E-Commerce & Onlineshops

E-Com­mer­ce SEO Case Stu­dy

Ecommerce SEO Case Study

Ecom­mer­ce SEO Case Stu­dy

Wie wir den Traf­fic ei­nes On­line­shops um 755%
ge­stei­gert ha­ben!

Or­ga­ni­scher Webtraf­fic über Goog­le & Co. bie­tet hohe Um­satz­po­ten­zia­le für On­line Shops. In die­sem Ecom­mer­ce Case er­klä­ren wir Dir un­se­re SEO-Stra­te­gie und die On­Page und Off­Pa­ge Maß­nah­men, die zum Er­folg ge­führt ha­ben.

Wir zei­gen Dir wie man durch ef­fek­ti­ve SEO-Maß­nah­men Top-Ran­kings er­zielt und mehr Be­su­cher ge­winnt. Step by step – trans­pa­rent und nach­voll­zieh­bar.

In­halts­ver­zeich­nis

Die wich­tigs­ten In­fos im Über­blick

Das Bes­te kommt zum … An­fang. Zu­min­dest ein Teil da­von, für alle Un­ge­dul­di­gen.
Das ha­ben wir im Kurz­über­blick er­reicht:

Ecommerce Case Studie SEO
Trafficzuwachs laut Google-Analytics

Er­geb­nis­se:

  • Es wur­den TOP 10, TOP 3 und TOP 1 Plat­zie­run­gen zu wich­ti­gen Key­words in den or­ga­ni­schen Such­ergeb­nis­sen bei Goog­le er­reicht, wie z. B. „Feu­er­lö­scher“, „Feu­er­lö­scher kau­fen“, „Co2-Feu­er­lö­scher“ und „Schaum-Feu­er­lö­scher“.
  • Laut Goog­le Search Con­so­le sind die mo­nat­li­chen Klicks über die or­ga­ni­sche Su­che von 588 Klicks (No­vem­ber 2017) auf ins­ge­samt 5.030 Klicks (Ja­nu­ar 2020) ge­stie­gen. Das ist ein Traf­fic-An­stieg von ins­ge­samt 755,44 %.
  • Eine Um­satz­stei­ge­rung von 75%.
  • Die Sicht­bar­keit ist von 0,0021 auf 0,2552 SI-Punk­te laut Sis­trix ge­stie­gen (Ja­nu­ar 2020).

Auf­ga­ben und Zie­le

Der Shop soll­te wie­der mehr Traf­fic, bes­se­re Ran­kings und mehr Con­ver­si­on über die or­ga­ni­sche Su­che von Goog­le be­kom­men.

Un­se­re Auf­ga­be war da­bei zu ana­ly­sie­ren, war­um es zu dem be­sag­ten Ab­sturz kam und wel­che Maß­nah­men ge­trof­fen wer­den müs­sen, da­mit der Shop wie­der an Traf­fic und Ran­kings ge­winnt.

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Maß­nah­men zum Er­folg – Eine Über­sicht

Da­mit das vor­ge­ge­be­ne Ziel er­reicht wer­den konn­te, muss­ten zu­nächst die fol­gen­den Schrit­te durch­ge­gan­gen wer­den:

IST-Zu­stand

Ne­ben der be­reits er­wähn­ten Sicht­bar­keit muss­te der Sta­tus der Web­site in ei­nem SEO Au­dit er­fasst wer­den. Wel­che Feh­ler gibt es auf der Web­site, die zu Pro­ble­men bei der In­de­xie­rung durch Goog­le füh­ren kön­nen und wel­che Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­le gibt es, durch die bes­se­re Ran­kings er­zielt wer­den kön­nen?

Auch wur­de er­fasst, wel­che URLs be­reits Traf­fic er­hiel­ten und wel­che zum da­ma­li­gen Zeit­punkt nicht in der Su­che er­schie­nen – da­für ist eine Ana­ly­se mit Goog­le Ana­ly­tics und Search Con­so­le er­for­der­lich.

Die Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­le auf der Web­site selbst ha­ben wir ne­ben der Search Con­so­le mit den Tools Screa­ming Frog und Seo­bi­li­ty durch­ge­führt. Mit die­sen drei Tools las­sen sich be­son­ders klei­ne bis mit­tel­gro­ße Web­sites und Shops ef­fek­tiv ana­ly­sie­ren.

Na­tür­lich sind die Tools nur so gut, wie der Nut­zer die Mel­dun­gen deu­ten kann. Nur mit Er­fah­rung im Be­reich SEO kön­nen sol­che Tools rich­tig ver­stan­den wer­den und ent­spre­chend er­folg­rei­che Maß­nah­men ab­ge­lei­tet wer­den.

Die Ana­ly­se des Link­pro­fils ha­ben wir mit dem Tool Ma­jes­tic.com und ah­refs durch­ge­führt. Die­se SEO-Tools er­fas­sen zu­ver­läs­sig mög­lichst vie­le Links der Do­main und ein Link­au­dit lässt sich mit den Wer­ten der Tools Trust­Flow und Ci­ta­ti­on­Flow eben­falls zu­ver­läs­sig ana­ly­sie­ren.

Das Mo­ni­to­ring wur­de mit Tools wie der Search Con­so­le, Sis­trix und dem Ran­king-Tra­cker Serpwat­cher auf­ge­setzt.

Stra­te­gie

Auf Ba­sis des Au­dit ist es mög­lich, eine SEO-Stra­te­gie zu ent­wi­ckeln. Mit wel­chen Maß­nah­men las­sen sich die ge­wünsch­ten Zie­le er­rei­chen? Was muss ge­tan wer­den, um den ma­xi­ma­len Er­folg zu er­zie­len?

Ge­nau das wird in der SEO-Stra­te­gie fest­ge­hal­ten. Ein Maß­nah­men­ka­ta­log hilft da­bei eben­so wie ein Pro­jekt­plan, da­mit kei­ne Auf­ga­be über­gan­gen wird. Be­son­ders wich­tig ist es bei SEO, die Prio­ri­tä­ten rich­tig zu set­zen – op­ti­miert man hier nicht als ers­tes die wich­tigs­ten Stell­he­bel, kann es wirk­lich sehr lan­ge dau­ern, bis Er­geb­nis­se zu se­hen sind.

Um­set­zung

Die Um­set­zung der Stra­te­gie er­folgt in vier gro­ßen Auf­ga­ben­ge­bie­ten. Zu­nächst ein­mal wur­de eine Key­word-Re­cher­che durch­ge­führt, um alle re­le­van­ten Such­be­grif­fe, die po­ten­zi­el­le Kun­den über die Goog­le-Su­che ein­ge­ben, zu fin­den und In­hal­te zu ent­wi­ckeln.

Um die Über­sicht zu be­hal­ten, wird im­mer eine Mind­map mit al­len wich­ti­gen URLs er­stellt, da­mit alle Be­tei­lig­ten wis­sen, wel­che URLs auf wel­ches Key­word op­ti­miert wer­den sol­len.

Xmind
Beispiel einer Mindmap (Tool: Xmind.com) – hier werden alle wichtigen URLs (Startseite, Kategorien, Produkte und weitere Landing Pages) übersichtlich dargestellt.

Bei der On­Page-Op­ti­mie­rung geht es dar­um, die Web­site best­mög­lich zu op­ti­mie­ren, da­mit Goog­le sie ver­steht und ein­wand­frei in­de­xie­ren kann. Da­bei wird na­tür­lich nicht nur Goog­le be­rück­sich­tigt, son­dern auch und vor al­lem der User. Wel­che In­for­ma­tio­nen (User-In­tent) sucht er und wie kann ich ihm die­se auf der Web­site best­mög­lich prä­sen­tie­ren? Denn Goog­le be­lohnt User-zen­trier­te Web­sites be­son­ders.

Streng ge­nom­men kann man die In­hal­te (Con­tent) auch zur On­Page-Op­ti­mie­rung zäh­len. Da bei die­sem Shop je­doch be­son­ders we­nig Con­tent vor­han­den war, war die­ser Punkt eine se­pa­ra­te Leis­tung, denn so gut wie jede Ka­te­go­rie be­nö­tig­te zu­sätz­li­chen Con­tent, der auf die Be­su­cher und Key­words op­ti­miert wer­den muss­te.

Bei der Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung geht es dar­um, die vor­han­de­nen Back­links zu ana­ly­sie­ren. Gibt es hier schäd­li­che, ne­ga­ti­ve Back­links, die Ran­kings ver­hin­dern? Oder gibt es zu we­ni­ge gute Back­links? Und wenn ja, wie kön­nen neue, pre­mi­um Back­links auf­ge­baut wer­den?

Mo­ni­to­ring

Das Mo­ni­to­ring oder auch die Er­folgs-Kon­trol­le ist ein ele­men­ta­rer Schlüs­sel für jede Op­ti­mie­rung.

  • Wer­den die Zie­le durch die vor­ge­nom­me­nen Maß­nah­men er­reicht?
  • Muss die SEO-Stra­te­gie nach­jus­tiert wer­den?

Ge­nau das lässt sich durch Mo­ni­to­ring her­aus­fin­den.

SEO Au­dit: Was lief schief auf der Web­site?

Beim Au­dit ka­men ei­ni­ge Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­le zum Vor­schein, die er­klär­ten, war­um die Web­site so schlecht per­formt hat­te und 2013 so plötz­lich ab­ge­stürzt ist. Aber der Rei­he nach:

Die In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur der Web­site war zu Be­ginn sehr un­struk­tu­riert. So gab es mehr­fa­che URLs zum glei­chen Pro­dukt, Ka­te­go­rien äh­nel­ten sich zu sehr, Tex­te wie­der­hol­ten sich auf ver­schie­de­nen URLs (Du­pli­ca­te Con­tent).

Dazu kam, dass Title Tags und Meta De­scrip­ti­ons bis da­hin nicht or­dent­lich op­ti­miert wa­ren. Eine Viel­zahl der URLs hat­te kei­ne Meta-An­ga­ben, wes­halb Goog­le sich die­se dann selbst au­to­ma­tisch in den SERPs zu­sam­men­stell­te. Die­se au­to­ma­tisch er­stell­ten An­ga­ben sind dann nicht op­ti­miert und meis­tens weit we­ni­ger schön zu le­sen, als wenn man die­sen Schritt selbst über­nimmt.

Au­ßer­dem gab es nur ganz we­ni­ge URLs mit hifl­rei­chen In­hal­ten, wie z. B. ei­nen Rech­ner für er­for­der­li­che Lösch­mit­tel­ein­hei­ten (feu­er­loe­scher24.com/con­tent/9-Loesch­mit­tel­ein­hei­ten).

Die URLs mit den größ­ten Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­len, wie z. B. die Ka­te­go­rien, wa­ren so gut wie gar nicht mit Con­tent be­füllt. Für eine Voll­text-Such­ma­schi­ne wie Goog­le sind In­hal­te aber enorm wich­tig.

So gab es eine Viel­zahl an Op­ti­mie­rungs­po­ten­zia­len:

  • Auf den Ka­te­go­rie- und Pro­dukt­sei­ten wa­ren zu we­ni­ge oder gar kei­ne In­hal­te vor­han­den, die ei­nen Mehr­wert ge­bracht hät­ten.
  • Schlech­ter Auf­bau der In­for­ma­ti­ons- und Sei­ten­ar­chi­tek­tur. Wich­ti­ge Sei­ten wa­ren viel zu tief in der Web­site ver­steckt.
  • 102 Sei­ten hat­ten Du­pli­ca­te Con­tent Pro­ble­me.
  • 15 Sei­ten hat­ten ei­nen 404 Sta­tus Code (Bro­ken Links). Die­se Feh­ler­sei­ten er­schwe­ren das Craw­ling für den Goog­le-Bot (Web­craw­ler) eben­falls.
  • Es wur­den 23 in­ter­ne Wei­ter­lei­tun­gen ge­fun­den. Da­durch ent­ste­hen Wei­ter­lei­tungs­ket­ten, die für das Craw­ling eben­falls schlecht sein kön­nen.
  • 53 Sei­ten stan­den auf­grund der bis­he­ri­gen Key­word-Op­ti­mie­rung in Kon­kur­renz zu­ein­an­der (Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung).
  • Die La­de­zei­ten wa­ren über­durch­schnitt­lich hoch.
  • Sei­ten ohne Such­in­ten­ti­on (wie z. B. das Im­pres­sum) wur­den nicht auf no­in­dex,fol­low ge­setzt.
  • Mehr als 50 Sei­ten hat­ten kei­nen in­di­vi­du­el­len Title Tag und 36 Sei­ten hat­ten kei­ne in­di­vi­du­el­le Meta De­scrip­ti­on.
  • Über­schrif­ten-Struk­tur: Es gab meh­re­re H1-Über­schrif­ten pro URL und die H-Über­schrif­ten wur­den ins­ge­samt nicht in strin­gen­ter Rei­hen­fol­ge plat­ziert. So folg­te z. B. eine H4- auf eine H2-Über­schrift usw.
  • Bil­der hat­ten kei­ne ALT-Tags.
  • Be­son­ders im Fließ­text gab es kei­ne oder nur we­ni­ge in­ter­ne Links auf die wich­ti­gen Ka­te­go­rie­sei­ten.

Die­se und noch vie­le wei­te­re Feh­ler auf der Web­site ver­hin­der­ten gute Ran­kings für den Shop.

Und das Link­pro­fil?

Doch wie sah das Link­pro­fil aus und war­um ver­lor die Do­main Ende 2013 so stark an Sicht­bar­keit:

Durch das Goog­le Pin­gu­in 2.1 Up­date büß­te der Shop stark an Sicht­bar­keit ein. Dank der Ana­ly­se des Link­pro­fils wur­de schnell klar: Hier wur­de eine Viel­zahl an schwa­chen Links auf­ge­baut, die zum ent­we­der nicht the­men­re­le­vant oder rei­ner Spam wa­ren.

  • Auf­grund der bis­he­ri­gen schlech­ten Link-Qua­li­tät hat­te der Shop so stark an Sicht­bar­keit ver­lo­ren.

Zu­dem gab es kei­ne star­ken Back­links im Link­pro­fil, die Goog­le hät­ten zei­gen kön­nen, dass der Shop es ver­dient hat, in den Ran­kings wei­ter nach vor­ne zu kom­men.

Stra­te­gie­ent­wick­lung

Aus dem Au­dit ging her­vor, dass als ers­tes die Do­main von den schlech­ten Links be­freit wer­den muss­te.

Wenn Goog­le der Do­main kein Ver­trau­en schenkt, sind alle wei­te­ren Maß­nah­men sinn­los. Die Sei­te brauch­te also zu­erst ein sau­be­res Link­pro­fil.

Da­nach soll­te die Key­word-Re­cher­che fol­gen, um mög­lichst vie­le URLs auf ein oder meh­re­re Key­words op­ti­mie­ren zu kön­nen. Ohne Key­word-Re­cher­che wäre die Op­ti­mie­rung ei­nem Blind­flug gleich­ge­kom­men, mit der Re­cher­che wuss­ten wir, auf wel­che Be­grif­fe op­ti­miert wer­den muss.

Da­nach soll­ten sämt­li­che On­Page-Maß­nah­men auf der Web­site und die Con­tent-Er­stel­lung für alle wich­ti­gen URLs (Ka­te­go­rien, Pro­duk­te usw.) er­fol­gen. Zum Schluss soll­te der Auf­bau von neu­en, hoch­wer­ti­gen Back­links ste­hen.

Zu­sam­men­fas­sung der SEO-Stra­te­gie

  • Er­ho­lung der Do­main von der Ab­stra­fung durch ent­fer­nen/ent­wer­ten al­ler schäd­li­chen Links
  • Key­word-Re­cher­che zur Iden­ti­fi­zie­rung wei­te­rer Op­ti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten
  • Sämt­li­che On­Page-Feh­ler auf der Web­site be­he­ben und ins­be­son­de­re eine sinn­vol­le In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur auf­bau­en
  • Re­le­van­te In­for­ma­tio­nen/Tex­te ein­bau­en, um ei­nen Mehr­wert auf der Web­site zu ha­ben – be­son­ders auf den Ka­te­go­rie­sei­ten
  • Neue star­ke Back­links auf­bau­en, um die Web­site wei­ter nach vor­ne zu pu­shen
  • Mo­ni­to­ring auf­set­zen, um eine Er­folgs­kon­trol­le über alle Maß­nah­men zu ha­ben

Bei der SEO-Stra­te­gie ist es ne­ben dem Maß­nah­men­plan eben­falls wich­tig, sich Prio­ri­tä­ten zu set­zen, da auf­grund von be­grenz­ten Res­sour­cen nicht alle Auf­ga­ben gleich­zei­tig an­ge­gan­gen wer­den kön­nen.

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Um­set­zung der Stra­te­gie

Bei der Um­set­zung ist es wich­tig, sich strikt an die Maß­nah­men aus der Stra­te­gie zu hal­ten. Nur so kann die Web­site Schritt für Schritt rich­tig op­ti­miert wer­den und mög­lichst schnell (für SEO-Ver­hält­nis­se) Er­fol­ge er­zie­len.

Der ers­te wich­ti­ge Schritt war es, raus aus der Ab­stra­fung durch das 2.1 Pin­gu­in Up­date von da­mals zu kom­men. Da­für wur­den die schlech­ten Links aus dem Link­pro­fil er­fasst und ent­we­der durch An­schrei­ben der Sei­ten­be­trei­ber von die­sen ent­fernt oder, wenn sich der Web­mas­ter nicht ge­mel­det hat­te, ma­nu­ell mit­tels Goog­le Di­s­avow Tool ent­wer­tet.

Links entwertet
Disavow File bei Google hochladen. Hier haben wir 26 URLs als schädlich gemeldet und zur Entwertung angegeben.

In der Lis­te be­fin­den sich alle URLs, die von uns als schäd­lich ein­ge­stuft wur­den. Die ent­spre­chen­den Sei­ten wa­ren un­ter an­de­rem:

  • nicht the­men­re­le­vant
  • von Link­schleu­dern, also Sei­ten, die ein­zig und al­lein zur Link­ma­ni­pu­la­ti­on dien­ten,
  • von sons­ti­gen ne­ga­ti­ven Ei­gen­schaf­ten be­las­tet, wie z. B. frem­den Spra­chen oder Links von Web­sites mit Er­wach­se­nen-In­hal­ten.

Tipp: Statt ein­zel­ner URLs, kann man auch gan­ze Do­mains mit dem Be­fehl do­main: „Hier­Steht­Ei­ne­Do­main.de“ ent­wer­ten.

Auszug aus der Disavow-File mit Links, die Google nicht berücksichtigen soll

Wich­tig: Bei der Ent­fer­nung oder Ent­wer­tung von Back­links ist im­mer größ­te Vor­sicht ge­bo­ten! Wer­den aus­ver­se­hen gute, star­ke Back­links ent­wer­tet, kann das zu Ran­king-Ein­brü­chen füh­ren.

Key­word-Re­cher­che

Die Key­word-Re­cher­che fängt im­mer beim Kun­den selbst an. Der Kun­de er­klärt uns sein Busi­ness und zählt wich­ti­ge Be­grif­fe aus sei­ner Bran­che und für sei­ne Kun­den auf. Bei der Re­cher­che nach pas­sen­den Such­be­grif­fen, zu de­nen wir den Shop op­ti­mie­ren kön­nen, ist das der ers­te wich­ti­ge Schritt.

Mit die­sem Ba­sic-Set von Be­grif­fen kön­nen wir dann mit Tools und Re­cher­che­ar­beit ein Mas­ter-Key­word-Set er­stel­len. In die­ser Da­tei be­fin­den sich dann alle Such­be­grif­fe, auf die der Shop op­ti­miert wer­den soll.

Bei die­sem Shop ha­ben wir u. a. Tools wie kw­fin­der.com, Sis­trix.com und na­tür­lich die klas­si­sche Goog­le-Su­che ein­ge­setzt.

kwfinder Startseite

kw­fin­der kurz er­klärt

Mit die­sem Tool las­sen sich be­son­ders vie­le Key­word-Ideen ge­ne­rie­ren. Gibt man hier ein Key­word, z. B. „Feu­er­lö­scher“, ein, er­schei­nen wei­te­re Key­word-Ideen in Kom­bi­na­ti­on mit dem Be­griff in der Ein­ga­be (sie­he Bild).

Ecommerce SEO Keywords
In der linken Spalte erscheinen weitere Keyword-Ideen, während in der rechten Spalte die SERPs, inkl. Trafficverlauf, zum jeweiligen Keyword angezeigt werden

Der kw­fin­der ist ei­nes der Haupt­tools bei der Re­cher­che. Hier sam­meln wir alle Ideen, über­prü­fen das mo­nat­li­che Such­vo­lu­men und vie­les mehr. Ein­zi­ges Man­ko bei die­sem Tool: Die Kon­kur­renz­ein­schät­zung ist für klei­ne bis mitt­le­re Shops lei­der nicht rea­lis­tisch und kann da­her igno­riert wer­den.

SIS­TRIX kurz er­klärt

Mit Sis­trix las­sen sich die Ran­kings der ei­ge­nen Web­site, aber auch der Mit­be­wer­ber ana­ly­sie­ren. Hier kann man schnell se­hen, wer auf wel­che Key­words op­ti­miert hat. Sis­trix bie­tet eben­falls die Mög­lich­keit, Key­word-Ideen zu ei­nem Such­be­griff an­zei­gen zu las­sen (sie­he Bild).

Sistrix-Ergebnisse zum Begriff „Feuerlöscher“

Sis­trix und der KW­Fin­der sind kos­ten­pflich­ti­ge Tools, die bei je­der Re­cher­che un­ab­ding­bar sind. Das nächs­te Tool, Goog­le selbst, ist na­tür­lich um­sonst.

Goog­le als Key­word-Tool kurz er­klärt

Über die klas­si­sche Goog­le-Su­che las­sen sich ganz ein­fach wei­te­re Key­word-Ideen sam­meln. Durch die Au­to­fill-Funk­ti­on wer­den be­reits ei­ni­ge Such­vor­schlä­ge an­ge­zeigt

Google-Autofill Funktion – hier zeigt Google besonders beliebte Eingaben zum Keyword an
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Suchanfragen für Keyword-Ideen
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Das Key­word-Set (Aus­zug)

Dank der Zu­sam­men­ar­beit mit dem Kun­den (hier kom­men die ers­ten Key­word-Ideen) und der Re­cher­che nach wei­te­ren Key­word-Mög­lich­kei­ten konn­ten wir eine or­dent­li­che Key­word-Mas­ter-Da­tei er­stel­len. Hier ein Aus­zug dar­aus:

Keywords im Überblick (Liste erstellt mit Kwfinder)

So­bald die Key­word-Lis­te steht, be­gin­nen wir mit den nächs­ten Schrit­ten wei­ter in Rich­tung On­Page-Op­ti­mie­rung.

On­Page-Op­ti­mie­rung

Kom­men wir zur ak­ti­ven Um­set­zung der On­Page-Op­ti­mie­rung. Hier wer­den nun alle Punk­te um­ge­setzt, die zur Ver­bes­se­rung der Ran­kings füh­ren sol­len.

Title Tags

Zu­nächst setz­ten wir die Op­ti­mie­rung der Title Tags durch. Das ist ein be­son­ders gro­ßer Stell­he­bel, der schnell um­ge­setzt wer­den kann. Das Pro­blem war, dass zu­vor über 20 URLs auf das Key­word „Feu­er­lö­scher“ op­ti­miert wa­ren. Dank der Key­word-Re­cher­che konn­ten wir je­der Ka­te­go­rie ein ei­gen­stän­di­ges Key­word im Title Tag ein­tra­gen. Zu­dem er­hielt jede URL (die ran­ken soll­te) ei­nen in­di­vi­du­el­len Title Tag und eine ei­ge­ne Meta De­scrip­ti­on. Hier ein Bei­spiel, wie wir die Start­sei­te op­ti­miert ha­ben:

Title Tag

Gro­ße Aus­wahl und güns­ti­ge Prei­se als USP. Vor­sicht: Güns­ti­ge Prei­se al­lein sind meist kein wirk­li­cher USP, da­her der Zu­satz „gro­ße Aus­wahl“.

Der Title Tag wird ab­ge­schnit­ten, da er zu lang ist, was je­doch nicht schlimm ist, da in der Goog­le-Su­che alle wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen zu fin­den sind.

In der Meta De­scrip­ti­on wur­den ne­ben Son­der­zei­chen (✓) wei­te­re Vor­tei­le zum Shop, wie z. B. „fracht­frei be­stel­len“, auf­ge­zählt, um zum Kli­cken zu ani­mie­ren. Ge­nau die­sem Pro­zess ha­ben wir alle wich­ti­gen Sei­ten un­ter­zo­gen, die Ran­kings ha­ben sol­len.

Beim Title Tag lau­tet die Faust­for­mel: im­mer das Haupt­key­word der je­wei­li­gen URL an den An­fang set­zen (in Kom­bi­na­ti­on mit dem Wort „kau­fen“) und falls mög­lich ei­nen USP nen­nen. Wenn nicht ge­nug Platz im Title Tag war, wur­de der USP nicht mit­ge­nom­men.

Bei der Meta De­scrip­ti­on ist dies ähn­lich: Key­word nen­nen, Son­der­zei­chen ver­wen­den und USPs auf­zäh­len, die zum Kli­cken ani­mie­ren sol­len.

Modul SEO Center Bulk Edition können Title Tag und mehr angepasst werden
Modul SEO Center: Bulk Edition können Title Tag und mehr schnell angepasst werden

Bro­ken Links/404 Feh­ler

15 URLs, die im Shop ver­linkt wur­den, hat­ten ei­nen 404 Sta­tus Code, sprich die­se URLs wa­ren ge­löscht und lie­fer­ten den Feh­ler „URL nicht ge­fun­den“. So et­was ist nicht nur un­schön für die Nut­zer, son­dern auch schlecht für die In­de­xie­rung und das Craw­ling durch den Goog­le-Bot. Durch Ent­fer­nung der Links bzw. Set­zen der rich­ti­gen Links, wur­den die­se Feh­ler be­ho­ben.

In­ter­ne 301-Wei­ter­lei­tun­gen

Durch in­ter­ne Wei­ter­lei­tung kann un­ter Um­stän­den zu­sätz­li­ches Craw­ling Bud­get auf­ge­braucht wer­den. Das ist nicht op­ti­mal bei der In­de­xie­rung, denn war­um soll­te man in­ter­ne Wei­ter­lei­tun­gen über­haupt ha­ben? Da­her ha­ben wir alle Wei­ter­lei­tun­gen be­ho­ben und ent­spre­chend di­rekt auf die rich­ti­gen URLs ge­setzt – ohne eine Wei­ter­lei­tung.

Schlech­te In­for­ma­ti­ons- und Sei­ten­ar­chi­tek­tur, Du­pli­ca­te-Con­tent-Pro­ble­me und Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung

Die­se Punk­te stell­ten ei­nen be­son­ders gro­ßen He­bel bei der Op­ti­mie­rung dar. Du­pli­ca­te Con­tent und Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung sind kei­ne Feh­ler, die zu ei­ner Ab­stra­fung füh­ren. Bei der In­de­xie­rung kön­nen sie aber er­heb­li­che Pro­ble­me ver­ur­sa­chen. Wenn meh­re­re URLs auf das glei­che Key­word op­ti­miert sind, weiß der Goog­le-Craw­ler nicht, wel­che URL zu wel­chem Key­word ran­ken soll.

Da­her ha­ben wir die dop­pel­ten In­hal­te ent­fernt und im­mer jede URL, die ran­ken soll­te, auf ein be­stimm­tes Key­word op­ti­miert. So konn­ten wir Goog­le zei­gen, wel­che URL zu wel­chen Key­words ge­fun­den wer­den soll­te.

Konn­ten wir eine Sei­te nicht lö­schen, ha­ben wir die­se auf no­in­dex,fol­low ge­setzt. Ins­ge­samt konn­ten wir 102 Sei­ten vom Du­pli­ca­te-Con­tent-Pro­blem be­frei­en und auf 53 Sei­ten, die in Kon­kur­renz zu­ein­an­der stan­den, die bis­he­ri­ge Key­word-Op­ti­mie­rung än­dern und so die Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung auf­lö­sen.

Die schlech­te In­for­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur sorg­te da­für, dass Ran­kings ver­hin­dert wur­den.

Bei­spiel für die da­mals un­pas­sen­de In­for­ma­ti­ons- und Sei­ten­ar­chi­tek­tur:

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Die Ober­ka­te­go­rie „Pul­ver-Feu­er­lö­scher“ be­steht aus den Fil­ter­sei­ten „Pul­ver­feu­er­lö­scher 1-2 KG“, „4-6 KG“, „9 KG“ und „12 KG“.

Die­se Fil­ter­sei­ten wur­den von Goog­le im­mer wie­der zum Key­word „Pul­ver-Feu­er­lö­scher“, der Ober­ka­te­go­rie, in den SERPs auf­ge­ru­fen. So spran­gen die Ran­kings hin und her – mal war eine Un­ter­sei­te in den TOP 100 und dann war wie­der die Ober­ka­te­go­rie zu fin­den. Goog­le hat­te also gro­ße Pro­blem hier zu­recht­zu­kom­men.

Da wir die Fil­ter­sei­ten nicht lö­schen woll­ten (der User will die­se Auf­tei­lung ha­ben, da es men­gen- und preis­tech­nisch ei­nen er­heb­li­chen Un­ter­schied macht, ob man ei­nen 2 kg oder 12 kg schwe­ren Lö­scher kauft), muss­ten wir die­se Fil­ter­sei­ten auf no­in­dex,fol­low set­zen.

Die Er­geb­nis­se wa­ren schnell zu se­hen: Die Ober­ka­te­go­rie fing end­lich an, für das Haupt­key­word „Pul­ver-Feu­er­lö­scher“ zu ran­ken.

Al­ler­dings gab es noch ein wei­te­res Pro­blem mit den Ka­te­go­rien: Bis man die Pro­duk­te zu se­hen be­kam, muss­te man sich zu­nächst ein­mal durch die Un­ter­ka­te­go­rien durch­kli­cken.

Der Ab­lauf an ei­nem Bei­spiel:

(1.Klick) Kategorie-Oberseite zu Pulver-Feuerlöschern – Klick auf „Pulverlöscher 4-6 KG“
Dauerdruck Feuerlöscher
(2.Klick) Klick auf Dauerdruck Feuerlöscher
Klickverlauf
(3.Klick) Endlich bei den Produkten.

Von der Ober­ka­te­go­rie be­nö­tig­te es 3 Klicks bis zu den Pro­duk­tendas ist zu lang für den User und die In­de­xie­rung durch Goog­le. Pro­duk­te soll­ten be­reits in der Ober­ka­te­go­rie ein­ge­baut sein.

Statt Pro­duk­ten wa­ren in der Ober­ka­te­go­rie erst­mal nur ein sehr kur­zer Text (1-2 Sät­ze) und die da­zu­ge­hö­ri­gen Un­ter­ka­te­go­rien auf­ge­lis­tet. Die Op­ti­mie­rung be­stand dar­in, dass zu­nächst alle Pro­duk­te in der Ober­ka­te­go­rie an­ge­zeigt wer­den.

Produkte direkt in der Oberkategorie
Produkte werden direkt in der Oberkategorie angezeigt

Das war ei­gent­lich ein ein­fa­cher Schritt, der je­doch gro­ße Wir­kung ge­zeigt hat. Goog­le und die Nut­zer wol­len na­tür­lich Ka­te­go­rie­sei­ten ha­ben, die die Pro­duk­te di­rekt an­zei­gen. Nie­mand will sich erst durch­kli­cken müs­sen.

Da die Un­ter­ka­te­go­rien (Fil­ter­sei­ten, wie „2 L Schaum­lö­scher“) wie ge­sagt nicht ge­löscht wer­den konn­ten, blie­ben die­se auf no­in­dex,fol­low, um eine Key­word-Kan­ni­bal­sie­rung zu ver­mei­den.

Hin­weis zu Ka­te­go­rie-Op­ti­mie­run­gen: sau­be­rer wäre es, über ei­nen Fil­ter, der bei Shops nor­ma­ler­wei­se üb­lich ist, ver­schie­de­ne Pro­dukt­ar­ten in ei­ner Ka­te­go­rie zu sor­tie­ren – die­se Op­ti­mie­rung ist für die Zu­kunft ge­plant.

Thin Con­tent / Feh­len­de Tex­te auf den Ka­te­go­rie­sei­ten

Beispiel: Jede Kategorie benötigt Content
Beispiel: Kategorien brauchen Content

Auf den Ka­te­go­rie­sei­ten gab es so gut wie kei­nen Con­tent. Es gab nur eine Über­schrift und 2-3 Links zu den nächs­ten Un­ter­ka­te­go­rien. Sol­che Sei­ten kön­nen kaum gut ran­ken, weil sie kei­nen Mehr­wert für den Nut­zer ha­ben und da­mit auch für Goog­le nicht brauch­bar sind.

Ne­ben dem be­reits er­wähn­ten Ein­bau von Pro­duk­ten er­stell­ten wir Tex­te für die je­wei­li­gen Ober­ka­te­go­rien, die ran­ken soll­ten, z. B. für die Ka­te­go­rie „Pul­ver­lö­scher“.

Die In­hal­te der Ka­te­go­rie­tex­te lei­te­ten wir zum ei­nen von den Key­words ab und zum an­de­ren von den Fra­gen der Nut­zer. Be­son­ders oft steht z. B. die Fra­ge im Raum, für wel­che Brand­klas­se der an­ge­bo­te­ne Feu­er­lö­scher zu­läs­sig ist und ab wann Feu­er­lö­scher ver­pflich­tend sind.

Con­tent auf der Start­sei­te

Auch auf der Start­sei­te gab es kei­nen Text, son­dern nur Links und Bil­der zu den Ka­te­go­rien und Pro­duk­ten. Da die Start­sei­te zum Key­word „Feu­er­lö­scher“ ran­ken soll­te, muss­ten wir hier eben­falls ei­nen Fließ­text ein­bau­en. Das Key­word „Feu­er­lö­scher“ ist ein sehr ge­ne­ri­scher Be­griff und der Search In­tent ist hier un­ter­schied­lich.

Man­che User schei­nen sich nur über die ver­schie­de­nen Feu­er­lö­scher­ar­ten in­for­mie­ren zu wol­len, wäh­rend an­de­re di­rekt ei­nen kau­fen möch­ten.

Wir ha­ben uns da­her für fol­gen­de Lö­sung ent­schie­den: Auf der Start­sei­te soll­ten die Links und Bil­der zu den Pro­duk­ten be­stehen blei­ben, je­doch auch ge­nü­gend In­for­ma­tio­nen zu fin­den sein, um User, die auf der Su­che nach In­for­ma­tio­nen sind, zu­frie­den­zu­stel­len.

Da­her ha­ben wir Tex­te mit mög­lichst vie­len In­for­ma­tio­nen zum The­ma Feu­er­lö­scher er­stellt, inkl. Ta­bel­len und Bil­dern zu den Brand­klas­sen. Durch die­sen Schritt woll­ten wir so­wohl den trans­ak­tio­na­len (User will et­was kau­fen) als auch den in­for­ma­tio­na­len (User will In­for­ma­tio­nen ha­ben) In­tent be­frie­di­gen.

Die La­de­zei­ten wa­ren über­durch­schnitt­lich hoch

Vor der Op­ti­mie­rung gab es La­de­zei­ten von 5-7 Se­kun­den für die Start- und Ka­te­go­rie­sei­ten. Bis da­hin wur­de kein Caching ein­ge­setzt, die Ser­ver-Ant­wort-Zei­ten wa­ren viel zu hoch und vie­les mehr er­höh­te die La­de­zeit. Im Shop wur­de ein Caching Plug­in in­stal­liert, Bil­der wur­den kom­pri­miert und so wei­ter.

Modul Pagespeed für Prestashop
Modul Pagespeed für Prestashop

Die La­de­zei­ten für die Start­sei­te lie­gen seit­dem bei ca. 1 Se­kun­de laut Ping­dom, was be­reits ein gu­ter Wert ist.

Ladezeiten
Ladezeiten gemessen mit Pingdom

Sei­ten ohne Such­in­ten­ti­on

War­um soll­ten wir Such­ma­schi­nen­in­dex mit Sei­ten voll­stop­fen, die so­wie­so kei­ne Re­le­vanz ha­ben? Da­her ha­ben wir Sei­ten, die zwar nicht ge­löscht wer­den konn­ten, aber auch ohne Such­in­ten­ti­on sind (Sei­ten wie Im­pres­sum und Da­ten­schutz, die nichts im Such­in­dex ver­lo­ren ha­ben), auf no­in­dex,fol­low ge­setzt. Über die bei­den Mo­du­le „SEO Cen­ter: Bulk Edi­ti­on“ und „SEO No­in­dex,fol­low“ wird die In­de­xie­rung der ein­zel­nen Sei­ten ge­steu­ert.

Suchmaschinenoptimierungs-Module für Prestashop
SEO Module für Prestashop

URLs, wie z. B. der Wa­ren­korb, die nicht über das CMS-Sys­tem auf no­in­dex ge­setzt wer­den konn­ten, wur­den mit­tels Ro­bots.txt für die Such­ma­schi­nen ge­sperrt. Aber auch Du­pli­ca­te Con­tent muss­te dar­über stel­len­wei­se be­ho­ben wer­den, da die­se Sei­ten nicht über das CMS auf no­in­dex ge­setzt wur­den konn­ten.

Auszug Robots.txt

Wei­te­re Op­ti­mie­run­gen:

  • Bil­der ohne ALT-Tags

Ein Klas­si­ker: Alle Bil­der im Shop mit ei­nem pas­sen­den ALT-Tag aus­stat­ten. Das ist et­was Fleiß­ar­beit, lässt aber die Bil­der in der Goog­le-Bil­der­su­che und da­mit auch den Shop bes­ser da­ste­hen und bringt ent­spre­chen­de Ver­bes­se­run­gen in den Ran­kings mit sich.

  • Über­schrif­ten-Struk­tur

Es gab mehr­fach H1-Über­schrif­ten auf den Ka­te­go­rie- und Pro­dukt­sei­ten und die H-Über­schrif­ten wa­ren zu­dem nicht in strin­gen­ter Rei­hen­fol­ge plat­ziert wor­den. So kam zu­erst eine H2, die von ei­ner H4 Über­schrift ge­folgt wor­den ist. Die­se An­pas­sung ist nicht der wich­tigs­te Ran­king­fak­tor schlecht­hin, aber durch eine lü­cken­lo­se Auf­zäh­lung ist die Sei­te auch hier sau­ber op­ti­miert.

  • In­ter­ne Ver­lin­kun­gen

In­ter­ne Links zu den wich­tigs­ten Ka­te­go­rie­sei­ten wur­den in den Fließ­text ge­setzt, um hier alle wich­ti­gen Ka­te­go­rien per­ma­nent ver­linkt zu ha­ben.

  • Sei­ten ohne SSL-Ver­schlüs­se­lung

Es gab stel­len­wei­se Bil­der, die nicht über SSL-Ver­schlüs­se­lung ge­la­den wur­den, da­her kam es zu dem Ef­fekt, dass im Brow­ser man­che URLs als „un­si­cher“ an­ge­zeigt wur­den. Durch das rich­ti­ge Ver­schlüs­seln wur­den alle Bil­der schließ­lich über SSL ge­la­den.

Seobility
Das Ergebnis der Onpage Optimierung (Bild: Seobility)

Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung

Ne­ben der be­reits be­schrie­be­nen Ent­wer­tung sämt­li­cher schäd­li­cher Links, ha­ben wir ge­ra­de ein­mal zwei Back­links über Ko­ope­ra­tio­nen auf­ge­baut – tha­t´s it. Mehr Links ha­ben wir nicht ak­tiv auf­ge­baut.

Es ist al­ler­dings an­zu­mer­ken, dass die Sei­te be­reits über vie­le Back­links ver­fügt und wir hier kei­ne hun­der­te von neu­en Back­links mehr auf­bau­en muss­ten, son­dern der Do­main durch zwei star­ke Links ge­nü­gend Trust ge­ge­ben ha­ben, um die Ran­kings zu ver­bes­sern.

Mo­ni­to­ring und Er­folgs­kon­trol­le

Das Mo­ni­to­ring ist enorm wich­tig und wur­de gleich zu Be­ginn der SEO-Kam­pa­gne auf­ge­setzt und un­un­ter­bro­chen fort­ge­führt. Denn nur mit va­li­den Da­ten las­sen sich die Er­fol­ge der Um­set­zun­gen mes­sen und dar­aus die rich­ti­gen wei­te­ren Maß­nah­men ab­lei­ten. So konn­ten wir se­hen, dass die Start­sei­te des Shops auf­grund des lan­gen Fließ­tex­tes an­fing gut zu ran­ken – ein Be­weis, dass die­se Art von Text er­folg­reich war.

Beim Mo­ni­to­ring setz­ten wir auf drei bzw. vier gro­ße Tools:

  • Goog­le Search Con­so­le
  • Goog­le Ana­ly­tics
  • Serpwat­cher
  • (Sis­trix)

Über die Goog­le Search Con­so­le und Goog­le Ana­ly­tics konn­ten wir die Per­for­mance je­der ein­zel­nen URL tra­cken und schau­en, wie sich der (or­ga­ni­sche) Traf­fic ent­wi­ckelt. Über die Search Con­so­le sa­hen wir zu­dem die CTR-Ent­wick­lun­gen, Ran­kings zu Key­words, wich­ti­ge Mel­dun­gen, falls die Sei­te schwe­re In­de­xie­rungs­pro­ble­me hat­te, und vie­les mehr.

Über den Serpwat­cher leg­ten wir das Key­word-Set des Shops an, um die täg­li­che Ent­wick­lung der Key­word-Ran­kings im Blick zu ha­ben. Sis­trix hat­ten wir eben­falls im Ein­satz, um die ge­sam­te Per­for­mance des Shops zu se­hen.

SEO Blog

Er­geb­nis­se im De­tail

Die Op­ti­mie­run­gen star­te­ten Au­gust 2017 und bis jetzt (Ja­nu­ar 2020) konn­te ein Traf­fic-Zu­wachs von 755% ge­mes­sen wer­den laut Search Con­so­le.

Be­stimm­te Op­ti­mie­run­gen, wie z. B. noch bes­se­re La­de­zei­ten, konn­ten auf­grund von Pro­ble­men mit dem CMS noch nicht um­ge­setzt wer­den.

Und trotz­dem hat der Shop ei­nen enor­men Traf­fic-Zu­wachs er­hal­ten und TOP Key­word-Ran­kings er­zielt.

Die ak­tu­el­le Sicht­bar­keit laut Sis­trix (Stand 31.01.2020)

Sistrix-Kurve am 31.01.20

Die Sicht­bar­keits­kur­ve geht nach ei­nem Down-Trend im Herbst/Win­ter 2018 wie­der steil berg­auf.

Der Ab­fall der Sicht­bar­keit ist da­mit zu er­klä­ren, dass der Shop zum Key­word „Feu­er­lö­scher“ für ein paar Mo­na­te nicht mehr in den TOP 10 ge­lis­tet war.

Das Be­son­de­re dar­an: Der Traf­fic über die or­ga­ni­sche Su­che ist in die­sem Zeit­raum trotz­dem ge­stie­gen, da die Sei­te über Mid und Long­tail Key­words viel Traf­fic ge­ne­riert.

Traf­fic-Ent­wick­lung (Stand 31.01.2020)

Ecommerce Case Studie SEO
Traffic-Entwicklung: Gesamtübersicht: 2018-2019

Laut Goog­le Search Con­so­le konn­ten die Klick­zah­len von 588 Klicks im No­vem­ber 2017 auf 5.030 Klicks im Ja­nu­ar 2020 ge­stei­gert wer­den. Das ist ein or­ga­ni­scher Traf­fic-Zu­wachs von 755,44 %!

Auch schön zu se­hen: Der Traf­fic ist von Mo­nat zu Mo­nat ste­tig ge­wach­sen. Es gab kaum ei­nen Mo­nat, in dem der Traf­fic ab­ge­fal­len ist. Hier ein Aus­zug mit al­len Zah­len aus dem Kun­den­re­port:

Report Traffic
Trafficzahlen Report Google Analytics
Trafficzahlen Report Search Console
Trafficzahlen Report Google Search Console
Google Search Console
Google Search Console - Entwicklung der letzten 16 Monate bis Januar

Ran­king-Ent­wick­lung

Die Ent­wick­lung der Ran­kings ha­ben wir mit dem Tool Serpwat­cher.com ge­trackt:

Hier sieht man sehr gut die Ent­wick­lung der Ran­kings und Sicht­bar­keit laut Tool vom 01.03.2018 bis 31.01.2020 (wei­ter in die Ver­gan­gen­heit kann man bei dem Tool lei­der nicht ge­hen).

Rankings Screenshot
Einige TOP 10 und auch TOP 3 & 1 Positionen wurden erreicht. Der Performance-Index stieg in der Zeit um 80,11% an.

Für die Zu­kunft

Für die Zu­kunft sind wei­te­re Op­ti­mie­run­gen an­ge­setzt.

So gibt es z. B. im­mer noch die Un­ter­ka­te­go­rien, die bis­lang nur auf no­in­dex,fol­low ge­setzt wur­den. Hier wäre eine Lö­schung an­ge­bracht und ein Fil­ter­sys­tem di­rekt über die je­wei­li­ge Ober­ka­te­go­rie bes­ser ge­eig­net – je we­ni­ger Klicks, des­to bes­ser für die Nut­zer und da­mit auch für Goog­le. Mit der ak­tu­el­len Lö­sung scheint Goog­le ak­tu­ell aber kei­ne Pro­ble­me zu ha­ben.

Bis­lang wur­den nur we­ni­ge struk­tu­rier­ten Da­ten hin­ter­legt. Auch wenn die­se zwar kein Ran­king­fak­tor sind, kön­nen die ei­ge­nen SERPs z. B. mit­tels FAQ Mark­up und Ster­ne-Be­wer­tun­gen op­tisch ver­bes­sert und da­mit die CTR op­ti­miert wer­den.

Die La­de­zei­ten sind noch lan­ge nicht gut, auch wenn sie ak­tu­ell bei ca. 1,1 Se­kun­den lie­gen. Laut dem Test­ing Tool von Goog­le geht hier noch ei­ni­ges.

Handlungsbedarf Pagespeed
Hier ist noch Handlungsbedarf: Der Pagespeed ist laut G. nicht optimal

Lear­nings

Für gute Ran­kings und viel Traf­fic über die or­ga­ni­sche Goog­le-Su­che müs­sen nur die rich­ti­gen und wich­ti­gen Stell­he­bel op­ti­miert sein und mit ge­nug Zeit kann der Goog­le-Traf­fic über die kos­ten­lo­se Su­che flie­ßen.

  • Nur ein lan­ger Atem führt zum Er­folg:

Der Traf­fic ist zwar um 755 % ge­stie­gen, aber es hat 2 Jah­re und 5 Mo­na­te (Au­gust 2017 – Ja­nu­ar 2020) ge­dau­ert, bis der Traf­fic so stark nach oben ge­gan­gen ist.

SEO muss auf lan­ge Sicht be­trach­tet wer­den, von heut auf mor­gen kom­men kei­ne gu­ten Ran­kings. Al­lein die gan­zen Op­ti­mie­rungs­punk­te um­zu­set­zen, die Ana­ly­se, der Au­dit usw., braucht ein­fach Zeit. Hin­zu kommt, dass Goog­le selbst Zeit be­nö­tigt, um alle Ver­än­de­run­gen zu be­grei­fen. Wer bei SEO Zeit mit­bringt, wird letz­ten En­des be­lohnt wer­den!

  • Ab­kür­zun­gen über schä­bi­ge Back­links brin­gen gar nichts:

Im Ge­gen­teil, wie man sieht, wur­de der Shop für sei­ne vie­len schlech­ten Links ab­ge­straft. Erst durch die Ent­wer­tung der Links konn­te der Shop wie­der ran­ken.

  • Im­mer On­Page vor Off­Pa­ge:

Di­rekt neue Back­links auf­zu­bau­en, hät­te kei­nen gro­ßen Ef­fekt mit sich ge­bracht. Auf der Web­site gab es kei­nen Mehr­wert für User, war­um soll­te Goog­le so et­was ran­ken? Zu­erst müs­sen die gro­ßen On­Page-Schnit­zer be­ho­ben wer­den, be­vor es an die Off­Pa­ge-Op­ti­mie­rung geht.

  • Kei­ne Pa­nik, nur weil Sis­trix oder ir­gend­ei­ne Sicht­bar­keits­kur­ve nach un­ten geht:

Ein Ab­fall der SI-Kur­ve von Sis­trix muss nicht be­deu­ten, dass man Traf­fic ver­liert oder gar ab­ge­straft wur­de. In die­sem Case sieht man sehr schön, dass der kurz­zei­ti­ge Ver­lust des gu­ten Ran­kings für das Traf­fic-star­ke Key­word „Feu­er­lö­scher“ kei­ne Aus­wir­kun­gen auf den Traf­fic hat­te.

Ein Groß­teil des Traf­fics kommt über Long­tail Key­words. Man soll­te sich nie­mals von 1-2 Key­words ab­hän­gig ma­chen, son­dern ein gro­ßes Key­word­set ha­ben (so­fern es die Ni­sche zu­lässt) und dar­auf op­ti­mie­ren. (Kon­zen­trie­re dich auf Mid und Long­tail)

  • Klei­ne Feh­ler sind nicht schlimm bzw. die Web­site muss nicht per­fekt sein:

Auch nicht per­fek­te Web­sites kön­nen ran­ken – so­lan­ge die wich­tigs­ten Op­ti­mie­run­gen um­ge­setzt sind.

  • Con­tent ist wich­tig:

Be­son­ders die Ka­te­go­rie­sei­ten brau­chen Con­tent. Auch war es hilf­reich, die Start­sei­te mit aus­rei­chend Con­tent zu be­fül­len. Hier ist noch eine wei­te­re Case über die Wich­tig­keit von Con­tent.

  • Sei­ten auf no­in­dex zu set­zen, kann hel­fen:

Da wir die Fil­ter­sei­ten aus dem Menü nicht lö­schen konn­ten/durf­ten, muss­ten wir die­se auf no­in­dex,fol­low set­zen, da­mit hier kei­ne Key­word-Kan­ni­ba­li­sie­rung ent­stand. So­weit kein Pro­blem für Goog­le – jede Ka­te­go­rie rankt jetzt zu den rich­ti­gen Key­words.

  • Sei­ten kön­nen auch über die Ro­bots.txt aus­ge­schlos­sen wer­den:

Las­sen sich Sei­ten nicht über das Sys­tem auf no­in­dex schal­ten, kön­nen die­se auch über die Ro­bots.txt ge­blockt wer­den – kein schö­ner Schritt, aber er funk­tio­niert.

  • Kla­re An­sa­gen an Goog­le ma­chen, wel­che URL auf wel­ches Key­word ran­ken soll:

Wich­tig: So­weit es geht, soll jede URL auf ein be­stimm­tes Key­word op­ti­miert sein. Sei­ten wie das Im­pres­sum usw. kann man na­tür­lich nicht op­ti­mie­ren, aber war­um auch? Wich­tig sind die URLs, die ver­kau­fen sol­len: Pro­duk­te und Ka­te­go­rien.

  • La­de­zei­ten sind wich­tig, aber nicht DER gro­ße Ran­king­fak­tor:

Goog­le ver­zeiht hier viel, auch wenn der Pa­ge­speed-Wert laut Goog­le schlecht ist, auf die tat­säch­li­che La­de­zeit kommt es an. Und die ist mit 1,1 Se­kun­den auf je­den Fall in Ord­nung.

  • Da­mit der Shop rankt, ha­ben wir nur we­ni­ge Back­links ge­braucht:

Back­links sind wich­tig, ja, aber nicht die An­zahl, son­dern die Qua­li­tät. Hin­zu kam, dass der Shop schon vie­le Back­links hat­te. Nach der Be­rei­ni­gung der schlech­ten Back­links war das Link­pro­fil sau­ber und durch das Set­zen von zwei hoch­wer­ti­gen Links war ge­nug Ver­trau­en von Goog­le da und ent­spre­chen­de Ran­kings wur­den mög­lich.

Fa­zit

Die größ­te Her­aus­for­de­rung bei SEO ist es, Kon­ti­nui­tät und Ge­duld zu wah­ren.

Nicht bei je­dem Pro­jekt wird der Traf­fic stän­dig nach oben ge­hen. Es kann auch Mo­na­te ge­ben, in de­nen es mal we­ni­ger Traf­fic gibt als da­vor – das ist ein völ­lig nor­ma­ler Pro­zess. SEO braucht ein­fach Zeit!

Auch ver­ges­sen vie­le, die SEO Ba­sics zu be­fol­gen. Kla­re Re­geln und ein Ab­lauf­plan hel­fen da­bei, SEO rich­tig an­zu­ge­hen und Er­fol­ge zu fei­ern.

Du brauchst Un­ter­stüt­zung? Dir hat der Case ge­fal­len und du brauchst eben­falls Un­ter­stüt­zung bei der Op­ti­mie­rung dei­nes Shops? Kein Pro­blem, schreib uns ein­fach eine Mail über un­ser Kon­takt­for­mu­lar. Jetzt Kon­takt auf­neh­men Ser­vice

Bild von Fabian Auler

Fa­bi­an Au­ler ... ist Grün­der und In­ha­ber der Far­ben­tour On­line Mar­ke­ting GmbH, Fach­au­tor beim Sprin­ger Gab­ler Ver­lag und ver­öf­fent­licht re­gel­mä­ßig Bei­trä­ge in On­line-Pu­bli­ka­tio­nen. Zu­dem ist er Re­fe­rent bei Fach­kon­fe­ren­zen wie den SCM Pra­xis­ta­gen, der Con­tent World oder der (SEO) Cam­pixx und wur­de als TOP 100 SEO In­fluen­cer aus­ge­zeich­net. Laut iBusi­ness.de zählt sei­ne Agen­tur zu den 100 wich­tigs­ten SEO-Dienst­leis­tern.

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