Was ist SEO?
Einführung in die
Suchmaschinen­optimierung (2026)

Zuletzt aktualisiert: 10.02.2026
ca. 19 Minuten Lesezeit

Such­maschinen­optimierung (SEO) ist ein zentraler Bestandteil im Online-Marketing, doch die SEO-Welt befindet sich im Wandel. Chat-KIs und neue Such­maschinen verändern den Markt grundlegend.

Was SEO genau ist und worauf es 2026 ankommt, um online bestmöglich sichtbar zu sein, erfährst du in diesem Artikel.

Überblick
  • Was ist SEO? Alle Maßnahmen, die dazu dienen, in den nicht bezahlten (organischen) Ergebnissen von Such­maschinen wie Google bestmöglich sichtbar zu sein.
  • Wie funktioniert eine Suchmaschine? Über Crawling: Inhalte sammeln, Indexierung: relevante Inhalte speichern, Suchanfrage: passende Ergebnisse ausspielen.
  • Warum ist SEO wichtig und was bringt es bei Google gefunden zu werden? Für viele ist Google DAS Eintrittstor zum Web. Google ist DER (kostenlose) Traffic- & Kunden-Bringer.
  • Welche Maßnahmen gehören zu SEO? OnPage, Content und Technik als zentrale Maßnahmen, ergänzt durch Offpage-Optimierung zur Steigerung der Autorität.
  • Wie verändert KI und LLMs das Nutzerverhalten und die Such­maschinen? ChatGPT & Co. bieten neue Suchmöglichkeiten & schnelleren Informationszugang, dadurch verändert sich das Nutzerverhalten bei der Websuche.

Was ist SEO? Definition

SEO steht für Search Engine Optimization (zu Deutsch: Such­maschinen ­optimierung) und bezeichnet alle Strategien und Maßnahmen, die dazu dienen, die Inhalte einer Website in den organischen, nicht bezahlten Such­ergebnissen von Such­maschinen (wie Google oder Bing) zu relevanten Such­begriffen für die gewünschte Ziel­gruppe bestmöglich auffindbar zu machen.

Die SEO-Maßnahmen werden dabei getrennt von Optimierungen auf der Website (OnPage) und Optimierungen außerhalb der Website (OffPage).

Das Ziel dabei ist, den höchsten Nutzen an Informationen dem User zu seinem Themengebiet zu liefern und zeitgleich in seiner Nische als Autorität von den Such­maschinen erkannt zu werden.

Die Kunst von SEO ist es, seine Website zu passenden Suchbegriffen möglichst weit oben, am besten Platz 1, in den nicht bezahlten Such­ergebnissen von Such­maschinen zu platzieren.

Der Fokus liegt hier auf der klassischen Google-Suche, aber auch KI-Suchen wie die Google KI Übersicht (AI Overviews) oder dem Google KI Modus (AI Mode), da Google den höchsten Marktanteil mit knapp 90% weltweit hat (Quelle von Statcounter).

Wie funktioniert eine Suchmaschine?

Eine moderne Suchmaschine arbeitet in mehreren Schritten, um Informationen im Internet auffindbar zu machen.

Vereinfacht lässt sich dieser Prozess mit einer Bibliothek vergleichen:

  • Google ist dabei ein zentrales Register, in dem alle Bücher verzeichnet sind.
  • Websites sind einzelne Bücher und jede URL davon ist eine konkrete Seite.
  • Damit Inhalte in den Such­ergebnissen erscheinen, müssen sie zuerst gefunden, eingeordnet und zu passenden Suchanfragen ausgespielt werden.

Eine Suchmaschine arbeitet in drei Stufen:

Beim Crawling entdecken Bots neue Inhalte, die anschließend analysiert und im Index gespeichert werden. Bei einer Suchanfrage liefert der Algorithmus die relevantesten Treffer aus diesem Speicher aus.

Kurz: Ohne Indexierung gibt es keine Rankings.

Deep Dive: Die Technik im Detail
Wer tiefer in die technische Mechanik und die Wissenschaft hinter den Algorithmen eintauchen möchte, findet hier unsere detaillierten Spezial-Ratgeber:

Wo wirkt SEO?

Die Zeiten, in denen Google lediglich ein digitales Inhaltsverzeichnis mit „10 blauen Links“ war, sind vorbei. Die Suchergebnisseiten (SERPs) haben sich zu einer komplexen Antwort-Maschine entwickelt. Das Ziel von Google ist klar: Nutzerfragen sollen so schnell wie möglich beantwortet werden – oft direkt auf der Suchseite, ohne dass ein weiterer Klick nötig ist („Zero Click Searches“).

Der visuelle Beweis: Wer die Entwicklung von Google verstehen will, muss sich den direkten Vergleich ansehen.

Google SERPs 2000er Jahre
Abb.: Google, die simple Link-Liste am Anfang der 2000er Jahre
Google SERPs heute 2026
Abb.: Aufbau der Google SERPs aktuell – die 10 blauen Links sind die letzten Jahre stark nach unten verschoben worden

Dieser Wandel hat massive Auswirkungen auf die Sichtbarkeit. Wer heute SEO betreibt, kämpft nicht mehr nur gegen andere Webseiten, sondern auch gegen Google.

Die drei Zonen der modernen Google-Suche

Die Suchergebnisse teilen sich heute in drei Hauptbereiche auf, die um die Aufmerksamkeit der Nutzer konkurrieren. SEO wirkt dabei nur in spezifischen Zonen.

Bezahlte Anzeigen (SEA – Kein SEO)

Dieser Bereich gehört den Werbe­treibenden. Anzeigen stehen meist ganz oben, am Seitenende oder (bei Produkten) in der Shopping-Leiste an der Seite. Sie sind als „Gesponsert“ oder „Anzeige“ markiert. Hier erkauft man sich Sichtbarkeit. Klassische SEO-Maßnahmen haben hier keinen Einfluss. Anzeigen verdrängen organische Treffer jedoch visuell stark nach unten.

Organische Ergebnisse (Hier wirkt SEO!)

Dies ist das Herzstück der Such­maschinen ­optimierung. Früher eine schlichte Liste, sind organische Treffer heute oft „Rich Snippets“ – angereichert mit Sternchen-Bewertungen, Bildern oder FAQs, um im visuellen Chaos aufzufallen.

Google entfernt sich immer weiter vom reinen Vermittler hin zum Content-Lieferanten. SEO bedeutet heute nicht mehr nur, auf Platz 1 zu stehen, sondern in diesem visuell überladenen Umfeld überhaupt noch wahrgenommen zu werden.

Abb.: Der organische Bereich (rot) mit bezahlten Paid vs Organic Google SERPsAnzeigen (orange)
Abb.: Der organische Bereich (rot) mit bezahlten Anzeigen (gelb)

AI Overviews & Featured Snippets (Die direkte Antwort)

In diesem Bereich liefert Google die Information sofort aus („Position 0“), oft noch vor dem ersten klassischen organischen Ergebnis.

  • Featured Snippets: Ein hervorgehobener Textauszug einer Webseite (z. B. eine Definition oder Tabelle).
  • AI Overviews (ehemals SGE): Eine von KI generierte Zusammenfassung, die Informationen aus mehreren Quellen bündelt.
  • Die Gefahr: Während Featured Snippets oft noch Klicks bringen, zielen AI Over­views darauf ab, die Suchintention komplett zu erfüllen, sodass oft kein Klick mehr nötig ist.

Zero Click Searches und direkte Antworten

Ein Wandel im Online-Marketing ist der Trend zur „Zero Click Search“. Die Suchanfrage wird direkt auf der Google-Ergebnisseite beantwortet, ohne dass ein Klick auf ein Ergebnis erfolgt. Der Traffic von der Google-Suche wird weniger.

Eine umfassende Studie (Quelle SparkToro) zeigt es deutlich: Von 1.000 Google-Suchanfragen in der EU landen nur noch 374 Klicks im „Open Web“ (also auf regulären Websites). Davon gehen 74,6% auf die organischen Suchergebnisse, 24 % zu Youtube & Co. und gerade einmal 1,4% Klicken auf die bezahlten Suchergebnisse (Ads).

Abb.: Studie von Sparktoro wie viele Klicks in der EU in das OpenCTR Rate SERPs Google gehen und wie viel % in Zero Clicks enden
Abb.: Studie von Sparktoro wie viele Klicks in der EU in das Open gehen und wie viel % in Zero Clicks enden

Der Rest endet direkt bei Google wieder oder wird ohne Klick beantwortet. Es wird also nicht mehr um 100 % des Such­volumens gekämpft, sondern nur noch um das Drittel der Nutzer, das wirklich tiefergehende Informationen sucht.

Und diese Zahl der Klicks kann noch stärker fallen in Zukunft, wenn Google noch häufiger AI Overviews ausspielt oder seinen AI Mode als Standard-Suche einführt. Es gibt jetzt schon Studien die belegen, wenn eine KI-Zusammenfassung (AI Overview) angezeigt wird, fällt die Klickrate auf die normalen Suchergebnisse von 15 % auf nur noch 8 % (Quelle pewresearch.org).

Was bringt SEO und warum ist es wichtig?

Die eigene Website ganz vorne bei Google. Das ist der Traum, pardon, das Ziel vieler Website-Betreiber. Kein Wunder, denn Google verarbeitet täglich laut einer veröffentlichten Studie von Sparktoro & Datos über 14 Milliarden (14.000.000.000) Suchanfragen.

Menschen informieren sich, vergleichen Angebote und kaufen online – und nutzen dazu intensiv die Google-Suche. Die Such­maschine Google ist ein zentraler Einstiegspunkt für viele auf der Suche nach Informationen, Vergleichen und Kaufen.

“Unternehmen, die in der Google-Suche zu relevanten Themen sichtbar sind, erreichen eine enorme Anzahl an potenziellen Käufern & Interessenten.

Die Google-Suche ist deshalb auch so stark, da laut Studie der meiste Refferer Traffic mit 63,41% von Google kommt. Und die Suchmaschine ist damit Abstand der größte Traffic-Bringer im Web ist. Platz 2 mit 7,21% ist weit abgeschlagen Bing (Quelle, Grafik).

 

Traffic Bringer Google
Abb.: Google ist der wichtigste Traffic-Bringer im Web. Referral Traffic bezeichnet Besucher, die über Links von anderen Websites auf eine Website gelangen.

96,98% aller Klicks entstehen dabei auf der ERSTEN Seite bei Google (Quelle ahrefs). Auf die restlichen Unterseiten (ab Seite 2) klickt so gut wie kein User mehr. Es ist daher unabdingbar für Unter­nehmen, die Traffic und Käufer auf Ihre Website über Google haben möchten, auf der ersten Seite zu stehen.

Doch Such­maschinen ­optimierung liefert nicht nur Traffic, sie wirkt auch als digitales Reputationsmanagement. Ein hohes Ranking wird von Nutzern oft unbewusst als Gütesiegel wahrgenommen („Wer bei Google oben steht, muss seriös sein“). Eine Untersuchung von Botify zeigt, dass 51 % der Konsumenten einer Marke mehr Vertrauen schenken, wenn diese organisch weit oben rankt, im Vergleich zu reinen Anzeigenplatzierungen.

SEO im Wandel durch KI & veränderte Nutzerverhalten

Die Such­maschinen ­optimierung befindet sich aktuell im größten Umbruch ihrer Geschichte. Während Google über zwei Jahrzehnte lang das Monopol auf die Informationssuche hielt, haben Künstliche Intelligenz (KI) und Large Language Models (LLMs) die Spielregeln grundlegend verändert.

Bereits jetzt nutzen schon 50 Prozent der Nutzer zumindest gelegentlich KI-Chats statt klassischer Such­maschinen (Quelle Bitkom).

Bitkom Studie
Abb.: Laut Bitkom Studie nutzen bereits 50 % der Nutzer lieber KI-Chats

Es findet ein Paradigmenwechsel statt: Weg von der „Suche“ (Eingabe eines Keywords -> Auswahl aus einer Liste), hin zur „Antwort“ (Frage an die KI -> Erhalt einer synthetisierten Lösung).

Neue AI-basierte Suchsysteme

Plattformen wie ChatGPT (OpenAI), Perplexity, Claude oder Google Gemini definieren neu, wie Menschen im Internet an Informationen gelangen. Wer früher nach tiefgreifenden Informationen gesucht hat, musste mit Hilfe von Google eine Vielzahl an Websites durchsuchen, Tabs öffnen und Informationen selbstständig zusammentragen, bis die Antwort gefunden war.

Heute reicht es (fast) nur noch mit der KI zu chatten. Die Systeme lesen, verstehen und fassen die Inhalte aus dem Web zusammen.

Dieser Komfort führt dazu, dass Nutzer zunehmend von der klassischen Suche zu KI-basierten Dialogsystemen abwandern. Die Erwartungshaltung hat sich verschoben: Nutzer wollen keine Links mehr suchen, sie wollen Probleme gelöst bekommen.

AI Overviews & AI Mode von Google – warum SEO alleine nicht mehr ausreicht

Um diesen Nutzerstrom nicht an ChatGPT & Co. zu verlieren, hat Google seine eigene Suche bereits umgebaut. Mit der Einführung von AI Overviews (ehemals SGE – Search Generative Experience) und dem AI Mode integriert Google die KI-Antwort direkt in die Suchergebnisseite.

AI Mode Beispiel
Abb.: Beispiel Google AI Mode

Für SEO hat das zwei massive Konsequenzen:

  1. Platzverlust: Die KI-Antwort schiebt die klassischen organischen Ergebnisse weit nach unten („Below the Fold“).
  2. Bedarfsdeckung: Da die KI viele Fragen direkt beantwortet (z. B. „Wie entferne ich Rotweinflecken?“), ist ein Klick auf eine weiterführende Website oft nicht mehr notwendig.

Such­maschinen ­optimierung muss sich daher anpassen: Es gibt nicht einfach nur noch eine große Google-Suche mit 10 blauen Links. Menschen suchen nach Lösungen und Produkten nun auch vermehrt in KI-generierten Antworten nach Hilfen. Sei es in den AI Overviews, Google AI Mode oder ChatGPT. Die Suche wird sich noch stärker ändern und SEO muss sich entsprechend anpassen…

GEO – ein neuer Begriff

Reicht der Begriff „SEO“ heute noch aus? Da wir nicht mehr nur für klassische Such­maschinen, sondern zunehmend für KI-Modelle (LLMs) optimieren, diskutiert die Branche über eine neue Bezeichnung.

Für die einen bleibt auch die KI-Optimierung weiterhin SEO, da die Basis identisch ist: Exzellenter Content und hohe Autorität werden sowohl von Google als auch von KIs benötigt. Für andere ist GEO die präzisere Abgrenzung.

Was ist GEO? GEO steht für Generative Engine Optimization. Es bezeichnet Strategien, die gezielt darauf hinwirken, dass Marken in den Antworten von Chat-KIs (wie ChatGPT) zitiert werden. Ob sich dieser neue Begriff langfristig durchsetzen wird, wird die Zeit zeigen.

Generative Engine Optimization erklärt
Für alle, die mehr über die Optimierung von KI-Chats (Generative Engine) erfahren möchten:

Funktionsweise und Teilbereiche von SEO

Viele Einsteiger sind von der Komplexität der Such­maschinen ­optimierung überwältigt. Dabei lässt sich der Prozess in einen logischen, wiederkehrenden Kreislauf unterteilen. Unabhängig davon, ob es sich um einen kleinen Blog oder einen großen Onlineshop handelt, bleibt das Grundgerüst identisch.

Rankingfaktoren

Such­maschinen wie Google ordnen Suchergebnisse anhand einer Vielzahl von Signalen. Diese Signale werden häufig als Rankingfaktoren bezeichnet. Dazu zählen unter anderem technische Voraussetzungen, inhaltliche Relevanz, Autorität und Nutzersignale. Welche Faktoren im Einzelfall ausschlaggebend sind und wie stark sie gewichtet werden, ist nicht öffentlich bekannt.

SEO bedeutet daher nicht, einzelne Faktoren isoliert zu optimieren, sondern Inhalte und Websites ganzheitlich auszurichten.

Ein spannender Leak in der SEO-Historie war der Google-Leak von 2024, bei dem eine versehentlich öffentlich gemachte Version der internen Content-Warehouse-API-Dokumentation an die Öffentlichkeit gelangte.

Durch den Leak sind zahlreiche spannende Faktoren ans Licht gekommen, von denen nur gemutmaßt wurde, ob diese wichtig sind oder nicht. In den folgenden Kapiteln gehen wir auf die einzelnen Faktoren und Optimierungen genau ein.

Alles über den Google Leak 2024 erfährst du in diesem Beitrag:

Phase 1: Keyword-Recherche & Suchintention

„Zu niemandem ist man ehrlicher als zum Suchfeld von Google.“
– Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs

Das Suchfeld ist das Fenster zu den wahren Wünschen, Problemen und Bedürfnissen der Zielgruppe. Bevor Inhalte erstellt werden, muss analysiert werden, welche Begriffe (Keywords) überhaupt gesucht werden.

Bei der Keyword-Recherche gibt es mehrere Ebene die beachtet werden müssen:

Welche Arten von Suchanfragen gibt es?

Bei SEO wird generell zwischen drei Kategorien unterschieden, die sich nach Länge und Spezifität richten

    • Shorttail-Keywords: Dies sind sehr allgemeine Suchbegriffe (meist 1 Wort), wie z. B. „Schuhe“. Sie haben ein extrem hohes Suchvolumen, sind stark umkämpft und konvertieren schlecht, da die Absicht des Nutzers unklar ist.
    • Midtail-Keywords: Suchanfragen aus 2-3 Wörtern, die schon spezifischer sind, z. B. „Rote Sneaker kaufen“.
    • Longtail-Keywords: Sehr spezifische Suchphrasen oder ganze Sätze (oft 4+ Wörter), wie „Rote Nike Sneaker Herren Größe 43“. Das Suchvolumen ist geringer, aber die Konversionsrate ist höher, da der Nutzer genau weiß, was er will.

Welche Intention hat der Suchende?

Hinter jedem Keyword steckt eine Absicht (Search Intent). Google unterscheidet primär zwischen:

  1. Information: Der Nutzer will etwas wissen („Was ist SEO?“).
  2. Transaktion: Der Nutzer will etwas tun oder kaufen („SEO tool download“ oder “kaufen“).
  3. Navigation: Der Nutzer will zu einer bestimmten Website („Farbentour Kontakt“).

Prompts – die neue Art der Keywords

Mit dem Wandel zur KI-Suche verändert sich auch das Suchverhalten. Nutzer geben nicht mehr nur statische Keywords ein, sondern formulieren ganze Sätze und komplexe Anweisungen (Prompts). Da jeder Mensch anders „chattet“, gibt es kaum noch standardisierte Keywords. Die Lösung: Man leitet die Bedürfnisse aus den klassischen SEO-Daten, W-Fragen und FAQs ab. Diese Fragen dienen als Basis für sogenannte „Master-Prompts“.

Keyword-Recherche und Suchintention – mit unseren Ratgebern vom Einsteiger zum Profi:

Phase 2: Der SEO-Audit (Bestandsaufnahme)

Bevor Inhalte erstellt werden, muss die technische Basis stehen. Ein SEO-Audit ist der TÜV-Check für die Website. Wenn die Technik blockiert, helfen auch die besten Keywords nicht.

Was wird geprüft?

Das Ziel ist sicherzustellen, dass Such­maschinen die Inhalte barrierefrei lesen und verstehen können. Zentrale Punkte sind:

  • Indexierbarkeit: Kommt Google auf alle Seiten?
  • Fehler: Gibt es tote Links (404) oder falsche Weiterleitungen?
  • Performance: Lädt die Seite schnell und stabil?

Für den Check kommen Standards wie z. B. der Screaming Frog oder die Google Search Console zum Einsatz.

Das Ergebnis ist eine konkrete „To-Do-Liste“ für die technische Sanierung.

Phase 3: Die SEO-Strategie (Der Fahrplan)

Eine SEO-Strategie definiert, für welche Themen eine Website sichtbar sein soll und wie das systematisch erreicht wird. Sie ordnet technische, inhaltliche und autoritäre Maßnahmen einem über­geordneten Unternehmensziel unter.

Kein Projekt, sondern ein Prozess.

SEO ist keine einmalige Aufgabe. Da sich Wettbewerb und Suchverhalten ändern, muss die Strategie laufend überprüft und angepasst werden.

Im Zusammenspiel mit GEO (Generative Engine Optimization) bildet sie heute das Fundament, damit Inhalte nicht nur gefunden, sondern auch von KI-Systemen korrekt verstanden und als Antwort genutzt werden.

Vom Audit bis zur Strategie – mit unseren Guides erfährst du, wie es geht:

SEO Strategie
SEO Audit und Checkliste
Aktualisiert: 24. November 2025

Phase 4: OnPage

Die OnPage-Optimierung umfasst alle Maßnahmen, die direkt auf der eigenen Website stattfinden. Sie ist das technische und inhaltliche Fundament, damit Such­maschinen deine Seite korrekt lesen und einordnen können.

1. Snippets (Der erste Eindruck)

Bevor ein Nutzer deine Seite sieht, sieht er dein Snippet in den Such­ergebnissen. Title Tag und Meta Description entscheiden darüber, ob geklickt wird oder nicht.

  • Title Tag: Ein direkter Ranking­faktor. Das Hauptkey­word muss an den Anfang.
  • Meta Description: Kein direkter Ranking­faktor, aber entscheidend für die Klickrate (CTR).

So erstellst du unwiderstehliche Snippets, die Klicks generieren:

2. Struktur & Architektur

Eine Website ohne klare Struktur ist wie ein Buch ohne Inhaltsverzeichnis.

  • Überschriften (H-Tags): Eine saubere Hierarchie (H1 nur einmal, darunter H2, H3) hilft Google und KI-Modellen, den Inhalt zu scannen.
  • URLs: Sprechende, kurze URLs (z.B. /schuhe/rot/) sind besser als kryptische IDs, die dazu noch Duplicate Content erzeugen und Rankings verhindern.

3. Interne Verlinkung

Interne Links sind die Nervenbahnen deiner Website. Sie verteilen die Linkkraft (Linkjuice) von starken Seiten auf schwächere Unterseiten und helfen dem Crawler, neue Inhalte zu entdecken. Wichtig: Verlinke immer mit harten Keywords im Ankertext, damit Google das Thema der Zielseite versteht.

Aufbau einer idealen Seiten- und Informationsarchitektur:

Interne Verlinkungen
Aktualisiert: 15. Dezember 2025
URL - Uniform Resource Locator
Aktualisiert: 18. Juni 2025

Phase 4.1: Content-Erstellung & Design

Such­maschinen arbeiten primär als Volltextsysteme. Da Google Text zuverlässiger verarbeitet als Bilder, bildet er das Fundament für organische Sichtbarkeit. Gute Inhalte sind keine Garantie für Rankings, aber die Grundvoraussetzung.

Merke: Es gibt keine „SEO-Texte“. Wir erstellen Inhalte ausschließlich für Menschen, um deren Fragen zu beantworten und die Suchintention zu erfüllen.

Qualitätskriterien & Nutzersignale

Ein Text rankt langfristig nur, wenn er qualitativ überzeugt. Google definiert Qualität über Hilfreichkeit und Vertrauenswürdigkeit (mehr dazu in der Phase EEAT).

  • Lösungsorientierung: Konkrete Antworten statt oberflächlicher Beschreibungen.
  • Informationstiefe: Echter Mehrwert („Unique Information Gain“), der über das Offensichtliche hinausgeht.
  • Vertrauen: Fachlich korrekt, sauber recherchiert und überprüfbar.

Der offizielle Maßstab: Wer verstehen will, was der Algorithmus unter „Mehrwert“ versteht, muss diesen Leitfaden kennen: Google Search Central: Was Website-Inhaber über Core-Updates wissen sollten

Content Design (Das „Wie“)

Inhalte werden nicht nur danach bewertet, was sie sagen, sondern wie schnell Nutzer die Information finden. Die Google-Leaks von 2024 bestätigen: Nutzersignale entscheiden über das Ranking.

Wie ernst es der Suchmaschine ist, zeigen Umfragen direkt in den Such­ergebnissen: „Wie schnell hast du die gewünschte Antwort gefunden?“.

Google Umfrage Nutzerzufriedenheit
Abb: Google fragt genau nach wie einfach / wie schnell der Nutzer eine Antwort finden konnte.

📺 Video: Design trifft SEO: Die Bedeutung von gutem Content Design für Such­maschinen ­optimierung

Das Prinzip der „Umgekehrten Pyramide“

Um Nutzer sofort abzuholen, nutzen Profis das Prinzip der Inverted Pyramid: Die Antwort auf die wichtigste Frage steht ganz oben, weitere Details und Antworten auf Folgefragen folgen später.

Umgedrehte Pyramide Informationsfluss für SEO
Abb.: Darstellung der Inverted Pyramid (Informationsfluss)

So erstellst du Texte, die sowohl Google als auch Nutzer lieben:

Content mit KI erstellen?

Darf man Texte von KI schreiben lassen? Ein klares „Jein“. Laut Google-Richtlinien zählt die Qualität, nicht die Erstellungs­methode. KI ist ein exzellenter Assistent für Gliederungen oder Entwürfe, aber:

Vorsicht vor Automatisierung

Vollautomatisierte Tools (z. B. via n8n oder Make) produzieren meist austauschbaren Einheitsbrei („Commodity Content“) ohne neue Erkenntnisse. Solche Texte haben kaum Ranking-Chancen.

Case Study: Grokipedia vs. Wikipedia

Ein Vergleich zeigt, wie gut Google Qualität erkennt. Der KI-Klon „Grokipedia“ hat trotz riesiger Menge kaum Sichtbarkeit im Vergleich zum von Menschen kuratierten Original.

    • Wikipedia: Sichtbarkeit 8.125
    • Grokipedia: Sichtbarkeit 0,08
Vergleich Groki vs Wikipedia
Abb.: Grokipedia vs. Wikipedia im Vergleich

KI ersetzt keine redaktionelle Arbeit. Ohne menschliche Expertise („Human in the Loop“) entsteht kein Content, der langfristig Bestand hat.

Wichtig: Es gibt Mutmaßungen, dass Google dank der Leaks von 2024 einen sogenannten KI-Score verwendet, um massenhaft erzeugten Spam-KI-Content aufzudecken und abzustrafen.

Phase 4.2: Seitenarchitektur & URL-Struktur

Die Architektur entscheidet darüber, ob Such­maschinen Zusammenhänge richtig verstehen. Jede URL bildet ein eindeutiges Thema ab und erfüllt ein spezifisches Suchbedürfnis (One URL = One Intent).

Unterscheide zwei Ebenen:

  1. Seitenarchitektur: Die technische und strukturelle Organisation der Website, insbesondere die URL Struktur und Hierarchie.
  2. Informationsarchitektur: Die inhaltliche und logische Ordnung der Inhalte für den Nutzer, also Navigation, Struktur und Nutzerführung im Sinne der UX.

Beide müssen synchron laufen. Wenn die Technik (URLs) und der Inhalt (Navigation) nicht zusammenpassen, scheitert das Ranking.

Seiten- und Informationsarchitektur erklärt mit Praxisbeispielen

Best Practice: Statische URLs (Beispiel Zalando)

Such­maschinen lieben Klarheit. Zalando macht es vor: Statt kryptischer IDs werden sprechende, statische URLs genutzt.

Gut: https://www.zalando.de/schuhe/adidas-terrex_schwarz/

Schlecht: https://www.xyz.de/produkte?category=schuhe&color=blau

URLs mit dynamischen Parametern (z. B. ?id=123) erzeugen oft viele Varianten für denselben Inhalt. Die Folge: Duplicate Content und Verschwendung von Crawl-Budget.

Planung & Visualisierung

Eine saubere Struktur entsteht nicht beim Bauen, sondern am Reißbrett.

Planung: Nutze Mindmaps (z. B. XMind), um Themencluster und Silos vorab zu definieren.

Analyse: Visualisiere deine bestehende Seite mit dem Screaming Frog. So deckst du verwaiste Seiten oder unlogische Klicktiefen sofort auf.

Eine gute Architektur ist wertlos ohne die richtige interne Verlinkung. Wie du Linkkraft (Linkjuice) gezielt durch deine Struktur lenkst, lernst du hier:

Phase 4.3: Technische Optimierung

Die Technik bildet das Fundament. Ist dieses instabil, kann selbst herausragender Content nicht ranken.

Performance & Core Web Vitals

Die Ladegeschwindigkeit ist ein bestätigter Rankingfaktor. Google misst die Nutzererfahrung anhand der Core Web Vitals (LCP, INP, CLS). Diese Kennzahlen bewerten, wie schnell der Hauptinhalt lädt, wie reaktiv die Seite bei Klicks ist und ob das Layout stabil bleibt. Zur Messung dienen Tools wie PageSpeed Insights.

Große Bilddateien sind der häufigste Grund für langsame Seiten. Nutze moderne Formate wie .webp und komprimiere Bilder konsequent vor dem Upload.

Strukturierte Daten & Statuscodes

Strukturierte Daten (Schema.org) helfen Such­maschinen, Inhalte wie Produkte oder FAQs maschinell zu interpretieren und als Rich Snippets darzustellen.

Jeder Server-Aufruf liefert einen Statuscode. Ein 200 (OK) ist Pflicht für alle relevanten Inhalte. Fehler wie 404 (Not Found) oder 500 (Server Error) müssen bereinigt werden, da sie das Crawling blockieren. Über die Robots.txt steuerst du zudem, welche Bereiche für Google oder KI-Bots zugänglich sind.

Analyse-Tools

Für die Identifikation von technischen Fehlern, Broken Links und Indexierungs­problemen sind professionelle Crawler unverzichtbar. Neben der Google Search Console gehören der Screaming Frog, Sitebulb oder Seobility zum Standard-Repertoire.

Phase 5: OffPage

Backlinks sind digitale Empfehlungen und bleiben ein zentraler Rankingfaktor. Links von starken, thematisch relevanten Seiten übertragen Trust und Autorität auf die eigene Website. Google bewertet dieses Vertrauen positiv und belohnt es mit besseren Platzierungen.

Exkurs: Das Pinguin-Update Da Linkaufbau in der Vergangenheit oft durch Spam missbraucht wurde, führte Google das Pinguin-Update ein. Es straft unnatürliche Linkmuster und minderwertige Quellen (z. B. gekaufte Links von Billig-Plattformen) ab. Heute gilt besonders: Qualität schlägt Quantität.

Was macht einen guten Backlink aus? Ein hochwertiger Link stammt von einer Website, die selbst eine hohe Themenautorität besitzt, echten Traffic generiert und ein natürliches Linkprofil aufweist. Während Backlinks heute nicht mehr der alleinige Rankingfaktor Nummer 1 sind, bilden sie weiterhin das Rückgrat für die Glaubwürdigkeit einer Domain.

Linkaufbau für SEO und Aufbau von Mentions für GEO

Backlinks und Marken­erwähnungen sind zentrale Signale für Vertrauen und Autorität. Während Backlinks vor allem für klassisches SEO relevant sind, spielen Mentions eine zunehmende Rolle für GEO.

“LLMs können mit Backlinks technisch nichts anfangen, da sie Verlinkungen nicht wie Such­maschinen-Crawler folgen. Für die Sicht­barkeit in KI-Antworten (GEO) sind stattdessen Brand Mentions entscheidend

Die ideale Strategie kombiniert beides: Klassische Backlinks sichern organische Rankings, während die darin enthaltenen Markennennungen (Mentions) die Präsenz in ChatBot-Antworten stärken.

Ein wirkungsvoller Ansatz ist Digital PR. Durch datenbasierte oder gesellschaftlich relevante Inhalte lassen sich Aufmerk­samkeit, Erwähnungen und Verlinkungen gezielt aufbauen.

Ein Beispiel dafür ist dieser Case von uns, bei dem im Rahmen des Safer Internet Day informativer Content zum sicheren Umgang älterer Menschen mit dem Internet veröffentlicht wurde. Die thematische Relevanz führte zu zahlreichen Erwähnungen und Backlinks:

case digital pr
Abb.: Starke Backlinks dank Digital PR

Neben Digital PR spielt Content Marketing eine zentrale Rolle. Hochwertige Inhalte auf schaffen langfristig Erwäh­nungen und Verlinkungen. Dazu zählen nicht nur Texte, sondern auch Podcasts, Videos oder visuelle Formate.

Content Distribution Buch

Das Prinzip „Publish and pray“ ist dabei keine Strategie! Wer Reichweite aufbauen will, muss gezielt auf andere zugehen. Dieser Ansatz wird auch in unserem Fachbuch zum Thema Content Distribution erläutert:

Backlinks und Mentions entstehen dort, wo Inhalte diskutiert, geteilt und weiter­verwendet werden. Es zählt die Fähigkeit, relevante Inhalte sichtbar zu machen und nachhaltig in Themenwelten zu verankern.

📺Wie moderner Linkaufbau ohne Spam funktioniert:

Linkaufbau mittels Konkurrenz-Analyse

Ein effizienter Weg zu neuen Backlinks ist der Blick auf den Wettbewerb. Tools wie Ahrefs oder Majestic decken auf, welche Seiten die Konkurrenz verlinken. Diese Quellen dienen als ideale Basis für den eigenen Outreach.

Wichtig: Spam vermeiden

Verzichte konsequent auf manipulative Techniken. Private Blog Networks (PBNs), Tier-Linkbuilding, Scrape-Links, Fiverr-Links oder Satelliten-Seiten werden von Google erkannt und führen langfristig zu Ranking-Verlusten oder Abstrafungen. Sauberer Linkaufbau basiert auf Relevanz, nicht auf Tricks.

Wichtige Ressourcen für deinen Linkaufbau: In diesen Ratgeber erfährst du, wie man eine nachhaltige OffPage-Strategie entwickelt:

Phase 6: E-E-A-T & Trust

E-E-A-T ist ein zentrales Konzept der Google-Qualitäts­bewertung. Es hilft dem Algorithmus zu entscheiden, welchen Inhalten er vertrauen kann. Besonders kritisch ist dies bei YMYL-Themen (Your Money, Your Life), die das Leben, die Finanzen oder die Gesundheit der Nutzer beeinflussen.

Die vier Säulen von E-E-A-T:

  1. Experience (Erfahrung): Verfügt der Autor über praktische Eigenerfahrung?
  2. Expertise (Fachwissen): Ist der Ersteller ein anerkannter Experte auf seinem Gebiet?
  3. Authoritativeness (Autorität): Gilt die Website als führende Quelle für dieses Thema?
  4. Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit): Ist die Seite sicher, transparent und ehrlich?

Wichtig: E-E-A-T ist kein technischer Rankingfaktor im Sinne einer Metrik, sondern ein Konzept, das die Qualitäts­signale bündelt. Die Grundlage hierfür bilden die offiziellen Search Quality Evaluator Guidelines.

So optimierst du für E-E-A-T

Um Vertrauen bei Google und Nutzern aufzubauen, sind folgende Maßnahmen entscheidend:

  • Fokus statt Themensalat: Konzentriere dich auf ein Kerngebiet. Eine Website, die über alles schreibt, wird nirgendwo als Autorität wahrgenommen.
  • Experten-Content: Texte sollten von echten Fachleuten erstellt oder zumindest geprüft werden. Transparente Autorenboxen mit Quali­fikationen stärken das Vertrauen.
  • Qualitäts-Fragen: Google stellt eine Liste an Fragen bereit, mit denen man die Qualität seines Contents selbst prüfen kann: Google Search Central: Fragen zu Expertise und Vertrauen
  • Belege & Quellen: Starke interne und externe Ver­linkungen zu Primärquellen unterstreichen die fachliche Tiefe.
  • KI-Einsatz minimieren: Wirklich hilfreicher Content benötigt menschliche Expertise. Rein KI-generierte Texte ohne „Human-in-the-Loop“ erfüllen die E-E-A-T-Ansprüche oft nicht.

Alles über E-E-A-T: Wie du E-E-A-T in der Praxis umsetzt und welche Signale Google wirklich wertet, lernst du hier:

Phase 7: Monitoring & Erfolgskontrolle

SEO ist ein Prozess, kein Zielzustand. Da sich Algorithmen, Wettbewerb und Nutzerverhalten ständig ändern, ist eine kontinuierliche Erfolgskontrolle unverzichtbar.

Da SEO / GEO keine exakte Wissen­schaft ist, gibt es keine Ranking-Garantien. Erfolg lässt sich nicht erzwingen, sondern nur durch stetige Daten­analyse und Anpas­sung herbeiführen.

Ein moderner Monitoring-Ansatz betrachtet klassische Suchergebnisse und KI-Antworten als Einheit. Man kann SEO und GEO nicht voneinander trennen: Wer organisch nicht sichtbar ist, wird von KI-Systemen selten als Quelle genutzt. Die Optimierung für generative Antworten basiert auf dem soliden Fundament technischer und inhaltlicher SEO.

Tools für das Tracking

Um bei Veränderungen schnell reagieren zu können, ist ein professioneller Tool-Stack nötig:

  • Google Search Console: Fehlererkennung und Indexierungsstatus direkt von Google.
  • Serpwatcher: Tägliches Tracking spezifischer Keyword-Rankings.
  • Seobility: Automatisiertes OnPage-Monitoring (täglich, wöchentlich).
  • Screaming Frog & Sitebulb: Gewinnung technischer Rohdaten für Detail-Audits.
  • Sistrix & Ahrefs: Analyse der Gesamtsichtbarkeit und organic Traffic (inkl. GEO-Sichtbarkeit).

Praxisbeispiel: E-Commerce Case Study

Onlineshop für (Versand-)Kartons

SI neu

Dieses Projekt verdeutlicht die Synergie aus Technik- und Content-Optimierung. Trotz eines Marktes mit hoher Konkurrenz wurden Top-3-Rankings für Core-Keywords wie „Kartons“, „Maxibriefkarton“ und „Versandkarton kaufen“ erzielt.

Die Ergebnisse (Zeitraum 06/2023 bis 12/2025):

  • Sichtbarkeit (SI): Steigerung von 0,1 auf 1,51 (+1.410 %).
  • Traffic (OT): Anstieg auf 89.000 monatliche Besucher.
  • Umsatz: Zuwachs von 198 %.
  • GEO-Präsenz: Laut Sistrix wird die Brand bereits in 1.769 KI-Prompts erwähnt.

Strategische Umsetzung

Der Erfolg basiert auf einer radikalen Optimierung aller Säulen der SEO-Strategie:

  1. Struktur & Design: Die Website wurde technisch komplett bereinigt und erhielt ein modernes, nutzerzentriertes Design. Eine klare Navigation und der massive Ausbau spezifischer Kategorien (z. B. Amazon-Versandkartons) sorgen für eine perfekte Abdeckung der Suchintention.
  2. Content-Qualität (No-AI): Aufbau eines Glossars und Blogs durch echte Experten – vollständig ohne KI-Texte. Jede Kategorie wurde durch Kaufratgeber und FAQ-Bereiche ergänzt.
  3. Technik: Signifikante Verbesserung der Ladezeiten, flächendeckende Imple­mentie­rung von Schema-Daten sowie die fortlaufende Optimierung von Meta-Daten durch Testing.
  4. Autorität: Kontinuierlicher Linkaufbau und kreative Digital-PR-Kampagnen zur Stärkung der Domain-Autorität und Marken­bekanntheit.

Der Case beweist, dass die Kombination aus technischer Sauberkeit und hochwertigem „Human Content“ sowohl Google als auch generative KI-Systeme überzeugt.

FAQ

Wie lange dauert SEO?

Wie lange SEO dauert, lässt sich nicht exakt vorhersagen. Erste messbare Effekte zeigen sich häufig nach sechs bis zwölf Monaten. SEO ist kein kurzfristiges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Suchverhalten, Wettbewerb und Suchsysteme verändern sich laufend. Entsprechend müssen Inhalte, Technik und Strategie regelmäßig angepasst werden. SEO ist daher ein lang­fristiges Investment und kein einmaliger Maßnahmenkatalog mit festem Endpunkt.

Was kostet SEO?

Die Kosten für SEO hängen stark vom jeweiligen Projekt ab. Entscheidende Faktoren sind unter anderem die Größe der Website, der Wettbewerb, der aktuelle Optimierungsstand sowie der Umfang der gewünschten Leistungen. Auch spielt eine Rolle, welche Aufgaben intern übernommen werden und welche extern durch eine Agentur umgesetzt werden sollen. Pauschale Preisangaben sind daher nicht seriös möglich.

Wie findet man eine seriöse SEO-Agentur?

Es gibt nicht die eine „beste“ Agentur, sondern nur passende oder unpassende Partner. Vorsicht ist geboten bei langfristigen Verträgen ohne klare Leistungsdefinition oder bei starkem Abschlussdruck. Seriöse Agenturen können ihre Expertise durch Referenzen, Fallstudien oder nachvoll­ziehbare Arbeitsweisen belegen. Ein sinnvoller Einstieg sind klar abgegrenzte, einmalige Leistungen, bevor eine lang­fristige Zusammenarbeit vereinbart wird.

Kann man SEO selbst lernen?

Ja. SEO lässt sich grundsätzlich selbst erlernen. Es erfordert jedoch Zeit, Praxis und die Bereitschaft, sich kontinuierlich mit neuen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Gerade grundlegende Zusammenhänge wie Suchintention, Inhalte und Struktur sind gut zugänglich. Mit wachsender Komplexität steigt allerdings auch der Aufwand.

Kann KI-Content ranken?

Die Antwort lautet: Jein. Automatisch und massenhaft erzeugter KI-Content erzielt in der Regel keine nachhaltigen Rankings. Solche Inhalte bieten häufig keinen echten Mehrwert und verstoßen in vielen Fällen gegen die Qualitäts­anforde­rungen von Such­maschinen. KI kann bei der Content-Erstellung unterstützen, ersetzt jedoch keine redaktionelle Arbeit, keine Recherche und keine fachliche Einordnung. Maßgeblich bleibt die Qualität und Relevanz der Inhalte für Nutzer. Weitere Einordnung dazu liefert Google selbst: https://developers.google.com/search/blog/2023/02/google-search-and-ai-content?hl=de

Was ist mit KI-Automatisierungen im SEO?

Vollautomatisierte KI-Prozesse liefern aktuell meist durch­schnittliche Ergebnisse. Selbst bei grundlegenden Aufgaben wie Keyword-Recherche oder Meta-Tags werden relevante Aspekte häufig übersehen. KI kann SEO sinnvoll unterstützen, etwa bei der Ideenfindung, der Strukturierung von Themen, ersten Analysen oder bei technischen Aufgaben. Sie ersetzt jedoch keine strategische Planung, kein fachliches Verständnis und keine manuelle Qualitäts­kontrolle. SEO bleibt in weiten Teilen Handarbeit, ergänzt durch intelligente Werkzeuge.

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Fabian Auler
... ist Gründer und Inhaber der Farbentour Online Marketing GmbH, Fachautor beim Springer Gabler Verlag und veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Online-Publikationen. Zudem ist er Referent bei Fachkonferenzen wie den SCM Praxistagen, der Content World oder der (SEO) Campixx und wurde als TOP 100 SEO Influencer ausgezeichnet. Laut iBusiness.de zählt seine Agentur zu den 100 wichtigsten SEO-Dienstleistern.

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