Was ist Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung? De­fi­ni­ti­on, Er­klä­rung und Tipps für Off­Pa­ge SEO

Aktualisiert: 27. Mai 2026 · ca. 9 Min. Lesezeit · farbentour.de bevorzugen

Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung be­zeich­net alle Maß­nah­men, die der Op­ti­mie­rung ei­ner Web­site für die Such­ma­schi­nen die­nen, die au­ßer­halb der Web­site statt­fin­den. Die­se Op­ti­mie­rung wird im Eng­li­schen als Off­Pa­ge SEO be­zeich­net (off the page = au­ßer­halb der Web­site).

OffPage Opitmierung erklärt

Beim Off­Pa­ge SEO geht es um den Link­auf­bau und den Auf­bau von Re­pu­ta­ti­on und Er­wäh­nun­gen im Web, um die Au­to­ri­tät und den Trust (Ver­trau­ens­wür­dig­keit) ei­ner Web­site ge­zielt zu stei­gern.

Das Pen­dant zur Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung ist die On­Page-Op­ti­mie­rung. Hier­bei geht es um alle Op­ti­mie­run­gen auf der ei­ge­nen Web­site.

Grund­la­gen Off­Pa­ge Op­ti­mie­rung

OffPage Wortwolke

Für vie­le geht es bei Off­Pa­ge nur um Back­links. Das greift zu kurz, da sämt­li­che Ak­ti­vi­tä­ten au­ßer­halb der ei­ge­nen Web­site ge­meint sind. Zu­nächst zur Grund­la­ge: Ein Back­link ist ein Rück­ver­weis (Hy­per­link) von ei­ner Web­site zu ei­ner an­de­ren. Back­links sind ein wich­ti­ger Ran­king­fak­tor – ein Back­link wirkt wie eine Emp­feh­lung, die Goog­le po­si­tiv be­rück­sich­tigt. So sieht ein Link im HTML aus:

<a href="https://www.bei­spiel.de/ziel-url">An­ker­text des Links</a>

Goog­le un­ter­schei­det sehr gut zwi­schen gu­ten und schlech­ten Links, um Spam-Back­links zu be­kämp­fen. Gute Links kom­men von the­men­re­le­van­ten Web­sites mit vie­len Be­su­chern und ei­nem na­tür­li­chen, star­ken Link­pro­fil; sie ge­ben viel Link­kraft wei­ter. Schlech­te Links sind z. B. the­men­frem­de oder an­ders­spra­chi­ge Back­links – etwa eine rus­si­sche Gambling-Sei­te, die auf ei­nen deut­schen Zier­fisch-Blog ver­linkt. Vie­le sol­cher Links kön­nen ge­fähr­lich wer­den und ei­nen Goog­le-Pe­nal­ty nach sich zie­hen.

Hin­weis: Die „Do­main Aut­ho­ri­ty“ (DA) ist eine Me­trik von Moz, kein of­fi­zi­el­ler Goog­le-Wert. Goog­le nutzt kei­ne öf­fent­li­che Do­main-Aut­ho­ri­ty-Kenn­zahl als Ran­king­fak­tor – DA soll­te da­her nicht als Goog­le-Si­gnal dar­ge­stellt wer­den

Die An­fän­ge der Off­Pa­ge Op­ti­mie­rung

Zu Be­ginn wur­de je­der Link von Goog­le be­wer­tet und fürs Ran­king be­rück­sich­tigt. – egal ob So­cial Book­marks, Web­ka­ta­lo­ge, Wi­kis oder mas­sen­haf­te Spam-Back­links.

Frü­her wa­ren gro­ße Ver­zeich­nis­se bzw. Web­ka­ta­lo­ge wie DMOZ oder Mr. Wong Pflicht bei der Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung. Bei­de exis­tie­ren heu­te nicht mehr (das Open Di­rec­to­ry Pro­ject/DMOZ wur­de am 17.03.2017 ein­ge­stellt, Mr. Wong be­reits 2014 ab­ge­schal­tet) und sind we­der als Back­link­quel­le noch als „Pflicht“ re­le­vant.

Be­son­ders be­liebt wa­ren Spam-Back­links, um eine Do­main ge­zielt nach vor­ne zu brin­gen; au­to­ma­ti­sche Tools bau­ten bil­li­ge Links (Blog­kom­men­ta­re, Fo­ren­links) auf. Auch Key­word-Stuf­fing wur­de in­ten­siv be­trie­ben. Goog­le hat die­sem Web­s­pam mit zahl­rei­chen Up­dates den Kampf an­ge­sagt – das größ­te war das Pen­gu­in-Up­date.

Wie das Goog­le-Pen­gu­in Up­date die Off­Pa­ge Op­ti­mie­rung ver­än­der­te

Seit dem ers­ten Pen­gu­in-Up­date am 24.04.2012 hat Goog­le den schä­bi­gen Spam-Links ver­stärkt den Kampf an­ge­sagt. Web­sites, die mit künst­li­chem Link­auf­bau ihre Ran­kings ver­bes­sern woll­ten, wur­den ab­ge­straft – be­son­ders sol­che mit vie­len ma­ni­pu­lier­ten Links.

Ein pro­mi­nen­tes Bei­spiel war Home24.de, des­sen Sicht­bar­keit stark fiel. Mit Pen­gu­in 4.0 (2016) be­wer­tet Goog­le Link­pro­fi­le in Echt­zeit als Teil des Kern­al­go­rith­mus, so­dass eine Er­ho­lung nach der Be­rei­ni­gung schnel­ler mög­lich ist. Bei der Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung ist da­her größ­te Vor­sicht ge­bo­ten.

Link­pro­fil und Link­mix

Heut­zu­ta­ge ist ein rich­tig ge­wähl­ter Link­mix, der ein na­tür­li­ches Link­pro­fil ent­ste­hen lässt, un­ab­ding­bar für gute Ran­kings bei Goog­le und kann vor ei­ner Ab­stra­fung schüt­zen.

Da­bei spie­len „An­ker­tex­te“ – der Text mit dem der Link zu ei­ner Web­site zeigt – eine gro­ße Rol­le. Auch wenn gute Links von the­men­re­le­van­ten Blogs und Por­ta­len auf­ge­baut wer­den, kann dies trotz­dem Är­ger mit Goog­le ein­brin­gen, wenn du ei­ni­ge Punk­te nicht be­ach­test.

Bei der Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung muss stets das ge­sam­te Link­pro­fil ei­ner Web­site be­trach­tet wer­den. Dar­un­ter zäh­len:

An­ker­tex­te

An­ker­tex­te hel­fen den Such­ma­schi­nen bes­ser zu ver­ste­hen wor­um es auf der ver­link­ten Sei­te the­ma­tisch geht. Al­ler­dings wur­den die Ma­ni­pu­la­ti­on der An­ker­tex­te so stark über­trie­ben, dass hier eine Über­trei­bung von An­ker­tex­ten ver­mie­den wer­den soll­te.

Links, die im­mer den glei­chen Link­tex­ten vor­wei­sen, kann Goog­le sehr leicht ent­de­cken, eine Ma­ni­pu­la­ti­on er­ken­nen und kann des­halb eine Sei­te ab­stra­fen. Da­her ist es wich­tig, beim Link­auf­bau eine na­tür­lich wir­ken­de Link­struk­tur ent­ste­hen zu las­sen und die An­ker­tex­te sehr be­dacht zu wäh­len.

An­ker­text For­mel?

Goog­le er­kennt mitt­ler­wei­le sehr gut, ob ein Link­pro­fil na­tür­lich ge­wach­sen ist oder ob es sich um schlech­te Ma­ni­pu­la­ti­on han­delt. Man muss dar­auf ach­ten, nicht mit den glei­chen Mo­ney­key­words im­mer zu ver­lin­ken.
Wer­den An­ker­text ver­wen­det, wie den Na­men der Brand-URL oder den Na­men des Un­ter­neh­mens kann dies wie­der­um Vor­tei­le mit sich brin­gen und eine Web­site als Brand in den Ran­kings stär­ken und wei­ter nach vor­ne brin­gen.

Höchs­tens in­ter­ne Links soll­ten re­gel­mä­ßig mit dem glei­chen Mo­ney­key­word als Link­text ge­setzt wer­den.

  • Du soll­test da­her die Link­tex­te zu den Mo­ney­key­words, zu de­nen du gut ge­fun­den wer­den willst, beim ma­nu­el­len Link­auf­bau häu­fi­ger va­ri­ie­ren. Statt ein­fach im­mer z. B. den Link­text „Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung“ zu ver­wen­den, ver­wen­de lie­ber Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung für KMU, Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung On­line-Shop, Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung Kos­ten usw.
  • Beim Ein­satz von Mo­neykwords ist es noch si­che­rer, wenn gleich gan­ze Sät­ze ver­linkt wer­den, wie z. B. „Off­Pa­ge SEO (Links) sind ein wich­ti­ger Ran­king­fak­tor…“ oder „Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist nur in Kom­bi­na­ti­on mit Off­Pa­ge-SEO wirk­sam …“. Du soll­test al­ler­dings dar­auf ach­ten, dass dein Mo­ney­key­word in dem Satz ent­hal­ten ist.

Im In­ter­net gibt es vie­le Ge­rüch­te zum The­ma An­ker­text­ver­hält­nis bzw. An­chor­text Ra­tio. Ei­ni­ge Quel­len be­haup­ten, dass z. B. 50 % al­ler Links ru­hig den glei­chen Link­text ha­ben dür­fen. Das wä­ren bei 1.000 Links schlap­pe 500 Back­links mit dem glei­chen Link­text! Eine noch grö­ße­re rote Flag­ge kann man Goog­le nicht auf­zei­gen, um mit ei­nem Pe­nal­ty ab­ge­straft zu wer­den.

Es gibt nicht DAS per­fek­tes An­ker­text­ver­hält­nis, wo­nach du dich rich­ten soll­test. Ver­su­che lie­ber, die An­ker­tex­te beim ma­nu­el­len Link­auf­bau stark zu va­ri­ie­ren und da­durch ein Link­pro­fil so na­tür­lich wie mög­lich zu hal­ten!

Der Link­mix soll­te nicht nur An­ker­tex­te aus Mo­ney­key­words ha­ben – die­se soll­ten nur ei­nen klei­nen Teil ein­neh­men. Als An­ker­text soll­ten lie­ber häu­fi­ger Brand­na­men, die URL der Web­site und ge­ne­ri­sche Link­tex­te ein­ge­setzt wer­den.

Wich­tig: Web­mas­ter soll­ten nie­mals blind das Link­pro­fil der Kon­kur­renz nach­bau­en. Man kann nie wis­sen, wel­che Links der Kon­kur­ren­ten im Link­pro­fil ent­wer­tet wur­den über das Goog­le Di­s­avow Tool. Ei­nen Über­blick dar­über, wel­che An­ker­tex­te die Kon­kur­renz auf den vor­de­ren Rän­gen ge­setzt hat, kann man sich na­tür­lich trotz­dem ver­schaf­fen (dies kann z. B. mit Ma­jes­tic.com ana­ly­siert wer­den).

Tipps für ein gu­tes An­ker­text­ver­hält­nis

Wi­ki­pe­dia ist eine der größ­ten Web­sites mit der höchs­ten Sicht­bar­keit im Web bei Goog­le. Hier wur­de kein ak­ti­ver Link­auf­bau be­trie­ben, son­dern je­der Link wur­de na­tür­lich auf­ge­baut. Hier er­kennt man sehr gut, wel­che Links und An­ker­tex­te wir­kung ha­ben.

Es ist in­ter­es­sant zu se­hen, wie oft das ex­ak­te Mo­ney­key­word ver­wen­det wird. Ei­ni­ge Stich­pro­ben zei­gen, dass im Schnitt 5 – 30 % al­ler Link­tex­te, die auf eine Un­ter­sei­te bei Wi­ki­pe­dia zei­gen, das ex­ak­te Key­word ent­hal­ten (Bei­spie­le wei­ter un­ten).

Bei der Start­sei­te von Wi­ki­pe­dia sieht dies na­tür­lich an­ders aus. Hier gibt es kei­ne ex­ak­ten An­ker­tex­te, die be­son­ders oft wie­der­holt wur­den, son­dern hier wird mit der URL und dem Brand­na­men (Wi­ki­pe­dia) ver­linkt.

Die Wikipedia-Unterseite zu Schach besitzt laut Majestic.com von 109 verschiedenen Domains einen Backlink. Dabei sind 26 % mit dem exakten Keyword „Schach
Die Wikipedia-Unterseite zu Schach besitzt laut Majestic.com von 109 verschiedenen Domains einen Backlink. Dabei sind 26 % mit dem exakten Keyword „Schach“. Ein recht hoher Wert, aber Google scheint es durchgehen zu lassen…
Stellenweise gibt es Unterseiten mit 30 % Anteil an exakten Ankertexten.
Stellenweise gibt es Unterseiten mit 30 % Anteil an exakten Ankertexten (Unterseite zu Badminton).
Die Startseite de.Wikipedia.org hat dagegen häufige Wiederholungen der URL und des Namen (Brand) als Ankertexte.
Die Startseite de.Wikipedia.org hat dagegen häufige Wiederholungen der URL und des Namen (Brand) als Ankertexte.
Natürlich hat nicht jede Unterseite 20 % und mehr exakte Ankertexte. Die Unterseite über die Französische Revolution hat weniger als 5 % exakte Ankertexte, sondern sehr viele Variationen (1789, Revolution usw.). Genau dieses Variieren empfehle ich auch bei der OffPage-Optimierung, um einem Penalty durch Google zu entgehen und das Linkprofil so natürlich wie möglich wirken zu lassen!
Natürlich hat nicht jede Unterseite 20 % und mehr exakte Ankertexte. Die Unterseite über die Französische Revolution hat weniger als 5 % exakte Ankertexte, sondern sehr viele Variationen (1789, Revolution usw.). Genau dieses Variieren empfehle ich auch bei der OffPage-Optimierung, um einem Penalty durch Google zu entgehen und das Linkprofil so natürlich wie möglich wirken zu lassen!

Wenn jetzt von ei­ner neu­en Web­site ohne nen­nens­wer­te In­hal­te 30 % al­ler Links das ex­ak­te Mo­ney­key­word be­inhal­ten, kann dies von Goog­le als sehr miss­trau­isch emp­fun­den wer­den. Un­ser Rat lau­tet da­her, die Ver­lin­kun­gen auf eine Un­ter­sei­ten mit dem Mo­ney­key­word stets zu va­ri­ie­ren und es soll­te max. 5% der Links das ex­ak­te Mo­ney­key­word wie­der­ho­len.

Wenn du auf Num­mer si­cher ge­hen möch­test, va­ri­ie­re je­den Link­text und ver­lin­ke gan­ze oder hal­be Sät­ze mit dem Mo­ney­key­word und baue dazu mög­lichst vie­le Links mit ge­ne­ri­schen An­ker­tex­te, Brand­na­men und URL dazu auf.

Aber was ist mit Link­pro­fi­len die fast aus­schließ­lich Brand­na­men als Link­tex­te ha­ben?

Vie­le Bei­spie­le im In­ter­net schla­gen zur Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung vor, so oft wie nur mög­lich den Brand­na­men (bei mir wäre der Brand­na­me „Far­ben­tour“ oder „Far­ben­tour.de“) zu ver­wen­den. Vie­le gro­ße Web­sites ha­ben oft als An­ker­text nur die URL oder den Brand­na­men und ran­ken da­mit sehr gut.

Hier ist al­ler­dings das Pro­blem: Gro­ße Web­sites ha­ben tau­sen­de von Ver­lin­kun­gen und da­durch eine ex­tre­me Pow­er. Wenn jetzt ein klei­ner Blog oder klei­ner On­line Shop an­fängt 5-10 Links mit dem Brand­na­men als An­ker­text auf­zu­bau­en, hat dies nicht die glei­che Wir­kung, wie bei gro­ßen Web­sites, die tau­sen­de von Back­links mit dem Brand­na­men ha­ben. Da­her emp­feh­le ich eine ge­sun­de Mi­schung aus Brand­na­men + Mo­ney­key­words (max. 5%) + URL + ge­ne­ri­sche An­ker­tex­te.

No­Fol­low vs. Do­Fol­low-Ver­hält­nis

Es gibt nicht die rich­ti­ge An­zahl an No­Fol­low- und Do­Fol­low-Links. Wich­tig ist, dass je­des na­tür­li­che Link­pro­fil auch No­Fol­low-Links be­sitzt.

Ein No­fol­low-Link ist ein HTML-Code, der zu ei­nem Link hin­zu­ge­fügt wer­den kann, wenn ver­hin­dert wer­den soll, dass Goog­le die­sen Link bei der Be­rech­nung der Ran­kings nutzt.

Bei­spiel:

< a href=“Bei­spiel­sei­te.com“ rel=“no­fol­low“>Das ist der Link­text</a>

Wich­tig: no­fol­low ist seit Sep­tem­ber 2019 nur noch ein Hin­weis und kei­ne bin­den­de An­wei­sung mehr; seit dem 1. März 2020 gilt das auch fürs Craw­ling und In­de­xie­ren. Goog­le kann no­fol­low-Links also durch­aus fürs Ran­king her­an­zie­hen. Er­gän­zend gibt es die neue­ren At­tri­bu­te rel=“spon­so­red“ (be­zahl­te Links/Wer­bung) und rel=“ugc“ (nut­zer­ge­ne­rier­te In­hal­te wie Fo­ren­bei­trä­ge und Blog­kom­men­ta­re). Goog­le be­han­delt alle drei At­tri­bu­te als Hin­weis.

Ein No­Fol­low-Link ist nicht wert­los: Ein no­fol­low-Link von ei­ner sehr gro­ßen Web­site wie Wi­ki­pe­dia kann ein Ver­trau­ens­be­weis für Goog­le sein.

Es soll­ten nicht nur Links auf die Start­sei­te, son­dern auch auf Un­ter­sei­ten ge­setzt wer­den. Ein per­fek­tes Ver­hält­nis gibt es nicht; wich­ti­ge Un­ter­sei­ten, die ran­ken sol­len, soll­ten ent­spre­chend De­eplinks er­hal­ten.

Um pri­va­ten Blog­netz­wer­ken bes­ser den Kampf an­sa­gen zu kön­nen, sieht Goog­le mitt­ler­wei­le sehr gut, wo­her die Back­links von ei­nem Link­pro­fil über­haupt her­kom­men. Kom­men die Links von im­mer der glei­chen Ser­ver-IP ist das ver­däch­tig für Goog­le. Ein na­tür­li­ches Link­pro­fil hat Back­links von ver­schie­de­nen IP-Adres­sen.

Zeit­raum

Eben­falls sehr wich­tig beim Off­Pa­ge-SEO:

  • Wur­den sämt­li­che Links in ei­nem kur­zen Zeit­raum auf­ge­baut oder über ei­nen län­ge­ren Zeit­raum (meh­re­re Mo­na­ten/Jah­re)?
  • Vie­le set­zen ihre ma­nu­el­len Links in­ner­halb we­ni­ger Wo­chen, was Goog­le eben­falls sehr schnell ver­däch­tig vor­kom­men kann.
  • Bes­ser ist es, die Links über ei­nen län­ge­ren Zeit­raum re­gel­mä­ßig auf­zu­bau­en.
  • Von heu­te auf mor­gen mit dem Link­auf­bau auf­zu­hö­ren, kann eben­falls pro­ble­ma­tisch sein. Baut man je­den Mo­nat eine gro­ße An­zahl an Links auf, kann ein plötz­li­cher Stopp eben­falls zu ei­nem Ver­trau­ens­ver­lust (inkl. Ran­king­ein­brü­che) füh­ren.

Link­pro­fil re­gel­mä­ßig kon­trol­lie­ren

Lei­der gibt es im­mer wie­der Mit­be­wer­ber, die ger­ne ih­ren Kon­kur­ren­ten ein paar schäd­li­che Back­links „schen­ken“ – in der Hoff­nung, dass die­se im Ran­king fal­len. Die­ses Vor­ge­hen wird auch als ne­ga­ti­ves SEO be­zeich­net. Als Be­trof­fe­ner kann man sich da­ge­gen oft nur mit dem Di­s­avow Tool von Goog­le weh­ren.

Mit die­sem Tool kannst du der Such­ma­schi­ne mit­tei­len, dass be­stimm­te Links bei der Ran­king­ver­tei­lung nicht be­rück­sich­tigt wer­den sol­len.

Google Disavow Tool
Abb.: Über das Google Disavow Tool können Links, die nicht gelöscht werden können, bei Google gemeldet werden und werden dann nicht berücksichtigt.

Das Di­s­avow-Tool ist in der Re­gel kein Stan­dard­werk­zeug und nur für Aus­nah­me­fäl­le ge­dacht. Goog­le (John Muel­ler) stellt seit Jah­ren klar, dass ne­ga­ti­ves SEO durch frem­de Spam-Links kaum wirkt und die meis­ten Web­sites das Tool nicht be­nö­ti­gen, weil der Al­go­rith­mus (Pen­gu­in 4.0 in Echt­zeit, Spam­Brain) sol­che Links au­to­ma­tisch ent­wer­tet.

Fünf Tipps zur bes­se­ren Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung

1.) The­men­re­le­van­te Con­tent-Links sind stark
Back­links aus dem Fließ­text her­aus, die von ei­nem the­men­re­le­van­ten Con­tent um­ge­ben sind, sind sehr star­ke Links. Da­ge­gen sind Back­links aus der Si­de­bar oder aus dem Foo­ter mit gro­ßer Vor­sicht zu ge­nie­ßen, da die­se ei­nen eher ne­ga­ti­ven Ef­fekt ha­ben kön­nen.

2.) Gast­bei­trä­ge
Be­son­ders Blog­ger und Free­lan­cer kön­nen sich durch Gast­bei­trä­ge auf be­lieb­ten Sei­ten ei­nen Na­men ma­chen und da­durch star­ke Back­links ge­ne­rie­ren.
Wenn man al­ler­dings noch un­be­kannt in sei­ner Ni­sche ist, ist es lei­der nicht leicht, ei­nen Gast­ar­ti­kel ver­öf­fent­li­chen zu dür­fen. Da heißt es zu­nächst ein­mal Klin­ken put­zen ge­hen und sich be­liebt ma­chen bzw. Auf­merk­sam­keit er­zeu­gen. Mehr dazu fin­dest du auf un­se­rem Blog: Blog­ger out­reach und See­ding.

3.) Link­auf­bau für On­line-Shops
Klei­ne­re On­line-Shops ha­ben es oft schwer an gu­ten Back­links zu kom­men. Wie­so soll­te eine nam­haf­te Sei­te ei­nen x-be­lie­bi­gen Shop ver­lin­ken? Auf un­se­rem Blog ha­ben wir die bes­ten Stra­te­gien ein­mal zu­sam­men­ge­fasst: https://www.far­ben­tour.de/link­buil­ding-on­line­shops/

4.) Traf­fic
Rich­tig star­ke Links sind Links, über die auch Be­su­cher kom­men – es deu­tet sich an, dass dies Goog­le im­mer bes­ser er­kennt und sol­che Links be­son­ders stark ge­wich­tet!

5.) Tools ein­set­zen!
Die Off­Pa­ge Op­ti­mie­rung kann nur sinn­voll mit Tools funk­tio­nie­ren. Es gibt eine Viel­zahl an ver­schie­de­nen Tools, mit de­nen man Link­pro­fi­le ana­ly­sie­ren kann. Emp­feh­lens­wert sind

  • Ma­je­sc­tic.com
  • Link­re­se­arch­tools.com
  • Ah­refs.com

Off­Pa­ge-SEO in der Zu­kunft

Back­links blei­ben ein zen­tra­les Si­gnal: Mit ih­nen lässt sich Ver­trau­en si­gna­li­sie­ren, dass eine ver­link­te Web­site wirk­lich gut ist und dem User wei­ter­hilft. Web­mas­ter soll­ten sich dar­auf kon­zen­trie­ren, ein­zel­ne, star­ke Back­links auf­zu­bau­en, die Goog­le Ver­trau­en si­gna­li­sie­ren, und durch hoch­wer­ti­ge In­hal­te an­de­re Web­mas­ter zu über­zeu­gen. So ent­ste­hen na­tür­li­che Link­pro­fi­le, die Goog­le be­lohnt.

Statt von der „E-A-T-For­mel“ soll­te heu­te von E-E-A-T die Rede sein: Goog­le hat die Qua­li­ty-Ra­ter-Gui­de­lines im De­zem­ber 2022 um ein zwei­tes E für „Ex­pe­ri­ence“ (Er­fah­rung) er­wei­tert. E-E-A-T ist ein Be­wer­tungs­kon­zept der Qua­li­ty Ra­ter und kein di­rek­ter al­go­rith­mi­scher Ran­king­fak­tor.

Off­Pa­ge um­fasst über Links und Re­pu­ta­ti­on hin­aus auch un­ver­link­te Mar­ken­nen­nun­gen (Brand Men­ti­ons) und die Rol­le von Off­Pa­ge-Si­gna­len für KI-Ant­wor­ten bzw. Ge­ne­ra­ti­ve En­gi­ne Op­ti­miza­ti­on (GEO). Bei­de Aspek­te ge­win­nen zu­neh­mend an Be­deu­tung.

Drei häu­fi­ge Fra­gen zur Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung:

1.) Ist es ge­fähr­lich, vie­le Links auf ein­mal auf­zu­bau­en?
Zum Link­auf­bau soll­ten Platt­for­men wie Fi­verr, Ebay usw. ver­mie­den wer­den, da der Käu­fer nur schlech­te Links er­hält, die zu ei­ner Goog­le Pe­nal­ty füh­ren.

2.) Ist es sinn­voll, gar kein Off­Pa­ge-SEO zu be­trei­ben?
Vie­le Web­mas­ter sind so ver­un­si­chert, dass sie gar kei­ne Links mehr set­zen und der Mär Glau­ben schen­ken, dass man auch ohne Back­links sehr gute Ran­kings er­zie­len kann. Theo­re­tisch ist das mög­lich, aber in der Pra­xis funk­tio­niert das nur sehr schwer. Des­we­gen soll­te für bes­se­re Ran­king­er­geb­nis­se stets auch der Link­auf­bau beim SEO be­rück­sich­tigt wer­den, um op­ti­ma­le Er­geb­nis­se zu er­zie­len. Wer die Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung ver­nach­läs­sigt, ver­schenkt sehr viel Po­ten­zi­al.

3.) Ist es sinn­voll, das Mit­be­wer­ber-Link­pro­fil nach­zu­bau­en?
Zu glau­ben, dass der Kon­kur­rent ganz vor­ne steht, nur weil er be­stimm­te Links ge­setzt hat, ist ein gro­ßer Feh­ler. Vie­le ver­su­chen, die Link­pro­fi­le nach­zu­bau­en und flie­gen dann auf die Nase, weil der Kon­kur­rent die­ses Pro­fil vor Jah­ren auf­ge­baut hat und sie jetzt wie­der die glei­chen al­ten Links set­zen. So blöd ist Goog­le eben nicht und ent­deckt den Trick. Au­ßer­dem kannst du nicht wis­sen, ob der Kon­kur­rent sein Link­pro­fil mit­tels des Di­s­avow Tools von Goog­le be­rei­nigt hat und du ver­se­hent­lich schlech­te Links zu dei­ner Sei­te auf­baust.

Quellen

SEO- & GEO-Check

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