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WordPress SEO 2020

So bringst du deine WordPress-Website nach vorne

WordPress ist derzeit eines der beliebtesten Content-Management-Systeme (CMS). Es ist so einfach zu handhaben, dass selbst ohne Programmierkenntnisse hübsche Websites entstehen können.

Doch wie optimiert man WordPress Websites für Suchmaschinen? Um bei der Optimierung den Überblick zu behalten, haben wir diese WordPress SEO Anleitung an die drei Hauptaufgaben einer Suchmaschine angelehnt.

(WordPress) Websites haben eine besonders hohe Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen, wenn folgende Punkte einwandfrei optimiert sind:

  1. Crawling
  2. Indexierung
  3. Relevanz

Können die Suchmaschinen deine Website ohne Hindernisse einwandfrei crawlen und indexieren und dazu noch eine hohe Relevanz zu deinen Wunsch-Keywords erkennen, können so richtig gute Rankings erzielt werden.

WordPress SEO Video

Keine Lust zu lesen? Kein Problem: Dann schau dir unser WordPress-SEO-Tutorial an. Wir zeigen dir, wie du Schritt für Schritt deine Seite optimierst.

WordPress-SEO-Tutorial: So bringst du deine Website nach vorne:

WordPress SEO: Verbesserung des Crawling und der Indexierung deiner Websites

Die sogenannte Suchmaschinen-Crawler lesen deine Website und entscheiden, ob deine Seite in ihrem Suchmaschinenindex landen oder nicht. Damit Google & Co. deine Website einwandfrei crawlen (lesen) und indexieren (in ihre Suchergebnissen aufnehmen) können, muss deine Website frei von Fehlern und für die Crawler leicht zugänglich sein.

Mit den folgenden Punkten lässt sich eine barrierefreie Website für die Suchmaschinen erstellen:

Theme

Mit dem richtigen WordPress-Theme kannst du bereits einen ersten wichtigen Schritt bei der Optimierung machen. Das verwendete Theme sollte mobil responsiv sein, auf Ladezeiten hin optimiert sein und ein fähiges Support- und Entwicklerteam aufweisen, das regelmäßige Updates herausgibt und darauf achtet, dass sein Theme mit der aktuellsten WordPress-Version läuft. Viele kostenlose Themes haben dies nicht! Daher empfehlen wir, immer auf die bekannten und kostenpflichtigen Themes zurückzugreifen. Diese sind meist schon sehr gut optimiert, sind schlank im Code, auf Ladezeiten hin optimiert und haben ein fähiges Entwicklerteam.

Wichtig: Überprüfe dein Theme mit https://validator.w3.org/ auf mögliche HTML-Fehler. Gibt es hier sehr viele (>500) Fehler, kann das ein Indiz sein, dass dieses Theme sehr schlampig programmiert wurde. Aber keine Panik: Ein paar Fehler sind normal und schaden dem Google Ranking nicht.

Einige Empfehlungen von uns:

  • Genesis
  • Avada
  • Enfold
  • Flatsome
  • Occean
  • WPAstra
  • MHThemes

Natürlich sind die kostenlosen Standard-Themes, die bei jeder WordPress-Installation dabei sind, auch vollkommen okay oder auch die Bestseller auf gängigen Plattformen wie Themeforest sind in der Regel sehr gut. Nur kostenlose Themes, die von externen Programmierern kommen, lassen immer wieder zu wünschen übrig.

Crawlen zulassen

Der erste und wichtigste Punkt: Dürfen die Suchmaschinen deine Website lesen und in ihren Suchindex aufnehmen?

In den Einstellungen im Backend deiner WordPress-Website solltest du unter „Lesen“ prüfen, ob bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ ein Haken gesetzt wurde. Falls hier tatsächlich ein Haken gesetzt wurde, solltest du einige Male schreiend auf deine Hauswand einschlagen, da dies der größte Fehler überhaupt ist.

Hier sollte der Haken niemals aktiviert sein
Hier sollte der Haken niemals aktiviert sein, wenn du Rankings bei Google & Co. erreichen willst.

Wenn die Suchmaschine deine WordPress-Website nicht indexieren kann, wird diese logischerweise auch nicht in den Suchergebnissen gelistet. Du kannst auch einfach eine Site:Abfrage durchführen (Beispiel: site:deine-domain.de/unterseite), um zu überprüfen ob deine Website bzw. deren Unterseiten indexiert wurden.

Search Console

Trage deine Website in der Search Console ein, um so direkte Informationen von Google zu erhalten. So kannst du prüfen, ob deine Website einwandfrei indexiert werden kann oder ob Google Fehler meldet. Zudem bekommst du angezeigt, wie viele Besucher du über die organischen Suchergebnisse erhältst. Ferner kannst du eine XML-Sitemap einreichen, warum bestimmte Unterseiten ggf. nicht indexiert wurden und weitere Probleme analysieren.

Über die Console kannst du auch die Indexierung deiner Website beschleunigen. Gehe dazu auf „Crawling“ und dann auf „Abruf wie durch Google“, um hier die Indexierung deiner Website zu beschleunigen.

Indexierung beschleunigen
Indexierung beschleunigen dank der Search Console

Das Beste daran: Die Search Console ist absolut kostenlos.

Die Robots.txt sollte auch in der Google Search Console eingetragen werden, um die Indexierung durch Google damit zusätzlich zu steuern. 

URL-Struktur

Die URL Struktur ist kein direkter Rankingfaktor. Allerdings können kurze und aussagekräftige URLs von Google und deinen Besuchern besser verstanden werden.

Wenn du einen frischen WordPress-Blog aufgesetzt hast, empfehle ich als Permalink immer die Option „Beitragsname“ zu wählen. Dadurch bleibt die URL möglichst kurz und verständlich zu gleich. Wer möchte, kann auch eine benutzerdefinierte URL verwenden. Auf Farbentour.de hatten wir früher zum Beispiel folgende URL-Struktur verwendet: “/%category%/%postname%/“. Dadurch werden in der URL die Kategorie und der Beitragsname angezeigt.

Permalinks einstellen
URL Struktur anpassen

Bei größeren Blogs, die stündlich oder täglich News veröffentlichen, kann es sinnvoll sein, „Tag + Name“ auszuwählen.

Warnung: Wenn du schon seit Längerem einen WordPress Blog betreibst und bereits ein paar gute Rankings damit erreicht hast, solltest du vorsichtig damit sein, die Permalinks im Nachhinein zu verändern. Änderst du die URL-Struktur, werden auch die URLs aller bereits veröffentlichten Beiträge geändert. Wenn du dann keine Weiterleitungen (z. B. mit einem Redirection Plugin) einrichtest, führen die alten URLs ins Leere, was ggf. zu Rankingverlusten führen kann.

SEO-Plugin und -Einstellungen

Mit einem guten SEO-Plugin, kannst du deine WordPress-Website weiter optimieren. Das kostenlose Plugin „Yoast SEO“ ist zu Recht eines der beliebtesten Plugins für WordPress. Hier können einige wichtige Einstellungen mit nur wenigen Klicks vorgenommen werden.

Menüpunkt 1: Allgemein

Yoast SEO Funktionen einstellen
Wichtige Funktionen aktivieren oder deaktivieren bei Yoast.

Unter „Funktionen“ im Punkt „Allgemein“ kannst du verschiedene Funktionen von Yoast SEO aktivieren und deaktivieren. Wichtig ist hier, dass die Funktion „XML Sitemap“ aktiviert ist. Eine Sitemap dient der besseren Indexierung deiner Website durch die Suchmaschinen. Die Sitemap kannst du auch in der Search Console, die wir bereits erwähnt haben, unter „Sitemaps“ einreichen.

XML Sitemap einreichen
XML Sitemap einreichen

Menüpunkt 2: Darstellung in der Suche

Allgemein:

Beim Punkt „Allgemein“ können die Meta-Tags (Title, Description) für die Startseite deiner Website angepasst werden. Lässt du diese Felder frei, wird Google selbst die Meta Tags in seinen Suchergebnissen zusammenstellen, welche unter Umständen falsch ist. Daher ist es ratsam, diese selbst anzupassen. Der Title sollte nicht länger als 65 Zeichen sein und die Description nicht länger als 155 Zeichen (inkl. Leerzeichen) sein. Im Titel sollte das jeweilige Keyword vorkommen auf das du die jeweilige URL optimierst. Noch mehr Tipps zur Erstellung von Title und Description findest du hier auf unserem Blog.

Inhaltstypen

Die Voreinstellungen können hier in der Regel so übernommen werden, da hier die Indexierung von Beiträgen und Seiten gesteuert wird. Mit diesen soll in der Regel versucht werden, gute Platzierungen bei Google & Co. zu erreichen.

Yoast Darstellung in der Suche
Unter “Darstellung in der Suche” kannst du bestimmte Formate auf noindex,follow setzen, automatische Titel vergeben und vieles mehr…
 

Medien

Unter dem Reiter „Medien“ sollte die Anzeige immer auf „Ja“ gestellt sein, da sonst jedes Bild eine eigene Anhang-URL bekommt und so zahlreiche neue URLs entstehen. Dadurch können Thin-Content-Probleme entstehen.

Taxonomien

Kategorien und Schlagwörter setzen wir in der Regel auf „noindex“. Warum? Die Standardkategorie und Schlagwörter-Seite in WordPress sind sehr starr und kaum anpassbar. Dementsprechend schwierig kann es sein, diese zu optimieren. Besser sind sogenannte Corner-Stone-Seiten. Hier wird für eine Kategorie eine eigenständige Landing-Page erstellt und neben den Artikeln auf der jeweiligen Kategorie weitere Informationen zu dem Thema geliefert.

Du willst ein Beispiel?

Schau unsere Corner-Stone-Seite https://www.farbentour.de/backlink-was-ist-das/ zum Thema „Backlinks“ an. Hier wird zunächst ausführlich auf das Thema eingegangen und erst weiter unten werden die passenden Artikel zu diesem Thema dazu ausgegeben. So eine Seite hat deutlich bessere Chancen, bei Google gut gefunden zu werden als die Standard-kategorie-Seiten von WordPress.

Die Macher von Yoast selbst haben einen hilfreichen Artikel zum Thema “Cornerstone-Seiten” verfasst.

Archiv

Wenn du der einzige Autor auf deiner WordPress-Website bist, solltest du im Reiter „Archiv“ das Autorenarchiv auf „noindex“ setzen („Zeige Autorenarchiv nicht in den Suchergebnissen“), damit hier kein Duplicate Content entsteht. Auch das Datumsarchiv ist bei vielen WordPress-Websites unnötig. Wenn du kein Datumsarchiv auf deiner Website haben willst, kannst du dies hier komplett deaktivieren.

Noch ein Tipp bzgl. Yoast:

Unter „Werkzeuge“ kannst du den Masseneditor von Yoast benutzen und so schneller deine komplette Seite optimieren. Leider ist der Editor stark eingeschränkt. Das Plugin „Sheet Editor“ hat den Namen eines Masseneditors schon eher verdient.
Darüber lassen sich auch die .htaccess- und Robots.txt-Dateien anpassen – vorher Backup machen nicht vergessen!

sheet editor für yoast
Das Sheet Editor macht das Optimieren leichter…

Hier können über eine Übersichtstabelle alle wichtigen SEO-Punkte einzelner Seiten und Beiträge optimiert werden, ohne dazu in jede einzelne Seite gehen zu müssen. Dadurch sparst du dir immens viel Zeit.

Ladezeiten verbessern

Die Ladezeiten sind wichtig. Sehr wichtig! Lädt deine Website zu lange, verschlechtert dies nicht nur die Rankings deiner Website, sondern lässt auch häufiger die Besucher deiner Website abspringen. Teste mit gängigen SEO-Tools wie z. B. Webpagetest.org.

webpagetest org
Bild von webpagetest.org

Caching

Sollte deine Website zu lange Ladezeiten (> 3 Sekunden) kann ein erster Schritt in Richtung Optimierung sein, ein Cache-Plugin zu installieren. Durch das Caching reduzierst du die Datenbankabfragen, damit die WordPress-Website schneller geladen werden kann. Die Websites werden dabei als statische HTML-Seiten abgespeichert, was den Server entlastet.

Es gibt aktuell zig verschiedene Caching-Plugins. Ein sehr gutes Plugin dafür ist WP Fastet Cache. WP Fastet Cache ist kostenlos, sehr einfach gehalten und trotzdem effektiv. Einfach alle Haken in den Einstellungen des Plugins anklicken und auf „absenden“ klicken. Ebenfalls sehr gut sind WP-Rocket und BorlabsCache.

Alle, die wissen was sie tun, können natürlich statt eines Caching Plugins auch direkt in der .htaccess der WordPress Website ein Caching aktivieren. Jedoch sollte man dafür wirklich Ahnung von der Materie haben.

https://quantenfrosch.at/blog/ladezeiten-reduzieren-mit-htaccess/

Achte auf die Bildgrößen

Achte darauf, nicht zu große Bilder hochzuladen. Je größer die Bilddatei ist, desto länger auch die Ladezeit. Sollte die Bilddatei, die du hochladen willst, größer als 1 MB sein, solltest du unbedingt versuchen, das Bild zu verkleinern. Allerdings gibt es die perfekte Bildgröße nicht: Benötigst du nur kleine Bilder, brauchst du diese auch nicht in 10.000 x 10.000 Pixel hochzuladen ;-). 300 x 300 Pixel reichen in der Regel für kleine Bilder in einem Blogbeitrag aus. Vorschaubilder müssen größer hochgeladen werden, da diese sonst zu verpixelt dargestellt werden (hier reicht oft 1.024 x 1.024 vollkommen aus).

Zudem kannst du deine Bilder vor dem Hochladen auf Tinyjpg.com vorab komprimieren. Dies reduziert die Dateigröße beträchtlich, ohne die Qualität zu reduzieren. Einfacher geht es mit dem WordPress Plugin EWWW Image Optimizer – damit kannst du deine Bilder bequem komprimieren.

Wer mehr zum Thema „Bilderdateigrößen und Optimierung“ erfahren will, kann sich den Artikel von Johannes auf Nischenpresse.de anschauen.

Datenmüll vermeiden

Vermeide unnötige viele Plugins auf deiner Website. Jedes Plugin auf deiner Website kann die Ladezeiten erhöhen. Überlege dir daher genau, welches Plugin du brauchst und welches nicht. Lösche unbedingt Plugins, die du nicht benötigst (deaktivieren reicht nicht).

Vergiss nicht, die Datenbank deiner Website von Altlasten zu befreien. Mit dem Plugin WP-Optimize kannst du die Datenbank sicher bereinigen.

Hoster

Du kannst noch so viele Plugins gelöscht haben, noch so viel dein Caching optimiert haben, wenn der Server, auf dem deine WordPress-Seite läuft, schlecht ist, kannst du die Ladezeiten nur schwer verbessern. Setze beim Hosting daher auf gute und leistungsstarke Anbieter, die zwar ein paar Euro mehr kosten, dafür aber deine Website deutlich schneller laden lassen. Aktuell empfehlen können wir pure-host.de und timmehosting.de. Nicht gerade günstig, dafür bieten diese ihren Kunden pfeilschnelle Server an.

Strukturierte Daten

Strukturierte Daten sind KEIN direkter Rankingfaktor, jedoch ermöglichen diese die Darstellung deiner Website in den SERPs bei Google zu beeinflussen. Zusätzlich helfen diese, dass die Suchmaschinen (auch Bing) deine Website besser verstehen.

Beispiele für Markups:

Strukturierte Daten für Veranstaltungen und Rezepte

Strukturierte Daten für Veranstaltungen
Strukturierte Daten für Veranstaltungen
Strukturierte Daten für Rezepte
Strukturierte Daten für Rezepte

Empfehlenswerte Plugins zur Implementierung von strukturierten Daten:

Yoast SEO: Im Backend in der Sidebar unter „Darstellung der Suche“ -> „“Allgemein“ -> „Knowledge Graph“ kannst du Logo und Namen deiner Website als strukturierte Daten eintragen.

Weitere strukturierte Daten für deine Website kannst du bspw. mit dem Plugin Markup (JSON-LD) structured in schema.org eintragen.

Strukturierte Daten mittels Plugin eintragen
Strukturierte Daten mittels Plugin eintragen