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WordPress SEO Tutorial

So bringst du deine WordPress-Website nach vorne

WordPress ist derzeit eines der beliebtesten Content-Management-Systeme (CMS). Es ist so einfach zu handhaben, dass selbst ohne Programmierkenntnisse hübsche Websites entstehen können.

Doch wie optimiert man WordPress Websites für Suchmaschinen? Um bei der Optimierung den Überblick zu behalten, haben wir diese WordPress SEO Anleitung an die drei Hauptaufgaben einer Suchmaschine angelehnt.

(WordPress) Websites haben eine besonders hohe Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen, wenn folgende Punkte einwandfrei optimiert sind:

  1. Crawling
  2. Indexierung
  3. Relevanz

Können die Suchmaschinen deine Website ohne Hindernisse einwandfrei crawlen und indexieren und dazu noch eine hohe Relevanz zu deinen Wunsch-Keywords erkennen, können so richtig gute Rankings erzielt werden.

WordPress SEO Video

Keine Lust zu lesen? Kein Problem: Dann schau dir unser WordPress-SEO-Tutorial an. Wir zeigen dir, wie du Schritt für Schritt deine Seite optimierst. WordPress-SEO-Tutorial: So bringst du deine Website nach vorne:

WordPress SEO: Verbesserung des Crawling und der Indexierung deiner Websites

Die sogenannte Suchmaschinen-Crawler lesen deine Website und entscheiden, ob deine Seite in ihrem Suchmaschinenindex landen oder nicht. Damit Google & Co. deine Website einwandfrei crawlen (lesen) und indexieren (in ihre Suchergebnissen aufnehmen) können, muss deine Website frei von Fehlern und für die Crawler leicht zugänglich sein.

Mit den folgenden Punkten lässt sich eine barrierefreie Website für die Suchmaschinen erstellen:

Theme

Mit dem richtigen WordPress-Theme kannst du bereits einen ersten wichtigen Schritt bei der Optimierung machen. Das verwendete Theme sollte mobil responsiv sein, auf Ladezeiten hin optimiert sein und ein fähiges Support- und Entwicklerteam aufweisen, das regelmäßige Updates herausgibt und darauf achtet, dass sein Theme mit der aktuellsten WordPress-Version läuft. Viele kostenlose Themes haben dies nicht! Daher empfehlen wir, immer auf die bekannten und kostenpflichtigen Themes zurückzugreifen. Diese sind meist schon sehr gut optimiert, sind schlank im Code, auf Ladezeiten hin optimiert und haben ein fähiges Entwicklerteam.

Wichtig: Überprüfe dein Theme mit https://validator.w3.org/ auf mögliche HTML-Fehler. Gibt es hier sehr viele (>500) Fehler, kann das ein Indiz sein, dass dieses Theme sehr schlampig programmiert wurde. Aber keine Panik: Ein paar Fehler sind normal und schaden dem Google Ranking nicht.

Einige Empfehlungen von uns:

  • Genesis
  • Avada
  • Enfold
  • Flatsome
  • Occean
  • WPAstra
  • MHThemes

Natürlich sind die kostenlosen Standard-Themes, die bei jeder WordPress-Installation dabei sind, auch vollkommen okay oder auch die Bestseller auf gängigen Plattformen wie Themeforest sind in der Regel sehr gut. Nur kostenlose Themes, die von externen Programmierern kommen, lassen immer wieder zu wünschen übrig.

Crawlen zulassen

Der erste und wichtigste Punkt: Dürfen die Suchmaschinen deine Website lesen und in ihren Suchindex aufnehmen?

In den Einstellungen im Backend deiner WordPress-Website solltest du unter „Lesen“ prüfen, ob bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ ein Haken gesetzt wurde. Falls hier tatsächlich ein Haken gesetzt wurde, solltest du einige Male schreiend auf deine Hauswand einschlagen, da dies der größte Fehler überhaupt ist.

Hier sollte der Haken niemals aktiviert sein
Hier sollte der Haken niemals aktiviert sein, wenn du Rankings bei Google & Co. erreichen willst.

Wenn die Suchmaschine deine WordPress-Website nicht indexieren kann, wird diese logischerweise auch nicht in den Suchergebnissen gelistet. Du kannst auch einfach eine Site:Abfrage durchführen (Beispiel: site:deine-domain.de/unterseite), um zu überprüfen ob deine Website bzw. deren Unterseiten indexiert wurden.

Search Console

Trage deine Website in der Search Console ein, um so direkte Informationen von Google zu erhalten. So kannst du prüfen, ob deine Website einwandfrei indexiert werden kann oder ob Google Fehler meldet. Zudem bekommst du angezeigt, wie viele Besucher du über die organischen Suchergebnisse erhältst. Ferner kannst du eine XML-Sitemap einreichen, warum bestimmte Unterseiten ggf. nicht indexiert wurden und weitere Probleme analysieren.

Über die Console kannst du auch die Indexierung deiner Website beschleunigen. Gehe dazu auf „Crawling“ und dann auf „Abruf wie durch Google“, um hier die Indexierung deiner Website zu beschleunigen.

Indexierung beschleunigen
Indexierung beschleunigen dank der Search Console

Das Beste daran: Die Search Console ist absolut kostenlos.

Die Robots.txt sollte auch in der Google Search Console eingetragen werden, um die Indexierung durch Google damit zusätzlich zu steuern. 

URL-Struktur

Die URL Struktur ist kein direkter Rankingfaktor. Allerdings können kurze und aussagekräftige URLs von Google und deinen Besuchern besser verstanden werden.

Wenn du einen frischen WordPress-Blog aufgesetzt hast, empfehle ich als Permalink immer die Option „Beitragsname“ zu wählen. Dadurch bleibt die URL möglichst kurz und verständlich zu gleich. Wer möchte, kann auch eine benutzerdefinierte URL verwenden. Auf Farbentour.de hatten wir früher zum Beispiel folgende URL-Struktur verwendet: “/%category%/%postname%/“. Dadurch werden in der URL die Kategorie und der Beitragsname angezeigt.

Permalinks einstellen
URL Struktur anpassen

Bei größeren Blogs, die stündlich oder täglich News veröffentlichen, kann es sinnvoll sein, „Tag + Name“ auszuwählen.

Warnung: Wenn du schon seit Längerem einen WordPress Blog betreibst und bereits ein paar gute Rankings damit erreicht hast, solltest du vorsichtig damit sein, die Permalinks im Nachhinein zu verändern. Änderst du die URL-Struktur, werden auch die URLs aller bereits veröffentlichten Beiträge geändert. Wenn du dann keine Weiterleitungen (z. B. mit einem Redirection Plugin) einrichtest, führen die alten URLs ins Leere, was ggf. zu Rankingverlusten führen kann.

SEO-Plugin und -Einstellungen

Mit einem guten SEO-Plugin, kannst du deine WordPress-Website weiter optimieren. Das kostenlose Plugin „Yoast SEO“ ist zu Recht eines der beliebtesten Plugins für WordPress. Hier können einige wichtige Einstellungen mit nur wenigen Klicks vorgenommen werden.

Menüpunkt 1: Allgemein

Yoast SEO Funktionen einstellen
Wichtige Funktionen aktivieren oder deaktivieren bei Yoast.

Unter „Funktionen“ im Punkt „Allgemein“ kannst du verschiedene Funktionen von Yoast SEO aktivieren und deaktivieren. Wichtig ist hier, dass die Funktion „XML Sitemap“ aktiviert ist. Eine Sitemap dient der besseren Indexierung deiner Website durch die Suchmaschinen. Die Sitemap kannst du auch in der Search Console, die wir bereits erwähnt haben, unter „Sitemaps“ einreichen.