Was ist On­Page-Op­ti­mie­rung? De­fi­ni­ti­on & Um­set­zung

Aktualisiert: 27. Mai 2026 · ca. 12 Min. Lesezeit · farbentour.de bevorzugen

Die On­Page-Op­ti­mie­rung ist ein Teil der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung und be­inhal­tet alle Maß­nah­men der Op­ti­mie­rung, die auf der Web­site selbst durch­ge­führt wer­den. Das Ge­gen­stück dazu ist die Off­Pa­ge Op­ti­mie­rung, die sämt­li­che Maß­nah­men au­ßer­halb der Web­site, wie den Link­auf­bau, be­inhal­tet.

Onpage Optimierung Definition

Die On­Page-Op­ti­mie­rung ist in drei gro­ße Tei­le un­ter­glie­dert:

  • tech­ni­sche,
  • in­halt­li­che und
  • struk­tu­rel­le An­pas­sun­gen.

Ziel der On­Page-Maß­nah­men ist es, die Web­site so zu ge­stal­ten, dass die Such­ma­schi­nen sie best­mög­lich ver­ste­hen und sie zu re­le­van­ten Such­be­grif­fen von der Ziel­grup­pe ge­fun­den wird.

Wich­ti­ge Ele­men­te bei der On­Page-Op­ti­mie­rung

Die Op­ti­mie­rung um­fasst tech­ni­sche Maß­nah­men (z. B. La­de­zei­ten), die Er­stel­lung re­le­van­ter Tex­te nach dem Search In­tent von Key­words und die An­pas­sung der In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur. Sie deckt da­mit ein gro­ßes Ge­biet an Ein­zel­maß­nah­men ab.

Ein ei­ge­ner tech­ni­scher On­Page-Bau­stein sind die Core Web Vi­tals. Sie mes­sen die Nut­zer­er­fah­rung über drei Wer­te: Lar­gest Con­tentful Paint (LCP) für die La­de­zeit des größ­ten sicht­ba­ren Ele­ments, In­ter­ac­tion to Next Paint (INP) für die Re­ak­ti­ons­schnel­lig­keit (seit März 2024 an­stel­le von FID) und Cu­mu­la­ti­ve Lay­out Shift (CLS) für die vi­su­el­le Sta­bi­li­tät. Als be­stä­tig­tes Page-Ex­pe­ri­ence-Si­gnal ge­hö­ren sie in je­den ak­tu­el­len On­Page-Leit­fa­den.

Meta Tags op­ti­mie­ren

Mit den Meta Tags kann den Such­ma­schi­nen ers­te In­for­ma­tio­nen über die In­hal­te auf ei­ner Web­site mit­ge­teilt wer­den. Da­bei gibt es ver­schie­de­ne Meta Tags, die un­ter­schied­li­che Ge­wich­tung bei der Op­ti­mie­rung ha­ben. Zu den SEO-re­le­van­ten Meta Tags ge­hö­ren un­ter an­de­rem:

  • Title Tag / Meta Title
  • Meta De­scrip­ti­on

Title Tag und Meta De­scrip­ti­on

Der Title gibt den Sei­ten­ti­tel ei­ner Web­sei­te (URL) an. Die Meta De­scrip­ti­on ist die da­zu­ge­hö­ri­ge Be­schrei­bung. Jede URL soll­te ei­nen ein­zig­ar­ti­gen Title und De­scrip­ti­on ha­ben, bei­de zu­sam­men kön­nen als SERP Snip­pet be­zeich­net wer­den. Die­se wer­den in den Such­ergeb­nis­sen der Such­ma­schi­nen dar­ge­stellt.

Die Län­ge des Titles soll­te 65 Zei­chen nicht über­schrei­ten. Ist der Title zu lang, kann es sein, dass Goog­le die­sen nur ver­kürzt an­zeigt. Al­ler­dings wird die Län­ge von Goog­le selbst nicht über die Zei­chen­län­ge be­stimmt, son­dern über eine Pi­xel­brei­te. Die Meta De­scrip­ti­on soll­te nicht mehr als 200 Zei­chen um­fas­sen.

Der Title und die De­scrip­ti­on sind das Ers­te, was Such­ma­schi­nen-Be­su­cher von ei­ner Web­site se­hen. Sie sind so­zu­sa­gen dein Aus­hän­ge­schild in den Such­ma­schi­nen. Da­her soll­te man ei­nen Title und De­scrip­ti­on für jede URL wäh­len, der den Be­su­cher zum Kli­cken ani­miert. Das AIDA-Prin­zip hat sich bei der Er­stel­lung von gu­ten Title/De­scrip­ti­on, die be­son­ders oft ge­klickt wer­den, be­währt.

Zum op­ti­ma­len Title und De­scrip­ti­on:

  • At­ten­ti­on: Der Title soll­te die Auf­merk­sam­keit auf sich len­ken.
  • In­te­rest: Der Title soll­te das In­ter­es­se der Such­ma­schi­nen-Be­su­cher we­cken.
  • De­si­re: Der Wunsch, die In­for­ma­tio­nen, die sich auf der Web­site be­fin­den, zu er­fah­ren.
  • Ac­tion: Der Be­su­cher klickt in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen auf die Web­sei­te.

Emo­tio­na­le An­spra­che mit dem Auf­zei­gen von Vor­tei­len stellt ei­nen gu­ten Title und De­scrip­ti­on dar, der oft ge­klickt wird. Zu ver­mei­den gilt es sinn­lo­se An­ein­an­der­rei­hung von Key­words im Title.

  • Das Haupt­key­word, zu dem die URL gut ge­fun­den wer­den soll, an die ers­te Stel­le set­zen
  • Nicht zu vie­le Key­words, max. 2 Key­words pro Title/De­scrip­ti­on
  • Vie­le USP (Al­lein­stel­lungs­merk­ma­le) ein­bau­en. Ein USP soll­te im­mer hin­ter dem Key­word im Title sein, der eine kon­kre­te Aus­sa­ge trifft, z. B. “über 250 Fi­lia­len deutsch­land­weit”,“gro­ße Aus­wahl” oder “güns­ti­ge Prei­se”
  • Kei­ne lee­ren Wer­be­ver­spre­chun­gen, den Be­su­cher nicht ent­täu­schen
  • Jede URL soll­te ein ein­zig­ar­ti­ges Snip­pet ha­ben

Bei­spiel:

SERP Preview
Abb.: Nach dem Keyword im Title und in der Description kommen mehrere USPs, wie -20% Rabatt, große Auswahl, bester Kundenservice. Zum Ende folgt ein Handlungsaufruf mit „hier klicken“.

Auf https://www.sis­trix.de/serp-snip­pet-ge­ne­ra­tor/ kann Title und De­scrip­ti­on ge­tes­tet und per­fek­tio­niert wer­den.

Meta Key­words

Meta Key­words wer­den von Goog­le nicht be­rück­sich­tigt. Hier­für soll­te kei­ne Auf­merk­sam­keit und Ar­beit in­ves­tiert wer­den.

Mit dem Klick wird das Video von YouTube geladen. Dabei werden Daten an Google übertragen. Datenschutzerklärung

Ro­bots.txt

Die Ro­bots.txt ist eine Text­da­tei mit der man Such­ma­schi­nen-Bots Be­feh­le zur Web­site ge­ben kann, um z. B. be­stimm­te Be­rei­che nicht aus­zu­le­sen und zu in­de­xie­ren. Feh­ler, kön­nen hier Ran­kings ge­fähr­den, wenn Such­ma­schi­nen-Craw­ler fälsch­li­cher­wei­se aus­ge­schlos­sen wer­den.

Mit dem Be­fehl „di­s­al­low“ wer­den den Bots der Such­ma­schi­nen be­stimm­te Pfa­de ei­ner Web­site ge­sperrt.

Bei der On­Page-Op­ti­mie­rung ist es da­her wich­tig, die Ro­bots.txt zu über­prü­fen, um KEI­NE wich­ti­gen Such­ma­schi­nen vom In­de­xie­ren der Web­site aus­zu­schlie­ßen.

Struk­tu­rier­te Da­ten (sche­ma.org)

Struc­tu­red Data hel­fen den Such­ma­schi­nen da­bei, In­for­ma­tio­nen, die sich auf ei­ner Web­site be­fin­den, bes­ser zu ver­ste­hen. Mit struk­tu­rier­ten Da­ten hat man die Mög­lich­keit, zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen zu über­mit­teln und die­se in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen an­zei­gen zu las­sen. Bei­spie­le:

Ver­an­stal­tun­gen

Google-Suchergebnis mit strukturierten Daten für Veranstaltungen

Ster­ne-Be­wer­tun­gen, Preis­span­ne

Google-Suchergebnis eines Hotels mit Sterne-Bewertung und Preisspanne

Re­zep­te

Google-Suchergebnis mit strukturierten Daten für ein Rezept

Nach­rich­ten-Ar­ti­kel

Google-Suchergebnis mit strukturierten Daten für einen Nachrichtenartikel

Es kann über ver­schie­de­ne Ar­ten struk­tu­rier­te Da­ten im­ple­men­tiert wer­den – bei­spiels­wei­se über den Goog­le Tag Ma­na­ger.

Sche­ma.org ist eine Art Über­set­zung für struk­tu­rier­te Da­ten, mit de­nen man In­for­ma­tio­nen über­mit­teln kann. Da­mit Sche­ma.org ein­ge­setzt wer­den kann, wird eine Spra­che be­nö­tigt, wie z. B. JSON-LD, da­mit die­se bspw. von Goog­le ge­le­sen wer­den kann. Nicht alle Such­ma­schi­nen kön­nen JSON-LD kom­plett aus­le­sen und spie­len man­che In­for­ma­tio­nen nicht aus.

Auf https://va­li­da­tor.sche­ma.org/ kann man über­prü­fen, ob die im­ple­men­tier­ten Da­ten rich­tig funk­tio­nie­ren. Goog­le hat be­stä­tigt, dass sie durch struk­tu­rier­te Da­ten Web­sites bes­ser ver­ste­hen, die­se je­doch kein di­rek­ter Ran­king­fak­tor dar­stel­len.

XML Site­map

Eine XML-Site­map kann als eine Art In­halt­ver­zeich­nis ei­ner Web­site ver­stan­den wer­den. Da­mit kön­nen die Such­ma­schi­nen-Craw­ler bes­ser alle Sei­ten ei­ner Web­site fin­den und in­de­xie­ren. Über die Goog­le-Search-Con­so­le kann die Adres­se der Site­map ein­ge­tra­gen wer­den, um si­cher­zu­stel­len, dass die­se auch ge­fun­den wird. Die meis­ten CMS-Sys­te­me bie­ten Plug­ins an, da­mit eine Site­map au­to­ma­tisch er­stellt wird.

Bei Word­Press kön­nen das Plug­in Yo­ast SEO oder das Plug­in Goog­le XML Site­maps die­se Funk­ti­on über­neh­men. Es ist wich­tig dar­auf zu ach­ten bei der Site­map, dass dort nur Sei­ten sind, die auch in­de­xier­bar sind und kei­ne Sei­ten auf­ge­nom­men wer­den, die auf no­in­dex ste­hen ODER die mit­tels Ro­bots.txt ge­blockt wer­den.

Be­son­ders gro­ße Web­site (>10.000 URLs) soll­ten eine Site­map.xml ha­ben und die­se in der Search Con­so­le ein­ge­tra­gen wer­den. Jede Such­ma­schi­ne gibt teil­wei­se ver­schie­de­ne Vor­ga­ben bei Site­maps. Goog­le kann nur Site­maps mit max. 50.000 URLs ver­ar­bei­ten bzw. mit ei­ner max. Da­tei­grö­ße von 50 MB. Al­les dar­über soll­te in meh­re­re Site­maps auf­ge­teilt wer­den.

Con­tent

Goog­le ist eine Voll­text­such­ma­schi­ne. Das be­deu­tet, es muss mit den In­hal­ten der Web­site der Such­ma­schi­ne zu ver­ste­hen ge­ben, zu wel­chen Such­be­grif­fen die­se re­le­vant ist. Und zwar so re­le­vant, dass die Such­ma­schi­ne die­se mög­lichst weit vorn in den Such­ergeb­nis­sen plat­ziert.

Re­le­vanz schaf­fen: Key­word-Dich­te und TF*IDF-Ana­ly­se

Da­bei kön­nen die Key­word-Dich­te und eine Term­ge­wich­tungs-Ana­ly­se (WDF*IDF / TF*IDF) hel­fen, die Re­le­vanz ei­nes Ar­ti­kels zu ei­nem Key­word her­zu­stel­len.

Bei der Key­word-Dich­te geht es dar­um, das Haupt­key­word im Ver­hält­nis zum Ge­samt­text oft ge­nug zu er­wäh­nen. Die­se Tech­nik gilt je­doch als über­holt – rei­ne Key­word-Wie­der­ho­lun­gen brin­gen we­nig und kön­nen bei Über­trei­bung zu Ran­king­ver­lus­ten füh­ren.

WDF*IDF zeigt, wel­che wei­te­ren Be­grif­fe ne­ben dem Key­word ein­ge­baut wer­den soll­ten, um als re­le­vant zu gel­ten (für „Wasch­ma­schi­ne re­pa­rie­ren“ z. B. „Trom­mel“, „Re­pa­ra­tur­ser­vice“, „Pum­pe“).

Termlabs.io: Beispiel Berechnung TF*IDF
Abb. Termlabs.io: Beispiel Berechnung TF*IDF

TF*IDF wird von ei­ni­gen SEOs kri­tisch ge­se­hen: Mit ho­her Wahr­schein­lich­keit räumt Goog­le Tf*IDF nur noch eine ge­rin­ge Wer­tig­keit ein, da die­ser Wert zu leicht zu ma­ni­pu­lie­ren ist.

Statt der be­sag­ten Key­word-Dich­te und TF*IDF zu op­ti­mie­ren, soll­te die Con­tent-Op­ti­mie­rung aus­schließ­lich auf den Nut­zer aus­ge­rich­tet sein. Was ist die Such­in­ten­ti­on des Nut­zers, wel­che Pro­ble­me hat er und wie sieht die bes­te Lö­sung dazu aus?

Con­tent-De­sign

Die Struk­tur des Tex­tes ist wich­tig: Die meis­ten Be­su­cher scan­nen Tex­te und fan­gen erst dann an zu le­sen. Eine rei­ne Text­wüs­te ohne Struk­tu­ren wird nicht gern ge­le­sen und ge­nau das kann ne­ga­ti­ve Fol­gen für die Ran­kings ha­ben. Da­her muss der Text gut de­signt und struk­tu­riert sein:

  • Ge­nü­gend Ab­sät­ze, nach ca. 4–6 Zei­len kommt ein Ab­satz
  • Meh­re­re Zwi­schen­über­schrif­ten, eine H1 pro Sei­te
  • Bul­let­points, Auf­zäh­lun­gen
  • Fett­mar­kie­rung von wich­ti­gen Be­grif­fen (nicht über­trei­ben)
  • De­fi­ni­tio­nen und wich­ti­ge Aus­sa­gen op­tisch her­vor­he­ben
  • Bil­der, Vi­de­os, Ta­bel­len und Gra­fi­ken und vie­les mehr lo­ckern das Le­sen eben­falls auf

Such­in­ten­ti­on tref­fen

Da­mit In­hal­te eine Chan­ce ha­ben, gut ge­fun­den zu wer­den und das zu lie­fern, wo­nach der Nut­zer sucht, soll­te die Such­in­ten­ti­on für je­des Key­word be­rück­sich­tigt wer­den. Die Such­in­ten­ti­on ist die „Such­ab­sicht“, mit der der Nut­zer bei der Such­ma­schi­ne ei­nen Be­griff ein­gibt. Da­bei wird nach ver­schie­de­nen Such­ab­sich­ten un­ter­schie­den:

  1. Trans­ak­ti­ons­ge­trie­be­ne Key­words: Die­se kön­nen z. B. Such­be­grif­fe mit dem Zu­satz „kau­fen“, „be­stel­len“ oder „down­loa­den“ sein. Häu­fig kön­nen sol­che Such­an­fra­gen auch kom­mer­zi­el­le Such­an­fra­gen sein, be­son­ders bei Be­grif­fen wie „güns­ti­ger kau­fen“ oder „on­line kau­fen“.
  2. In­for­ma­ti­ons­ge­trie­be­ne Key­words: Hier sucht der Nut­zer nach Ant­wor­ten und Lö­sun­gen zu sei­nen Pro­ble­men. So­ge­nann­te W-Fra­gen sind oft in­for­ma­ti­ons­ge­trie­ben, z. B. Was tun ge­gen Pi­ckel?
  3. Brand Key­words: Hier gibt der Su­chen­de den Na­men der Fir­ma oder die der Do­main des Un­ter­neh­mens ein.
  4. Na­vi­ga­ti­ons­ge­trie­be­ne Key­words: Ähn­lich wie bei Brand Key­words wird hier nur nach be­stimm­ten Be­rei­chen ei­ner Do­main ge­sucht, z. B. Za­lan­do Kun­den­ser­vice Te­le­fon­num­mer. Die Do­main ist be­kannt, aber nicht die spe­zi­el­le Un­ter­sei­te.

Ein gu­ter Hin­weis, was zum je­wei­li­gen Key­word ge­sucht wird, ist es (ein­fach, aber ef­fek­tiv), sich die TOP 10 bei Goog­le an­zu­schau­en. Wel­che Er­geb­nis­se spielt die Such­ma­schi­ne aus? Hier kann schnell die Such­in­ten­ti­on be­stimmt wer­den und die ei­ge­nen In­hal­te kön­nen an­ge­passt wer­den.

Das Pan­da Up­date

Das Pan­da Up­date von Goog­le (das ers­te Up­date er­schien im Fe­bru­ar 2011) ist ein Up­date, das sich ge­gen Web­sites mit min­der­wer­ti­gen In­hal­ten rich­tet. Sol­che Web­sites sind z. B. sol­che, die nur sehr we­ni­ge Tex­te ha­ben.

Es gibt hier kei­ne Min­dest­an­zahl an Wor­ten. Als gro­ber Richt­wert kann ich dir eine Min­dest­zahl von 500 Wör­tern pro URL an die Hand ge­ben. Ein Text über Chris­toph Ko­lum­bus soll­te deut­lich mehr Wör­ter ha­ben. Eine lang­wei­li­ge Kon­takt­sei­te mit ei­nem Kon­takt­for­mu­lar be­nö­tigt kei­ne 500 Wör­ter. Für Web­mas­ter emp­fiehlt sich fol­gen­de Punk­te bei der Tex­terstel­lung zu ver­mei­den:

  • Thin con­tent (zu we­nig In­halt/Text)
  • Con­tent ohne Mehr­wert, Lö­sun­gen oder Un­ter­hal­tung für den Le­ser
  • In­halt­lich kom­plett fal­sche Tex­te (kei­ne Un­wahr­hei­ten ver­brei­ten)
  • Un­les­ba­re, rei­ne Text­wüs­ten
  • Zu vie­le Recht­schreib- und Gram­ma­tik­feh­ler
  • Kei­ne Tex­te von an­de­ren ko­pie­ren (sie­he un­ten Du­pli­ca­te-Con­tent-Pro­ble­ma­tik)

Emp­feh­lun­gen von Goog­le

In ei­nem Blog­bei­trag auf dem Goog­le Web­mas­ter­blog von Dan­ny Sul­li­van am 01.08.2019 wird er­läu­tert, wel­che An­for­de­run­gen die In­hal­te er­fül­len müs­sen, um als qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge In­hal­te an­ge­se­hen zu wer­den (und da­mit best­mög­li­che Chan­cen auf gute Ran­kings ha­ben):

  • Der In­halt muss ori­gi­nel­le In­for­ma­tio­nen, Be­rich­te, For­schun­gen oder Ana­ly­sen ha­ben
  • Der In­halt soll­te eine sub­stan­ti­el­le, voll­stän­di­ge oder um­fas­sen­de Be­schrei­bung des The­mas sein
  • Der In­halt bie­tet auf­schluss­rei­che Ana­ly­sen oder in­ter­es­san­te In­for­ma­tio­nen, die nicht of­fen­sicht­lich sind
  • Wenn der In­halt auf an­de­ren Quel­len ba­siert, muss ver­mie­den wer­den, die­se Quel­len ein­fach zu ko­pie­ren oder um­zu­schrei­ben, und statt­des­sen ein er­heb­li­cher Mehr­wert und Ori­gi­na­li­tät er­zielt wer­den
  • Die Über­schrift und der Sei­ten­ti­tel sol­len eine be­schrei­ben­de und hilf­rei­che Zu­sam­men­fas­sung des In­halts lie­fern
  • Die Über­schrift und der Sei­ten­ti­tel soll­ten nicht über­trie­ben oder scho­ckie­rend wir­ken (Stich­wort: Click­bait) und den Nut­zer in die Irre füh­ren.
  • Der Con­tent muss so gut sein, dass an­de­re frei­wil­lig die­sen ver­lin­ken und/oder mit Ih­ren Freun­den tei­len und die­sen wei­ter­emp­feh­len.
  • Der In­halt muss so gut sein, dass die­ser auch in Zeit­schrif­ten, En­zy­klo­pä­dien oder in Bü­chern zu fin­den sein wür­de

Aber nicht nur der Con­tent muss gut sein, es müs­sen kla­re Ver­trau­ens-Si­gna­le, die für aus­ste­hen­de dar­auf schlie­ßen, dass der In­halt gut und or­dent­lich re­cher­chiert ist und glaub­haft ist:

  • Kla­re Quel­len­an­ga­ben, Be­le­ge über die Fach­kennt­nis­se des Au­tors und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen über die­sen (Au­toren­box).
  • Der Le­ser muss er­ken­nen kön­nen, dass der Au­tor als Au­to­ri­tät auf sei­nem Ge­biet an­er­kannt wird.
  • Der In­halt muss von ei­nem Ex­per­ten oder En­thu­si­as­ten stam­men, der nach­weis­lich sich mit dem The­ma gut aus­kennt
  • Der In­halt muss frei von leicht über­prüf­ba­ren sach­li­chen Feh­lern sein
  • Der Le­ser muss so viel Ver­trau­en ha­ben in den Au­tor, dass die­ser auch bei Fra­gen, zu Geld oder zum Le­ben (Your Mo­ney Your Life = YMYL Web­sites) des Le­sern ger­ne die­sem In­halt an­ver­trau­en. Durch die Ein­füh­rung des E-A-T Mo­dells von Goog­le zur bes­se­ren Ein­ord­nung von ver­trau­ens­wür­di­gen In­hal­ten und Web­sites sind die auf­ge­zähl­ten Ver­trau­ens­si­gna­le sehr wich­tig.

Nicht nur vom Au­tor müs­sen Ver­trau­ens­si­gna­le da sein, son­dern der Con­tent an sich muss gut prä­sen­tiert wer­den auf der Web­site, dazu gibt Goog­le fol­gen­de Emp­feh­lun­gen:

  • Der In­halt muss frei von Recht­schreib- oder Stil­feh­lern sein
  • Der In­halt muss gut pro­du­ziert sein und dem­entspre­chend an­spre­chend prä­sen­tiert wer­den auf der Web­site. Schlam­pi­ge oder has­ti­ge Feh­ler deu­ten auf eine schlech­te Qua­li­tät
  • Wenn die In­hal­te wir­ken als wä­ren die­se mas­sen­haft von ei­ner gro­ßen An­zahl von Au­toren pro­du­ziert wor­den und ent­spre­chend we­nig Zeit in die Qua­li­tät des Cont­ents ge­steckt wor­den
  • Der Con­tent muss schnell zu fin­den sein und ohne gro­ße Wer­bung über­la­gert wer­den oder an­de­ren Stör­ele­men­ten.
  • Der Con­tent muss auch auf mo­bi­len Ge­rä­ten gut les­bar sein

Zum Ab­schluss lie­fert Goog­le noch fol­gen­de Emp­feh­lun­gen über ver­glei­chen­de Fra­gen:

  • Der Con­tent muss im Ver­gleich zu an­de­ren Sei­ten in den Such­ergeb­nis­sen ei­nen er­heb­li­chen Mehr­wert an In­for­ma­tio­nen lie­fern
  • Der Text darf nicht den Ein­druck er­we­cken, dass hier eine Über­op­ti­mie­rung statt­ge­fun­den hat, nur da­mit die­ser best­mög­lich in den Such­ma­schi­nen ge­fun­den wird. Der Con­tent soll aus­schließ­lich für den Le­ser ge­schrie­ben wor­den sein.

Bei der Op­ti­mie­rung von Tex­ten ist es sinn­voll sich kom­plett auf die Be­su­cher zu fo­kus­sie­ren und die­se mit den Tex­ten auf der Web­site ei­nen ech­ten Mehr­wert, un­ter­hal­tung und Pro­blem­lö­sung an­zu­bie­ten. Goog­le ist zu schlau ge­wor­den und es ist nicht rat­sam ir­gend­wel­che Tricks zu ver­su­chen.

Du­pli­ca­te Con­tent

Es soll­ten kei­ne In­hal­te dop­pelt oder mehr­fach auf ver­schie­de­nen URLs lie­gen ha­ben. So et­was kann als Du­pli­ca­te Con­tent be­trach­tet wer­den und kann un­ter Um­stän­den Ran­kings ge­fähr­den. Da­her soll­te man kei­ne In­hal­te auf ver­schie­de­ne URLs mehr­fach ver­öf­fent­lich­ten oder gar frem­de Tex­te von an­de­ren Quel­len ko­pie­ren.

Das größ­te Pro­blem ist hier­bei für Goog­le, zu er­ken­nen, wel­che URL von den dop­pel­ten In­hal­ten re­le­vant ist. Un­ter Um­stän­den ran­ken dann kei­ne von den URLs. Auch sind dop­pel­te In­hal­te ein Zei­chen von schlecht ge­pfleg­ten Web­sites, die eben­falls nur we­nig Ver­trau­en von Goog­le er­hal­ten.

Auf http://www.site­li­ner.com/ kann über­prüft wer­den ob eine Web­site Du­pli­ca­te Con­tent Pro­ble­me hat.

Siteliner-Auswertung für farbentour.de mit einer Tabelle der Seiten mit doppelten Inhalten
Siteliner-Detailansicht eines Blogbeitrags: farbig markierte Textpassagen, die auch auf anderen Unterseiten vorkommen

In­de­xie­rungs­ma­nage­ment

Die Häu­fig­keit und die Dau­er des Craw­ling durch den Goog­le-Bot sind li­mi­tiert. Das be­deu­tet, dass eine in­halts­ar­me Web­site mit vie­len tech­ni­schen Feh­lern durch­aus sel­te­ner ge­crawlt wird als Web­sites, die sau­ber auf­ge­baut sind und ei­nen ho­hen Nut­zen für ihre Be­su­cher ha­ben.

Es soll­ten da­her nur re­le­van­te Sei­ten in­de­xier­bar und al­les tech­nisch sau­ber sein:

  • In­halts­ar­me Sei­ten, wie z. B. „Wir wün­schen un­se­ren Kun­den ein fro­hes neu­es Jahr 2016“ (oder äl­ter) kön­nen ge­löscht wer­den. Auch wenn der 10. Mit­ar­bei­ter ein­ge­stellt wird – ei­nen Blog­bei­trag mit 20 Wör­tern dar­aus zu ma­chen, sieht Goog­le und die meis­ten Le­ser als nutz­los an. Faust­re­gel: Alle Sei­ten, die laut Key­word-Re­cher­che kein Such­vo­lu­men auf­wei­sen und da­mit kei­ne Such­in­ten­ti­on er­fül­len, soll­te über­prüft wer­den, ob die­se bes­ser ge­löscht wer­den.
  • Sei­ten, die kei­ne Such­in­ten­ti­on ha­ben, aber nicht ge­löscht wer­den kön­nen, wie z. B. das Im­pres­sum, eine Kon­takt­sei­te usw., soll­ten auf no­in­dex,fol­low ge­setzt wer­den. Hier weiß Goog­le dann so­fort, dass sol­che Sei­ten nicht re­le­vant für ih­ren Such­in­dex sind.
  • Sei­ten mit Fil­ter-Funk­tio­nen: Ins­be­son­de­re On­line-Shops ha­ben oft Sei­ten mit un­zäh­li­gen Fil­ter­va­ri­an­ten und da­durch eine deut­lich hö­he­re An­zahl an URLs. Da­mit im­mer die rich­ti­gen URLs von Goog­le in­de­xiert wer­den, hilft das so­ge­nann­te Post-Re­di­rect-Get-Pat­tern. Durch die­se Me­tho­de kön­nen vom Goog­le-Bot deut­lich we­ni­ger URLs aus­ge­le­sen wer­den, als wenn Sei­ten über Ca­no­ni­cal Tags oder No­in­dex,fol­low-At­tri­bu­te mar­kiert wer­den. Dies hilft bei gro­ßen Sei­ten mit be­son­ders vie­len URLs, die bei­spiels­wei­se dy­na­misch ge­ne­riert wer­den enorm, Craw­ler-Bud­get zu spa­ren.
  • Bro­ken Links – Sei­ten mit Links zu nicht mehr vor­han­de­nen Sei­ten (egal ob in­tern oder ex­tern) soll­ten be­ho­ben wer­den. Sol­che Feh­ler kön­nen schnell ein sau­be­res Aus­le­sen durch die Craw­ler er­schwe­ren.
  • Alle URLs ei­ner Web­site soll­ten ei­nen sau­be­ren Sta­tus-Code ha­ben (200). Sons­ti­ge Sta­tus-Codes wie ein 404 Er­ror (Sei­te nicht vor­han­den) soll­ten ver­mie­den wer­den.
  • In­ter­ne Links kön­nen bei der On­Page-Op­ti­mie­rung sehr ent­schei­dend sein. Ver­lin­ke wich­ti­ge Sei­ten, zu de­nen du gut ge­fun­den wer­den willst, mög­lichst häu­fig und pro­mi­nent auf der Web­site, z. B. im Menu, re­gel­mä­ßig im Fließ­text usw. Al­les Wei­te­re über In­ter­ne Links fin­dest du hier auf dem SEO-Blog.
  • Al­les, was kei­ne Such­in­ten­ti­on hat und nicht ge­braucht wird lö­schen!
  • URLs, die nicht ge­löscht wer­den kön­nen, wie Kon­takt­sei­te, Im­pres­sum, Da­ten­schutz usw. auf no­in­dex,fol­low set­zen
  • In­ter­ne Links: Bro­ken Links stö­ren Crawl­bar­keit (aus­ge­hen­de und in­ter­ne)
  • Crawl­feh­ler prü­fen und be­he­ben über die Goog­le Search Con­so­le
  • Sta­tus Codes al­ler URLs soll­te 200 sein (kei­ne 4er, 5er)
  • In­ter­ne Wei­ter­lei­tun­gen und Wei­ter­lei­tungs­schlei­fen (Re­di­rects) ver­mei­den
  • Sei­ten­ebe­nen­ver­tei­lung / Sei­ten­ar­chi­tek­tur: Mit wie vie­len Klicks er­rei­chen Be­su­cher eine be­stimm­te URL? Je wich­ti­ger die URL, des­to we­ni­ger Klicks soll­ten es sein

Ver­bo­te­ne Tricks:

Ver­bo­te­ne Tech­ni­ken oder auch Black-Hat-SEO-Tricks bei der On­Page-Op­ti­mie­rung an­zu­wen­den, sind mit ei­nem enor­men Ri­si­ko ver­bun­den und soll­ten nicht mehr zum Ein­satz kom­men:

  • Tricks, die frü­her funk­tio­niert ha­ben, wie das häu­fi­ge / pe­ne­tran­te Wie­der­ho­len von Key­words (Key­word-Spam), füh­ren zu ei­nem Goog­le Pe­nal­ty.
  • Nut­zer und Such­ma­schi­ne in die Irre füh­ren, durch bei­spiels­wei­se ver­steck­te In­hal­te (wei­ße Schrift auf wei­ßem Hin­ter­grund) sind eben­falls zu ver­mei­den.
  • Door­way Pa­ges und sons­ti­ge Black Hat SEO Tricks, die den Such­ma­schi­nen-Craw­ler aus­trick­sen wol­len, soll­te ver­mie­den wer­den, da die­se frü­her oder spä­ter er­kannt wer­den von Goog­le.

FAQ: Häu­fi­ge Fra­gen zur On­Page-Op­ti­mie­rung

Hier die Ant­wor­ten zu häu­fi­gen Fra­gen über die On­Page-Op­ti­mie­rung.

Wel­ches CMS (Con­tent Ma­nage­ment Sys­tem) be­vor­zugt Goog­le?
  • Goog­le be­vor­zugt kein be­stimm­tes CMS.
Ja­va­Script und SEO – kann das funk­tio­nie­ren?
  • Den Such­ma­schi­nen fällt es im­mer noch schwer, Ja­va­Script kor­rekt aus­zu­le­sen. Ich kann Java-Script-Web­sites nicht emp­feh­len, falls mit so ei­ner Web­site mög­lichst viel Traf­fic über Such­ma­schi­nen er­reicht wer­den soll.
Hat eine SSL-/HTTPS-Ver­schlüs­se­lung Vor­tei­le?
  • Die Ver­schlüs­se­lung ei­ner Web­site durch ein Si­cher­heits­zer­ti­fi­kat sen­det ein zu­sätz­li­ches Ver­trau­ens­si­gnal an Nut­zer und Ma­schi­ne. Seit es das kos­ten­lo­se SSL-Zer­ti­fi­kat „Let’s En­crypt“ gibt, soll­te kein Web­mas­ter mehr dar­auf ver­zich­ten.
Ist Text/Code-Ra­tio ein Ran­king­fak­tor?
  • Die Text/Code-Ra­tio drückt aus, wie viel Text im Ver­hält­nis zum Code (Sei­ten­quel­le­text) auf ei­ner Sei­te ist. Es gibt Quel­len, die be­haup­ten, eine zu gro­ße An­zahl an Code im Ver­hält­nis zu Text sei ein ne­ga­ti­ver Ran­king­fak­tor. Dies kann ich nicht be­stä­ti­gen. Über­legt man, dass Vi­deo-Sei­ten und an­de­re sehr Code-las­ti­ge Web­sites auch gute Ran­kings ha­ben kön­nen, kann die Text/Code-Ra­tio ver­nach­läs­sigt wer­den.
Was ma­chen bei Web­sites mit meh­re­ren Spra­chen?
  • Gibt es ver­schie­de­ne Sprach­ver­sio­nen auf dei­ner Web­site, musst du die­se Spra­che über die At­tri­bu­te rel=“al­ter­na­te“ hre­flang=“x“ aus­zeich­nen. Zu­sätz­lich kannst du die Sprach­ver­sio­nen über die Search Con­so­le an­mel­den.
Sub­do­main vs. Ver­zeich­nis – was ist sinn­vol­ler?
  • Ein Ver­zeich­nis ist im­mer ei­ner Sub­do­main vor­zu­zie­hen, da Sub­do­mains wie eine ei­gen­stän­di­ge Web­site be­han­delt wer­den.
Zu vie­le Feh­ler im Sei­ten­quell­text – ist das schlimm?
  • Der Sei­ten­quell­text soll­te feh­ler­frei sein. Klei­ne­re Feh­ler sind nicht schlimm, aber meh­re­re hun­dert Feh­ler kön­nen sich ne­ga­tiv aus­wir­ken.
Ist die mo­bi­le Dar­stel­lung wich­tig?
  • Wenn du kei­ne op­ti­mier­te Web­site für die mo­bi­len End­ge­rä­te hast, ist der Zug an dir seit Jah­ren schon vor­bei­ge­rast… In Zei­ten von Mo­bi­le first soll­ten Web­sites heut­zu­ta­ge auf die mo­bi­len End­ge­rä­te wie Han­dys oder Ta­blets op­ti­miert sein! Im­mer mehr User ge­hen über sol­che Ge­rä­te ins In­ter­net und sit­zen we­ni­ger vor dem Desk­top-PC. Goog­le hat durch Ein­füh­rung des mo­bil first in­dex klar ge­zeigt, dass jede Web­site für mo­bi­le Ge­rät op­ti­miert sein.

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