Sind Blogkommentare zum Linkaufbau heutzutage noch sinnvoll?

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In letzter Zeit haben hier wieder vermehrt User einige Blogbeiträge kommentiert. Prinzipiell freue ich mich sehr darüber, wenn Leute Kommentare schreiben. In der Regel gebe ich diese auch frei und versuche, darauf zu antworten.

Jedoch haben sich in der letzten Zeit solche Kommentare angehäuft, die ich einfach nicht freigeben möchte, da diese keinen Sinn ergeben bzw. Mehrwert haben und scheinbar zum Linkaufbau genutzt wurden:

Abb. 1: Inhaltslos Kommentar, die normalerweise niemals freigegeben werden, da diese nur zum reinen Linkaufbau geschrieben wurden…
Abb. 2: Bester Kommentar!!!111!!!!1

Lohnen sich denn Blogkommentare im Jahr 20xx noch ernsthaft zum Linkaufbau? Diese Frage möchte ich im folgenden Beitrag beantworten.

Blogkommentare – wozu?

In der Regel ist ein Blogkommentar sinnvoll, wenn du etwas zum jeweiligen Thema beitragen, sagen bzw. etwas ergänzen möchtest oder eine Frage dazu hast. Ein kurzer Kommentar aus nur einem Satz: „Danke für den Beitrag und die tolle Arbeit“ ist zwar nett, aber bietet leider überhaupt keinen Mehrwert für den Leser. Wenn dazu noch zu einer „Test-“, „Vergleichs-“ oder sonstigen Affiliate-Website verlinkt wird, ist der billige Versuch des Linkaufbaus mittels Blogkommentar schnell erkannt und wird von den meisten Seitenbetreibern berechtigterweise nicht freigegeben.

Kommentare in Blogs zu schreiben, wurde nicht zum Linkaufbau kreiert, sondern um die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen und zu diskutieren.

Besucher des Blogs interessiert es (leider) nicht, ob du den Beitrag klasse findest. Trage dazu bei, den Beitrag zu erweitern, konstruktive Kritik oder eine sinnvolle Frage zu posten. Dann macht das Kommentieren auch Sinn und wird wahrscheinlich von den meisten Bloggern auch freigegeben (auch wenn du eine Affiliate-Seite angibst).

Geeignetes Mittel zum Linkaufbau?

Einige Linkbuilder scheinen immer noch Backlinks durch Blogkommentare aufzubauen. Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass Blogkommentare zu 99 % auf „nofollow“ geschaltet sind und auch allgemein von Google als seeeehhhhrrrr schwache Links angesehen werden und dementsprechend nur wenig Linkkraft weitergeben.

Eigentlich müsste dieser Artikel hier bereits enden mit dem Fazit:

Linkbuilding durch Blogkommentare sollte nicht mehr betrieben werden.

Jedoch gibt es ein großes ABER!

Denn kommentierst du regelmäßig andere Blogs und schaffst es, durch sinnvolle Kommentare zu glänzen, kannst du bereits damit eine gewisse Reputation aufbauen.

Im Gegensatz zu Facebook und anderen Social-Media-Plattformen bleiben Blogkommentare sehr lange bestehen und verschwinden nicht in der Unendlichkeit eines News-Feeds wie bei Facebook.

Ich selbst wurde in der Vergangenheit schon von neuen Kunden gefunden, die auf anderen Blogs einen Kommentar von mir gelesen hatten und so auf meine Website kamen.

Wenn du regelmäßig auf themenrelevanten und stark besuchten Blogs kommentierst, machst du dich in deiner Nische bekannter, auch werden die Größen/Influencer in der Nische auf dich aufmerksam.

So konnte ich mich bereits als Gastautor auf zahlreichen Blogs erfolgreich bewerben, da ich vorher mehrmals sinnvolle Kommentare posten konnte. Aktive Mitglieder, die regelmäßig kommentieren, sind für viele Blogbetreiber ein echter Segen. Hier hat man es in der Tat deutlich leichter, nach der Möglichkeit eines Gastbeitrages zu fragen, als wenn man ohne vor auf sich aufmerksam zu machen stumpf nach einer Möglichkeit eines Gastbeitrages fragt. Durch diese Taktik konnte ich beispielsweise bei dem stark besuchten ehemaligen Affenblog, jetzt Chimpify, einen Gastbeitrag schreiben, da mich Vladi bereits aus meinen zahlreichen Blogkommentaren auf seiner Seite kannte.

Es ist wirklich nicht so schwer: Hier mal ein paar Beispiele, wie ein sinnvoller Kommentar aussehen kann, der auch den Lesern und dem Webmaster einen Mehrwert bietet und sehr wahrscheinlich freigeschaltet wird.

Ein paar Grundregeln für Kommentare, die auch freigegeben werden und auch jedem etwas bringen:

  • Kommentiere sinnvoll, indem du den Blogbeitrag vorher durchgelesen hast, damit du dir eine echte Meinung dazu bilden kannst
  • Schreibe nicht nur, wie toll du den Beitrag fandst. Das interessiert leider niemanden.
  • Schreibe mehr als nur einen Satz und vermeide inhaltslosen Müll. (Beispiel: „Danke für den Beitrag.“)
  • Du hast eine andere Meinung, Fragen oder konstruktive Kritik zum Artikel? Dies ist völlig in Ordnung und wird von (fast) jedem Blogger dankend angenommen.
  • Du kannst den Beitrag mit interessanten Tipps und Ratschlägen erweitern? Dann ab damit in die Kommentare und lass dich als Held (verdient) feiern.

 

Für wen eignen sich Blogkommentare heute noch?

Wie du siehst, kann jeder gute Blogkommentare verfassen. Kommentare sollten auch heute noch genutzt werden, anbei drei Ideen, warum diese heute noch sinnvoll sind:

  1. Wenn du nach Möglichkeiten suchst, einen Gastartikel bei großen, bekannten Blogs schreiben zu dürfen. Über die Möglichkeit Blogkommentare zu verfassen trittst du mit dem Blogger in Kontakt und kannst einen positiven Ersteindruck hinterlassen. Bedenke jedoch, dass du nicht sofort ein Gastartikel angeboten bekommst, nur weil du sinnvoll kommentiert hast …
  2. Wenn du selbst Blogger bist oder zumindest eine Website betreibst, die über einen Blogbereich verfügt. Als Blogger gehört es fast zum guten Ton, auch mal bei anderen Blogs vorzuschauen und entsprechend sinnvoll zu kommentieren.
  3. Wenn du keine Lust auf Facebook oder andere Social Media Communities hast, in deren News/Timeline nach gefühlt zehn Sekunden dein Beitrag wieder verschwunden ist. Blogkommentare bleiben in der Regel deutlich länger sichtbar und können etwas Traffic auf deine Seite bringen.

 

Leute, kommentiert häufiger (sinnvoll)!

Leider sind die Zeiten vorbei, in denen jeder noch so kleine Blog Hunderte von Kommentaren unter jedem Beitrag hatte. Viele Blogger würden sich darüber freuen, wenn wieder mehr kommentiert werden würde. Die „Schuld“ sehe ich hier klar bei Facebook. Statt den Beitrag zu kommentieren, wird unterhalb des Postings bei Facebook kommentiert. So entstand bspw. eine riesige Diskussion meiner Umfrage zum Thema „Backlinks kaufen“ auf Facebook… Der Beitrag selbst wurde nur sehr wenig kommentiert, was ich wirklich sehr schade finde, da die eigentliche Diskussion sehr in den Tiefen bei Facebook versank, sodass diese wohl von niemandem mehr gesehen wird.

Daher mein Aufruf:

Leute, kommentiert häufiger auf Blogs und verschwendet nicht mehr so viel Zeit auf Facebook. Ein Blogkommentar bleibt in der Regel deutlich länger sichtbar als ein Post auf Facebook. Wenn der Kommentar sinnvoll ist, wird dieser auch von jedem normalem Webmaster dankend angenommen und freigegeben.

-Fabian

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6 Kommentare zu „Sind Blogkommentare zum Linkaufbau heutzutage noch sinnvoll?“

  1. Hi Fabian,

    dann gehe ich mal mit gutem Beispiel voran: Herzlichen Dank für diese differenzierte Betrachtung, deine klare Meinung und den sympathischen Appell.

    Ich hoffe, dass sich der Trend – Inhalte primär auf externen Plattformen zu diskutieren – wieder ein Stück weit hin zu den “Owned Media” entwickelt. Das verleiht (Corporate) Blogs und Onlinemagazinen schließlich inhaltliche Tiefe. Und die Reziepienten finden die Meinungen anderer Leser direkt im Beitrag, ohne das diese in den Untiefen von Facebook und Co. mit der Zeit verschwinden.

    Win-win.

    Beste Grüße

    Marc

    1. Hallo Marc,
      danke für deinen Kommentar – ich stimme dir zu 100% zu. Es kommentieren so wenige Leute mittlerweile, weil alle nur noch auf Facebook abhängen. Dort verschwinden die Disskussionen viel zu schnell wieder und werden später nicht mehr so einfach gefunden.

      Win-win ist immer gut :-)

      Viele Grüße,
      -Fabian

  2. Hallo Fabian,
    danke für die Anregungen.

    Wie machst du das dann mit den reinen „Dank“-Kommentaren, überhaupt nicht mehr freischalten?
    Ich bin mir da unsicher, bekomme – neben Kommentaren mit Mehrwert – auch regelmäßig solche kurzen Kommentare. Da fällt es mir schwer zu unterscheiden, ob es rein zum “Linkaufbau”/Aufmerksamkeit genutzt wird oder derjenige sich halt doch einfach nur kurz bedanken möchte.
    Meistens gebe ich die Kommentare dann doch frei…

    Gruss
    Martin

    1. Hi Martin,
      das entscheide ich von Fall zu Fall. Wenn der Kommentator einen Link zu einer Affiliate-Seite gesetzt hat bei seinem “Danke”-Kommentar, gebe ich diesen nicht frei, weil ich meine Seite nicht als Linkschleuder hergeben möchte. Die Leute dürfen sich gerne etwas mehr anstreng ;-). Wenn kein Link oder ein Link zu einer seriösen Seite vom Kommentator gesetzt wurde, gebe ich auch manchmal “Danke”-Kommentare frei. :-)

      Viele Grüße,
      -Fabian

  3. Ich gehe konform mit Deinen Ausführungen, möchte mir aber eine Rückfrage erlauben. Es geht um diesen Satz:

    „Kommentare in Blogs zu schreiben, wurde nicht zum Linkaufbau kreiert, sondern um die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen und zu diskutieren.“

    Wenn das stimmt, warum gibt es dann in den Kommentarformularen per Standard neben dem Feld für den Namen und die E-Mail Adresse auch IMMER eines für eine URL? ?

    1. Hallo Eddy,

      danke für deinen Kommentar :-).

      Dieses Feld “URL” ist nach meiner Meinung definitiv nicht für SEO-Zwecke gedacht, sondern der Besucher soll erfahren können, wer hinter dem Kommentar steckt. :-) Ein Link von diesem Feld ist zu 99,999% auf nofollow gesetzt und gibt nur ganz wenig Linkkraft weiter. Daher ist der Linkaufbau mittels Blogkommentare eher kontraproduktiv :-).

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