crawl-Bud­get auf den re­le­van­ten Sei­ten.

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